Wirtschaftsinformatik 1. Klausur Boada

ERP-Systeme Informationsverarbeitung innerhalb der Industrieunternehmen

ERP-Systeme Informationsverarbeitung innerhalb der Industrieunternehmen


D. R.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Prozessorganisation und Aufbauorganisation im Rahmen der Wirtschaftsinformatik auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Strukturierung von Aufgaben, Stellen und Abteilungen, sowie auf die Vor- und Nachteile verschiedener Organisationsformen wie Ein-Liniensystem, Stab-Liniensystem und Mehrliniensystem. Die Karteikarten eignen sich für Studierende und Berufstätige, die sich mit der Optimierung von Geschäftsprozessen und der effizienten Gestaltung von Unternehmensstrukturen auseinandersetzen möchten.
Karten
26
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
06.09.2015 / 04.06.2025

Lernkarten

Wertschöpfungskettendiagramm

  1. Wofür wird es genutzt?
  2. Was ist Wertschöpfung?

  1. Für eine grobe (Geschäfts-) Prozess beschreibung
  2. Differenz zwischen Verkaufserlösen und Vorleistungen. Differenz zwischen dem wofür der Kunde bereit ist zu zahlen (Endprodukt, Dienstleistungen etc.) und den wertmäßigen eingesetzten Mitteln zur Herstellung dieser Produkte.

Wofür steht ERP

Enterprise Resource Planning und bezeichnet eine Softwarelösung zur Ressourcenplanung eines Unternehmens bzw. einer Organisation. ERP integriert eine Vielzahl von Geschäftsanwendungen und Betriebsdaten, die in einer zentralen Datenbank verarbeitet und gespeichert werden.

Geschäftsprozessorientierung

Unterschied Funktions- und Geschäftsorientierung tabellarisch: Funkorien / Geschäftsorie

  1. Aufbau Arbeitsablauf
  2. Anzahl Organisationseinheiten MA
  3. Spezialisierung MA
  4. Verantwortung
  5. Entscheidungszeiten
  6. Informationsverarbeitung
  7. Routinegefährdungen
  8. Identifikation Wertgefühl

  1. Aufbau Arbeitsablauf: gestückelt / ganzheitlich geschäftsorientiert
  2. Anzahl Organisationseinheiten MA: Viele / wenig ggf. Teams
  3. Spezialisierung MA: hoch / übergreifend
  4. Verantwortung: niedrig / eher hoch
  5. Entscheidungszeiten: langwierig / schnell
  6. Informationsverarbeitung: hoch / gering
  7. Routinegefährdungen: hoch / gering
  8. Identifikation Wertgefühl: gering / hoch

Einstufung in den Ebenen der Pyramide nach Cher:

  1. Lieferschein ausdrucken
  2. Kundenauftrag frakturieren
  3. Kundenstammdaten erfassen
  4. Bestellung freigeben, stornieren, korrigieren, überwachen
  5. Bestellung ausgeben/ausdrucken
  6. Mahnverfahren einleiten
  7. Umsatzstatistik erstellen
  8. Konzept einer international operierenden Vertriebsorganisation

  1. Lieferschein ausdrucken/ admin / mengenorientiert / Ebene1
  2. Kundenauftrag frakturieren/ wertorientiert / Ebene2(Debitorenbuchführung)
  3. Kundenstammdaten erfassen/ admin/ mengenorientiert/ Vertrieb Ebene1
  4. Bestellung freigeben, stornieren, korrigieren, überwachen/ mengor.dispos. / Ebene1 operativ
  5. Bestellung ausgeben/ausdrucken/ mengenorie. / admin / Vertrieb Ebene1 operativ
  6. Mahnverfahren einleiten/ wertorientiert / Debitoren Ebene2 / Operativ
  7. Umsatzstatistik erstellen / Berichts.u.Kontrollsy. / Vertriebscontr./ taktische Ebene3
  8. Beschaffungsmarkt mit intern/extern Daten analysieren/ Analysesy. Ebene4
  9. Konzept einer international operierenden Vertriebsorganisation / lang planung/ strategische Ebene5

Pyramide nach Cher

Nenne die 5 Informationssysteme der Ebenen in der vertikalen Struktur (5)

  1. mengenorientierte operative Systeme / Administrations- (Verwaltendeaufgaben in Bschaffung, Fertigung) u. Dispositionssysteme (Planungsaufgaben Beschaffung, Fertigung)
  2. wertorienierte Abrechnungssysteme (Personalwesen: Monatsgehalt)
  3. Berichts- u. Kontrollsysteme (Abweichungsanalysen)
  4. Analysesteme (Marktanalysen)
  5. langfristige Planungs- u. Entscheidungssysteme (Anwendungssysteme Unternehmensplanung)

Pyramide nach Cher

Erläutere den Aufbau in

  1. horizontaler Ebene
  2. vertikaler Ebene

  1. horizontal Funktionsbereiche (Abteilungen, Fachbereiche etc) / Umssetzung
  2. vertikal anfallende Aufgaben (Informationsverarbeitung, -bereitstellung) / Interaktion

Ziele der betrieblichen Informationssysteme (7) "Effe fährt dich Auto"

  1. effektive Unterstützung zur Erfüllung betrieblicher Aufgaben
  2. Automatisierung von Abläufen
  3. Einflussnehmende Faktoren aller Prozesse miteinander verknüpfen (Daten verdichten)
  4. Zeit, Kosten, Personalaufwand sparen
  5. Fehlerpotenzial menschlicher Herkunft senken
  6. Datenschutz
  7. Wettbewerbsvorteile

  1. Aufbauorganisation
  2. Stellen
  3. Abteilungen
  4. Stab-Liniensystem

  1. Aufbauorganisation: Hierarchie, welche Aufgaben welche Menschen mit welchen Sachmitteln
  2. Stellen: kleinste organisatorische Einheit, einzelner menschlicher Aufgabenträger
  3. Abteilungen: Zusammenfassung mehrerer Stellen, die zusammenhängende Aufgaben erfüllen. Höhere Instanz ist die Leitungsstelle (Abteilungsleiter)
  4. Stab-Liniensystem: Beratungsfunktion neben den Geschäfts- u. Abteilungsleitungen

Welche Vor- und Nachteile bringen organisatorische Regelungen mit sich? (4/3)

Vorteile:

  • Klarheit über Abläufe und Zuständigkeiten
  • gleichartige Abarbeitung von Abläufen (Standardisierung)
  • dient als Planungsgerüst
  • Vermeidung Doppelbearbeitung

Nachteile

  • Unflexibilität durch Überregulierung
  • Überregulierung führt zu missachten der Regel
  • Hinweis: Das ist nicht meine Aufgabe. Dafür ist ... verantwortlich.

Welche Informationen gibt ein Organigramm her? (5) =Befugnisdiagramm E-WAKA

  1. Entscheidungsbefugnisse
  2. Weisungsbefugnisse
  3. Aufsichtspflichten
  4. Kontrollpflichten
  5. Ansprechpartner (Für Externe)

Vor- und Nachteile Ein-Liniensystem (4/3)

Vorteile: einfach, schnell, eindeutig

Nachteile: lange, wenig, stark

Vorteile

  • klare Weisungsbefugnisse / Dienstwege
  • eindeutige Zuständigkeit
  • schnelle Entscheidung innerhalb einer Stelle
  • einfache Koordination

Nachteile

  • lange Entscheidungswege über viele Instanzen
  • wenig Verantwortungsstreuung, wenige Führungskräfte (Überladung)
  • Betonung der Rangordnung, stark hierarchische Struktur

Vor- u. Nachteile Mehr-Liniensystem (5/5)

Mehr-Enten am Aufzug -Story (Teil1)

Enten im Konflikt (Teil 2)

Vorteile

  • Entlastung der Führungskräfte
  • hoher Standardisierungsgrad
  • mehr Spezialisten in den Spitzen
  • Teamarbeit wird gefördert
  • verkürzte Informationswege

Nachteile

  • Wasserköpfe, höhere Personalkosten
  • pinibles Auseinanderhalten von Entscheidungsbefugnissen
  • höheres Konfliktpotenzial
  • schwerfällige Entscheidungsfindung

Was ist ein Ein-Liniensystem? (4)

  • klar strukturiert
  • bei dem jede untereordnete Stelle und Abteilung eine vorgesetzte Instanz hat
  • Anweisung werden von oben nach unten weitergegeben
  • Der Dienstweg gleichrangiger Ebenen führt stets über die übergeordneten Ebenen

Mehrliniensystem

  • Eine Stelle bzw. Abteilung kann Anweisungen von einer oder mehreren weisungsbefugten Abteilungen erhalten
  • jede Instanz ist Experte in einem definierten Fachgebiet und bringt sich somit in anderen Abteilungen ein

Stab-Liniensystem (4)

  • ähnlich wie Ein-Liniensystem, aber erweitert durch Stabstellen
  • ohne Weisungsbefugnis, sondern mit Beratungsfunktion
  • unterstützt Instanzen wie Geschäftsleitung beratend
  • typische Stabsstellen sind Rechtsabteilungen

Nenne den Zweck einer Aufbauorganisation.

  • sinnvolle arbeitsteilige Gliederung und Ordnung betrieblicher Handlungsprozesse
  • durch Bildung und Verteilung von Aufgaben in Stellen

Welche Aufgaben hat die Aufbauorganisation?

  • Die Gesamtaufgabe der Unternehmung in Teilaufgaben aufzuspalten, wobei jede Teilaufgabe wiederum in kleinere Teilaufgaben zerlegt wird.
  • Nach der Teilung der Gesamtaufgabe ergibt sich ein hierarchisches Gefüge, in dem einzelne Stellen miteinander in Beziehung stehen.
  • Dieses Gefüge nennt man Organigramm

Was ist die Ablauforganisation? (4)

  • Ablauforganisation=Aufgaben- u. Arbeitsprozessplanung
  • Festlegung der Arbeitsprozesse (Raum, Zeit, Sachmittel u. Personen)
  • Aufgabenanalyse --> Elementaraufgaben
  • Arbeitsanalyse --> Arbeitsteile
  • Arbeitssynthese --> Arbeitsgänge (Raum, Zeit, Personen u. Sachmittel), Arbeitsverteilung, Arbeitsvereinigung, Raumgestaltung

Nenne jeweils eine Gleichung für die Aufbau- und für die Ablauforganisation.

  • Aufbauorganisation = Infrastruktur der Instanzen und Mittel (Aufgabe, Teilaufgaben, Stellen, Abteilungen)
  • Ablauforganisation = Analyse der Aufgabe in einer Prozessgliederung (Planung der Mittel und Instanzen)

Nenne die vier Arten von Stellen (4)

  1. Ausführende Stelle = einer oder mehrere ohne Weisungsbefugnis
  2. Leitungsstelle = hierarchisch übergeordnet
  3. Stabstellen = beraten und unterstützen im Führungsprozess
  4. Zentrale Stellen = Service Center, gleichartige Aufgaben werden hier gebündelt

funktionsorientierte Organisationsformen

Beispiel: Beschaffen-->Bedarf festellen / einkaufen / lagern / bereitstellen

  1. eignen sich für welche Unternehmen
  2. weisen welche fünf Eigenheiten, Merkmale auf

  1. eignen sich für kleine bis mittelständige Unternehmen oder Unternehmen mit geringer Produktvielfalt und stabilen Märkten (geht eher in die Routinerichtung!
  2. Fünf Merkmale
  • hoch verrichtungsorientierte Arbeitsteilung
  • hoch fachlich spezialisiert
  • direkte Anweisungen
  • zentrale Entscheidungen auf den obersten Hierarchieebene
  • Auftragserteilung im Ein-Liniensystem

Welche drei Nachteile ergeben sich bei den funktionsorientierten Organisationsformen bei,

- zunehmender Produktvielfalt und Marktdynamik

- zunehmender Kundenorientierung

  1. Abstimmungsprobleme nehmen zu (Slalom von Prozessen durch die Hierarchie)
  2. Koordinations- u. Motivationsaufwand nimmt zu
  3. Spezialisierungsvorteile reduzieren sich

Nenne (6) weiteren Nachteile (stichpunktaritg) bei funktions- statt geschäfts-, oder prozessorientierter Organisationsformen

  1. Demotivation - Routinearbeiten
  2. Entfernung - Entfremdung MA von Ergebnissen u. Lösungen
  3. Zuständigkeit - Bereichsegoismus
  4. Informationswege - Entscheidungen Slalom durch die Hierarchieprozesskette
  5. Koordinationsaufwand - viele verschied. Stellen für eine Auftrag von Anfang bis Ende
  6. Überregulierung - lähmt und führt zu Missachtung

Die Prozessorganisatione (Geschäftsorganisation) soll die bessere Form sein, welche vier positiven Kriterien werden hierbei angestrebt?

  1. Effizienz
  2. Effektivität
  3. Qualität
  4. Flexibilität

Nenne die vier Hauptmerkmale der Prozessorganisation

  1. Orientierung am Endprodukt-Fokus auf Qualität und Effizienz der Aufgabenbearbeitung
  2. Flache Hierarchie - kurze Informations- Entscheidungswege
  3. Reduzierung der Aufgaben - Wahrnehmung auf notwendige Tätigkeiten
  4. Mitarbeiterorientierung führt zu Qualität

Ausgangspunkt in der Prozessorganisaton sind Kern- und Unterstützungsprozess, welche sind das und wie sind sie eingegliedert (horizontal oder vertikal)?

Nach diesen übergeordneten Kern- und Unterstützungsprozessen befinden sich erst die Teilprozesse wie, Auftragsakquisition, Preisangebot, Auftragseingang etc.

  • Kernprozesse (horizontal): Entwicklung neuer Produkte / Aufgragsabwicklung / Kundenbetreuung
  • Unterstützungsprozesse (vertikal): Personal, IM (EDV), Controlling

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