Grundlagen Onkologie

Einführung in die Medizin; Überblick über das Feld der Onkologie

Einführung in die Medizin; Überblick über das Feld der Onkologie


A. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Onkologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln Risikofaktoren, Frühzeichen, Therapieansätze und Präventionsmaßnahmen für verschiedene Tumorarten wie Brust-, Darm-, Lungen- und Prostatakrebs. Besonders relevant sind die detaillierten Informationen zu Diagnose- und Behandlungsmethoden, die für Medizinstudierende und Ärzte in der Ausbildung von großem Nutzen sind. Die Karteikarten helfen dabei, das Verständnis für die komplexen Zusammenhänge in der Onkologie zu vertiefen und die wichtigsten Konzepte zu verinnerlichen.
Cartes-fiches
48
Utilisateurs
15
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
17.11.2014 / 28.08.2022

Cartes-fiches

Was bedeutet maligne?

Bösartig; vermag Metastasen zu bilden

Klinische Merkmale von Tumoren: gutartig - bösartig

  • Wachstum
  • Allgemeinstörung
  • Verlaufsdauer

  • Wachstum: Langsam - Schnell
  • Allgemeinstörung: meist leicht - zunehmend verschlechternd
  • Verlaufsdauer: meist lang (Jahre) - meist kurz (Monate)

Klinische Merkmale von Tumoren: gutartig - bösartig

  • Metastasen
  • Verhalten nach Resektion
  • Begrenzung
  • Wachstumsart

In der Regel:

  • Metastasen: keine - häufig
  • Verhalten nach Resektion: geheilt - oft Rezidive (Neubildungen)
  • Begrenzung: scharf, abgekapselt - unscharf
  • Wachstumsart: verdrängend - invasiv und destruierend

Klinische Merkmale von Tumoren: gutartig - bösartig

  • Perifokale Entzündung
  • Differenzierung
  • Zellanordnung
  • Zellgröße

In der Regel:

  • Perifokale Entzündung: fehlt - meist vorhanden
  • Differenzierung: hoch - sehr verschieden
  • Zellanordnung: meist noch organois - meist ungeordnet
  • Zellgröße: gleich - verschieden

Klinische Merkmale von Tumoren: gutartig - bösartig

  • Zytoplasma
  • Kern-Plasma-Relation
  • Kernform
  • Chromatin

In der Regel:

  • Zytoplasma: wie Ursprungszellen - meist basophil
  • Kern-Plasma-Relation: normal - zu Gunsten des Kerns verschoben
  • Kernform: typisch - atypisch
  • Chromatin: regelmäßig - unregelmäßig

Klinische Merkmale von Tumoren: gutartig - bösartig 

  • Hyperchromasie
  • Kernkörperchen
  • Mitosen

In der Regel: 

  • Hyperchromasie: fehlt - vorhanden
  • Kernkörperchen: normal - in Zahl und Größe abnorm
  • Mitosen: selten - häufig

Was sind die drei häufigsten Tumore bei Frauen in Deutschland?

  1. Brustdrüse
  2. Darm
  3. Gebärmutterkörper

Was sind die drei häufigsten Tumore bei Männern in Deutschland?

  1. Prostata
  2. Darm
  3. Lunge

An welchen Tumorerkrankungen sterben die meisten Männer in Deutschland?

  1. Lunge
  2. Darm
  3. Prostata

An welchen Tumorerkrankungen sterben die meisten Frauen in Deutschland?

  1. Brustdrüse
  2. Darm
  3. Lunge

Wofür stehen T,N und M in "TNM-Klassifikation" und was beschreiben sie jeweils?

Tumor-Staging

T: Tumor - Beschreibung von Ausdehnung und Verhalten des Primärtumors

N: Nodes = Lymphknoten - Fehlen /Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen

M: Metastasen - Fehlen/Vorhandensein von Fernmetastasen

Welche Stufen gibt es in der TNM-Klassifikation jeweils für T,N und M?

Unter anderem: 

Tumor: (T1-T4)

Nodes: (N1-N3)

Metastasen: (M0, M1)

Was beschreibt das Grading, das Cytologen verwenden?

Grading beschreibt, wie differenziert das Tumorgewebe ist. 

 

Welche Skala wenden Cytologen für das Grading an? Was beschreibt die erste, was die letzte Stufe?

Skala ist G1 - G4:

G1: gut differenziert, Tumorgewebe ist dem Ursprungsgewebe noch relativ ähnlich

G4: undifferenziert, Ursprungsgewebe ist nur noch über ultrastrukturelle und immunhistochemische Untersuchungen zu erkennen

Was beschreibt der Karnofsky-Index?

Der Karnofsky-Index (Karnofsky performance status scale) beschreibt die symptombezogenen Einschränkungen von Patienten mit bösartigen Tumoren. 

Darunter fallen: Aktivität, Selbstversorgung und Selbstbestimmung.

Welche Skala legt er Karnofsky-Index an?

Skala reicht von maximal 100 Prozent (keinerlei Einschränkungen) bis zu 0 Prozent (Tod)

Wann spricht man von einer Kontinuierlich Kompletten Remission?

Mehr als 10 Jahre anhaltende Remission (Metastasen- und Rezidivfreiheit)

Wann spricht man von einer Partiellen Remission?

Rückgang aller Tumorparameter; bestätigt durch mehr als einen Monat auseinanderliegende Messungen

z.B. bei soliden Tumoren: Rückgang der initialen Größe um mehr als 50 %

Wann liegt "Kein Ansprechen" vor?

Keine Größenänderung; oder weniger als 50 % Rückgang der meßbaren Tumorparameter

Was bedeutet Progression?

Unveränderte Zunahme in den Tumorparametern

Was bedeutet Rezidiv?

Erneute Tumormanifestation nach Erreichen einer kompletten Remission

Was ist eine Induktionstherapie, was ist ihr Ziel?

Schnelle Reduktion der Tumorzellen; Ziel ist die Vollremission.

Was ist das Ziel einer Konsolidierungstherapie?

Vernichtung residualer Tumorzellen zur Stabilisierung der Vollremission

Therapiestrategien: Ziel einer kurativen Therapie?

Heilung angestrebt bei potentiell kurablen Tumoren (Hodenkrebs, Morbus Hodgkin) und soliden Tumoren im Frühstadium

Therapiestrategien: Ziel einer adjuvanten Therapie?

Ergänzung einer potentiell kurativen Therapie zur Zerstörung klinisch nicht nachweisbarer Mikrometastasen

Therapiestrategien: Ziel einer neoadjuvanten Therapie?

Vor potentiell kurativem Eingriff; Tumorverkleinerung vor einer Operation zum Erreichen der Operabilität

Therapiestrategien: Ziel einer palliativen Therapie?

Milderung der Krankheitssyptmone ohne Aussicht auf Heilung

Welche Therapiearten gibt es?

Zum Beispiel:

  • Operation
  • Chemotherapie
  • Hormontherapie (Prostatakarzinom)
  • Knochenmarktransplantation
  • Immuntherapie
  • Schmerztherapie

 

Lunge

  • Risikofaktoren?
  • Früherkennung?
  • Besonderheiten der Tumore?

  • Rauchen und unter anderem Asbestbelastung
  • Früherkennung durch Röntgen und Spiral-CT; außerdem: Lungenbeschwerden, die länger als vier Wochen anhalten abklären
  • Tumore sind peripher und lange symptomarm bzw. frei

Brust

  • Risikofaktoren
  • Früherkennung
  • Besonderheiten

  • Risikofaktoren: keine oder späte Schwangerschaften, kein Stillen, postmenopausale Hormonersatztherapie
  • Krebsfrühuntersuchung durch Gynäkologen, monatliches Abtasten, familiäre Anamnese, Mammographie
  • Besonderheiten: Hohe Assoziation mit Ovarialkarzinom; auch Männer bekommen Brustkrebs

Brust: Welche Symptome sollten dringend abgeklärt werden?

Absonderungen aus der Brustwarze, Veränderungen der Brustwarze, Hauteinziehungen der Brust, selbstgetastete, neue Verhärtungen

Mundhöhle, Rachen

  • Risikofaktoren
  • Frühzeichen

  • Risikofaktoren: Rauchen, Alkohol, mangelnde Mundhygiene - in China: Rachentumore häufig auch durch Viren
  • Frühzeichen: Verhärtungen und schlecht / nicht heilende Läsionen abklären

Speiseröhre

  • Risikofaktoren
  • Frühzeichen
  • Besonderheiten

  • Risiko: Barret-Ösophagus
  • Frühzeichen: häufige Schluckbeschwerden
  • Besonderheiten: sehr große Operation erforderlich; zunehmende Inzidenz

Magen

  • Risikofaktoren

Geräuchertes oder Gepökeltes, Alkohol, Helicobacter / Camphylobacter pylori

Darm

  • Risikofaktoren
  • Frühzeichen

  • Risikofaktoren: Darmpolypen, rotes Fleisch, Colitis ulcerosa
  • Blut im stuhl bedeutet bis zum Beweis des Gegenteils Tumorverdacht
  • Früherkennung: totale Koloskopie - ab 50 Jahren empfohlen, ab 55 Jahren von Krankenkassen bezahlt

Leber

  • Risikofaktoren
  • Früherkennung
  • Prävention

  • Risikofaktoren: Leberzirrhose, z.B. durch Hepatitis, Alkohol, Hämochromatose
  • Früherkennung: Regelmäßige Schallung von Zirrhotikern
  • Prävention: Hepatitis B-Impfung

Bauchspeicheldrüse

  • Symptome
  • Prognose

  • Symptome: uncharakteristische Beschwerden
  • Prognose: sehr schlecht; operative Entfernung ist ein sehr großer Eingriff

Kehlkopf

  • Risikofaktor
  • Frühzeichen
  • Besonderheiten

  • Risikofaktor: Rauchen
  • Frühzeichen: über Wochen anhaltende Heiserkeit abklären
  • Besonderheiten: Frühstadien sind auch stimmbanderhaltend behandelbar

Haut

  • Risikofaktoren
  • Früherkennung

  • Risikofaktoren: UV-Straheln, helle Haut
  • Früherkennung: Screening beim Hautarzt (?)

Haut

  • Prävention
  • Besonderheiten

  • Prävention: Vermeiden von Sonnenbrand vor allem im Kindesalter, kein Solarium, UV-dichte Bekleidung
  • Besonderheiten: Inzidenz nimmt dramatisch zu; auch an nicht lichtexponierten Stellen

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