Immunologie

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Immunologie


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Immunologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie die Funktion von Zellen, das Immunsystem, die Aktivierung von B-Zellen und T-Zellen, sowie die Rolle von Antikörpern und Antigenen. Die Karteikarten beleuchten auch die Bindung von Antikörpern, die Reaktion des Immunsystems und die Bedeutung von Zytokinen. Sie sind besonders nützlich für Studierende und Forscher, die sich mit den komplexen Mechanismen des Immunsystems und seinen Reaktionen auseinandersetzen möchten.
Karten
180
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.07.2016 / 05.07.2017

Lernkarten

MHC II Funktionen

• MHC II befindet sich auf allen Antigen-präsentierenden Zellen und B- Zellen
• MHC II präsentiert Peptide aus dem endozytotischen Weg, z.B. Vesikel von Lysosomen
• Präsentation von beladenen MHC II-Komplexen an CD4+-T-Zellen
• Konsequenz: Stimulation von
o Makrophagen zur Phagozytose und Inaktivierung von Bakterien (TH1)
o B-Zellen zur Produktion von Antikörpern (TH2)

MHC Genetik

MHC ist polygenisch
• jeder Mensch exprimiert 3x MHC I und 3x MHC II (haploider Chromsomensatz)
• der Mensch ist in der Regel heterozygot für jeder der MHC-I- und MHC-II-Allele
• TAP-Gene: TAP-Komplex assembliert Peptide mit MHC-Proteinen im ER

MHC ist polymorph (nicht-gleiche AS Sequenz): hoher Grad an Allel-Veriabilität in den einzelnen Genen (z.T. >400 Allele/Gen) pro Chromosom unterschiedlicher Satz

Warum sind die MHC so variabel?

um eine ausreichend Antigenpräsentation von Viren zu gewährleisten, da diese selbst sehr variabel sind aufgrund kurzer Generationszeiten und hoher Mutationsrate

Was versteht man unter einer allogenen Spende?

Fremdspende

Besonderheit bzgl. MHC in der Schwangerschaft

in der Plazenta sind kaum Zellen mit MHC, NK-Zellen töten normalerweise Zellen, die kaum MHC exprimieren, aber nicht in der Plazenta, da hier ein Zytokin-Milieu vorherrscht, dass immunsuppressiv wirkt

Aufbau T-Zell Rezeptor und B-Zell-Rezeptor

Transplantat-Abstoßung Prinzip

Alloreaktivität w [von *allo -], beschreibt die Stimulierung von T-Lymphocytendurch Nicht-Selbst-MHC-Moleküle und kennzeichnet die Erkennung allogener (allogen) MHC-Moleküle.

Was gilt bezüglich der Unterschiedlichkeit der DNA in den Körperzellen?

Die DNA ist in allen Körperzellen (nicht Keimbahnzellen!) gleich, ausgenommen die der B- & T-Zellen

Wodurch können T-Zellen so viele verschiedene Antigene erkennen? 

durch Rekombination von Modulen (V, D, J, C) der TZR-
Gene während der T-Zell-Reifung im Thymus

C ist konstant, es gibt aber unterschiedliche davon

T-Zell-Aktivierung: Wieviele Signale sind nötig, welche Bestandteile sind beteiligt?

2 Signale

Wofür steht CTLA4?

Cytotoxisches T-Lymphozyten-Antigen 4

Was konkurriert mit CD28 um die Bindung an B7.1/B7.2 (CD80/86)? Wie läuft das ganze ab?

CD28 ist ein kostimulatorisches Molekül für die T-Zellaktivierung, nach der Aktivierung wird es herunterreguliert, woraufhin CTLA-4 exprimiert wird, welches eine höhere Affinität zu B7.1/B7.2 (CD80/86) hat =>  inhibitorisches Signal

Wie werden CD4+ Zellen noch genannt, was ist ihre Funktion?

T-Helferzellen (TH1,TH2), Regulation der Immunantwort

Wie werden CD8+ Zellen noch genannt? Funktion?

Cytotoxische T-Zellen (TC): Erkennen virusinfizierte Zellen 

T-Zell-Toleranz Mechanismus

Selektion in der Peripherie: Wenn T-Zellen in der Peripherie stark an Selbstantigene binden, so passiert gar nichts, da das B7-Signal fehlt, was nur von APC kommt, weshalb die selbsterkennenden Zellen dann absterben.

Wenn die Bindung jedoch schwach ist, wird die T-Zelle nicht getötet, sondern eine Anergie erfolgt => sie fahren das "System" runter und sind bei erneuter Expoisition nicht aktivierbar

Ciclosporin: Wirkmechanismus, Indikation

• potentes Immunsuppressivum (oral bioverfügbar), cyclisches Peptid, gebildet in Mikroorganismen
• bindet an intrazelluläre Immunophiline (Cyclophilin A)
• hemmt die Aktivität von NF-AT (nuclear factor of activated T-cells=> kann nicht mehr in den Zellkern) und verringert dadurch die Bildung von IL-2
• dadurch verringerte Proliferation von B-Zellen und T-Zellen
• zugelassen zur Prophyllaxe von Organtransplantat-Abstoßungen, auch bei chronischen Entzündungen, ist aber stark nephrotoxisch

Tacrolimus

• potentes Immunsuppressivum (oral bioverfügbar), makrozyklisches Polyketid
• bindet an intrazelluläre Immunophiline (FKBP)
• hemmt die Aktivität von NF-AT und verringert dadurch insbesondere die T-Zell-Proliferation => geringere Bildung von IL-2
• dadurch verringerte Proliferation von B-Zellen und T-Zellen
• zugelassen zur Prophyllaxe von Organtransplantat-Abstoßungen

Sirolimus (Rapamycin)

• potentes Immunsuppressivum (oral bioverfügbar)
• bindet an intrazelluläre Immunophiline (FKBP12)
• hemmt die Aktivität von mTOR (mechanistic Target of Rapamycin) und verringert dadurch die Proliferation von B-Zellen und T-Zellen
• zugelassen zur Prophyllaxe von Organtransplantat-Abstoßungen

Immunophiline

Bei Immunophilinen handelt es sich um Proteine, die im Inneren tierischer wie auch pflanzlicher Zellen vorkommen.Bisher sind 7 humane Immunophiline bekannt. Sie sind in zahlreichen Organen zu finden.

Besondere Bedeutung erlangten Immunophiline im Zusammenhang mit dem Wirkungsmechanismus der Immunsuppressiva Ciclosporin und Tacrolimus, für die sie gleichsam als intrazelluläre Rezeptoren fungieren. Der Komplex aus Immunophilin und Immunsuppressivum löst eine Reaktionskaskade aus, die die Vermehrung der T-Zellen und damit die Immunantwort auf körperfremde Antigene hemmt. Von dieser Funktion lässt sich auch die Bezeichnung Immunophilin ableiten.

Was ist der wichtigste Wachstumfaktor bei der T-Zell-Proliferation(Aktivierung, bei CD4 und CD8)? Wie läuft die Proliferation ab?

IL-2

Erst Bindung der CD4+ T-Zelle an MHC II (bei CD8+ ist es MHC I), dann 2. Signal durch Bindung an B7, daraufhin durch IL-2 stimulierte klonale Proliferation, woraufhin je nach Zytokin-Umgebung eine Differenzierung in TH1, TH2 oder Gedächtniszellen erfolgt (bei CD8+ in cytotoxische T-Zellen (CTL) oder Gedächtniszellen)

TH1-Zellen: Funktion

- im Bild: aktivieren Makrophagen und auch dendritische Zellen (IFNγ, IL-12) => IL => selbstverstärkend zur Differenzierung

- aktivieren B-Zellen (IFNγ, IL-12)

TH2-Zellen: Funktionen

aktivieren B-Zellen (IL-4, IL-5) => Hauptfunktion

1. Antigen bindet an B-Zelle, Aufnahme in Zelle, Prozessieren, APC auf MHC2
2. TH2 oder TH1 bindet an B-Zelle -> TZR an MHC II, daraufhin Expression von CD40L um an CD40 der B-Zelle zu binden, und wie gewohnt CD28 an B7
3. TH1/TH2 sezerniert Zytokine wie z.B. IL 4/5
4. Zytokine binden an B-Zelle, Art des Zytokins ist entscheidend für den Antikörpertyp

Was ist IFNγ?

 Interferon γ: antiviral, induziert aber auch die Expression von B7, MHC I und II auf B-Zellen und Makrophagen und eine höhere MHC II Oberflächendichte, um die APC auf den Zellen zu erhöhen

Erhöht zudem die IL-2 Rezeptordichte auf Tc-Zellen, erhöht die zytotoxische Aktivität von NK-Zellen und fördert die Differenzierung von B-Zellen

Inhibiert zudem TH2-Zellen, wodurch die TH1-Immunantwort verstärkt wird

TH17

 regulatorische T-Zellen, bei Psoriasis wichtig

Ablauf der CD8-Funktion

1. Bindung an MHC I  mit TZR und B7 mit CD28 an die dendritischen Zellen 
2. in der Peripherie ist nur noch MHC Bindung spezifisch an virusinfizierte Zellen nötig um Apoptose auszulösen
3. Sezernieren gespeicherte Vesikel in die infizierte Körperzelle, die die Apoptose-Kaskade auslösen

Was sind Plasmazellen? Was ist ihre Funktion

Plasmazellen sind Antikörper-produzierend B-Zellen, haben viel Endoplasmatisches Retikulum

Merkmale von Antikörpern, Wodurch wird nur ein spezifisches Antigen erkannt? Welche Funktion haben andere Regionen?

Glycoprotein

- durch die variable Region (V),welche in "relativ konstante" Framework-Regions (FR) und in Complementary Regions (CDR) unterteilt. Complementary Regions determinieren Variabilität und damit die Antigen-Spezifität, die eigentlichen Epitop-bindenden Bereiche eines AK werden durch die CDRs definiert => Variabilität ist in den CD-Regionen am größten

Der Fc-Teil ist für die Killerzell-Aktivierung und die Komplementaktivierung verantwortlich

1. Jeder Antikörper erkennt nur eine bestimmte Oberfläche (Epitop)
2. Jede B-Zelle produziert nur einen Antikörper mit einer festgelegten Spezifität
3. Der Pool (das Kollektiv) von B-Zellen repräsentiert Antikörper gegen mindestens 109 Oberflächen
4. Auf einem Antigen liegen meist mehrere verschiedene Epitope, d.h. es reagieren mehrere B-Zellen
5. diese B-Zellen proliferieren klonal, deshalb spricht man von einer polyklonalen B-Zell-Antwort bzw. polyklonalen Antikörper
6. monoklonale Antikörper sind also aus einem B-Zellklon, den man exprimentell isolieren kann (Hybridoma-Technik)

Womit kann man Antikörper spalten und was für Fragmente resultieren daraus?

 

mit Papain (Enzym), weil die Hinge-Region sehr proteolyseanfällig ist

- Fab Fragment (fragment antigen binding), haben nur eine Antigen-Bindungsstelle

 Fc-Fragment (fragment constant region)

paratop

Oberfläche des AK

Epitop

Oberfläche des Antigens

B-Zell- Toleranz

Toleranz von Selbstantigenen ensteht für B-Zellen im Knochenmark

Welche Antikörper-Klassen gibt es?

IgG, IgE, IgM, IgD, IgA, IgD

Aussehen AK-Klassen IgG, IgA und IgM

Avidität eines AK

bezeichnet die gesamte Stärke der Antigen-AK-Bindung, sie bezieht sich auf die Affinität der Paratop-Epitop-Bindungen und die Valenz des am Komplex beteiligten AK, die Bindungsenergie ist stark erhöht, wenn sich verschiedene Bindungen ausbilden. Daher ist die Avidität meist höher als die Affinität

ADCC

Antikörper vermittelte zell-abhängige Zytotoxizität -> Natürliche Killerzellen 

Effektorfunktionen von AK

ADCC Antikörper vermittelte zell-abhängige Zytotoxizität)

CDC (Komplement-abhängige Zytotoxizität)

B-Zell-Variabilität

reifende B-Zellen durchlaufen die VDJ-Rekombination  => Rekombination auf DNA-Ebene => Antikörper-Spezifität ist festgelegt

reife, ruhende B-Zellen produzieren IgM und IgD durch alternatives Spleißen auf RNA Ebene, wobei diese aus demselben  Antikörper-Gen stammen

Was produzieren reife, ruhende B-Zellen hauptsächlich? Und was ändert sich diesbezüglich bei Aktivierung?

membrangebundene AK => B-Zellrezeptoren (BZR) => alternative Polyadenylierung auf RNA-Ebene

nach Aktivierung bei reifen, T-Zell unabhängig aktivierten B-Zellen : hauptsächlich Produktion von löslichen AK alternative Polyadenylierung auf RNA-Ebene

bei reifen, T-Zell abhängig aktivierten B-Zellen: B-Zellen durchlaufen einen Isotyp-Wechsel zu IgG, IgE oder IgA => Rekombination auf DNA-Ebene

Wodurch wird eine IgM Sezernierung verursacht?

Durch das Binden von Antigenen an B-Zellen, die die BZRs quervernetzen können

Wodurch geschieht ein Wechsel der Antikörperklasse?

durch Rekombination der genomischen DNA => irreversibler Prozess

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