Immunologie

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N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Immunologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie die Funktion von Zellen, das Immunsystem, die Aktivierung von B-Zellen und T-Zellen, sowie die Rolle von Antikörpern und Antigenen. Die Karteikarten beleuchten auch die Bindung von Antikörpern, die Reaktion des Immunsystems und die Bedeutung von Zytokinen. Sie sind besonders nützlich für Studierende und Forscher, die sich mit den komplexen Mechanismen des Immunsystems und seinen Reaktionen auseinandersetzen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
12.07.2016 / 05.07.2017

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Wie ist der Verlauf des immunologischen Gedächtnis bezüglich Produktion unterschiedlicher AK-Klassen bei wiederholter Exposition mit dem Antigen?

Somatische Hypermutation

Das Einfügen von Mutationen in die Antikörpergene einer reifenden B-Zelle bezeichnet. Mit Hilfe des Enzyms Activation Induced Cytidine Deaminase (AID oder auch AICDA) entstehen zufällige Veränderungen der DNA, was in einigen Fällen zu erhöhter Affinität der Antikörper zu ihrem Antigen führt. Durch Selektion werden diejenigen Zellen ausgewählt, welche am besten das Antigen binden und es somit am effektivsten bekämpfen können. Die übrigen Zellen gehen zugrunde. Dieser Prozess, welcher in den Keimzentren der sekundären lymphatischen Organe (Milz, Lymphknoten) stattfindet, ermöglicht es dem Organismus, eine Vielzahl von verschiedenen Antikörpern zu produzieren, und sich somit an die sich im Zuge einer Immunevasion verändernden Pathogene anzupassen sowie die Affinität der Antikörper zum Antigen zu erhöhen.

Überempfindlichkeitsreaktionen

• syn. Hypersensitivitätsreaktionen
• definiert als überschießende Immunantworten auf nicht-infektiöse Antigene (exogen oder endogen), die individuell abläuft und körpereigenes Gewebe schädigt
• Unterscheidung in Überempfindlichkeitsreaktionen
o Typ I-III (Antikörper-vermittelte Reaktion) und
o Typ IV (T-Zell-vermittelte Reaktion)

Überempfindlichkeitsreaktion Typ I

• "Soforttyp" = Allergie
• Immunantwort auf ein harmloses, nicht pathogenes Fremdantigen (exogen o. endogen)
• gekennzeichnet durch die (überschießende) Produktion von IgE-Antikörpern
• IgE-Antikörper spielen eigentlich eine wichtige Rolle bei der Abwehr extrazellulärer Parasiten z.B. Würmer
• von TH2-Aktivierung geprägte Immunanwort (IL 4 & IL13 unterstützen Reaktion)
• Produktionsort von IgE-Antikörpern ist vor allem das Oberflächenepithel der Atemwege und der Submucosa des Darms
• beinhaltet die Aktivierung und Effektorfunktion von Mastzellen
• Ablauf:
o Phase: Sensibilisierung: Allergien treten NIE bei Erstkontakt auf! => erst durch Immunreaktion
o Phase: Sofortreaktion: nach Erstkontakt
o Phase: Spätreaktion
o Phase: Folgereaktionen z.B. Gewebeschädigung

Allergen

nicht infektiöses Antigen, das IgE-Antwort generiert

Helminthen ( Würmer): Welche Wirkung haben sie auf den Körper, wie reagiert das Immunsystem?

• Helminthen produzieren gewebeschädigende Proteasen
• Helminthen verursachen starke von TH2-geprägte Immunabwehr

Was ist das Hauptallergen im Kot der Hausstaubmilbe? Wirkmechanismus

Protease Der p 1 => Spaltet das Occludin in den Endothelien, was wiederum die Tight Junctions auflöst => dendritische Zellen nehmen Der p 1 auf, APC => TH2-Prägung => Der p 1 spezifische IgE binden an Mastzellen, und Der p 1 bindet an diesen IgE =>  Mastzellen Degranulieren

Überempfindlichkeitsreaktion Typ 1: Sofortreaktion

Überempfindlichkeitsreaktion Typ 1: Was ist an der Sätreaktion beteiligt?

Prostaglandine, Chemokine, Leukotriene, Zytokine (IL-5, IL-13 u.a.)

Überempfindlichkeitsreaktion Typ 1: Folgereaktionen

Wie manifestieren sich Überempfindlichkeitsreaktionen vom Typ I klinisch?

• Allergische Rhinitis, Sinusitis, "Heuschnupfen"
o vermehrte Schleimproduktion, Endzündung der oberen Atemwege


• Lebensmittelallergie
o erhöhte Peristaltik des Darms auf Grund von Kontraktionen der Darmmuskulatur


• Arzneimittel-Allergie
o z.B. Penicillin => sind Haptene => nur kovalent an Makromoleküle gebunden für das Immunsystem erkennbar


• Bronchialasthma (allergisches Asthma)
o Kontraktion der glatten Muskulatur der Atemwege, Schleimproduktion,
Entzündung und Gewebeschädigung durch allergische Spätreaktion


• Anaphylaxie
o ausgelöst durch Bienengift, Arzneimittel, Nahrungsbestandteile; Abfall
des Blutdrucks durch ausgeprägte Vasodilatation und
Flüssigkeitsverlust, Obstruktion der Atemwege durch Ödeme in der
Luftröhre

Therapie des allergischen Asthmas

• symptomatisch:
o inhalative Glucocorticoide
o inhalative "2-Sympathomimetika => erweitern Bronchien


• kausal:
o Desensibilisierung => wiederholte Exposition mit kleinen Mengen => IgE zu IgG Switch => keine Mastzellreaktion mehr 
o Omalizumab (Xolair®) => bindet an lösliche IgE-Antikörper => sinkt um 80-90%

Überempfindlichkeitsreaktionen Typ II Übersicht, klinische Beispiele

• ausgelöst durch Bindung von IgG an Zelloberflächen
• beinhaltet die Aktivierung von Komplement und Opsonierung durch C3b
• führt zu CDC und ADCC
• führt zu Gewebeschädigungen durch Exozytose (Phagozyten)
• kann zu Hämolytischer Anämie oder Thrombozytopenie führen
• kann auch durch Haptene vermittelt werden (z.B. Penicillin)


• Beispiele
o Transfusionskomplikationen (Reaktionen gegen Blutgruppen-Antigene)
o Glomerulonephritis (Reaktion gegen glomeruläre Basalmembran)
o Reaktion auf Penicillin

Überempfindlichkeitsreaktionen Typ III Übersicht, klinische Beispiele

• ausgelöst durch Bindung von IgG an lösliche Antigene
• Ablagerung von Antigen-IgG-Komplexen in Gefäßwänden oder Geweben
• dort Phagozytose und Aktivierung einer Entzündung
• Aktivierung des Komplementsystems


• Beispiele
o lokal:

  •  in den Glomeruli der Nieren ( Glomerulonephritis)
  •  in der Synovialmembran in den Gelenken ( rheumatoide Arthritis)
  •  in den Kapillaren der Haut ( Arthus-Reaktion=> Allergietest beim HNO Arzt)

o systemisch:

  • Serumkrankheit => Reaktion auf Fremdserum => Antigen-AK-Komplexe
  • ADAs(anti-drug antibodies) => gegen Proteinwirkstoffe => führt zu Überempfindlichkeitsreaktion => Schüttelfrost, Zytokin-Ausschüttung etc.

Was versteht man unter ADAs?

Anti-drug-antibodies => gegen Proteinwirkstoffe => führt zu Überempfindlichkeitsreaktion => Schüttelfrost, Zytokin-Ausschüttung etc.

Überempfindlichkeitsreaktionen Typ IV Übersicht, klinische Beispiele

• ausgelöst durch Aktivierung von TH1-Zellen
• "Hypersensibilität vom verzögerten Typ"
• Ablauf wie Immunreaktion auf Pathogene
• Erstkontakt führt zu Sensibilisierung (Bildung von T-Gedächtniszellen)
• Zweitkontakt führt zu Auslösereaktion  => zelluläre Reaktion => länger als in wenigen Minuten


• Beispiele
o Tuberkulin-Reaktion: Tuberkulose Test => Hauttest mit Tuberkulin, einem Präparat, das aus flüssigen Mykobakterien-Kulturen filtriert wird. Tuberkulin ruft beim Einbringen in die Haut eine Reaktion mit sensibilisierten T-Lymphozyten hervor, die bei Kontakt mit Tuberkulose-Erregern gebildet werden
o Granulomatose
o Kontakt-Dermatitis
o Morbus Crohn
o chronisches Asthma

Was wird für die Gedächtniszellbildung unbedingt benötigt?

eine T-Zell-Proliferation!

Was versteht man unter "molecular mimicry"

Bekämpfung von Virusinfektion mit körperähnlichen Strukturen verläuft erfolgreich, aber aufgrund der Ähnlichkeit werden danach vermutlich körpereigene Strukturen bekämpft

Antizytokin

Stoffe, die Zytokinwirkung hemmen

Sind B-Zellen kultivierbar?

Nein, nicht für längere Zeit

Étudier