Immunologie

Immunologie

Immunologie


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Immunologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie die Funktion von Zellen, das Immunsystem, die Aktivierung von B-Zellen und T-Zellen, sowie die Rolle von Antikörpern und Antigenen. Die Karteikarten beleuchten auch die Bindung von Antikörpern, die Reaktion des Immunsystems und die Bedeutung von Zytokinen. Sie sind besonders nützlich für Studierende und Forscher, die sich mit den komplexen Mechanismen des Immunsystems und seinen Reaktionen auseinandersetzen möchten.
Flashcards
180
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
12.07.2016 / 05.07.2017

Flashcards

Proinflammatorische Funktionen von Anaphylatoxinen

• wirken chemotaktisch auf Neutrophile und Makrophagen
• bewirken Degranulation von Mastzellen und Neutrophilen
• Ausschüttung von Histamin (hauptsächlich), Serotonin, TNF!
• stimulieren Makrophagen
• Ausschüttung von Zytokinen
• Vasokonstriktion glatter Muskulatur
• Vasodilatation in peripheren Arteriolen*
• erhöhen Kapillarpermeabilität*
• erhöhen Haftung von Leukozyten an Epithelzellen und unterstützen deren Emigration => Auswandern ins Gewebe
* bewirken gemeinsam u.U. einen massiven Blutdruckabfall
(anaphylaktischer Schock, z.B. bei Bakterien im Blut)

Komplement-Aktivierung: alternativer Weg

chemotaktisch Bedeutung

Gradient entlang höherer Konzentration des Lockstoffs

Faktor H

negativer Regulator des Komplementsystems

o begünstigt die Dissoziation von Bb aus C3i (C3bBb)
o Kofaktor für Faktor I

negative Regulatoren des Komplementsystems

Faktoren, die verhindern ,dass das Komplement sich an körpereigenen Zellen ablagert und Wirkung entfaltet

Faktor I

negativer Regulator des Komplementsystems

o baut (oberflächengebundenes) C3i und C3b ab

DAF ausgeschrieben, Funktion

negativer Regulator des Komplement-Systems

(Decay accelerating factor)
o beschleunigt Dissoziation von C4b2b und C3bBb

paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH)

Erbkrankheit, wo es zur Zerstörung von Erythrocyten kommt => dunkler Urin nachts. Das erfolgt über die Aktivierung des alternativen Wegs des Komplements wegen Mangel an DAF und CD59 Mangel (hauptsächlich, machen eig. negative Regulation)

Therapie: Eculizumab => AK, der an C5 bindet und Lyse verhindert somit

MCP

negativer Regulator des Komplementsystems

(Membrane cofactor protein)
o begünstigt Abbau von C3B (Kofaktor von Faktor I)

CR1

Negative Regulation des Komplement-Systems

(Complement receptor type 1)
o begünstigt die Spaltung von C3B (Kofaktor von Faktor I)

C1-Inhibitor

Negative Regulation des Komplement-Systems

o hemmt C1r und C1s
o hemmt auch Faktor XIIa, Kallikrein und Plasmin

Hereditäres Angioödem

Erbkrankheit, bei der C1-Inhibitoren fehlen => überaktives Komplementsystem=> überall spontane Ödembildung

Therapie: Conestat alfa (Ruconest) => C1-Inhibitor => Supplementation

Stammzellen Definition

undifferenzierte, sich stark teilende Zellen, die unerschöpflich sind

omnipotente Stammzellen, andere Bezeichnung

Als omnipotent (totipotent) bezeichnet man Stammzellen, die die Fähigkeit haben, sich in alle Zelltypen eines Organismus differenzieren zu können, bzw. sich zu einem kompletten, lebensfähigen Organismus zu entwickeln. Ein Beispiel für omnipotente Stammzellen sind befruchtete Eizellen.

pluripotente Stammzellen

Als Pluripotenz bezeichnet man die Fähigkeit von Stammzellen, sich in nahezu alle Zelltypen der dreiKeimblätter differenzieren zu können. Ein Beispiel für pluripotente Stammzellen sind embryonale Stammzellen.

multipotente Stammzellen, alternative Bezeichnung

adulte Stammzellen

Als multipotent bezeichnet man Stammzellen, die die Fähigkeit haben, sich zu verschiedenen Zelltypen innerhalb eines Gewebetyps (z.B. Blutzellen) zu differenzieren. Ein Beispiel für multipotente Stammzellen sind die Stammzellen der Hämatopoese.

Überblick über das hämatopoetische System

CD 59

Negativer Regulator des Komplementsystems

hemmt die Bindung von C9 an den C5b-Komplex (Kofaktor von Faktor I)

Wo findet die Blutbildung ausschließlich statt?

im roten Knochenmark

Masse des Knochenmarks eines Erwachsenen, davon Anteil des roten Knochenmarks, welche Körperteile bilden die Hauptmasse?

insg. 2,6 kg, davon 1,5 kg rotes

Spongiosa der platten Knochen (Schädel) und kurzer Knochen (Rumpf, Handwurzel), sowie in den verdickten Enden des Röhrenknochens

Wie werden Blutstammzellen noch genannt?

Reticulumzellen

Wie werden die pluripotenten Stammzellen des Knochenmarks noch genannt, die sich dann zu lymphoischen und myeloischen Vorläuferzellen differenzieren?

Hämocytoblasten

Monozyten: Wo kommen sie vor und was ist ihre Funktion?

Kommen im Blut vor, sind die Vorläufer zu Makrophagen, haben einen hufeisenförmigen Zellkern

Makrophagen: Wo kommen sie vor, Funktion

Kommen in Gewebe vor, nachdem Monozyten aus dem Blut ins Gewebe übergehen und sich dort zu Makrophagen differenzieren, sind langlebig

Funktion:

- Phagozytose,

- Antigenpräsentation (über MHCII-Moleküle),

-setzen Zytokine frei zur Kommunikation:

z.B. IL-1, IL-6, TNF-alpha => endogene Pyrogene => fiebererregend

IL-8 (Chemokin),  IL-12

neutrophiler Granulozyt: Eigenscahften

polymorphkerniger Phagozyt (=> nach "fressen" sterben sie schnell ab), kurzlebig, wandern chemotaktisch in entzündetes Gewebe ein 

basophiler Granulozyt

an allergisch-entzündlichen Erkrankungen beteiligt, genaue Funktion unbekannt!

Dendritische Zellen

präsentieren Antigene => nach Aufnahme wandern sie von den Geweben in die Lymphknoten, um Antigen dort zu präsentieren

Natürlich Killerzellen

 

- Zerstören virusinfizierte Zellen

- Zerstören "abnormale" Körperzellen => z.B. Tumorzellen, wie sie diese Erkennen ist unklar

sie reagieren wie das unspezifische Immunsystem und gehören deshalb hierzu, auch wenns eig. T-Zellen sind

B- Lymphozyten- Funktion etc., wofür steht das "B"?

B steht für "bone" weil sie im Knochenmark entstehen und dort reifen

- Produzieren Antikörper

- präsentieren Antigene

T-Zell-Funktionen, Wofür steht das "T"?

T steht für Thymus, da sie dort reifen nachdem sie im Knochenmark entstehen

- Modulation der spezifischen Immunantwort (TH) => proinflammatorisch und auch gegen Entzündungen

- Zerstörung virusinfizierter Körperzellen (TC) => cytotoxische T-Zellen => zerstören virusinfizierte Zellen

Mastzellen

Kommen in allen Geweben vor, nicht in Blut, auch unter der Haut, Schleimhäute und Bindegewebe

- sezernieren wichtige Mediatoren allergischer  und entzündlicher Reaktionen (Histamin, Serotonin, Zytokine, Prostaglandine, Leukotriene, PAF)

 

Thrombozyt-Beteiligung an Immunsystem

assoziierter zellulärer Bestandteil des Immunsystems

- verschließt Läsionen in Blutgefäßen

- beteiligt an Blutgerinnung (Bildung von Thromben)

- beteiligt an Entzündungsreaktionen => bei Sepsis erfolgt eine massive Aktivierung des Blutgerinnungssystems

Endothelzellen-Beteiligung an Immunsystem

- Produktion von Selektinen und ICAMS (Proteine zum Anheften von Immunzellen)

- Produktion verschiedener Zytokine

Erythrozyt-Beteiligung an Immunsystem

Transport von Immunkomplexen auf Oberfläche

Leber Niere -Beteiligung an Immunsystem

- Produktion von Komponenten des Komplementsystems

- Produktion verschiedener Akute-Phase-Proteine => Sezernierung bei Entzündung

- Abbau von Immunkomplexen (in Milz)

Leukozyten

Leukozyten: weiße Blutkörperchen, kernhaltige, farblose Blutzellen => alle zellulären Bestand

mononukleäre Makrophagen, polymorphkernige Granulozyten, dendritische Zellen, Lymphozyten

Wofür steht PMN?

Polymorphkernige Neutrophile

Normwerte Leukozyten im Blut

Leukozyten: 7400 Zellen pro Mikroliter, Schwankung 4500-11000

Normwert neutrophile Granulozyten im Blut

4400 Stück pro Mikroliter, Schwankung 1800-7700

Was ist Neutropenie, bei welchen Patientengruppen tritt es gehäuft auf

• Absinken der Zahl neutrophiler Granulozyten unter 1000/Mikroliter (Normalwert: 4000-
10000/!l)
• bei Neutrophilen-Zahlen unter 1000/mikroliter ist das Risiko bakterieller Infektionen
signifikant erhöht

o Tumorpatienten nach myeloablativer Therapie
o HIV-Patienten
o Erbkrankheiten (kongenitale Neutropenie)

Study