Immunologie
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Lernkarten
Proinflammatorische Funktionen von Anaphylatoxinen
• wirken chemotaktisch auf Neutrophile und Makrophagen
• bewirken Degranulation von Mastzellen und Neutrophilen
• Ausschüttung von Histamin (hauptsächlich), Serotonin, TNF!
• stimulieren Makrophagen
• Ausschüttung von Zytokinen
• Vasokonstriktion glatter Muskulatur
• Vasodilatation in peripheren Arteriolen*
• erhöhen Kapillarpermeabilität*
• erhöhen Haftung von Leukozyten an Epithelzellen und unterstützen deren Emigration => Auswandern ins Gewebe
* bewirken gemeinsam u.U. einen massiven Blutdruckabfall
(anaphylaktischer Schock, z.B. bei Bakterien im Blut)
chemotaktisch Bedeutung
Gradient entlang höherer Konzentration des Lockstoffs
Faktor H
negativer Regulator des Komplementsystems
o begünstigt die Dissoziation von Bb aus C3i (C3bBb)
o Kofaktor für Faktor I
negative Regulatoren des Komplementsystems
Faktoren, die verhindern ,dass das Komplement sich an körpereigenen Zellen ablagert und Wirkung entfaltet
Faktor I
negativer Regulator des Komplementsystems
o baut (oberflächengebundenes) C3i und C3b ab
DAF ausgeschrieben, Funktion
negativer Regulator des Komplement-Systems
(Decay accelerating factor)
o beschleunigt Dissoziation von C4b2b und C3bBb
paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH)
Erbkrankheit, wo es zur Zerstörung von Erythrocyten kommt => dunkler Urin nachts. Das erfolgt über die Aktivierung des alternativen Wegs des Komplements wegen Mangel an DAF und CD59 Mangel (hauptsächlich, machen eig. negative Regulation)
Therapie: Eculizumab => AK, der an C5 bindet und Lyse verhindert somit
MCP
negativer Regulator des Komplementsystems
(Membrane cofactor protein)
o begünstigt Abbau von C3B (Kofaktor von Faktor I)
CR1
Negative Regulation des Komplement-Systems
(Complement receptor type 1)
o begünstigt die Spaltung von C3B (Kofaktor von Faktor I)
C1-Inhibitor
Negative Regulation des Komplement-Systems
o hemmt C1r und C1s
o hemmt auch Faktor XIIa, Kallikrein und Plasmin
Hereditäres Angioödem
Erbkrankheit, bei der C1-Inhibitoren fehlen => überaktives Komplementsystem=> überall spontane Ödembildung
Therapie: Conestat alfa (Ruconest) => C1-Inhibitor => Supplementation
Stammzellen Definition
undifferenzierte, sich stark teilende Zellen, die unerschöpflich sind
omnipotente Stammzellen, andere Bezeichnung
Als omnipotent (totipotent) bezeichnet man Stammzellen, die die Fähigkeit haben, sich in alle Zelltypen eines Organismus differenzieren zu können, bzw. sich zu einem kompletten, lebensfähigen Organismus zu entwickeln. Ein Beispiel für omnipotente Stammzellen sind befruchtete Eizellen.
pluripotente Stammzellen
Als Pluripotenz bezeichnet man die Fähigkeit von Stammzellen, sich in nahezu alle Zelltypen der dreiKeimblätter differenzieren zu können. Ein Beispiel für pluripotente Stammzellen sind embryonale Stammzellen.
multipotente Stammzellen, alternative Bezeichnung
adulte Stammzellen
Als multipotent bezeichnet man Stammzellen, die die Fähigkeit haben, sich zu verschiedenen Zelltypen innerhalb eines Gewebetyps (z.B. Blutzellen) zu differenzieren. Ein Beispiel für multipotente Stammzellen sind die Stammzellen der Hämatopoese.
CD 59
Negativer Regulator des Komplementsystems
hemmt die Bindung von C9 an den C5b-Komplex (Kofaktor von Faktor I)
Wo findet die Blutbildung ausschließlich statt?
im roten Knochenmark
Masse des Knochenmarks eines Erwachsenen, davon Anteil des roten Knochenmarks, welche Körperteile bilden die Hauptmasse?
insg. 2,6 kg, davon 1,5 kg rotes
Spongiosa der platten Knochen (Schädel) und kurzer Knochen (Rumpf, Handwurzel), sowie in den verdickten Enden des Röhrenknochens
Wie werden Blutstammzellen noch genannt?
Reticulumzellen
Wie werden die pluripotenten Stammzellen des Knochenmarks noch genannt, die sich dann zu lymphoischen und myeloischen Vorläuferzellen differenzieren?
Hämocytoblasten
Monozyten: Wo kommen sie vor und was ist ihre Funktion?
Kommen im Blut vor, sind die Vorläufer zu Makrophagen, haben einen hufeisenförmigen Zellkern
Makrophagen: Wo kommen sie vor, Funktion
Kommen in Gewebe vor, nachdem Monozyten aus dem Blut ins Gewebe übergehen und sich dort zu Makrophagen differenzieren, sind langlebig
Funktion:
- Phagozytose,
- Antigenpräsentation (über MHCII-Moleküle),
-setzen Zytokine frei zur Kommunikation:
z.B. IL-1, IL-6, TNF-alpha => endogene Pyrogene => fiebererregend
IL-8 (Chemokin), IL-12
neutrophiler Granulozyt: Eigenscahften
polymorphkerniger Phagozyt (=> nach "fressen" sterben sie schnell ab), kurzlebig, wandern chemotaktisch in entzündetes Gewebe ein
basophiler Granulozyt
an allergisch-entzündlichen Erkrankungen beteiligt, genaue Funktion unbekannt!
Dendritische Zellen
präsentieren Antigene => nach Aufnahme wandern sie von den Geweben in die Lymphknoten, um Antigen dort zu präsentieren
Natürlich Killerzellen
- Zerstören virusinfizierte Zellen
- Zerstören "abnormale" Körperzellen => z.B. Tumorzellen, wie sie diese Erkennen ist unklar
sie reagieren wie das unspezifische Immunsystem und gehören deshalb hierzu, auch wenns eig. T-Zellen sind
B- Lymphozyten- Funktion etc., wofür steht das "B"?
B steht für "bone" weil sie im Knochenmark entstehen und dort reifen
- Produzieren Antikörper
- präsentieren Antigene
T-Zell-Funktionen, Wofür steht das "T"?
T steht für Thymus, da sie dort reifen nachdem sie im Knochenmark entstehen
- Modulation der spezifischen Immunantwort (TH) => proinflammatorisch und auch gegen Entzündungen
- Zerstörung virusinfizierter Körperzellen (TC) => cytotoxische T-Zellen => zerstören virusinfizierte Zellen
Mastzellen
Kommen in allen Geweben vor, nicht in Blut, auch unter der Haut, Schleimhäute und Bindegewebe
- sezernieren wichtige Mediatoren allergischer und entzündlicher Reaktionen (Histamin, Serotonin, Zytokine, Prostaglandine, Leukotriene, PAF)
Thrombozyt-Beteiligung an Immunsystem
assoziierter zellulärer Bestandteil des Immunsystems
- verschließt Läsionen in Blutgefäßen
- beteiligt an Blutgerinnung (Bildung von Thromben)
- beteiligt an Entzündungsreaktionen => bei Sepsis erfolgt eine massive Aktivierung des Blutgerinnungssystems
Endothelzellen-Beteiligung an Immunsystem
- Produktion von Selektinen und ICAMS (Proteine zum Anheften von Immunzellen)
- Produktion verschiedener Zytokine
Erythrozyt-Beteiligung an Immunsystem
Transport von Immunkomplexen auf Oberfläche
Leber Niere -Beteiligung an Immunsystem
- Produktion von Komponenten des Komplementsystems
- Produktion verschiedener Akute-Phase-Proteine => Sezernierung bei Entzündung
- Abbau von Immunkomplexen (in Milz)
Leukozyten
Leukozyten: weiße Blutkörperchen, kernhaltige, farblose Blutzellen => alle zellulären Bestand
mononukleäre Makrophagen, polymorphkernige Granulozyten, dendritische Zellen, Lymphozyten
Wofür steht PMN?
Polymorphkernige Neutrophile
Normwerte Leukozyten im Blut
Leukozyten: 7400 Zellen pro Mikroliter, Schwankung 4500-11000
Normwert neutrophile Granulozyten im Blut
4400 Stück pro Mikroliter, Schwankung 1800-7700
Was ist Neutropenie, bei welchen Patientengruppen tritt es gehäuft auf
• Absinken der Zahl neutrophiler Granulozyten unter 1000/Mikroliter (Normalwert: 4000-
10000/!l)
• bei Neutrophilen-Zahlen unter 1000/mikroliter ist das Risiko bakterieller Infektionen
signifikant erhöht
o Tumorpatienten nach myeloablativer Therapie
o HIV-Patienten
o Erbkrankheiten (kongenitale Neutropenie)