GM02 Grundlagen Onkologie

Formen der Tumore und Karzinome.

Formen der Tumore und Karzinome.


Andrea Kohler
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Onkologie, geeignet für medizinische Fachkräfte und Studierende. Sie behandeln die Eigenschaften und Einteilung von Tumoren, deren Wachstum, Metastasierung und Therapieoptionen, sowie die Rolle von Viren in der Krebsentstehung. Besonders hervorgehoben werden die Unterschiede zwischen benignen und malignen Tumoren, die Risikofaktoren für Krebs und die Bedeutung von Genen wie p53. Die Karteikarten helfen, das Verständnis für die komplexen Prozesse der Kanzerogenese und die klinischen Aspekte der Tumorbehandlung zu vertiefen.
Flashcards
42
Students
28
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
03.11.2013 / 27.02.2026

Flashcards

Definition für Tumor ist...

Umschriebene Gewebevermehrung.

Was heisst Neoplasie?

Autonomes Wachstum losgelöst von Regulationsmechanismus.

Was heisst "Rezidiv"?

Wiederauftreten eines Tumors an derselben Stelle.

Was bedeutet Frührezidiv?

Wiederauftreten nach einigen Monaten.

Was bedeutet Regression?

Rückbildung eines Tumors spontan oder nach Therapie.

Was bedeutet Spätrezidiv?

Entstehung > 5 Jahre

Was bedeutet Remission?

Rückbildung eines Tumors durch therapeutische Intervention.

Komplette Remission?

Tumor ist nicht mehr nachweisbar.

Partielle Remission (Teilremission) =

Besserung aber noch nachweisbarer Geschwulst.

Was bedeutet Überlebensrate?

Überlebenswahrscheinlichkeit innerhalb eines Zeitraumes - meist 5 Jahre inkl. Therapie.

Was bedeutet Dignität von Tumoren?

Es bezeichnet die Eigenschaft eines Tumors. Entweder benigne (gutartig) oder maligne (bösartig).

Merke: Je entdifferenzierter Tumorzellen sind... 

...desto maligner der Tumor!

Was bedeutet es wenn Metastasen vorhanden sind?

Es ist das Malignitätskriterium Nr. 1. Und ab diesem Zeitpunkt ist keine Heilung mehr möglich!

Die Therapie ist rein palliativ.

Welches sind die Einteilungskriterien für benigne Tumore?

Wachstum: langsam, verdrängend, expansiv

Begrenzun: lokalisiert, scharfe Grenze mit Kapsel, Pseudokapsel

Differenzierung: gut spezialisiert, homologes Gewebe

Zellveränderung: keine atropie, wenig Mitose, euploide DNS

Verlauf: lang dauernd, symptomarm (auch benige Tumore können Symptome machen)

Wichtig: keine Metastasen! Selten Rezidive

Welches sind die Einteilungskriterien für maligne Tumore?

Wachstum: schnell, dstruktiv, invasiv

Begrenzung: schlecht abgrenzbar

Differenzierung: schlecht

Zellveränderung: viel vorkommen, viele und atypische Mitose

Verlauf: kurz, häufig letal, im Spätstadium symptomreich, Metastasierung, häufig Rezidive.

Was bedeutet Carcinoma in situ?

Hochgradig atypisches Epithel ohne infiltratives Wachstum (Basalmembran noch nicht durchbrochen)

Obilgate Präknzerose muss operiert werden.

Welches sind die epitheliale Tumore?

Benigne: Papillom, Adenom

Maligne: Karzinom, (Adeno-)Karzinom (aus Drüsengeweben hervorgangen)

Welches sind die mesenchymale benige Tumore?

BG: Fibrom
Fettgewebe: Lipom
Knorpel: Chondrom
Gefässe: Angiom
Glatte Muskulatur: Leiomyom
Quergestreifte Muskulatur: Rhabdomyom

Welches sind die mesenchymale maligne Tumore?

BG: Fibrosakrom
Fettgewebe: Liposarkom
Knorpelgewebe: Chondrosarkom
Gefässe: Angiosarkom
Glatte Muskulatur: Leiomyosarkom
Quergestreifte Muskulatur: Rhabdomyosarkom

Was ist der Unterschied zwischen Karzinom und Sarkom?

 

  • Karzinome zeichnen bösartige Tumoren, die sich von Epithel ableiten. 
  • Sarkome lassen sich aus dem Binde- und Stützgewebe ableiten.

Welches sind die Risikofaktoren (DNS-Schädigung)?

1. Familiäre Disposition: Genetik

2. Chemische Kanzerogenese

3. Strahleneinwirkung

4. Lebensalter

5. Ernährung, Genussmittel (Nikotin, Alkohol, übermässige Fettzufuhr)
Merke: Nikotin und Alkohol ist ein Zytotoxin!

6. Infektionen: z.B. Hepatitsviren B + C, HIV

 

Wie ist der Ablauf der Kanzerogenese?

1. Initiation (Noxen --> irreversible DNA-Schaden --> beginn der Kanzerogenese)

2. Latenz (Zeit zwischen Einfluss der Noxen und Manifestation kann bis 20 Jahre daueren)

3. Promotion (Zellschädigender Prozess)

4. Progression (Proliferation veränderter Zellklone --> sichtbare Knoten --> zunehmen irreversibel --> Metastasierung

Merke: Ein Tumor kann aus einer einzigen malignen Zelle entstehen!

Was sind Tumorsuppressoren?

Tumorsuppressoren sind Proteine, die den Zellyklus  kontrollieren oder die Apoptose (Zelltod) auslösen.

Was hat das Gen p53 für eine Funktion?

Das p53 sorgt dafür, dass sich eine Zelle nur dann teilt, wenn ihr Erbgut auch intakt ist. Dies ist bei einer Tumorzelle nicht der Fall. Dann zeigt p53 zwei Hauptwirkungen:

  • den Zellzyklus-Arrest, und bei irreparablen Schäden
  • die Einleitung der Apoptose.

Was sind onkogene Viren?

  • Lassen ihr Genom von einer Wirtszelle replizieren.
  • Onkogene Viren bauen onkogene Gene in die Wirtszell-DNA ein (Integration) oder das Immunsystem des Wirtes wird gehemmt.

Welches sind onkogene DNA-Viren?

  • HPF (Humanes Papilloma Virus) --> Cervic-CA
  • Herpesviren: z.B. EBV (Epstein-Barr-Virus)
  • HBV (Hepatitis B Virus) --> Lerber-CA

Welches sind onkogene RNA-Viren?

  • HCV (Hepatits  C Virus) --> Leber-Ca
  • HTLV (Humanes T-Zell Leukämie Virus)
  • HIV (Human immunodeficiency Virus) --> Lymphom

Einige Tumore sind in ihrem Wachstum hormonabhängig. Bei welchen Krebsarten trifft diese zu?

Mamma-CA: Östrogen

Uterus-CA: Östrogen

Protata-CA: Testosteron

Was ist ein Malignitätskriterium?

Die Metastasierung (Verschleppung) von malignen Zellen.

Merke: Keine Heilung mehr möglich,
palliative Situation

Über welche Wege können sich Metastasen bilden?

Hämatogen --> über den Blutweg

Lymphogen --> über die Lymphen

Wie nennt sich die Gefässbildung eines Tumors?

Angioneogenese = entscheidend für das Wachstum eines Tumors. 

Die Gefässbildung beginnt schon ab einer Grösse von +- 1mm. 

Welches sind die häufigsten Orte für eine Metastasierung?

  • Knochen
  • Leber
  • Lunge
  • Gehirn

Welches sind seltene Orte für eine Metastasierung?

Milz, Herz, Skelettmuskulatur --> extrem selten!

Über welche Wege metastasiern Karzinome häufig?

Lymphogen

Über welche Wege metastasiern Sarkome häufig?

Hämatogen

Wenn de Primärtumor in der Lunge ist, in welchen Organen befinden sich am häufigsten Metastasen?

  • Gehirn
  • Leber
  • Knochen

Via Herz gelangen MT in den grossen Kreislauf.

Primärtumor in der Leber wo ist am ehesten die Metastasenbildung?

Einbruch in Lebervene --> Lungenmetastasen

Was bedeutet TNM?

T = Grösse des Primärtumors

N = regionäre Lymphknotenmetastasen

M = Fernmetastasen

Was wird mit dem TNM eingeteilt?

Das Staging (Stadiumeinteilung)

Was bedeutet das Grading?

Den Differenzierungsgrad

G1: gut differenziert

G2: mässig differenziert

G3: schlecht differenziert

G4: entdifferenziert = maligne bis hochmaligne
Voraussetzung --> Biopsie

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