Klausur


S. M.
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte des Supply Chain Managements auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf die Gestaltung und Optimierung von Lieferketten, einschließlich der Bewertung von Lieferanten, der Verwaltung von Beständen und der Verbesserung der Supply Chain Performance. Unternehmen und Studierende profitieren von diesen Karteikarten, um strategische Entscheidungen zu treffen und die Effizienz ihrer Lieferketten zu steigern.
Cartes-fiches
23
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4
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
23.07.2015 / 16.06.2019

Cartes-fiches

Nenne 6 Beispiele von Quellen für Störungen / Risiken in der Supply Chain – „unkown-unknown“ (Risikomanagement)

• Naturkatastrophen
• Fehler / Störung in der IT
• Stromausfall
• Terrorismus
• Transport
• Lieferanteninsolvenz

Nenne 4 Risikoeindämmungsmaßnahmen mittels Beständen - „kown-unknown“ (Risikomanagement)

• Verspätung an Häfen
• Transportzeitschwankungen
• Prognosegüte
• Bedarfsschwankungen

Warum sind die heutigen Supply Chains zunehmend risikoanfällig?

• Weitverbreitete Anwendung von “lean” Praktiken ?
• Outsourcing → Abnahme der Kontrollierbarkeit und Reduktionen der Lieferantenbasis ?
• Globaler Zusammenschluss von Lieferanten ?
• Terrorismus und dessen Bekämpfung

Nenne die fünf Hauptquellen für ein Risiko entlang der Supply Chain

• Umweltrisiko
• Beschaffungsrisiko
• Prozessrisiko
• Nachfragerisiko
• Steuerungsrisiko

Nenne die 4 Disziplinen zur Gestaltung einer widerstandsfähigen Supply Chain

• Supply Chain (re-)engineering
• Supply Chain Collaboration
• Agilität
• Schaffung einer Supply-Chain-Risikomanagement-Kultur

Was sind Bestände (5)?

• Produkte im Lager
• Lagerung von Endprodukten für den Verkauf
• Angestellte zur Erfüllung der Service-Anforderungen
• Waren, die sich im Transport befinden
• Work-in-Process (WiP)

Definition von Beständen:

• Jeder im Besitz oder in Kontrolle befindlicher Rohstoff, jedes unfertige Erzeugnis und/oder Endprodukt und Dienstleistung, die zum antizipierten Verkauf vorgehalten wird, aber noch nicht verkauft ist

Bestandsplanung: Bestände werden in erforderliche und erwünschte Bestände unterschieden. Nenne die Bestandsarten und je ein Zweck

• erforderlicher Bestand:
---o Bestellmengenbestand → Zweck: Durchschnittlicher Bestandslevel zwischen Zeitpunkt einer Bestellung und Erhalt des Produkts (Ausgleichsbestand)
---o Sicherheitsbestand → Zweck: Präventiver, risikoreduzierender Bestand zur Verringerung von Liefer-unfähigkeit infolge von regelmäßig auftretenden, stochastischen Nachfrage- und Lieferzeitschwankungen
• erwünschter Bestand:
---o Kapazitätsbestand → Zweck: Zusätzlicher Bestand, um die Kapazitäten in zyklischen Bedarfen besser auszugleichen
---o Spekulationsbestand → Zweck: Aufbau von zusätzlichem Bestand aufgrund von Erwartung zukünftiger Ereignisse, wie z.B. Branchen-engpässe oder Preisanstieg.
---o Reservierter Bestand → Zweck: Vorhandene Bestände, die jedoch für bestimmte Kunden reserviert oder vorgemerkt sind.
• Obsoletbestand → Zweck: Veraltete, dauerhaft unverkäufliche Bestände, die eigentlich verschrottet werden müssten

Nenne und erkläre kurz mit 2 Stichpunkten die 3 Kostenarten die Bestände verursachen und die in einer ganzheitlichen Betrachtung berücksichtigt werden müssen

• Bestandskosten: Bestände = gebundenes Kapital; Bestand entzieht Unternehmen finanziellen Spielraum (Liquidität) und bindet Kapital in Umlaufvermögen
• Lagerhaltungskosten: Raum-, Personal-, Betriebs-, Pflege-, Handlings- und Versicherungskosten; Fixkostendilemma
• Fehlmengenkosten:
• Kosten für entgangener Umsatz: unmittelbar entgangener und künftig verlorener Umsatz durch Verlust des Kunden/ Vertrauens
• Kosten für Nachbestellung: Kosten für zusätzliche Bestellabwicklung; zusätzliche Transport- und Umschlagkosten

Wodurch beinhaltet gutes Bestandsmanagement zwischen welchen Dingen einen sorgfältigen Balanceakt?

• Balanceakt zwischen Warenverfügbarkeit und Lagerhaltungskosten
• Zielgrößen: zwischen Kundenservice und Bestandskosten / Bestandsrisiko
• Serviceziele: Einrichtung von Bestandsniveaus, so dass Fehlmengen nur mit einer geringen und bestimmten Wahrscheinlichkeit auftreten
• Kostenziele: Balancieren von konfliktionären Kosten, um die kostengünstigsten Mengen und Zeiten der Wiederbeschaffung zu evaluieren

Wozu dienen Sicherheitsbestände? - Konkret

• Sie dienen zum Schutz vor erhöhten Bedarfsmengen innerhalb einer Wiederbeschaffungszeit
• Konkret:
• Sicherheitsbestände werden zum Schutz vor Fehlmengen gehalten
• Bedarfsprognosefehler sowie Schwankungen der Wiederbeschaffungszeit
• ɑ-Servicegrad gibt die Wahrscheinlichkeit an, wann es innerhalb einer Bedarfsperiode zu einer Fehlmenge kommt

Unternehmen streben nach einer Minimierung der Lagerbestände. Worauf setzen sie dabei den Fokus und welche Herausforderungen ergeben sich darus?

• Reduktion der Lagerhaltungskosten von Komponenten, work-in-progress, Roh- und Fertigwaren
• verbesserte Flexibilität und Reaktionsfähigkeit
• Herausforderung:
---o Zunehmende Anforderung an Lieferanten, eine just-in-time Anlieferung zu gewährleisten
---o Termingerechte Lieferung (Auslieferung einer kompletten Bestellung zu der vom Kunden erforderlichen Zeit) wird zum wichtigsten Kriterium, um einen Auftrag zu erhalten ?
---o Lieferanten streben nach einer hohen Reaktionsfähigkeit auf spezifische Kundenanforderungen ?
---o ➡ Reaktionsfähigkeit wird durch eine agile Supply Chain ermöglicht

Was sind die 7 Rollen von Lägern in der Supply Chain?

• Wartepunkt für Bestände, strategisch
• Konsolidierungszentrum, Konsolidierung von Kundenaufträgen aus verschiedenen Orten
• Cross-docking Zentrum, Eintreffenden Waren werden ohne Zwischenlagerung direkt von Fahrzeugen zum Kunden transferiert
• Rücklieferungszentrum, Meistens gesteuert durch Umweltvorschriften
• Sortierzentrum, Meisten von Paketdienstleistern benutzt, ähnlich wie cross-docking
• Montagewerk, Wird oft genutzt, um Produktionsprozesse zu postponen und Produkte anzupassen
• Umschlagsplatz, Wird genutzt, um entlegene Regionen zu bedienen, normalerweise lagerlose Depots

Nenne die 5 idealtypischen Schritte eines Prozessablaufs innerhalb eines Lages.

• Wareneingang
• Einlagerung
• Kommissionierung (und Sortierung)
• Zusammenführen und ‚added value services’
• Verpackung und Versand

Nenne die 3 Arten von Handlings- und Lagersystemen und je 3 Bsp.

• Handlingsysteme: Manuelle Handlingsysteme; Gabelstapler, Hubwagensysteme; Förderbandsysteme
• Lagersysteme:
---o Palettenlagerung: Blocklagerung, Drive-in Regale, Hochregallager
---o Kleinteile: Regale, Kartondurhclauflagerung, Automatisierte Systeme

Definition von Supply Chain Performance und was führt zum Erfolg in einer Supply Chain mit pluralistischen Zielen und was sind die Erfolgsmaße?

• Unterstützung von Entscheidungen und deren Umsetzung in der Supply Chain sowie die koordinierte Steuerung unternehmensübergreifender Wertschöpfungsaktivitäten bei Evaluationen und Performance Messnungen
• Erfolg: eine mehrdimensionale Messung und Bewertung einer Supply Chain
• Erfolgsmaße:
---o subjektive Indikatoren: wahrgenommene Kundenzufriedenheit oder Grad der Zielerreichung
---o objektive Indikatoren: Profitabilität oder Logistikkosten

Benenne das magische Zieldreieck des Supply Chain Managements, den Fokus und je 3 Punkte dazu

• Maximierung des Kundennutzens ➡ Fokus auf Ertragsgrößen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
---o Steigerung des Endkundennutzens (z.B. Verfügbarkeit)
---o Realisierung von Zeitvorteilen (z.B. Flexibilität)
---o Verbesserung der Qualität (z.B. Produkte)
• Maximierung der Prozesseffizienz ➡ Fokus auf Aufwandsgrößen der GuV
---o Transportkosten
---o Mitarbeiterproduktivität
---o Materialkostenstruktur
• Minimierung der Kapitalbindung ➡ Fokus auf Bilanzgrößen
---o Anlagevermögen
---o Bestände
---o Cash-to-Cash Zyklus

Was ist Shareholder Value und nenne 2 Berechnungsmethoden?

• nach dem Shareholder Value Ansatz generieren Unternehmen nur dann Wert, wenn der Ertrag ihrer Investitionen die dafür aufgebrachten Kapitalkosten übersteigt.
• Berechnungsmethode: Economic Value Added (EVA) oder Discounted Cash Flow (DCF)

Was ist Economic Value Added (EVA)?

• EVA ist eine wertorientierte Spitzenkennzahl und kann mit den Werthebeln des SCM in Beziehung gesetzt werden.
• Es wird die wirtschaftliche Wertschöpfung (EVA) als Differenz zwischen Betriebsgewinn und Kapital- kosten für Fremd- und Eigenkapital berechnet.

Benenne die 5 Performance Attribute einer Supply Chain nach dem SCOR Model

• Supply Chain Reliability
• Supply Chain Responsiveness
• Supply Chain Agility
• Supply Chain Costs
• Supply Chain Asset Management

Nenne das Ziel, die Funktionsweise und des Fazit einer Nutzwertanalyse – Vendor Rating System

• Ziel: Messung, Evaluierung & Verbesserung der Lieferantenperformance
• Funktionsweise:
---o 1) Bestimmung der Zielkriterien und ?Subkriterien ?
---o 2) Gewichtung der Kriterien ?
---o 3) Ermittlung der Zielerreichung des Zulieferers je Kriterium ?
---o 4) Ermittlung der T eilnutzenwerte durch Transformation ?
---o 5) Ermittlung des Gesamtnutzen ?
• Fazit: die NWA ist ein wechselseitiger Prozess. Der Lieferant erhält Feedback, um Wege zur Verbesserung zu identifizieren

Nenne 3 beispielhafte Zielvorgaben in der Supply Chain Strategie

• Qualität
• Lieferzuverlässigkeit
• Lieferzeit

Nenne die 2 prinzipiellen Gestaltungsebenen bei der Ausgestaltung einer Supply Chain Strategie

• Akteursebene: Innerhalb der Akteursebene definieren Unternehmen die Netzwerkziele und bilden mit anderen Akteuren ein Netzwerk
• Netzwerkebene: Die Netzwerkebene stellt eine unternehmensübergreifende Wertschöpfungskette dar, bei der die gesamten Güter- und dazugehörigen Informationsflüsse zwischen den Supply- Chain Partnern abzustimmen sind.

Étudier