GITS

Grundlagen ITS

Grundlagen ITS


N. P.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen der Informatik ab, insbesondere im Bereich der IT-Sicherheit und des Datenschutzes. Sie behandeln grundlegende Prinzipien wie Authentifizierung, Risikomanagement und verschiedene Sicherheitsmechanismen wie Paketfilter, Application Level Gateways und digitale Signaturen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachleute, die ihr Wissen über IT-Sicherheit vertiefen und praktische Anwendungen wie VPN-Anonymisierer, Hash-Funktionen und rechtliche Rahmenbedingungen verstehen möchten.
Karten
188
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
11.07.2015 / 14.07.2015

Lernkarten

Gefährdungs-Kataloge G0-G5

  1. Höhere Gewalt
  2. Organisatorische Mängel
  3. Menschliches Fehlverhalten
  4. Technisches Versagen
  5. Vorsätzliche Handlungen

G0 = Elementare Gefährdungen

Maßnahmen-Kataloge M1-M6

  1. Infrastruktur
  2. Organisation
  3. Personal
  4. Hard- und SW
  5. Kommunikation
  6. Notfallvorsorge

ITIL core publications

Telemediengesetz

  • regelt Umgang mit sog. Telemedien
  • umfasst Info- und Kommunikationsdienste
    • dazu zählen (fast) alle Angebote im Internet (zB Online-Shops, Online-Auktionshäuser, Suchmaschinen)

Internet-Suchmaschinen, Anonymisierungsdienste, Versenden von Werbemails, Teleshopping, Fernseh- und Radiotext, Video on Demand

Telekommunikationsgesetz

  • regelt rechtliche Grundlagen für Übertragung von Signalen
  • Access-Providing, Mehrwertdienste (zB 0900-Nummern), VoIP

Paketfilter - Kernfunktionen

  • Pass
  • Drop (default-Regel)
  • Log

Paketfilter Pass

leitet ein Datenpaket weiter, wenn keine der Regeln des Paketfilters verletzt wird

Paketfilter: Drop

  • wenn eine Bedingung verletzt wird --> entsprechendes Datenpaket wird nicht weitergeleitet
  • je nach Einstellung wird dem Empfänger eine Fehlermeldung gesendet oder nicht
  • wird immer als Default-Regel verwendet, um unerwünschte Kommunikation auszuschließen

Paketfilter: Log

  • protokolliert abgewiesene Pakete
  • kann ggf. für das Feststellen von Angriffen verwendet werden

Paketfilter können Datenpakete idR basierend auf folgenden Infos filtern:

  • IP-Adresse von Absender bzw. Empfänger
  • Portnummer von Absender bzw. Empfänger
  • Protokolle/Typ des Pakets (TCP, UDP)
  • Flags im TCP-Header

Paketfilter

  • engl: Network Level Firewall, Screening Roboter
  • Aufgabe: Datenpakete bei Übertragung über NW filtern, basierend auf vordef. Regeln
  • davon betroffene Protokolle: IP, TCP, UDP
  • Entscheidung über Weiterleitung der DP basiert auf Headern der jeweils verwendeten Protokolle
  • in der Praxis meist nur als Vorfilter für andere Schutzmechanismen eingesetzt

Hash-Funktionen =

  • Einwegfunktionen
  • bilden Eingabedaten einer nicht festgelegten Größe auf Ausgabedaten mit fixer Länge ab
  • dabei ist Umkehrung der Operation nicht/nur mit höchstem Aufwand möglich

Hash-Funktion - 4 Eigenschaften

  • Reproduzierbarkeit
  • Kollisionsresistenz
  • Unumkehrbarkeit
  • Bitsensibilität

Hash: Reproduzierbarkeit

  • identische Eingabewerte a und a'
  • --> mit gleicher Hash-Funktion berechnete Werte h(a) und h(a') sollen auch identisch sein

Hash: Kollisionsresistenz

  • zwei UNgleiche Eingabewerte a und a'
  • --> durch dieselbe Hash-Funktion berechneten Werte h(a) und h(a') auch UNgleich

Hash: Unumkehrbarkeit

  • sollte rechnerisch nicht möglich sein: aus erzeugtem Hash h(a) --> Ausgangswert a bestimmen

Hash: Bitsensibilität

  • keine Änderungen der Eingabedaten a sollen zu möglichst großen Veränderungen der Ausgabedaten h(a) führen

Hash: Einsatzbereiche

  • Hash-Werte für Passwort (kein Plain-Text in der DB)
  • Referenzwerte zum Sicherstellen, dass eine zum Download angebotene Datei sich im vom Anbieter definierten Zustand befindet

PGP Abk =

Pretty Good Privacy

PGP

  • = SW (kostenlos, kommerziell) zum Verschlüsseln und Unterschreiben (signieren) von Daten
  • stellt dabei notwendige kryptographische Dienste zur Verfügung
  • benutzt public key Verfahren
  • wahlweise eine Nachricht nur signieren, nur verschlüsseln oder sowohl signieren als auch verschlüsseln

digitale Signatur

  • Hash-Wert aus Nachricht erzeugen (Message digest)
  • Hash-Wert mit sk verschlüsseln
  • zusammen mit Nachricht wieder verschlüsseln -> Empfänger
  • Empfänger entschlüsselt beides
  • und für Sig nimmt er pk von Sender

Vorteile Paketfilter

  • einfache technische Umsetzung
  • schnelle Abarbeitung der einzelnen Regeln bei geringem Ressourceneinsatz

Nachteile Paketfilter

  • Protokolle, die gleichzeitig mehr als eine logische TCP-Verbindung nutzen (zB FTP, H323) bereiten Probleme
  • Täuschung des Paketfilters durch Manipulation von IP-Fragmenten möglich (zB falsche Protnummer vortäuschen)
  • Daten können nicht nach Inhalt gefiltert werden --> Übertragung von SchadSW wird nicht erkannt/abgewiesen

Vorteile Application Level Gateway

  • inhaltsbasierte Prüfmöglichkeiten
  • Möglichkeit der Durchführung differenzierter Authentifikationen und Überprüfungen
  • frühzeitige ERkennung auffälliger Zugriffsmuster -> Erkennen Angriffsversuche auf zu schützenden Bereich --> zukünftige Zugriffe des jeweiligen Nutzers automat. blockieren
  • ermöglichen anwendungsspezif. Protokollierung von Zugriffen (zB für Abrechnung von beanspruchten Dienstleistungen)
  • kann auch mit Proxy-Funktionalität verbunden werden

Nachteile Application Level Gateway

  • müssen sehr aufwändig konfiguriert werden
  • sind sehr rechenintensiv

ALG

  • Application Level Gateway
  • bestehen aus einem/mehreren SW-Komponenten, die Infoaustausch über bestimmte Protokolle auf Anwendungsebene kontrollieren können
  • verfügen über Kenntnisse bzw. der jeweiligen Applikationen, für die die Infos gefiltert werden sollen
  • --> können anwendungsspezif. Kontrollen durchführen

Risikomanagement-Prozess umfasst

  • Identifikation der Gefahren, Beschreibung ihrer Art, der Ursachen und Auswirkungen
  • Analyse der identifizierten Gefahren hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen
  • Risikobewertung durch Vergleich mit zuvor festzulegenden Kriterien der Risiko-Akzeptanz (z. B. aus Standards und Normen)
  • Risikobewältigung/Risikobeherrschung durch Maßnahmen, die Gefahren und/oder Eintrittswahrscheinlichkeiten reduzieren oder die Folgen beherrschbar machen
  • Risikoüberwachung mit Hilfe von Parametern, die Aufschluss über die aktuellen Risiken geben (Risikoindikatoren)
  • Risikoaufzeichnungen zur Dokumentation aller Vorgänge, die im Zusammenhang der Risikoanalyse und -beurteilung stattfinden

Grundprinzipien des Datenschutzes 2

  • Zweckgebundenheit
  • Verbot bei Erlaubnisvorbehalt
  • Direkterhebung
  • Datensparsamkeit
  • Datenvermeidung
  • Transparenz
  • Erfoderlichtkeit

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