gis

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V. A.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte und Methoden der Geoinformatik auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf räumliche Abfragen, geometrische Operationen, topologische Analysen und die Darstellung von Daten in Vektor- und Rasterformaten. Die Karteikarten behandeln Themen wie Thiessenpolygone, Distanzberechnungen, Gewichtung von Kriterien und die Erstellung von Informationsprodukten aus Geländeanalysen. Sie eignen sich für Studierende und Fachleute, die ihre Kenntnisse in der Verarbeitung und Analyse geografischer Daten vertiefen möchten.
Cartes-fiches
43
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Géographie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
01.09.2015 / 02.09.2015

Cartes-fiches

Definition GIS

Geoinformationssystem. Erfassung, Verwaltung, Analyse, Präsentation von räumlichen Daten in einem Softwaresystem

Komponenten eines GIS

- Hardware

- Software

- Daten

- Knowhow

- Organisation

Definition GIScience

Wissenschaft des Gis, welches sich mit der Forschung und Entwicklung beschäftigt

6 wesentliche Phasen der Geschichte

- Pioniere

- Behörden

- Firmen

- Nutzer

- offener Markt

- Neogeography

3 Eigenschaften des Modells

- Abbildungseigenschaft

- Vereinfachung

- pragmatische Eigenschaft

 

Von der Realität zur Karte. Schritte

Realität (Phänomen mit allen Eigenschafte)

Konzeptuelles Datenmodell (relevante Eigenschafte. Field oder Entity)

Datenstruktur (Repräsentation. Vektor oder Raste)

Datei-Struktur (Speicherung und Präsentation der Daten)

Definition und Bsp für Entitätsmodell

Entitäten haben Lage und Attribute. Punkt, Linie, Polygon. Va. anthropogene Phänomene. Sie sind beobachbar und messbar.

Bsp: Haus, Stadion, Strasse

nominal: qualitative Werte

ordinal: lineare Skala

interval: numerische Skala

ratio: fixer 0 Punkt

Definition und Bsp Feldmodell

Jede Position im Raum hat einen Attributwert. Oft für natürliche Umwelt, Muster oder Prozesse. Der Wert ist continious durch den Raum. 

Bsp: Temperatur, Höhe, Luftdruck

3 Räumliche Beziehungen

- direktional (östlich..)

- proximal (Nachbarschaft, nahe, innerhalb 5km)

- topologie (disjoint, meet, overlap..)

Unterschied Spaghettimodell und Topologie

Spaghetti: Die Daten sind einfache Koordinaten und Attributslisten geometrischer Primitiven. Sie enthalten keinerlei Topologie (Nachbarschaftsbeziehungen) und Objekte werden mehrfach kodiert, wenn sie übereinander liegen). Polygone können sich überschneiden. 

Topologie: Der Raum zerfällt in Knoten, Kanten und Polygone. Wenn sich Kanten schneiden, muss ein Knoten eingeführt werden. Das planar-enforcement zwingt dass der ganze Raum ausgefüllt werden muss mit Polygonen, welche sich nicht überschneiden dürfen. 

Beispiele für Entitäten, welche auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen unterschiedlich repäsentiert werden

Massstab: Ein Haus kann plätzlich ein Punkt werden

Fokus: Je nach Fokus werden Sachen ausgelassen (Bsp Züge)

Operationen auf Attribute von Entitäten

Es werden überall neue Attribute oder Entitäten gebildet:

1. Operationen mit einem oder mehreren Attributen einer Entität: Bevölkerungsdichte

2. Operationen mit einem oder mehreren Attributen auf versch. Entitäten, die sich überlappen: bewaldete Fläche pro Stadtkreis, Anzahl Sportanlagen im Kreis9

3. Operationen mit Attributen von Entitäten, die in andere Entitäten sind: Durchschnittlicher Umsatz alller Restaurants im Kreis 3

Distanz- und Lageoperationen

-  Operationen um Entitäten mit einer bestimmten Distanz: Alle Sportanlagen innerhalb 500m im Wald

-  Operationen um Pufferzonen zu bilden: Fläche innerhalb von 200m zu einer Tramlinie

- Auf topologie basierende Operationen: Kürzeste Route vom Irchel zum triemli

Lokale Operation

Lokale oder zellenweise Operationen berechnen ein Raster-Ausgabe-Dataset, bei dem der Ausgabewert an jeder Position bzw. Zelle eine Funktion des Wertes ist, der mit diesem Punkt in einem oder mehreren Raster-Datasets verbunden ist. Demnach hat der Wert der einzelnen Zelle einen direkten Einfluss auf den Wert der Ausgabe, ganz gleich, welche Werte die Nachbarzellen haben. Eine zellenweise Operation kann auf ein einzelnes oder auf mehrere Raster-Datasets angewendet werden

Bsp: Genrerierung von Höhenklassen

Fokale Operation

Moving window. Hier wird eine Zellnachbarschaft für die Berechnung eines neuen Zellwertes verwendet. Felder werden geglättet.

Bsp: Hangneigung berechnen

Zonale Operation

Ein zusätzliches Feld definiert Zonen. Die Werte einer Zelle in einer Zone sind das Resultat einer Berechnung, die sich auf alle Zellen dieser Zone bezieht. Alle Zonen in einer Zelle erhalten den gleichen Wert. 

Bsp: Zonenbildung

Globale Operation

Der Output ist das Resultat einer Berechnung, die möglicherweise alle Zellen des Feldes miteinbezieht. Es ist sehr komplex

Bsp: Route Irchel, Triemli kürzeste Distanz

Inverse distance wighting

Idee: Toblers First Law

Die Distanz wird umgekehrt proportional für die Gewichtung genutzt. Die einzubeziehenden Punkte können anhand fixer Anzahl Punkte oder fixem Suchradius bestimmt werden

Kernel density estimation

Hier werden die Zählwerte verwendet, die bei einer Punktentität erhoben wurden. Die Zählungen beziehen sich auf eine Fläche (Kernel) und werden gemittelt, um eine Dichteoberfläche zu erhalten. 

Glättungsfilter

gleitendes Fenster, Fokal. 

der Mittelwert oder Median wird von mehrern Pixel berechnet

Mehrheitsfilter

gleitenden Fenster

Das zentrale Pixel übernimmt jedoch nur den Wert, welcher mehrheitlich im Kernel vorhanden ist. 

Mathematische Morpholigy

.

Algorithmen für Liniengeneralisierung

- Douglas Peuker: weniger Punkte. achorline, Puffer

- Line Smoothing: formvereinfachung durch Glättung und Approximationder Originalinie. 

Theamtische Abfragen: 

Eine thematische Abfrage führt zu einer den Bedingungen angemessenen Auswahl aus den gesamten thematischen Informationen. Sie selektiert die Objekte, deren Eigenschaften (Attribute) die gestellten Bedingungen erfüllen.

Bsp: "Selektiere alle Bäume der Art Fichte", "Selektiere alle Gebäude, die eine Fläche grösser als 100m2haben"

Geometrische Abfrage

Selektiert die Objekte, welche die gestellten räumlichen Bedingunge erfüllen

Bsp: "Selektiere alle Häuser, die weniger als 200m entfernt sind", "Selektiere das Haus, dasam nächsten zum Bach liegt"

Topologische Abfrage

Während räumliche Selektionskriterien Objekte anhand ihrer Lage auswählen und thematische Abfragen Elemente bezüglich ihrer Eigenschaften identifizieren, basieren die topologischen Suchkriterien auf der Anordnung der Objekte im Raum

Bsp: "Selektiere alle Gebäude, die vollständig in der W2 liegen", "Selektioniere alle Häuser, die im Wald liegen"

Vergleichsoperatoren

Für numerisch und Textattribute

SELECT * FROM Parzelle WHERE Baumart = 'Fichte';

SELECT * FROM Parzelle WHERE Vorrat >120

Arithmetische Operatoren

Werden für numerische Attribute verwendet.

 +
-
*
/
exp

SELECT Baumart, Vorrat, Bodentyp, Vorrat*2/100 as Holznutzung FROM Parzelle WHERE Vorrat > 120%

Logische Operatoren:

mit logischen Operatoren werden Bedingungen gestellt. Semantik ähnlich wie Umgangssprache

geometrische Abfrage: Position

Vektor: x-y- Koordinate

Raster:  x-y- Koordinate

geometrische Abfrage: Distanz

Vektor: Mit Pythagoras den kürzesten Abstand berechnen

Raster: gerade Linie, -manhattan, konzentrische

geometrische Abfrage: Ausdehnung

Vektor: Summe der Flächen 

Raster: Anzahl Zellen, welche Objekt bilden multipliziert mit einer Zellenfläche

Direkte Abfrage

Daten werden abgerufen, Ein Teil wird extrahiert, ohne dass die Ausgangsdaten verändert werden. 

Manipulation

Neue geographische Informationen werden erzeugt. Die neuen Objekte müssen vorgängig konzeptionel modelliert werden. 

Grid: 

Gegelmössiges Gitternetz. Jede Zelle ist gleichgross und speichert die Höhe des gegebenen Ortes. Die Struktur ist wegen der Einfachkeit am weitesten verbreitet, jedoch kann es nicht angepasst werden.

Tin 

Unregelmässiges Dreieicksnetz. Diese struktur kann eine effizientere Form der Speicherung von Geländeinformationen sein, weil die Dichte der Dreiecke zur Erfassung des Geländes besser variieren kann.

Informationsprodukte aus Geländeanalysen. Beispiele und Erklärungen

Neigung: Tangentialebene an einem Punkt (Ableitung der Oberfläche)

Exposition: Richtung des steilsten Gefälles der Tangentialebene

Kurvatur: Krümmung (2.Abl) einer Oberfläche. Kann postiv (konkav) oder negativ (konvex) sein. Profil- (Richtung steilstes Gefälle) oder Plankurvatur (Richtung Höhenlinien)

Sichtbarkeitsanalyse: Wenn der Winkel zum Punkt, den man sehen will kleiner ist als zu irgendeinem Punkt auf der Sichtbarkeitsachse, ist der Zielpunkt nicht sichtbar. 

Schattierung: Das Gelände ist manchmal schattiert, um einen besseren 3D Eindruck zu machen. Wir setzten eine Lichtquelle 45° ein. Die Helligkeit der Schattierung ist Abhängig von Exposition und Oberfläche, sowie die Reflektionseigenschaft des Modells

 

Gewichtung durch Rangierung

summierend: n-r+1

reziprok: 1/r

exponentiell; (n-r+1)p

- sehr einfach, jedoch nimmt die Aussagekraft ab je mehr Ränge

Gewichtung durch Einstufung

- Verteilung durch Gesamtpunktzahl

- Verhältnisschätzung: Jedes Kriterium kann mit beliebiger Punktzahl ausgezeichnet werden. 

- sehr einfach, für wenige Kriterien, jedoch sehr subjektive Einschätzung

 

Gewichtung durch paarweises Vergleichen

- Hier wird eine Vergleichsmatrix dargestellt und immer zwei Kriterein verglichen. Dazu stehen Indexwerte von 1 bis 9 zur Verfügung. Ist Kriterium A genau gleich wichtig wie Kriterium B erhält diese Beziehung den Index 1. Ist A aber viel wichtiger als B, lautet der Index 9. Dazwischen sind alle Abstufungen möglich. Für die Beziehung „weniger wichtig“ stehen entsprechend die Bruchwerte 1/1 bis 1/9 zur Verfügung: Ist etwa A viel weniger wichtig als B, lautet die Bewertung 1/9. 

- Vergleich für nur zwei Kriterein. Der Aufwand kann aber stark steigen je mehr Kriterien.

Étudier