Gestalten JO12

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Mélina Zaugg
Diese Karteikarten bieten eine grundlegende Einführung in die Gestaltung von Bildern und Texten, mit Fokus auf Kameraeinstellungen, Lichtführung und visuelle Wahrnehmung. Sie eignen sich für Medizinstudenten und Pharmazeuten, die lernen möchten, wie Bilder und Texte effektiv gestaltet und präsentiert werden, um die Kommunikation zu verbessern.
Cartes-fiches
72
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine/Pharmacie
Créé / Mis à jour
31.12.2012 / 12.12.2014

Cartes-fiches

Auftragsabwicklung:

Punkte die Fotograf mit Redaktion klären soll wenn er Auftrag annimmt-

- klare Absprache was erwartet wird (Thema, Anzahl B., Format, Auflösung)

- genauer Abgabetermin

-Honorar fixieren (je nach Zeitaufwand / Anzahl Bilder)

-Handnr. / Mail austauschen

- Möglichst viele Vorabinformationen abrufen, erleichtert Arbeit vor Ort

-Kontakt zu Redaktoren, Journis herstellen die Artikel schreiben

-Auftrag abwickeln (Vorrecherche / Vorortrecherche)

-Bildauswahl treffen (kill you babies - nur was verlangt wurde!)

-Bildlegenden schreiben (Was sieht man auf Bild, Aufnahmort, Vor + Nachname + Funktion der Person.

-Bilder senden - Bankkonto angeben - Belege einfordern

 

Vorrecherche

Diese Fragen immer klären:

-Zutritt: wie anmelden, selber machen?

-Kleidung: gemäss Event

-Sujet: Wer, was soll fotogriefert werden? Name, Funktion für Bildlegende

-Story: was ist die Geschichte dahinter? Welche Entwicklung könnte Sache nehmen.

-Ausrüstung: Sportfotografier erfordert anderes als Konzertfotografie

-Standort: richtiger Standort? gibt es bessere Alternativen? -> google maps, local.ch

-Zeitpunkt der Aufnahme: Wann sind Bedingungen ideal? Witterung, Tages- Jahreszeit

Vorortrecherche:

-Licht I: bei planbaren Aufträgen Tageszeit sorgfältig wählen

-Licht II: Bei Anlässen in Säälen Probebilder schiessen, Anpassungen machen gegebenenfalls

-Sujetcheck: Wo wird Person bei Schlüsselszene stehen? -> guten Standort suchen

-Kontakt vor Ort: Veranstalter, Ordungshüter, technisches Personal vor Ort kontaktieren um Infos über Ablauf zu erhalten

-Standort: lässt sich Objekt adäquat in Szene setzen -> Hilft Standortwechsel?

-Wege-check: sich vergewissern, dass man durch vorgeplante Wege kommt -> Securty usw.

-Sujetcheck II: Habe ich richtiges Sujet im Kasten? Gibt es Alternativen?

-

 

Verhalten beim Fotografieren

-Kamera checken: Alle Funktionen ok? Nötige saubere Objekte? Chip? Akku voll? Batterien? Ersatzchip?

-Unterlagen mitnehmen: Infos Vorrecherche, Kontakt Redaktion, Bestätigung Anmeldungen, Journiausweis..

-bei Ankunft: sich bei Organisatoren vorstellen (Name + Medium), Visitenkartenaustauschen, sofort mit Vorort-recherche anfangen

-in Bewebung bleiben: versch. Blickwinkel, Brennweite ändern, näher, Knie bla bla bla

-Varianten fotografieren: hoch, quer, Bild füllend

-Kontext herstellen: Text + Bild harmonieren, fröhlicher Anlass -> lachende Leute

-Zusammenarbeit Journis: Mit Journi vor Ort reden, was braucht er für Bilder?

-Bilder checken? Schärfe, Belichtung etc, ok? Nochmals machen?

-Abmelde: bei Organisatoren

Nach Fotografieren

-Daten sichern

-Legenden schreiben

-Auswahl

-Abgabe

Kriterienrater erstellen zur Bildauswahl

-Fragen stellen: Was war Auftrag? Was sind Qualitäten? Was kann ich verstärken?

-was erzählen Fotos? Was sagen Bilder über Thema? Was erwarte ich intuitiv vom Thema? Was sehe ich auch wenn ich nicht vor Ort war? Entspricht das Bild den vereinbarten Anforderungen?

-Formale Anforderungen: wie besprochen, layout, Format (quer/hoch), Grösse

-Bildsprache: Bild für Szenemagazin anders als Geschäftsbericht.

Auswahlverfahren (6. Durchgänge):

1. Durchgang - die Besten und die Unbrauchbaren

während Auftrag schon Unbrauchbare löschen. Alle verwackelten, unscharfen weg.

Bilder markieren die besonders gut sind (auch wenn sie nicht Kundenkriterien entsprechen)

2. Durchgang - Kriterien erfüllt

Bilder markieren (*) die die Kriterienrater erfüllen

3. Durchgang - Distanz gewinnen

Pause mache, wie besonders kritischer Kunde verhalten

4. Durchgang - Reduktion

Bilder die immer noch gefallen (**)

5. Durchgang - Fremdmeinung

Kollegen fragen, Fragen zu Fotos stellen, was wird wahrgenommen

6. Durchgang Bei Fotostrecken: Dramaturgie:

Was will man genau darstellen, welche Bilder brauch man dafür -> Anknüpfungspunke finden

Sichern

1. Auf Festplatte sichern

2. Ordnungssystem: Ordner mit Projektnummer, Inhaltsinfo, Datum. Seriöses Ordungssystem, andere Person sollte sich schnell eindenken können

3. Metadaten: Fügen Sie Bilder IPTC Metadaten an -> Dok kan gefunden werden + Copyright vermerkt

4. Format

Für Print 300 dpi, jpeg oder tiff

für web: 72dpi, jpeg

5. Daten dauerhaft sichern, back up

externe HD an einem andern Ort aufbewahren

bei Gegenlicht

Aufhellblitz, Standort ändern, Spottmessung auf Person

implizite Codes

emotionsgeleitete Verhaltensmuster.

nicht bewusst. repräsentiert Empfänglichkeit für bestimmte Anreize oder Motive.

explizite Codes

kognitiv gesteuerte Verhaltensmuster

bewusst. repräsentiert Motive, Ziele und Handlungspläne.

Neuromarekting: 2 Aspekte spielen zentrale Rolle für Gehirn

-Belohnung und Bedeutung

-subtile, implizite Codes steuern unser Verhalten

(nicht expliziten, nicht Kosten-Nutzen-Abwägung)

95% alles Werbesignale wirken implizit

4 Einflussfaktoren unserer Wahrnehmung:

-neuronal

-biologisch

-sozikulturell

-technologisch

neuronale Filter

Muster die visuelle Reize vereinfachen

versch. Signale aufs Wesentliche = von Norm abweichend, eventuell lebensbedrohlich

-bewegte Bilder werden vor unbewegten wahrgenommen "Gefahr naht"

-Unordnung wird vor Odnung wahrgenomen "Chaos droht"

-Gesichter vor Symbolen "Freund / Feind"

-positive Bilder beinflusse positiv "Freund in Sicht"

Biologische Filter

Muster die visuelle Reize auf biologisches Rollenmodell konditionieren oder altersbedingte Faktoren, "Mann = Ernährer/Eroberer", "Frau = Mutter/Eroberte"

-Décoltées: nehmen Männer vor Gesicht wahr "Reproduktionschance naht"

-Copy (Titelzeile im Inserat): von Frauen viel stärker beachtet "keine Zeit für Details"

-Kleinschrift: von <40-Jährige überlesen

- runde Formen: von Kindern bevorzugt

soziokulturelle Filter

Durch kulturelles Umfeld geprägtes Muster, die wir bewusst oder unbewusst lernen. Missverständnisse durch gemeinsame Symbole reduzieren.

-gemeinsame Symbole: Ausdruck gemeinsamer Werte "verbindet"

-Konvention bestimmt Interpretation von Farben "Tod, von schwarz bis weis"

-Leserichtung bestimmt Richtungswahrnehmung "vorwärts ist dort, wo Textzeile endet"

technologische Filter

Durch neue Technologie geprägte Muster, die neue Konvention begründen

-technologisch Machbares: prägt Ausdrucksformen "verstanden wird was möglich ist"

- Kombination Farbfilter (Photoshop) vermittelt Variabilität

Gehirnscanning

zeigt welche Bereiche im Hirn aktiv sind und wie sie zusammenspielen. Je älter aktivierte Bereiche sind, umso tiefer sind darin gespeicherte Muster verankert.

Neuronale Verabeitungssysteme für Visuelles, Vorgestelltes und Phantasiertes überlappen sich.

Eyetracking

Augen- und Blickbewegungen einer Testperson aufzeichnen und hinsichtlich verschiedener Fragestellungen auswerten.

Eyetracking kann keine Daten oder Analyseergebnisse liefern.

-> nur quantitative Funktion -> der Fakt, dass jemand zuerst Kopfzeile anschaut gibt keine qualitativen Rückschlüsse warum.

"Blickrichtung der abgebildeten Person bestimmt Blickrichtung des Betrachters"

Klar kommunizieren; Tipps für einfache, eindeutige Text-Bild Gestaltungen.

-Fokus - auf Hauptaussage konzentrieren

-Hierarchie - Prioritäten setzen, Gleiches gleich gestalten

-Weissraum - Freiräume schaffen

-Achsen - Raster bilden, auf Proportionen achten

-Zeilen - leserfreundlicher Zeilengeginn + länge

-Reduktion - weniger ist mehr

Gestaltungsmuster visueller Kommunikation (6)

-Gutenbergdiagramm: Wahrnehmung gleichförmiger Text-Bild-Seite

-Leseführung: Wahrnehmung strukturierter Text-Bild-Seite

-kulturelle Konditionierung: kulturellbedingte Wahrnehmung

-Proportionen: Wahrnehmung vertrauter Grössenverhältnisse

-Kontinuität: vereinfachende Wahrnehmung, visuelle Zusammenfassung

-kognitive Dissonaz: Wahrnehmung sich widersprechender Signale

Gutenbergdiagramm

Primär print: oben links

Primär Screen: oben rechts

Leserichtung beeinflusst Gutenbergdiagramm

Konditionierung prägt Parameter

Leseführung

1. Bild

2. Untertitel Bild

3. Titel

4. Lead

5. Text

Kulturelle Konditionierung

Leserichtung ist bestimmend für das Empfinden von "vorwärts" und "rückwärts"

-> Umfeld prägt Parameter

Proportionen

goldener Schnitt, als harmonisch empfundene häufig vorzugfindende Proportion. Vertrautes als Massstab für Schönheit.

-> Ipod sieht aus wie SCHNÄGGEMUSCHLÄ

Kontinuität

-aneinander gereihte ähnlich verlaufenden Elemente werden als Gruppe "chunk" wahrgenommen. Beeinflussen von Grafiken.

Soll etwas rausstechen dann Grafik durcheinander machen, nicht von gross nach klein.

Kognitive Dissonanz

Botschaften die sich widersprechen oder konkurrenzieren (Interferenzeffekt). Interpretation bremst sich aus.

gehen = rot, stop = grün

Gestaltungsprinzip visueller Wahrnehmung

- Wechselwirkung Text / Bild

-verstärken (Bild überhöht Textaussage)

-kontrastieren (wir beleuchten anderen Aspekt der Textaussage)

-negieren (Bild stellt Textaussage in Frage)

-nacherzählen (Bild wiederholt Textaussage)

 

-Gestaltungstipps Text / Bild

-Fokus

-Hierarchie

-Weissraum

-Achsen

-Zeilen

-Redutkion

 

-Gestaltungsmuster Text / Bild

-Gutenbergdiagramm

-Leseführung

-Kulturelle Konditionierung

-Proportionierung

-Kontinuität

-kognitive Dissonanz

Informativ strukturieren / Navigation

-übersichtlich (Hierarchien, Achsen, Reduktion, Statusanzeige)

-intuitiv (neuronale Aspekte, kulturelle Konditionierung)

-konsistent (Leseführung, Kontinuität)

Benutzer muss jederzeit wissen wo er sich befindet, wie er dort hingelangt ist.

Mit möglichst wenig Klicks die gewünschte Information finden.

Accessability

Allgemein: barrierefreies Erreichen gewünschter (Website)Informationen.

Webistes: wie barrierefrei ein behinderter Benutzer gewünschte Information erreicht.

Als Barrieren gelten Informationen, sie von einem Screenreader nicht korrekt wiedergegeben werden können. z.B Bilder ohne hinterlegten Beschrieb, Navigation die nicht mittels Tasten aufgerufen werden kann.

Nutzung ohne Maus und Trackpad möglich.

Usability

relevant für Navigation interaktiver Informationen.

-Konsistenz: Hauptnavigation stets gleich gestaltet. Subnav. gleich strukturiert

-Verständlichkeit: Navigationsbegriffe sind aussagekräftig und widerspiegeln den zu erwartenden Inhalt -> keine Bilderrätsel

-Statusanzeige: hier innerhalb der Struktur befinde ich mich.

-Krümelpfad: diesen Weg habe ich bis jetzt zurück gelegt.

Responsive Design

Konzepte im Webdesign, bei der der grafische Aufbau von Websiten dynamisch unter Berücksichtigung der Andorderungen des betrachenden Gerätes erfolgt.

-> optimieren Darstellung und Navigationselemente automatisch für jeweiliges Endgerät.

Étudier