Akad


R. C.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Schweizer Geschichte und Politik des 19. Jahrhunderts, geeignet für Mittelschüler. Sie behandeln zentrale Themen wie die Entwicklung der Schweiz, die Revolution, die Rolle der Kantone und wichtige Gesetze. Besonders die Entstehung der Sozialdemokratischen Partei und die Auswirkungen der Französischen Revolution werden beleuchtet. Schüler profitieren von der klaren Struktur und den prägnanten Erklärungen zu historischen Zusammenhängen und politischen Prozessen.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
27.04.2015 / 16.09.2018

Cartes-fiches

Was will der Lehrer hören? a) Charakterisieren Sie die Entwicklung des Exports von Baumwolltextilien im Zeitraum zwischen 1740 und 1830 in eigenen Worten. (1 bis 2 Sätze, 1 Punkt)

 

Lösungsvorschlag:
Der Export von Baumwolltextilien hat sich extrem rasch, fast explosiv entwickelt. Der ursprünglich unbedeutende Produktionszweig ist zum Exportschlager geworden.  

allgemein: was ist entscheidend um diese Prüfungen zu lösen

Genau lesen! Lieber etwas mehr Zeit zum lesen Investieren, als viele Punkte zu verliehren

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Genau lesen! Lieber etwas mehr Zeit zum lesen Investieren, als viele Punkte zu verliehren

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Was will der Lehrer hören? - b) Für die oben sichtbare Entwicklung der Baumwollindustrie können mehrere Gründe gefunden werden. Nennen und erläutern Sie zwei wichtige Ursachen für die in Aufgabe a) beschriebene Entwicklung. (insgesamt 6 Punkte)

Antwortvorschläge:
● Erfindung und Entwicklung der „Spinning Jenny“, von Webmaschinen.
/ ● billige Rohbaumwolle. ● Grosse Nachfrage auf dem Weltmarkt.

Erste/zweite Erläuterung: (je 1-2 Sätze, je 2 Punkte)
● „Spinning Jenny“, Webmaschinen: Vervielfachung der Produktion in einem Bruchteil des bisherigen Zeitaufwands.
● Billige Rohbaumwolle: Herkunft aus Indien, das damals kolonisiert wurde.
● Nachfrage auf dem Weltmarkt: nahm zu, dank sinkenden Preisen infolge rationalisierter Produktionsweise (Fabriken)

Was will der Lehrer hören? - b) Für die oben sichtbare Entwicklung der Baumwollindustrie können mehrere Gründe gefunden werden. Nennen und erläutern Sie zwei wichtige Ursachen für die in Aufgabe a) beschriebene Entwicklung. (insgesamt 6 Punkte)

Antwortvorschläge:
● Erfindung und Entwicklung der „Spinning Jenny“, von Webmaschinen.
/ ● billige Rohbaumwolle. ● Grosse Nachfrage auf dem Weltmarkt.

Erste/zweite Erläuterung: (je 1-2 Sätze, je 2 Punkte)
● „Spinning Jenny“, Webmaschinen: Vervielfachung der Produktion in einem Bruchteil des bisherigen Zeitaufwands.
● Billige Rohbaumwolle: Herkunft aus Indien, das damals kolonisiert wurde.
● Nachfrage auf dem Weltmarkt: nahm zu, dank sinkenden Preisen infolge rationalisierter Produktionsweise (Fabriken)

c) Die industrielle Revolution fand in England statt; die Staaten Kontinentaleuropas erlebten ähnliche Veränderungen erst mehrere Jahrzehnte später. Nennen Sie zwei wichtige und in dieser Aufgabe noch nicht erwähnte Gründe für die diesbezügliche Pionierrolle Englands. (insgesamt 4 Punkte)

 

 

Antwortvorschläge:
● Calvinistische Mentalität, Fleiss und Sparsamkeit als bedeutende Werte.
● Auch der Adel durfte Geschäfte treiben.
● Geographische Vorteile: Die meisten Gebiete in Meeresnähe, also nahe am Weltmarkt.
● Geographische Vorteile: Gut zugängliche Kohlenvorkommen.
● Ein einziger Wirtschaftsraum, keine Binnenzölle
● Von aussen zu beziehende Rohstoffe waren billig, dank Kolonialherrschaft.

a) Auch für die Industrialisierung der Schweiz spielte die Herstellung von Textilien eine wichtige Rolle. Erläutern Sie, warum die Anfänge der schweizerischen Textilindustrie auf dem Land stattfanden. Nehmen Sie dabei Bezug auf die Fotografie. (1-2 Sätze, 2 Punkte)

Antwortvorschlag:
Die Textilindustrie ging vielfach aus der arbeitsintensiven Heimindustrie hervor. Auf dem Land gab es eine breite Bevölkerungsschicht, die für einen bescheidenen Zusatzverdienst durch Heimarbeit dankbar war. In den Städten hätten die dort stark regulierenden Zünfte Neuerungen unterbunden. 

b) Zu den Schattenseiten der Industrialisierung gehörte die Kinderarbeit. Nennen Sie einen wichtigen Grund dafür, dass die Kinderarbeit vor allem bei den Heimarbeiterfamilien der Textilindustrie recht häufig war. (1-2 Sätze, 2 Punkte)

● Tiefes Lohnniveau: Wegen den sehr tiefen Löhnen musste die ganze Familie mithelfen. Die billigen Fabrikgarne und –textilien aus England drückten die Löhne.
● Einfache Tätigkeiten: Manche Arbeitsschritte waren recht einfach, sie konnten auch von Kindern ausgeführt werden. 

„Bürger Gesetzgeber, erinnert euch, dass bis heute der Arme allein euch geholfen hat, die Revolution weiterzuführen, und dass nun die Zeit gekommen ist, ihn ihre ersten Früchte ernten zu lassen. Es ist immer die Schuld des Gesetzgebers, wenn Bürger in armseligen Lumpen herumlaufen; wenn ihnen das Elend und der Mangel ins Gesicht geschrieben stehen, (…). Es genügt nicht, dem Volk zu sagen, dass es einmal glücklich sein wird. Männer, die sich an seinem Golde gemästet haben und von seinem Blut immer feister geworden sind, täten besser daran, ihm nicht Geduld und Mässigung zu predigen. Die Republik muss jedem Bürger die Mittel sichern, sich mit den notwendigsten Bedarfsgütern in der Menge zu versorgen, die ausreicht, sein Leben zu erhalten. Hauptaufgabe der Gesetzgeber ist, die Not und das Elend aus der Welt zu schaffen.“


Botschaft der Pariser Sektion der „Sansculottes“ (= Sansculotten, also ohne Kniebundhosen nach der Art  der Adligen) an den Nationalkonvent, im September 1793

 

a) Fassen Sie die Kernbotschaft des obigen Texts zusammen. (2-3 Sätze, 2 Punkte)

Die Pariser Sektion der Sansculottes betont die Bedeutung der Armen für die Entwicklung der Revolution und fordert vom Gesetzgeber die Möglichkeit, erste Früchte dieser Revolution (= die Überwindung materiellen Elends) zu ernten. 

 

b) In mehreren wichtigen Momenten der Französischen Revolution führte das Verhalten der „armen Leute“ zu entscheidenden Veränderungen. Nennen Sie zwei solcher Momente und erläutern Sie die diesbezügliche Rolle der armen Leute. (insgesamt 6 Punkte)

Erster/zweiter wichtiger Moment, Rolle der armen Leute: (1-2 Sätze. 2 Punkte)
Antwortvorschläge:
Sturm auf die Bastille: Der Sturm auf die Bastille wurde von vielen armen Leuten der Stadt Paris ausgeführt, er stand indirekt im Zusammenhang mit den hohen Brotpreisen.
La Grande Peur: Es waren die von Feudalherren abhängigen Bauern, die Dokumente ihrer Abhängigkeit verbrannten, nachdem sie die Schlösser ihrer Herren gestürmt hatten. 
Verbringung des Königs nach Paris: Ludwig XVI wurde auf Druck der einfachen Marktfrauen von Paris von Versailles nach Paris gebracht.

c) Die „Sansculotten“ der Stadt Paris verfassten ihre Botschaft zur Zeit der Jakobinerherrschaft. Trugen die Jakobiner dazu bei, dass die armen Leute die „ersten Früchte der Revolution“ ernten konnten? Erläutern Sie an zwei konkreten Beispielen, wie diese Frage zu beantworten ist. (insgesamt 4 Punkte)

Antwortvorschläge:
● Dafür spricht, dass die Jakobiner mit dem Maximum-Gesetz Höchstpreise für die wichtigsten Konsumgüter des täglichen Bedarfs wie z.B. Kerzen, Öl, Feuerholz und Brot festsetzten.
● Dagegen spricht, dass sich der Terror der Jakobiner im Laufe der Zeit immer mehr auch gegen Verdächtige aus den ärmeren Schichten richtete.

d) Eine wichtige Ursache der Französischen Revolution war die soziale Lage der einfachen Bevölkerung unter dem Absolutismus. Erläutern Sie, warum Armut und Elend im absolutistischen Frankreich so stark verbreitet waren. (1-2 Sätze, 2 Punkte)

Antwortvorschläge:
● Wachsende Steuerlasten:
Der absolutistische Staat brauchte mehr Geld. Der Dritte Stand hatte den grössten Teil dieser wachsenden Steuerlast zu tragen.
● Klimaverschlechterung: Vor 1789 kam es zu mehreren Missernten.
Der Staat reagierte nicht darauf, Steuern wurden trotzdem erhoben.

merkmale der Alten Eidgenossenschaft

  • Vollberechtigte Mitglieder waren nur die 13 Stadt- & Landorte
  • Die Zugewandten Orte hatten nur Mitspracherecht in fragen, die sie selbst betrafen
  • Die "Gemeinen Herrschaften", waren Untertanengebiete.

Gemeinsames Organ war die Tagsatzung. Sie war eine Konferenz von den Gesandten der 13 Orte & einiger Zugewandten Orte. Die Beschlüsse mussten immer einstimmig gefasst werden

Ursache für den Untergang der alten Eidgenossenschaft

  • der Bund war ineffizient -  in wichtigen Fragen konnten wegen der geforderten Einstimmigkeit keine Enscheide getroffen werde.
  • Die einzelnen Orte sträubten sich gegen jede Einschränkung der eigenen Souveränität. So fehlte eine Militärische Organisation des Bundes.
  • Die aufstrebenden gesellschaftliche Kräfte, vor allem das Bürgertum blieben von der politischen Macht ausgeschlossen

Die Helvetik

  • der erste Einheitsstaat mit den Strukturen der französischen Revolution.
  • Alle "Kantone" waren einander gleichgestellt.
  • es gab schon gemeinsame Organe, Exekutive, Legislative, Judikative (wenn auch anders genannt
  • ziel: Gleichheit der Bürger
  • der Aktivbürger wählte das Parlament, dieses bestimmte die Regierung & der oberste Gerichtshof.
  • Einwohnergemeinden wurden eingeführt, die alle Einwohner rechtlich gleichstellten.
  • Förderung der Schulbildung
  • die Abschaffung der Feuallasten "Zehnten"

was waren die Ursachen für den Untergang der Helvetik?

> Die Ideale der Helvetik (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Nationalstaat) standen oft im Gegesatz zur politischen Wirklichkeit. Die französiche Besatzung wurde zunehmend als unerträglich empfunden.

> Die Helvetik trug den historisch gewachsenen Verhältnissen in der Schweiz (Föderalismus & Landsgemeinde) zu wenig Rechnung.

> Die Helvetische Republik litt unter chronischen Geldmangel, weil der Wegfall der Feudalen abgaben nicht durch eine gut funktionierende direkte Steuer ersetzt werden konnte. Damit konnten wesentliche Reformvorhaben nicht umgesetzt werden.

Was waren die Merkmale der Mediataionsverfassung (1803 -1813)

  • Die Schweiz wurde wieder zum  Staatenbund-  die Kantone erhielten ihre Souveränität zurück. es waren aber alle Mitglieder gleichberechtigt.
  • städteorte Wahlrecht der Aktivbürger (jedoch sehr hoher Vermögenszensus)
  • Gemeinsames Organ war die Tasatzung. Bevölkerungsreiche Kantone entsandten zwei Vertreter, die übrigen einen. 
  • entscheide über Krieg & Frieden sowie über Bündnisse wurden erstmals klar als Bundessache erklärt

die Ursache für die relative Stabilität der Mediationsverfassung

  • Sie war ein politischer Kompromiss - er besänfitgte die Vertreter des Ancien Régime, ohne ihnen die volle Macht zurückzugeben.
  • die Rückkehr zum Staatenbund beruhigte die Föderalisten, obwohl die Kompetenzen des Bundes leicht erweitert wurden
  • die relativ ruhige Zeit erlaubte eine wirtschaftliche erholung und eine gewisse Modernisierung (Strassennetz)

Merkmale des Bundesvertrages von 1815 - 1847

  • alle Kantone waren gleiberechtigt.
  • es gab eine Machtverschiebung, die revormierten Gemeinden waren in der Stimmmehrheit. - da alle Kantone gleichberechtigt.
  • existenz der Klöster ausdrücklich garantiert.
  • gemeinsames Organ war die Tagsatzung
  • Die Einzigen Kompetenzen des Bundes waren -> gegenseitige Garantie von Verfassung & Gebiet. - Die Garantie der Klöster - Geimeinsame militärische verteidigung
  • Grossmächte sicherten der Schweiz die Neuztralität zu. die Schweiz diese zu schützen

die Schwäche des Bundesvertrags von 1815

  • der Vertrag hatte keine Bestimmungen zu seiner Erneuerung/Revision.
  • die Zölle zwischen den Kantonen wuren vermehrt ein Hindernis
  • die vorangehenden Jahre hatten die entwickllung einese schweizerischen Nationalgefühls begünstigt. der lockere Staatenbud trug dem nich Rechnung.

was forderten die Liberalen

>Sie vertraten das Besitzbürgertum. 

> persönliche Freiheit

>repräsentative Demokratie

> Staatenbund sollte von einem Bundestaat ersetzt werden. mit erheblichen Kompetenzen.

> Bundestaat mit ständigen Bundesregierung & Bundesparlament.

> überall dieselben Masse & Gewichte -  Schweiz ein einzigigen Wirtschaftsraum

a) Die Bundesverfassung des Jahres 1848 widerspiegelt die staatspolitischen Auffassungen der siegreichen Liberalen. Belegen Sie diese Behauptung anhand von zwei konkreten Angaben aus der obigen Grafik.

 

Erste/zweite konkrete Angabe: (je 1-2 Sätze, je 2 Punkte)

 

Antwortvorschläge:
● Die Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative ist verwirklicht.
● Die Bundesgewalt ist Tatsache – in allen drei Gewalten existieren Institutionen des Bundes
● Mit dem allgemeinen Männerwahlrecht für den Nationalrat besteht ein starkes demokratisches Element.

b) Trotz der vorwiegend liberalen Prägung weist die obige Verfassung auch ein Element auf, das als Zugeständnis an die besiegten Katholisch-Konservativen verstanden werden kann. Erläutern Sie es.

(1-2 Sätze, 2 Punkte)

Die Bundesverfassung sieht ein Zweikammersystem mit Kantonsvertretung vor. Die Kantone können das Wahlverfahren in den Ständerat selbst regeln.

 c) Nach dem Jahr 1874 konnten die katholisch-konservativen Kräfte in wesentlich grösserem Ausmass Einfluss auf die eidgenössische Politik nehmen. Erläutern Sie diesen Sachverhalt. (1-2 Sätze, 2 Punkte)

Die katholisch-konservative Opposition nutzte mit Erfolg die Möglichkeiten des fakultativen Referendums.

d) Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts kam es zur Bildung einer neuen gesamtschweizerischen Oppositionspartei – im Jahr 1888 wurde die Sozialdemokratische Partei der Schweiz gegründet. Nennen Sie einen wichtigen Grund dafür, dass diese linksstehende Partei bald einen wachsenden Wähleranteil verzeichnen konnte. (1-2 Sätze, 2 Punkte)

Antwortvorschläge:
● Die SPS verteidigte die Interessen der Arbeiterschaft - einer Gesellschaftsschicht, die infolge der Industrialisierung einen immer grösseren Bevölkerungsanteil umfasste.
● Die Arbeiterschaft war mit den Folgen der langen Depression 1873- 1895 konfrontiert. Später stagnierten die Löhne, obwohl die Konjunktur anzog. → Die Arbeiterschaft radikalisierte sich.

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