Geschichte Begriffe

Begriffe des 19. Jahrhunderts

Begriffe des 19. Jahrhunderts


Marc Gauch
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über zentrale Begriffe der Geschichte für Mittelschüler. Sie behandeln Themen wie Revolution, Kapitalismus, Marxismus und die industrielle Revolution, sowie gesellschaftliche Strukturen und politische Systeme. Schüler profitieren davon, um historische Zusammenhänge und Konzepte besser zu verstehen und in ihrem Geschichtsunterricht anzuwenden.
Karten
21
Lernende
15
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geschichte
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
11.03.2014 / 16.02.2018

Lernkarten

Wirtschaftsform, die durch die dominierende Rolle des Kapitals und der Profitmaximierung gekennzeichnet ist. Weitere Merkmale des *** sind das Privateigentum an Produktionsmitteln (Maschinen, Fabrikanlagen), das Konkurrenzprinzip, die freie Preisbildung nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage sowie die zunehmende Akkumulation von Kapital in der Hand von Einzelnen. Als Gesellschaftsordnung bewirkte der *** die Überwindung der Ständegesellschaft und die Herausbildung des Gegensatzes von „***[isten]“ und Arbeitern. Frühformen des *** entstanden bereits im Spätmittelalter, die sich dann allmählich in Westeuropa durchsetzten. Seit dem 19. Jahrhundert etablierte sich der *** im Zuge der Industrialisierung weltweit als bestimmende Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, auch wenn ihm mit dem Sozialismus und der marxistischen Kapitalismuskritik ein ernst zu nehmender Gegner entstand.

Kapitalismus

Wirtschaftsordnung, in der Umfang und Qualität der Produktion und die Verteilung der Güter über den Markt und die freie Preisbildung erfolgen. Freier Wettbewerb, die Rolle des Staates als Schiedsrichter (und nicht als Unternehmer) und die durchgängige Gültigkeit des Gesetzes von Angebot und Nachfrage sind wesentliche Kennzeichen einer *** (Gegenbegriffe: Plan-, Zentralverwaltungs- und Lenkungswirtschaft).

Marktwirtschaft

Nach Karl Marx ist alle Geschichte durch unversöhnliche Interessengegensätze zwischen den Besitzenden und den Besitzlosen bestimmt. Eine besondere Zuspitzung erfährt der *** demnach im Zeitalter des Kapitalismus, in dem das Proletariat die Herrschaft der Bourgeoisie überwinden werde.

Klassenkampf

Politische Weltanschauung, die die Sicherung der Freiheit des Einzelnen und seine möglichst wenig eingeschränkte Entfaltung als vorrangig ansieht. Im 19. Jahrhundert forderte der *** die Abschaffung der Privilegien und eine auf eine Verfassung gegründete rechtsstaatliche Ordnung, die Menschenrechte und Gewaltenteilung verbürgt. Hinsichtlich der Wirtschaftsordnung plädiert der *** für eine freie Marktwirtschaft und für Freihandel.

Liberalismus

Im alten Rom waren die *** die untere Bevölkerungsschicht, deren einziger Besitz ihre Nachkommen waren. Seit der Industrialisierung bezeichnet man vor allem im Marxismus diejenige Schicht als ***, die weitgehend besitzlos ist und daher gezwungen ist, die eigene Arbeitskraft zu verkaufen, auch wenn die Entlohnung so schlecht ist, dass davon nur ein Existenzminimum gesichert werden kann.

Proletarier