Geomatik

Wie was erkundet wird

Wie was erkundet wird


F. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Geomatik auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Karten, Projektionen und Vermessungstechniken. Sie behandeln Themen wie Luftbildaufnahmen, verschiedene Projektionen, Treueeigenschaften von Karten, Höhen- und Reliefdarstellungen sowie die Hierarchie der Vermessungsbehörden. Diese Lernkarten eignen sich besonders für Studierende der Geographie und Geomatik, da sie komplexe Konzepte und praktische Anwendungen der Kartographie und Vermessung vermitteln.
Karten
49
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
14.01.2016 / 17.03.2021

Lernkarten

Hierarchie der Vermessungsbehörden in BRD

1. Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG)

2. Landesvermessungsämter d. einzeln. Bundesländer (NRW: GeoBasis NRW, Bonn)

3. Kommunale (& Kreis) Vermessungsämter (Amt für Geoinfo., Lieg., & Kat. Bo.)

Thematische Karten

Stadtplan, Politische Karte, Geologische Karte , Autobahnkarte

Höhen und Reliefdarstellungen (5)

Perspektivische Darstellung (Vogelperspektive, besonders Mittelalter-Neuzeit)

Schraffen (Formenschraffen, Böschungsschraffen = viele Striche, Schattenschraffen; 19. Jhd.)

Felszeichnung (bei ganz steilen Lagen wo Höhenlinien nicht mehr möglich sind)

Höhenlinien (Isohypsen) bezogen auf Normal Null nach Amsterdamer Pegel

o Zähllinien (dicke Linien, mit Höhenzahlen versehen)

o Haupthöhenlinien (übrige durchgezogene Höhenlinien)

o Hilfshöhenlinien (Strichel-Linien /gerissene Linien die im Bedarfsfall eingefügt werden)

o Höhenpunkt (Kote) punktuelle Höhenangaben

Schummerung (Schattenbild, schwarz-weiße 3D-Darstellung durch Schatten)

Objekt- und Kartographische Generalisierung

Objektgeneralisierung (topographisches und thematisches Vereinfachen)

Kartographische Generalisierung (Ableitung von Folgekarte, von 4 Blättern TK25 → 1 Blatt TK50)

Was ist das Problem der Verebnung?

auftretende Verzerrungen gegenüber 3-D gewölbter Ausgangsfläche, ES GIBT KEINEN KARTENNETZTENTWURF OHNE VERZERRRUNGEN

Treueeigenschaften von Gradnetzprojektionen

1. Flächentreu (= Äquivalenz): im richtigen Flächenverhältnis (Bsp.: Behrmann- und Mollweide-Entwurf)

2. Längentreu (= Äquidistanz): Strecken alle richtig lang / richtiges Verhältnis

3. Winkeltreu (= Konformität): Winkel Karte = Winkel Realität (nur im kleinst. Pkt.) Mercator-Projektion

4. Speichentreu (= Mittelabstandstreue): Längentreu in Richtung der Meridianbilder

5. Reifentreu: Längentreu entlang der Breitenkreisbilder

6. Formtreu

Flächen- & Winkeltreu schließen sich aus. Je größer Maßstab desto ehr ist K. gleichz. Flächen, Längen & Winkeltreu

Für welchen Zweck, welche Gradnetzprojektion?

Für Flächenvergleiche → flächentreue Karten

Für Richtungsvergleiche → Winkeltreue Projektionen (See und Luftkarten: Mercator-Projektion)

Für Distanzmessung → Längentreue Karte (Karten nur an bestimmten Breitenkreisen längentreu)

Mercator-Projektion

• Winkeltreue (durch Missachtung verringernder Abweitung)

• Loxodrome als Graden

• Extreme Verzerrung (Vergrößerung der Flächen in Richtung der Pole)

• Pole nicht darstellbar weil die im unendlichen liegen

Luftbildaufnahmen: (Aufnahmetechnik, Geometrische Eigsch., Einfache Messung im Luftbild, Anwendungsbeispiele)

Aufnahmetechnik: Ost-West-Befliegung (60% Längs-, 30% Querüberdeckung); mit Reihenmesskamera

Filmtypen: S/W Luftbildfilm panchromatisch oder infrarot; Luftbildfilm Color oder Colorinfrarot

Randangaben: Dosenlibelle, Bildnr., Flughöhe, Datum / Zeit, Rahmenmarken, Kameranr., Brennweite

Geometrische Eigenschaften: direktes Messen & Kartieren im Luftbild unmöglich (Maßstabwechsel im Bild)

Radialer Bildpunktversatz (durch Zentralprojektion); Reliefbedingte Lagefehler (Verzerrungen)

Einfache Messung im Luftbild: Geländestrecke (S=s*mb); Geländefläche (F=f*mb²); wenn Gelände flach ist

Anwendungsbeispiele: Flächennutzungs-/ Strukturtypenkartierung; Erfassung Versiegelungsgrad (Abwasser),

Grünflächenkataster, Biotoptypenkartierung, 3D-Visualisierung, Aktualisierung DGK 5, Zeitzeugen

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