Geologie
ZHAW UI15 HS15 Modulprüfung Geologie
ZHAW UI15 HS15 Modulprüfung Geologie
-
- 1 / 61
-
Cartes-fiches
Teilprozesse der Sedimentation
- Verwitterung: pysik: Zerkleinerung, chem: Lösung von Gesteinen und Neubildung
von Mineralien. - Erosion: Bei Verwitterung entstandene Gesteinsbruchstücke und
Mineralneubildungen werden durch Erosion abtransportiert - Transport: Wasser, Wind, Gletscher transportieren Sedimentbestandteile
hangabwärts/stromab - Sedimentation: Transportkraft nimmt ab, Ablagerung der Sedimentbestandteile
In aquat. Ablagerungsbereich: Ausfällung der Lösungsfracht - Versenkung: Überlagerung älterer Schichten, diese unterliegen so der Kompaktion.
- Diagenese: Druck, Temperatur und chem. Reaktion werden Sedimente verfestigt und
werden so zu Sedimentiten (Sedimentgesteinen)
Sedimentbildungsräume auf dem Festland, an den Küsten, in
Ozeanen
Faktoren:
- Transportmedien
- Sedimente
- Klima
- biologische Aktivitäten
Kontinentale Ablagerungsräume: Schwankungen von Niederschlag und Temperatur ausgesetzt
Erosionsprodukte-Sedimentation in der Umgebung von terrestrischen Ablagerungsräumen:
- Flüssen, Wüsten, Seen, Gletschern
Küsten/flachwasserbereiche:
- Deltas, Strände, Watte
Offener Ozean:
- Tiefsee, Kontinentalabhang, Kontinentalshelf, biogene Riffe
Fluviatile Sedimentationszyklen
Je gröber das Material, umso mächtiger die Sedimentationsschicht
Charakteristische Wechselfolge von Geröll, Sandsteinen, Schieferton zeigt die Entstehungsbedingungen auf
Abfolge im Idealfall:
Zuunterst Gerölle (grobkörnige Sedimente, mächtige Schicht )
Schotter, teilw. erodiert
Feinsand und Silt (Mit nachlassender Wassermenge nimmt auch Korngrösse ab)
Zuoberst Sand des nächsten Zyklus
Diagenese
Prozess der Versenkung von Sedimenten bei (im Vergleich zu den Metamorphosenvorgängen) bescheidenen Temperatur-und Druckbedingungen.
- Versenkung von lockerem Gesteinsmaterial durch Überlagerung
- Kompaktion/Verkittung der sedimentierten Gesteinstrümmer
- Ausfällung neuer oder Weiterwachsen vorhandener Mineralien
- Lösung instabiler Mineralien
- Rekristallisation instabiler Mineralien
Konglomerat: verfestigter Schotter (Schutt wird durch Transportvorgänge zugerundet und zu Schotter)
Nagelfuh: von Flüssen transportierten Geröllmassen in verfestigtem Zustand (Falltengebirge in den Süsswasser-Molassen)
Komponente: Körner
Matrix: sandig
Zement: Verbindung (enstanden durch chemische Ausfällung in Hohlräumen während der Diagenese)
Nagelfluh
Konglomeratgestein
Vorkommen: Vorland aufsteigender Gebirge, Schwemmkegel, Vorland-Gletscher, vor allem in turbulent fliessenden, verflochtenen Gebirgsflüssen
Besonderheiten:
- Gerundet
- Flussgerölle
- Partikel, die grösser als 2 mm sind, charakterisieren ein Konglomerat (Psephit)
- Anteil im Gestein sollte 50% übersteigen.
Verrucano
Fanglomerat
Vorkommen:
- In Wüstengebiet entstanden. Starke Regengüsse = Schlammströme, Gesteinstrümmer bis zu einer beachtlichen Korngrösse über nicht allzu grosse Strecken verfrachtet. Grössere Trümmer werden kaum gerundet. Ablagerungsgebiet = Schuttfächer, diese verfestigen. Schutt wird Fanglomerat.
Besonderheiten:
- sandsteinartigen Grundmasse, gerundete, aber auch völlig eckige Gesteinstrümmer
- rot, da unter warmen Bedingungen verwittert
- Psephit
Metamorphite:
Metamorphose
Metamorphose : mineralogische Veränderung von Gesteinen unter Beibehaltung des festen Zustands infolge physikalischer und chemischer Bedingungen, die ausserhalb des Bereichs der Verwitterung an der Erdoberfläche und der Diogense in der Tiefe geherrscht haben und die anders sind als jene zur Zeit der Entstehung des Ursprungsgestiens.
- Produkte der Metamorphose: Metamorphite
Wenn aus Magmatiten entstanden: Orthometamorphit
Wenn aus Sedimentiten entstanden: Parametamorphite
Entstehungsort: Tektonisch aktive Gebiete (z.B. an einem konvergenten Plattenrand)
Faktoren:
- Aufheizung
- Versenkung
- Thermalwässer
- gerichteter tektonischer Druck
Metamorphe Fazies
•Zu einer Fazies gehören alle Gesteine, die unter gleichen physikalisch-chemischen Bedingungen kristallisiert sind.
•Zu jeder Fazies gehört eine Anzahl von Mineralen, welche in Abhängigkeit von der Pauschalzusammensetzung des Gesteins in verschiedenen Kombinationen auftreten.
•Sie sind untereinander im chemischen Gleichgewicht
•Durch Änderung der physikalisch-chemischen Bedingungen werden diese Minerale und ihre Kombinationen instabil und durch andere, nunmehr stabile ersetzt.
- löcherig/zelligporös gewordener Dolomit oder Kalkstein
- Porosität entsteht durch Auslaugung (Bei der chemischen Zersetzung der Rauwacke wird der Gips gelöst und ausgeschwemmt
- typisches Gestein des Mittleren Muschelkalks und des Zechsteins
- enthält ursprünglich neben Dolomit bzw. Kalzit Gips oder Anhydrit
Sedimentite: Tonminerale
- Miinerale: feinstkörnig (Korngröße < 2 µm)
- Schichtsilikate: nach ihrer schichtartigen Kristallstruktur aus Silizium und Sauerstoff, sowie Wasserstoff und meist Magnesium und Aluminium benannt
- entstehen durch Verwitterung von anderen Mineralen oder Gläsern
- bilden sich neu aus übersättigten Bodenlösungen oder hydrothermalen Wässern
- Bei der Diagenese kommt es zu Ordnungsprozessen im Kristallgitter der Tonminerale
- sehr weich (Mohs-Härte 1) und reagieren plastisch auf mechanische Beanspruchung
- wandeln sich beim Erhitzen in härtere und festere Minerale um (Keramik)
Sedimentite: Mergel
Bzw. bei Verfestigung Mergelstein/Mergelgestein
- entsteht, wenn das feine Material (Ton, Schluff) abgelagert und gleichzeitig Kalk ausgefällt oder ebenfalls abgelagert wird
- enthält sowohl Kalk als auch silikatische Bestandteile meist kleiner Korngröße (Ton und/oder Schluff)
- häufig fossilführend
- Gesteine sind nicht stabil, sie unterliegen einem stetigen Kreislauf
- Durch geologische Vorgänge konnen sie ineinander überführt werden
Ausgangspunkt: Magma aus der Tiefe des Erdinnern
- wird gehoben
- kühlt ab und kristallisiert zu Magmatischem Gestein
Wird entweder:
- an die Erdoberfläche gehoben
als:
- Plutonit (Intrivgestein/Tiefengestein=Im Erdinneren entstanden) oder
- als Vulkanit (Effusivgestein=Ausscheidung eines Vulkans an Erdoberfläche oder in geringer Tiefe)
wo es abgelagert wird und zu verwittern beginnt
- oder sinkt wieder ab und wird durch Zunahme von Druck und Temperatur metamorphisiert und zu metamorphischem Gestein/Metamorphit
Verwittertes/erodiertes/abgelagertes Gestein an der Oberfläche wird
- abgetragen und lagert sich auf dem Festland oder in den Ozeanen ab
- dort entstehen Lockersedimente oder unverfestigte Gesteine
- diese werden versenkt und mittels der Diagenese (Verfestigung untter verh. geringem Druck und geringer Temp.) verkittet und
- werden zu Festgestein/Sedimentgestein
Dieses wird entweder
- unter Temperaturzunahme/Druckzunahme metamorphisiert und zu Metamorphitischem Gestein
- oder wieder an die Erdoberfläche gehoben und ist dort als Sedimentit auffindbar
Metamorphite können dann
- wieder aufgeschmolzen werden (Anatexis)
- oder an die Erdoberfläche gehoben werden und sind dort auffindbar
Anatexis
- Auch Migmatisierung
- partielles Aufschmelzen von Gesteinen der Erdkruste infolge
- Temperaturerhöhung, Druckentlastung und/oder Fluidzufuhr (z. B. von H2O, CO2)
- findet in der tieferen Erdkruste statt
- zumeist im Laufe von Gebirgsbildungsprozessen
- resultierenden Gesteine werden als Migmatite bezeichnet bzw. als migmatisierte Gneise, Schiefer etc.