Entwicklung und Umwelt


S. B.
Diese Lernkarten behandeln die Themen Entwicklung und Umwelt aus geographischer Perspektive für den Mittelschulbereich. Sie beleuchten Faktoren wie Hunger, Armut und Entwicklungshilfe, wobei Theorien wie die Modernisierungstheorie und die Dependenztheorie im Fokus stehen. Besonders betroffen sind Entwicklungsländer im Süden, wo strukturelle Probleme und Naturkatastrophen die Lebensbedingungen verschärfen. Die Karteikarten eignen sich für Schüler, die sich mit globalen Ungleichheiten und nachhaltigen Lösungsansätzen auseinandersetzen möchten.
Cartes-fiches
44
Utilisateurs
9
Langue
Allemand
Catégorie
Géographie
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
29.05.2012 / 01.03.2021

Cartes-fiches

Ursachen für Hunger

Die aktuelle Situation ist ein Ergebnis der Lebensmittel- und Treibstroffkrise von 2006 und 2007 - die Finanzkrise folgte diesen Ereignissen auf dem Fuss. Konflikte in den ärmsten Ländern und dadurch ausgelöste Fluchtbewegungen sowie die durch die Klimaveränderung bedingten Naturkatastrophen verschärften die ohnehin prekäre Ernährungssituation in den betroffenen Regionen.

Die sozioökonomischen Strukturen werden durch die epidemieartige Ausbreitung des HI-Virus destabilisiert: Junge, an Aids erkrankte Menschen sterben, zurück bleiben ältere Menschen und Waisen, deren Fähigkeit, sich selbst zu versorgen, limitiert ist.

Viele Länder des Südens befolgten die Entwicklungsstrategien der 60er-Jahre konsequent und stellten ihre Produktion radikal um: Statt auf Selbstversorgung setzte man auf Exportgüter wie Kaffee, Kakao, Erdnüsse oder Baumwolle. Als die Kurse einbrachen, verdienten die Kleinbauernfamilien fast nichts mehr - viele mussten ihr Land verlassen.

Verteilungsproblem

Beim Hungerproblem handelt es sich jedoch nicht nur um ein Produktions-, sondern vor allem um ein Verteilungsproblem.

Es werden vor allem jene Nahrungsmittel produziert, die von den vermögenden Regionen nachgefragt werden und die auf dem Weltmarkt hohe Preise erzielen. Fleisch etwa ist in den Industrieländern häufig auf dem Speisezettel, seine Produktion ist aber um ein Vielfaches ressourcenintensiver als pflanzliche Nahrung.

Zudem wurden in den vergangenen Jahren Anbauflächen, die traditionell der Nahrungsmittelproduktion dienten, für andere Produkte ausgeschieden. Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang die Zunahme der Flächen für Agrotreibstoffe.

Lösungsansätze für Hungersnot

• Bevölkerungskontrolle

• Grüne Revolution für Afrika

• Gentechnik

• Balance zwischen Intensivierung und Schonung der natürlichen Ressourcen finden

Welt Hunger Index (WHI)

Mehrdimensionaler Ansatz

• Anteil Unterernährte (ungedeckter Kalorienbedarf)

• Untergewichtige Kinder unter fünf Jahren

• Verstorbene Kinder unter fünf Jahren

• Zahlenwert: arithmetisches Mittel

• Skala von 0 bis 100 (je höher, desto schlechter)