Geografie - Fachbegriffe
Glossar (Fachbegriffe) für das Lehrmittel: Naturgeografische Bausteine A: Geologie / Geomorphologie
Glossar (Fachbegriffe) für das Lehrmittel: Naturgeografische Bausteine A: Geologie / Geomorphologie
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Cartes-fiches
Metamorphose
Gesteinsumwandlung im festen Zustand, unter Druck- und Temperatureinfluss. Je nach Intensität der Metamorphose spricht man von einem unterschiedlichen Metamorphosegrad.
Metamorphose-formen
Einteilung der Metamorphose aufgrund ihrer Ursachen. Es werden unterschieden: Regionalmetamorphose (bei konvergenten Plattenbewegungen; hoher Druck und hohe Temperatur; grossräumiges Phänomen), Kontaktmetamorphose (in unmittelbarer Umgebung einer Magmakammer; hohe Temperaturen; lokales Phänomen).
Mikrokristallin
Feinkörnig. Mineralkörner eines Gesteins sind von blossem Auge nicht unterscheidbar.
Mineralien
Natürliche, anorganische, homogene (reine) Bestandteile der Erde mit einer klar definierten chemischen Zusammensetzung (meist Atome oder Ionen verschiedener Elemente). Mineralien sind meist kristallin aufgebaut, können aber auch amorph sein.
Mittelozeanischer Rücken
Untermeerische Schwellenzone mit Oberflächen in etwa 2 000 m Wassertiefe; Spreading-Zone ozeanischer Lithosphärenplatten.
Abk. MOR
Mofette
Vulkanischer Gas-/Dampfausstoss, bis 100 °C heiss, enthält hauptsächlich Kohlendioxid und Wasserdampf.
Molasse
Ablagerungsschutt von angrenzenden Gebirgen (Alpen), der sich im Vorland (Mittelland) eines sich bildenden Gebirges ablagert. Molasse besteht aus Nagelfluh, Sandstein und Mergel.
Moränen
Sammelbezeichnung für den von Gletschern mitgeführten unsortierten Gesteinsschutt. Nach ihrer Lage in Bezug auf den Gletscher werden unterschieden: Grundmoräne, Seitenmoräne, Mittelmoräne und End-/Stirnmoräne.
Nebular-Hypothese
Vermutung, dass das Sonnensystem aus einer Materiewolke, einem solaren Nebel, entstanden ist, der sich unter Einfluss der Gravitationskräfte immer mehr verdichtet hat.
Oberflächenwellen
Erdbebenwellen, die sich nur an der Erdoberfläche fortpflanzen. Zu den Oberflächenwellen gehören die Love-Wellen und die Rayleigh-Wellen.
Orogenese
Gebirgsbildung durch plattentektonische Vorgänge.
Permafrost
Als Permafrost (Dauerfrostboden) bezeichnet man dauerhaft gefrorenen Untergrund, d. h., der während mindestens einem oder zwei Jahren Temperaturen unter 0 °C aufweist.
Petrografie
Wissenschaft, die sich mit dem Aussehen, den Eigenschaften, dem Vorkommen und den Bildungsbedingungen der verschiedenen Gesteine beschäftigt.
Plattentektonik
Theorie, die besagt, dass die feste Lithosphäre in grosse Platten aufgebrochen ist, die sich als feste Einheiten über die Erdoberfläche bewegen können. Jede Platte liegt direkt der zähplastischen Asthenosphäre auf. Durch die Theorie können Erdbeben, Vulkanismus und Gebirgsbildungen erklärt werden.
Plutonite
Tiefengesteine. Durch langsame Abkühlung in der Tiefe der Erdkruste gebildetes, grobkörniges magmatisches Gestein. Beispiele: Gabbro (basisch, dunkel) und Granit (sauer, hell).
Pyroklastika
Vulkanisches Lockermaterial (Blöcke, Bomben, Lapilli, Asche), das bei explosivem Vulkanismus ausgeworfen wird.
Pyroklastischer Strom
Auch Glutwolke genannt. Gemisch aus heisser vulkanischer Asche, Staub und Gasen, das sich mit hoher Geschwindigkeit die Hänge eines Vulkans hinunterbewegt.
Raumwellen
Erdbebenwellen, die sich durch den ganzen Erdkörper fortpflanzen. Zu den Raumwellen gehören die Primär- oder P-Wellen und die Sekundär- oder S-Wellen.
Rückschreitende Erosion
Durch Senkung der Erosionsbasis ausgelöster Erosionsimpuls, der flussaufwärts wirkt.
Schildvulkan
Vulkan, bei dem aus einem zentralen Krater immer wieder Lava ausfliesst – breiter, flacher Vulkan; nur aus Lavaströmen aufgebaut.
Schlucht
In den festen Untergrund tief eingeschnittenes Erosionstal.
Auch Klamm genannt.
Schwarzerde
Klimatypischer Boden. Der mächtige A-Horizont ist sehr nährstoffreich. Den Untergrund bildet Löss. Schwarzerde ist typisch für das Steppenklima und äusserst fruchtbar.
Auch Tschernosem genannt.
Schwemmfächer
Fächerförmige Ablagerungen anstellen, wo ein Fluss aus dem Gebirge in die Ebene eintritt. Dabei verliert er so viel an Gefälle, dass er einen Teil seiner Flussfracht ablagern muss.
Sedimentgesteine
Ablagerungsgesteine.
Gesteine, die durch Ablagerung von Gesteinstrümmern oder Organismenresten oder durch Ausfällung aus übersättigten Lösungen entstanden sind.
Seismogramm
Durch Seismografen (erschütterungsempfindliche Geräte) grafisch aufgezeichnete Abfolge von Erschütterungen eines Erdbebens.
Seitenerosion
Einschneidende Wirkung fliessenden Wassers nach der Seite.
Sinterbildung
Chemische Bildung von Karbonatgesteinen. Veränderungen in Druck und Temperatur führen zur Ausfällung von Kalziumkarbonat.
Sohlental
Talform, bei der die Erosion vorwiegend seitwärts wirkte.
Solfatare
Vulkanischer Gas-/Dampfausstoss; 90–300 °C heiss; reich an Schwefelwasserstoff.
Stoffgruppen
Gruppen von Mineralien
Es sind dies die:
Silikate (Verbindungen von Sauerstoff und Silizium)
Oxide (Verbindungen zwischen Sauerstoff und einem Metall)
Halogenide (Verbindungen zwischen Metallen und Nichtmetallen)
Karbonate (Verbindungen von Kalzium und Magnesium mit Kohlenstoff)
Sulfide und Sulfate (basierend auf dem Element Schwefel).
Subduktionszone
Absinken einer ozeanischen Platte aufgrund ihres Eigengewichts in den Erdmantel beim Zusammenstoss mit einer anderen ozeanischen oder einer kontinentalen Platte (destruktive Plattengrenze – konvergente Plattengrenze).
Synklinale
Falte mit nach oben geöffneten Schenkeln. Wird nur in Zusammenhang mit der Altersfolge der betroffenen Gesteine verwendet; junge Gesteine im Kern, alte Gesteine am Rand der Falte.
Tafelland
Landschaft aus horizontal übereinandergelagerten, ungestörten Gesteinsschichten aufgebaut, durch exogene Kräfte (Erosion) zerschnitten.
Tethys
Durch das Auseinanderbrechen des Grosskontinents Pangäa entstandener Ozean zwischen den Nordkontinenten (Nordamerika, Europa und Asien) und den Südkontinenten (Südamerika, Afrika, Australien, Antarktika, Arabien und Indien).