Genetik

Die wichtigsten Grundbegriffe (2) - 2. Semester Molekularbiologie (Prof. Fröhlich) Skript 2/7

Die wichtigsten Grundbegriffe (2) - 2. Semester Molekularbiologie (Prof. Fröhlich) Skript 2/7


S. S.
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Genetik auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln die Replikation von DNA, die Rolle von Polymerasen und Enzymen wie der DNA-Ligase, sowie Prozesse wie die Mitose und die Reparatur von DNA-Schäden. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Biologie, die sich mit den molekularen Grundlagen der Genetik vertraut machen möchten, und bieten detaillierte Einblicke in die Mechanismen der DNA-Verdopplung und Zellteilung.
Flashcards
50
Students
3
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
01.06.2014 / 13.01.2019

Flashcards

Heterochromatin

dicht gepackt, wird spät repliziert (hängt aber auch immer vom Zelltyp ab)

3'-5'-Exonukleaseaktivität

Fehlerkorrektur der DNA-Polymerase (Backspacetaste) - so von 10-4 auf 10-6 Wären dann aber immer noch 8 nach jeder Verdopplung bei E.coli und 5500(!) beim Menschen. Deshalb gibt es weitere Fehlerkorrekturen (Enzyme die abtasten).(10-7) Und es wird der alte original-Strang methyliert um diesen zu erkennen und nicht den falschen zu 'reparieren'.

DNA-Schädigung durch UV

Es bilden sich Thymindimere Werden durch Enzyme, die dazu Licht benötigen (fotoreaktivierend), repariert oder ohne Licht mittels Excisionsreparatur (Endonuclease II (aufschneiden), DNA-Polymerase I (abbauen und Lücke füllen) und DNA-Ligase (schließt Strangbruch))

RecA (bei E.coli)
(Rad51 beim Menschen)

Rekombinationsreparatur
wenn zB bei Replikation der DNA ein Thymin-Dimer -> DNA-Polymerase springt drüber
es bleibt eine Lücke, bzw. der Knick wegen dem Dimer
RecA kann großen Bereich abtasten und sogar gleichzeitig (bereits replizierten) benachbarten Doppelstrang nach homologen Bereichen absuchen (hat Gedächtnis!)
schneidet passenden Gegenstrang (ohne Thymindimer zu lösen - Knick bleibt, wird später repariert) vom anderen Doppelstrang raus und gibt ihn in die Lücke!
Dieser Prozess wird branch migration (zu deutsch ‚Zweigübertragung‘) genannt.
Jetzt hat der ursprünglich fertige Doppelstrang eine Lücke - welche aber durch Polymerase I geschlossen werden kann (hat ja intakten Gegenstrang)

SOS-Reparatursystem

Das Korrekturlesen der DNA-Polymerasen wird ausgeschaltet error prone repair = zu Fehlern neigende Reparatur

Mitose

Gleichmäßige Verteilung der Chromosomensatzes, die der Teilung der Zelle vorausgeht. Mitose = Faden.
Vorgang der Zellkernteilung.
Im Anschluss an die Kernteilung erfolgt meistens die Teilung des Zellleibs (Zytokinese). Mitose und Zytokinese werden auch als M-Phase (Mitose-Phase) zusammengefasst. Mit den jeweils zwischen zwei M-Phasen liegenden Interphasen bilden sie den Zellzyklus, falls mehrere Zellteilungen nacheinander erfolgen.

Centrosom Zentrosom (Zentralkörperchen)

Ist ein Zellorganell das der Ausbildung der Verteilungsmaschinerie dient (Mitosespindel etc - Mikrotuboli-organisierende Zentren) Es liegt außerhalb des Zellkerns Aus 1 Centrosomen-Punkt werden 2, welche auseinanderwandern, verbunden durch Bündel aus Mikrotubuli (in der Prophase)

Interphase (immer wenn gerade keine Teilung, also 90% der Zeit)

Ist eine Phase des Zellzyklus bei eukaryotischen Zellen. Es gibt 3 Phasen:
G1 - direkt nach Zellteilung, Wachstum, Bildung von Organellen
(G0 - evtl. eine Ruhephase, kann aber auch Endzustand sein (Nervenzellen))
S - Replikation der Chromatiden und des Zentrosoms (bzw. DNA-Doppelstrang)
G2 - Kontrolle ob Chromatiden Replikation in Ordnung war und Wachstum um sich auf Mitose vorzubereiten (Replikation ist aber noch nicht abgeschlossen!)

Phasen der Mitose

Prophase - DNA Kondensation, Chromosome werden sichtbar
Prometaphase - Auflösen der Kernhülle, Vervollständigung des Spindelapparates
Metaphase - Chromosome in die Äquatorialebene und Wanderung zu den Polen
Anaphase - weitere Trennung (I) und zusätzliche Abstoßung der Pole (II)
Telophase - Chromosome haben Pole erreicht, Kinetochorfasern depolymerisieren, Kernhülle und Nukleoli werden wieder gebildet, Spindelapparat löst sich auf, Chromosomen dekondensieren wieder, Polfasern verlängern sich noch auf maximalen Abstand - danach meistens Cytokinese = Zellteilung (zählt dann aber nicht mehr zur Mitose)

geschlossene, offene Mitose

Bei Pilzen (zB Hefen) geschlossene = Kernhülle löst sich nicht auf (elegantere Lösung) Hier heißen die Zentrosomen Spindelpolkörper und sind in Kernmembran drinnen

Study