Funktionssteuerung
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Flashcards
Was versteht man unter "Protokolleffizienz"? (09.02)
- Verhältnis von Nutzdaten zu Gesamtdaten bei der seriellen Datenübertragung, z.B. in Feldbussen
Was ist ein RS-FlipFlop, wie funktioniert es? (05.17-05.27)
- was: sequentielles Netzwerk mit 2 Eingängen (S,R) sowie 1 Ausgang (Q) mit 2 stabilen Zuständen
- Funktion:
- S=1, R=0\(\rightarrow\)Q=1, Ausgang wird gesetzt
- S=0, R=1\(\rightarrow\)Q=0, Ausgang wird rückgesetzt
- S=0, R=0 Ausgang bleibt unverändert
- S=1, R=1 Verhalten abhängig von technischer Realisierung (unbestimmt bzw. S- oder R-dominant)
In welchen Schritten erfolgt der Entwurf eines kombinatorischen Netzwerkes? (05.08)
- Erfassung des Problems in einer Wahrscheinligkeitstabelle
- Aufstellung der Funktionsgleichung (konjunktive/disjunktive Normalform)
- Vereinfachung (Minimierung) der Funktion durch Umformung mit Hilfe booleschen Algebra
- Schaltungstechnische Realisierung
Was ist bei SERCOS der Service-Kanal und wozu dient und wie funktioniert er? (09.26)
- Service-Kanal:
- zusätzliches Datenfeld von 2-8 Byte innerhalb der festen Struktur jedes zyklischen ATs und MDTs - Wozu:
- Übertragung nichtzyklischer Daten zwischen Antrieben und Steuerunge (z.B. Diagnose, Parameter) - Wie:
- Unterteilung der Daten in mehrere kleine Pakete bei Sender
- Übertragung in mehreren aufeinanderfolgenden Zyklen
- Zusammensetzung der Einzelpakete beim Empfänger
Nennen Sie Beispiele für typische Sicherheitsfunktionen! (10.02)
- NOTAUS
- Abschalten überhitzter Geräte (z.B. Motoren)
- Überwachung gefährlicher Bewegungen
- Zugangsüberwachung
- Zugangskontrolle
- sicheres Einrichten
Was ist und wie funktioniert eine Kontaktsteuerung? (06.*)
- Was:
- schaltungstechnische Verknüpfung von elektrischen Bauteilen
- Eingangssignale: Schalter, Taster, Relaiskontakte, etc.
- Ausgangssignale: Relais, Schütze, Lampen, etc.
- Zeitgleider: über LC- bzw. RC-Glieder - Funktion:
- Programm- und Informationsspeicherung wird realisiert über die schaltungstechnische Verknüpfung
- mehrere parallele Stromzweige ("Netzwerke")
- alle Verknüpfungen werden gleichzeitig (parallel) verarbeitet
Nennen Sie Aussagen, die durch formale Prüfung zum Verhalten von Petrinetzen gewonnen werden können und erläutern Sie diese kurz! (07.32)
- Konflikte: mehrdeutige Schaltsituationen (Widersprüche in Sezifikatione oder Implementierung)
- Sicherheit: max. Markenanzahl pro Platz ist garantiert (keine Überlagerungen, Überläufe, Kollisionen)
- Verklemmung: in bestimmten Markierungen kann keine Transition mehr schalten (Prozess hängt)
- Lebendigkeit: keine Verklemmungen möglich
- instabile Markierung: Iteration können in Endloszyklen enden (Prozess hängt)
- Erreichbarkeit: alle Plätze sind durch geeignete Ansteuerung aktivierbar (erreichbar)
Was ist ein Feldbus?
Nennen Sie Motive für den Einsatz von Feldbussen! (09.02)
- Feldbus: Kommunikationssystem zur Datenübertragung in Automatisierungs- und Steuerungssystemen
- Motivation:
- Reduzierung Verkabelungsaufwand
- Reduzierung Kabelgewicht
- serielle Verdrahtung
- dezentrale E/A und Verarbeitung
- digitale und störungsarme Datenübertragung
- Diagnosefähigkeit
- ebenenübergreifende Kommunikation
Ist es möglich, das Verhalten eines zu steuernden Systems vollständig (d.h. exakt) zu modellieren? Begründen Sie Ihre Antwot! (2.09, 2.20)
- Nein!
- Begründung:
- reales physisches Objekt enthält unendlich viele Informationen
- reales physisches Objekt ändert sich ständig über der Zeit
- Modellierung erfordert die gezielte Auswahl und Verdichtung der relevanten Informationen - stochastisches Verhalten ist prinzipiell nur mit Unsicherheiten (Streuungen) modellierbar
- prinzipielle, technische und wirtschaftliche Grenzen bedingen immer einen Modellfehler
Was bedeutet Nebenläufigkeit und wobei ist sie relevant? (07.26)
- mehrere Transitionen in einem Petrinetz können unabhängig voneinander schalten
- relevant bei unabhängig voneinander (zeitlich parallel) ablaufenden (Teil-)Prozessen
Wozu dient ein Zustandsgraph und aus welchen Grundelementen besteht er? (07.03)
- Wozu: abstrakte Beschreibung (Abbildung) von relevanten Zustände, möglichen Zustandsübergängen sowie zustandsabhängigen Reaktionen eines Systems
- Grundelemente:
- endliche Anzahl von (diskreten) Zuständen (davon 1 Anfangs-/Initialisierungszustand)
- endliche Anzahl von Transitionen (Zustandsübergänge)
- endliche Anzahl von Aktionen
Nennen Sie die Gründe für die Entwicklung und Implemetierung von Sicherheitsfunktionen! (10.02)
- Schutz von Gesundheit und Leben der Beschäftigten
- Schutz der Umwelt
- Schutz von Gütern
Wie verläuft die zyklische Kommunikation bei SERCOS? (09.24)
- Master sendet am Zyklusanfang ein MST \(\rightarrow\)Teilnehmer synchronisieren ihre interne Uhr auf MST
- Antriebe senden nacheinander ihre AT mit den Istwerten im zugewiesenen Zeitfenster
- Master sendet ein MDT
Wozu dienen ein Löschkondensator bzw. eine Löschdiode? (06.05)
- Zusatzbeschaltung an Relais zur Reduzierung der Spannungsspitze infolge von Gegeninduktion beim Abschalten der Relaisspule
- Vermeidung der Schädigung/Zerstörung der schaltenden Kontakte durch Lichtbögen
Nennen Sie Beispiele für industrille Feldbussysteme! (09.09)
- AS Interface
- CAN-Bus
- Interbus-S
- Profibus
- EtherCat
- SERCOS
Was ist ein Summenrahmentelegramm (SRT), welche Vorteile bietet es, unter welcher Vorausstzung ist es einsetzbar, welche Feldbusse nutzen es? (09.11)
- Was:
- einzelnes, vom Master über die Busleitung gesendetes Telegramm
- durchläuft alle Teilnehmer und wird schließlich wieder vom Master empfangen
- jeder Teilnehmer kann lesen/schreibend auf zuvor vereinbarte Telegramminhalte zugreifen - Vorteile:
- keine Buskollision möglich
- hohe Protokolleffizienz
- kurze Zykluszeiten möglcih - Voraussetzung:
- Kommunikation muss in Ringstruktur erfolgen - Feldbusse mit SRT:
- Interbus-S
- EtherCAT
welche Prinzipien der Buszuteilung und Kollisionbehandlung werden bei Feldbussen eingsetzt? (09.07)
- Buszuteilung:
- Master/Slave
- CSMA - Kollisionbehandlung:
- Token-Passing
- CSMA/CA (bei CAN)
- CSMA/CD (bei Ethernet)
Welche Aspekte werden bei einer Risikobeurteilung berücksichtigt? (10.05)
- S - schwere der Verletzung
- F - Häufigkeit/Dauer der Gefährdung
- P - Möglichkeit zur Gefährdungsvermeidung bzw. Schadensbegrenzung
Wodurch unterscheidet sich ein Relais von einem Schütz? (06.02)
- Relais:
- geringe Schaltleistung, meist für Gleichspannung ausgelegt
- Klappanker
- einfach unterbrechende Schaltglieder - Schütz:
- hohe Schaltleistung, auch für Wechselspannung ausgelegt
- Zuganker
- doppelt unterbrechende Schaltglieder
Nennen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einer Kontaktsteuerung und einer SPS! (06.*)
- Gemeinsamkeiten:
- Verknüpfungssteuerung
- alle Verknüpfungen sind gleichzeitig aktiv - Unterschiede:
- Kontaktsteuerung: elektromechanisch realisiert, parallele Verarbeitung aller Verknüpfungen
- SPS: als Software realisiert, quasiarallele Abarbeitung aller Verknüpfungen in sequentiellen Zyklen
Nennen Sie Beispiele, womit Daten bzw. Programme in mechanischen Steuerungen gespeichert werden! (04.02-04.08)
- Kurven
- Trommeln
- Anschläge
- Nocken
- Getriebe
- Lochkarten
Nenne Sie die Schaltregeln für ein Petrinetz! (07.22)
- Alle Vorplätze einer Transition sind markiert
- Alle Nachplätze einer Transition sind unmarkiert
- die Schaltbedingungen der Transition sind erfüllt
- Eine der Transition zugeordnete Zeitbedingung (Mindestmarkierungsdauer eines Vorplatzes) ist erfüllt