FS 14. Phytomedizin

UI 12 Phytomedizin Wädenswil

UI 12 Phytomedizin Wädenswil


A. R.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Phytomedizin, mit Fokus auf Schädlinge wie den Maiswurzelbohrer und Blattläuse, sowie deren Bekämpfung und Lebenszyklen. Sie decken auch Themen wie Pflanzenpathogene, Nematoden und mikrobiellen Schädlingsbekämpfung ab. Ideal für Studierende der Naturkunde, die sich mit Pflanzenschutz und Pathologie vertiefen möchten.
Cartes-fiches
60
Utilisateurs
8
Langue
Allemand
Catégorie
Histoire naturelle
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
04.08.2014 / 22.05.2025

Cartes-fiches

Ordnung Dorylaimida

  • ca. 200 phytophage Arten,
  • sehr langer Mundstachel  
  • ausschliesslich ektoparasitisch

Longidorus spp., polyphag v.a. an Erdbeere, Zuckerrübe, Gemüse, Obstbäumen
Xiphinema spp., polyphag an Weinrebe, Rose, Feige. 


Beide Gattungen sind Überträger von Nepo-Viren! 

Ordnung Triplonchida

Trichodorus, Paratrichodorus spp., Überträger von Tobacco Rattle Virus, Kartoffeln, Zierpflanzen, Obstgehölze etc.

Ordnung: Tylenchida 
Unterordnung: Tylenchina 

ekto- oder endoparasitisch, Weibchen können sedentär (sesshaft) sein 
• hohler Mundstachel zum Aufsaugen der Nahrung.
• typischer Mittelbulbus

Anatomie

.

Ordnung: Tylenchida 
Unterordnung: Tylenchina

Familie: Heteroderidae (Sedentäre Zystennematoden)

Heterodera schachtii --> Zyklus kennen 

  • gefährlichste Nematodengruppe,
  • 4 Larvenstadien
  • L2 dringt in die Wurzel bis zum Zentralzylinder ein,
  • Induktion eines Nährzellensystems (Syncytium),
  • Begattung: Bildung von Zyste mit Eiern. Eier können innerhalb der Zyste mehrere Jahre überleben.

Gattung Heterodera

  • meistens stark auf wenige Futterpflanzen spezialisiert.
  • Wenn die richtige Folgefrucht gewählt wird verhungern sie, sofern nicht noch Unkrautpflanzen das Überleben sichern.
  • Zysten können durch Wind, Wasser, und in kleinen Erdklümpchen und Wurzelstückchen verteilt werden

Ordnung: Tylenchida 
Unterordnung: Tylenchina 

Familie:  Meloidogynidae

  • Entwicklung ähnlich Heterodera, aber zusätzlich zu Nährzellen werden auch Gallen induziert,
  • Weibchen bilden meist parthenogenetisch Eiersack (gelatinös) in Galle oder ausserhalb d. Wurzel, dort Eiablage 

Ordnung: Tylenchida 
Unterordnung: Tylenchina 


Pratylenchidae Läsionsnematoden

 

kommt weltweit vor und ist extrem polyphag
• führ oftmals zu stark vermindertem Wuchs der Pflanzen ohne dass diese andere 
Symptome zeigen.
• Wandernder Endoparasit, hauptsächlich in den Wurzeln zu finden

Ordnung: Tylenchida 
Unterordnung: Tylenchina 

Tylenchulidae

 

Wandernde Extoparasiten, bleibt wurmförmig
• saugen an äusseren Wurzelzellen 
• Problem nur bei sehr hoher Population
• führt zu „Bartwuchs“ bei den befallenen Pflanzen.

Ordnung: Tylenchida 
Unterordnung: Tylenchina 

Anguinidae Stock und Stengel- Nematoden

extrem robuste Nematoden die überirdische Pflanzenteile parasitieren
• Dauerlarven (L4) können mehrere Jahre lang ohne Nahrungsaufnahme  überleben. (Anabiose)

Ordnung: Tylenchida 
Unterordnung: Tylenchina 

Ditylenchus dipsaci

  •  Stock- oder Stengelälchen an Getreide, Tabak, Rübenkopfälchen 
  • Eindringen in Wurzel oder untere Sprossbereiche, interzelluläre Ausbreitung nach oben, 
  • Nekrosen und Gewebezersetzung 

 

Ordnung: Tylenchida 
Unterordnung: Tylenchina 

Ditylenchus destructor Kartoffelkrätzeälchen

 

Anguina tritici, Weizenälchen, Blütenparasit, wandelt durch Saugen Samenanlagen in 
“Radekörner” um, Befall vom Boden, Aufstieg in Blattachseln mit dem Schossen 

Unterordnung: Aphelenchina 
Familie: Aphelenchoididae - Blattnematoden

  •  verursachen typische Flecken auf Blättern oder aber können auch die junge Triebe  zerstören.
  • können sich auch auf Pilzen fortpflanzen
  • überwintern in den ruhenden Trieben der Pflanzen
  • Semi - Endoparasitisch (fressen hauptsächlich auf der Gewebeoberfläche). 
  • Aphelenchoiden dringen durch die Stomata in das Blatt ein sofern ein dünner Wasserfilm  (z.B. nach Regen) vorhanden ist.
  • Diese Nematoden können sich auch während Regnerischen Tagen oder bei hohe Luftfeuchtigkeit am besten verbreiten

Unterordnung: Aphelenchina 
Familie: Aphelenchoididae

Bursaphelenchus xylophilus (Kiefersplintholznematode):

Kann innerhalb weniger Monaten einen Baum abtöten
• Vernichtet bei günstigen Bedingungen (warme und lange Sommer) ganze Wäder (va. 
Lärchen, Kiefern)
• Kann innerhalb 5-10 Tage eine Generation durchlaufen
• Quarantäne-Schaderreger

Schwierigkeiten bei der Bekämpfung von Nematoden

Nematoden leben im Boden
• keine Nahrungsaufnahme im Boden 
• kein Blut- und Atmungssystem
• breites Wirtspflanzenspektrum
• hohe Vermehrungsrate
• Bildung von Überdauerungsstadien 
• teils sehr geringe Schadschwellen
• unregelmässige Verteilung im Boden

Bekämpfung/Vorbeugung:

  • Fruchtfolge
  • Biologische Bekämpfung (Bakterien z.B. Pasteuria penetrans, Pilze z.B Arthrobotrys conoides)
  • Gesundes Saat- und Pflanzgut verwenden
  • Einschleppung verhindern
  • Gute Unkrautbekämpfung
  • Nutzung resistenter Nutzpflanzen (Kartoffelsorten, Ölrettich) 
  • Anbau von Feindpflanzen (Tagetes veranlasst Zystenschlupf ohne Wirt zu sein)
  • Bodendämpfung/Warmwasserbehandlung/Solarisation (Bodenabdeckung mit Folie)
  • Nematizide kaum noch in Gebrauch (Methylbromid bis 1990 zugelassen, weltweit noch 80% des Nematizid-Marktes) 

Chlorose und Nekrose

Die Chlorose geht in der Regel mit einer charakteristischen Gelbfärbung der Blätter und oft bis zu verbrennungsartigen Blattschädigungen einher und kann zur Nekrose (Absterben des Blattgewebes) führen

Chlorose und Nekrose

Die Chlorose geht in der Regel mit einer charakteristischen Gelbfärbung der Blätter und oft bis zu verbrennungsartigen Blattschädigungen einher und kann zur Nekrose (Absterben des Blattgewebes) führen

Ordnung

Art

Coleoptera

Diabrotica virgifera virgifera

Westlicher Maiswurzelbohrer

Ordnung

Art

Coleoptera

Diabrotica virgifera virgifera

Westlicher Maiswurzelbohrer

Ordnung

Art

Coleoptera

Diabrotica virgifera virgifera

Westlicher Maiswurzelbohrer

Ordnung

Art

Coleoptera

Diabrotica virgifera virgifera

Westlicher Maiswurzelbohrer

Ordnung

Art

Coleoptera

Diabrotica virgifera virgifera

Westlicher Maiswurzelbohrer

Ordnung

Art

Coleoptera

Diabrotica virgifera virgifera

Westlicher Maiswurzelbohrer

Ordnung

Art

 

Coleoptera (Käfer)

Diabrotica virgifera virgifera

Westlicher Maiswurzelbohrer

  • Frisst die Wurzeln im Larvenstadium an
  • der Käfer frisst die kleinen Maiskolben
  • Fressen Narbenfäden --> ensteht kein Maiskorn
  • überdauern in den Stoppeln --> Stoppelbearbeitung wichtig

Vorbeugung

Pflanzenstärkenden Massnahmen 

Ordnung

Art

Dickmaulrüssler

Coleoptera

Otiorhynchus sulcatus

  • Eier 3-4 Wochen im Boden
  • Schlüpfen über den ganzen Sommer
  • Larven fressen die Wurzeln
  • 6 Larvenstadien
  • überwintern als Präpuppen

Mikrobielle Schädlingsbekämpfung

 

Durch Nematoden die Bakterien frei setzen welche die Insekten töten

Richtige Anwendung: Verträgt kein Sonnnenlicht, Trockenheit, Kälte

200'000 - 300'000 Nemathoden pro 1m2

Nemathoden folgen dem CO2 gradienten -Wurzeln oder Insekten

Zweiflügler

Diptera

  • nur ein Flügelpaar, das zweite zu Schwingkölben ausgebildet 
  • Kopf gut beweglich
  • Larven bainlos und ohne Kopfpaseln
  • Mumienpuppen oder Tönchenpuppen 
  • Im Adulten Stadium überträger von Viren

Larven verursachen den grossen Schaden

  •  

Beispiel Diptera

Sattelmücke

Larven saugen an Stengel von Weizen und Quecken 

erzeugen sattelförmige Gallen 

?

Möhrenfliege

Psila rosa

Ordnung Diptera

Adulte Fliegen: 4-5 mm schwarzer Thorax und Abdomen, gelbe Beine, dunkle Tarsen

Ei: sehr klein 0.5 mm, einzel oder in gruppen im Boden

Larve: 6 - 7 mm glänzend 

puppe; Tönchenpuppe 

 

Wirtspflanze von Möhrenfliegen

Schaden

Lebenszyklus

Wilde und Kulturkarotten, Sellerie

Monitoring durch Gelbe, orange Fallen

Schadensschwelle liegt bei einer Fleige pro Tag

Benötig hohe Luftfeuchtigkeit

 

Durch die gänge gelanegn vielfach Bakterien oder Pilze in das Gemüse 

 

Lebenszyklus der Mörenfliege

Psila Rosa

 

Vorbeugungsmassnahmen gegen die Möhrenfliege 

Psila Rosa 

  • Fruchtfolge
  • Produktionsfelder Selektionieren, aussetzen durch Wind
  • Keine Gülle für die Felder benutzen
  • Saatmenge dosieren
  • Saatzeitpunkt früh wählen, grosse Karotten sind robuster
  • Kulturen mit Netze schützen
  • Produktion in Tunnels 
  • spät säen für Lagerkarotten

Chemische Bekämpfung

  • Streuuung von Granulat vor der Saat ( sind lange im  Boden)
  • Spritzunen nach dem Auflaufen

Unterklasse Pterygota

Hemimetabola (unvollständige Verwandlung nicht wie bei den Schmetterlingen)

Unterordnung: Homoptera

Blattflöhe, Zykaden

.

Lateinischer Name

Vorkommen 

Wirtspflanzen

Grüne Grunkeblattlaus 

Aphis gossypii

  • Weltweit vorkommend, in Afrika einer der wcihtigsten Schädlinge, in Noreuropa könne sie nur in Gewächshäuser überleben
  • Befall von Gurken, Tomaten, Auberginen, Melonen, Paprika
  • Vektor von über 50 Pflanzenkrankheiten

Lateinischer Name

Vorkommen

Wirtspflanzen

 

Aulacorthum solani

Grünfleckige Kartoffelblattlaus

  • Gut erkennbar an den auffälligen dunklelgrünen Flecken
  • Dunkel gebänderte Antennen
  • Antennen länger als der Körper

Weit verbrietet in den temperaten Klimazonen 

auf Paprika, Chrysantemum, Tomaten, Auberginen, aber auch Salate und Bohnen 

Lateinischer Name

Aussehen

Wirtspflanzen

Macrosiphum euphorbiae

Grünstreifige Kartoffelblattlaus

  • Frabe von Hellgrün bis Rosa, oftmals dunkler Mittelstreifen auf dem Abdomen, sehr lange Flügel und Röhrenforsätze
  • über 200 Wirtspflanzen Tomaten, Auberginen und Paprika
  • überträgt mehr als 50 verschiedene Pflanzenviren, weniger effizient wie Myzus persicae 

Lateinischer Name

Vorkommen

Wirtspflanzen

 

Myzus persicae (Grüne Pfirsichblattlaus)

Farben: weisslich, gelblich, oder graugrün

Weltweit verbreitet

Hunderte Wirtspflanzen in über 40 Pflanzenfamilien

Wichtigster Virusvektor für Pflanzenviren weltweit

 

Nützline gegen BLattläuse

  1. Schwebfliegen
  2. Florfliegen
  3. Marienkäfer
  4. Räuberische Gallmücke (platziert ihre eier in die Blattlaus, sehr effizient, wird industriell gezüchtet)

Schmeterlinge

Lepidoptera (Schuppenflügler)

Zünsler, Eulen, Wickler, Spinner, Spanner, Weisslinge, Motten 

  • viele arten Nachtaktiv, geruchlich orientiert, lichtsuchend
  • Partnerfindung mit Pheromonen des Weibchen --> Mutzung von Pheromonfallen und zur biotechnischen bekämpfung (Verwirrungstechnik) 

Étudier