Farbe: Frisurengestaltung; Farbveränderung
Farbe: Frisurengestaltung; Farbveränderung
Farbe: Frisurengestaltung; Farbveränderung
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Cartes-fiches
Welche Vorbereitungen treffen Sie, bevor Sie mit der Blondierung beginnen?
- Farbwunsch, Haar-/Kopfhautzustand abklären
- Anzahl der Aufhellungsstufen bestimmen
- Blondierbrei erst vor dem Gebrauch mischen
- Hände mit Handschuhen schützen
- Haarkonturen mit Schutzcreme behandeln Haare (feines Haar) sollten nicht chemisch vorbehandelt sein
- Haare 24h vorher nicht waschen
Die Menge der Verstärker in Blondiermitteln ist nicht genau angegeben. Je mehr Sauerstoff abgespaltet wird, umso …
- Höher ist der Oxidationswert
- Stärker ist die Aufhellung
- Grösser ist die Reaktionswärme
Wovon ist das Eindringen der Fertigfarbstoffe abhängig?
- Von der Porosität der Schuppenschicht
- Von der Grösse der Farbmoleküle
- Vom Ladungszustand (+)
Erklären Sie den chemischen Vorgang bei einer oxidativen Färbung.
Bitte erarbeiten Sie individuell Ihre Lösung.
Eine Blondierung braucht Zeit und Geduld. Nennen Sie Vorteile einer langsamen, sanften Blondierung.
- Kopfhaut und Haarstruktur werden geschont.
- Durch den länger dauernden Aufhellungsprozess werden die Phäomelanine besser abgebaut, das Blondier Resultat wird gleichmässiger.
- Der Aufhellungsprozess lässt sich besser kontrollieren.
Welche Diagnosepunkte überprüft eine Fachperson, bevor sie eine Blondierung ausübt?
- Die Ausgangsfarbe (Naturfarbton mit Farbrichtung, Farbtiefe)
- Die Zielfarbe
- Die Haarstruktur (wenig bis stark porös, chemisch vorbehandelt)
- Den Durchmesser (fein, mittel, dick) Voll- oder Ansatzblondierung
- Die Kopfhaut (unauffällig, empfindlich, verletzt, allergisch)
Eine zu starke Quellung des Haares wirkt sich negativ auf die Haarstruktur aus. Was wird verändert?
- Doppelschwefelbrücken werden angegriffen = Das Haar verliert an Substanz
- Sprungkraft und Reissfestigkeit gehen verloren
Wann eignet sich eine Hellerfärbung?
- Bei Naturfarben von Dunkelblond und helleren Farben
- Wenn der Kundenwunsch drei bis vier Farbtiefen heller ist als die Naturfarbe
Nennen Sie Vorschriften im Umgang mit H2O2- Präparaten.
- Getrennt von ammoniakhaltigen Produkten und Katalysatoren lagern.
- Vor Licht schützen, kühl lagern.
- Flaschen gut verschliessen.
- Erst unmittelbar vor Gebrauch mit einem Präparat mischen.
- Hände und Kopfhaut schützen Maximal zulässige Konzentrationen (12% im Blondier Brei) nicht überschreiten.
Warum wird das Hellerfärben dem Blondieren vorgezogen?
- Schonender für Haar und Kopfhaut (da weniger Pigmente abgebaut werden)
- Genauere Farbwahl
Wodurch wird der Farbtyp einer Kundin bestimmt?
- Die natürliche Haarfarbe
- Die Augenfarbe
- Die Augenbrauenfarbe
- Den natürlichen Hautton
Unterscheiden Sie die vier Farbtypen.
Frühlingstyp = warme und helle Farben
Herbsttyp = warme und dunkle Farben
Sommertyp = kalte und helle Farben
Wintertyp = kalte und dunkle Farben
Welche Faktoren bestimmen beim Blondieren die Aufhellungsstufen?
- Ausgangsfarbe
- Stärke des Blondiermittels
- Konzentration des Wasserstoffperoxids
- Umgebungswärme
- Einwirkungszeit
Welche Resultate können Sie mit temporären Farbveränderungen erreichen?
- Eine Haarfarbe in ihrer Farbrichtung und in der Farbtiefe auffrischen.
- Eine zu lebhafte Nuance abschwächen.
- Bei blondierten Haaren die Farbe ausgleichen.
- Eine verwaschene Färbung schonend ausgleichen. Kann weiss meliertes Haar (Weissanteil bis ca. 20%) abdecken.
- Der Naturhaarfarbe Glanz geben
Welche Faktoren sind bei der Farbabsprache und Haarbeurteilung wichtig?
- Ausgangsfarbe
- Weissanteil
- Erst- oder Ansatzfärbung
- Zielfarbe
- Haarstärke
- Haarstruktur
- Kopfhautzustand
Wodurch kommt es bei temporären Tönungsmitteln zu einer Farbveränderung?
- Direktziehende Farbstoffe haften am Haar über Adhäsionskräfte / elektrostatische Wechselwirkung.
- Die direktziehenden Farbstoffe lagern sich an die Schuppenschicht (Cuticula). Bei porösem Haar können sie bis in die Faserschicht (Cortex) eindringen.
Weshalb ist die Haarstärke bei der Farbewahl wichtig?
Farbkarten sind auf mittlere Haarstärken abgestimmt.
Welche Massnahmen treffen Sie, um bei dicken, mittleren oder feinen Haaren ein optimales Resultat zu erzielen?
Dickes Haar (0.12 mm):
- Die Farbe muss eine halbe Farbtiefe dunkler gewählt werden als die Zielfarbe.
Mittleres Haar (0.06 mm):
- Die Farbtiefe und die Farbrichtung können von der Farbkarte übernommen werden.
Feines Haar (0.04 mm):
- Die Farbe muss eine halbe Farbtiefe heller gewählt werden als die Zielfarbe.
Wann empfehlen Sie eine Blondierung?
- Wenn die Zielfarbe mindestens drei Farbtiefen heller ist als die Ausgangsfarbe.
- Wenn die Naturfarbe im Braunbereich bis Schwarz liegt.
- Wenn gefärbtes Haar aufgehellt werden soll.
Nennen Sie Unterschiede zwischen einem oxidativen (alkalischen) und einem reduktiven (sauren) Farbabzug.
Oxidativer Abzug:
- Oxidativer Vorgang, wie das Blondieren Natürliche und künstliche (oxidative) Farbstoffe werden aufgehellt
Reduktiver Abzug:
- Entfernt nur neugebildete künstliche Oxidationsfarbstoffe (leichte Farbkorrekturen)
Erklären Sie den Bondiervorgang im Haar.
- Alkalisierungsmittel neutralisieren die Stabilisierungssäure des H2O2. Dieser Vorgang setzt aktiven atomaren Sauerstoff frei. Alkalien öffnen die Schuppenschicht und quellen das Haar auf.
- Aktivsauerstoff dringt in die Faserschicht ein. Das Melanin wird oxidiert und wird dadurch aufgehellt. Die Verstärker im Blondiermittel spalten zusätzlich Sauerstoff ab und unterstützen so den Aufhellungsvorgang.
Weshalb ist bei einer Blondierung oder einer oxidativen Haarfarbveränderungen eine Nachbehandlung erforderlich?
- Verbleibende Alkalien müssen neutralisiert und die Struktur des Haares muss verbessert werden.
- Pflegemittel sind notwendig, um die Schuppenschicht zu schliessen und dem Haar Glanz und Sprungkraft zurückzugeben.
Weshalb sollte mit schwächeren Blondiermitteln und niedriger Wasserstoffperoxid-Konzentration gearbeitet werden?
- Kopfhaut und Haarstruktur werden geschont .
- Durch den länger dauernden Aufhellungsprozess werden die Phäomelanine besser abgebaut.
Welche Gefahren bestehen beim Blondieren mit zusätzlicher Wärme?
- Vermehrte Haut- und Haarschädigung.
- Bei Wärmezufuhr kann die Wirkung zu schnell und unkontrolliert eintreten.
Um das gewünschte Farbergebnis zu erzielen, führen Sie vor einer oxidativen Färbung eine Haardiagnose durch. Nennen Sie die Diagnosepunkte.
- Ausgangsfarbe (Farbrichtung und Farbtiefe)
- Zielfarbe
- Haarstruktur (wenig bis stark porös, chemisch vorbehandelt)
- Durchmesser (fein, mittel, dick)
- Weissanteil
- Erst- oder Ansatzfärbung
- Kopfhautzustand (unauffällig, empfindlich, verletzt, allergisch)
Welche Kundenwünsche kann die oxidative Haarfärbung erfüllen?
- Weisse Haare dauerhaft und zu 100% deckend färben.
- Eine transparente Wirkung der Haarfarbe erzielen.
- Eine hellere Haarfarbe dunkler machen.
- Das blonde Haar heller machen und nuancieren.
- Die Haarfarbe auffrischen und die Haarstruktur griffiger machen.
Wann eignet sich eine Hellerfärbung nicht?
- Bei schwarzen, naturbraunen oder rötlichen Haaren.
- Bei bereits gefärbten Haaren ist eine Hellerfärbung nicht möglich.
Frau Herger hat sehr dicke, glasige Haare. Die Deckkraft der weissen Haare ist ungenügend. Wie gehen Sie vor, um ein befriedigendes Resultat zu erhalten?
Borstenmischung:
- Die Farbcreme wird im Verhältnis 2:1 mit H2O2 gemischt. Damit das Farbergebnis nicht zu dunkel ausfällt, muss eine Farbtiefe heller gewählt werden als die Zielfarbe.
- Die Konzentration des H2O2 wird um eine Stufe erhöht. Bei stark weissen Schläfen kann mit verdünnter Farbbasis grundiert werden (vorbeizen).
Weshalb wurde das Resultat mit dem neuen Mischverhältnis bei Frau Herger besser? Erklären Sie die Wirkungsweise.
Der grössere Farbabteil erhöht die Alkalität und die Konzentration der Farbpigmente im fertigen Farbbrei. Die Schuppenschicht wird geöffnet, die Wirkstoffe können eindringen.
Beschreiben Sie die Begriffe Farbtiefe und Farbrichtung.
Farbtiefe:
- Sagt aus, wie hell oder wie dunkel eine Haarfarbe ist; von Schwarz über Braun bis zu hellem Blond. In der Farbkarte erscheint die Farbtiefe in der Senkrechten.
Farbrichtung:
- Beschreibt den Farbreflex (Nuance, Modeton). In der Farbkarte erscheint die Farbrichtung in der Waagerechten.
Machen Sie Vorschläge, wie Sie eine Kundin für eine Haarfarbveränderung gewinnen können.
- Weisse Haare abdecken
- Eine hellere / dunklere Haarfarbe erhalten
- Nuancen beleben oder abschwächen
- Mehr Glanz oder mehr Griffigkeit erhalten
- Modische Akzentuierung der Naturhaarfarbe
- Gelbstich im Haar neutralisieren
Unterscheiden Sie zwischen hohen, tiefen oder mittleren H2O2-Konzentrationen bei einer Ton-in-Ton, einer Dunkler- oder Hellerfärbung.
Dunkler Färbung:
- tiefe H2O2-Konzentration (3-4%)
Ton-in-Ton:
- mittlere H2O2-Konzentration (6%)
Heller Färbung:
- hohe bis sehr hohe H2O2-Konzentration (9-12%)
Nennen Sie die Inhaltsstoffe einer Farbbasis.
Bitte erarbeiten Sie individuell eine Lösung
Nennen Sie Anwendungsregeln zum Mischen von Grundton und Nuancierton bei unterschiedlichem Weissanteil.
- 76-100% weisse Haare - 3/4 Grundton - 1/4 Nuancierung
- 51-75% weisse Haare - 1/2 Grundton - 1/2 Nuancierung
- 26-50% weisse Haare - 1/4 Grundton - 3/4 Nuancierung
- 00-25% weisse Haare - 0 Grundton - 1 Nuancierung
Beschreiben Sie die Aufgabe der Netzmittel bei einer oxidativen Färbung.
Die Netzmittel fördern die Anhangskraft (Adhäsion).
Erklären Sie die Aufgaben der Alkalisierungsmittel bei einer oxidativen Färbung.
- Das Alkalisierungsmittel öffnet die Schuppenschicht, quillt die Faserschicht.
- Alkalisierungsmittel neutralisieren die Stabilisierungssäure des H2O2. Atomarer Sauerstoff wird freigesetzt.
Beschreiben Sie die Aufgabe der Pufferstoffe bei einer oxidativen Färbung.
Die Pufferstoffe dosieren die Abspaltung des Sauerstoffs.
Erklären Sie die Aufgaben des abgespaltenen (atomaren) Sauerstoffs bei einer oxidativen Färbung.
- Der abgespaltene Sauerstoff oxidiert das Melanin im Haar = Naturhaarfarbe wird aufgehellt.
- Der aktive Sauerstoff verbindet die Oxidationsfarbstoffe (Entwickler, Kuppler) zu grossen, wasserunlöslichen Farbmolekülen. Wie die natürlichen Pigmente lagern sich die künstlichen Farbpigmente in den Faserstamm ein. Durch ihr Volumen werden sie durch eine Art „Käfig“ im Haar festgehalten.
Beschreiben Sie verschiedenen Strähnentechniken.
- Folientechnik: Strähnen werden mit einem Stielkamm herausgewoben (wird am häufigsten verwendet).
- Freihandtechnik (gemalte Strähnen mit dem Pinsel): eignet sich nur bei kurzen nicht zu dunklen Haaren.
- Hauben Technik: feine Strähnen werden herausgehäkelt, eignet sich vor allem bei kurzen Haaren.
Wie gehen Sie vor, wenn die Haltbarkeit der Farbe auf porösen Längen und Spitzen ungenügend ist?
- Vorpigmentieren
- Wählen eines Tönungs- oder Färbemittels im Warmtonbereich. Gold für eine helle, Kupfer für eine mittlere, Rot für eine dunkle Zielfarbe.
- Haar mit der Spritzflasche anfeuchten
- Das Tönungsmittel wird unverdünnt oder mit Wasser verdünnt (Mischungsverhältnis 1:1) auf die betroffenen Haarpartien aufgetragen.
- Ohne EWZ wird die Ansatzfarbe aufgetragen.