Finanzmanagement II
MBA1501
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Lernkarten
Wozu werden Bewertungen (Jahresrechnungen) erstellt?
- Abschluss der Jahresrechnung
- Feststellung des Erfolgs
- Feststellung des Eigenkapitals
- Informationsempfänger
- Geschäftsführung / Verwaltungsrat
- Kapitalgeber / Investoren
- Steuerbehörde
- Öffentlichkeit
Wer unterliegt der Buchführungspflicht?
- Juristische Personen
- Einzelunternemen und Personengesellschaften mit Umsatz > 500 TCHF
- Im Handelsregister eingetragene Vereine und Stiftungen
- Alle prüfungspflichtigen Stiftungen
Was sind die Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung? (5 Antworten)
- Vollständige, wahre und systematische Erfassung der Geschäftsvorfälle
- Belegnachweis
- Zweckmässig und klar
- Nachprüfbar
- Landeswährung oder in der für die Geschäftstätigkeit wesentlichen Währung ! In einer Landessprache oder in Englisch
Welches sind die Bewertungsgrundsätze?
Art. 960 OR
- Einzelbewertung als Regelfall; jedoch schwierig auszulegende Ausnahmen (Bewertung als Gruppe in bestimmten Fällen zulässig)
- Vorsichtige Bewertung, jedoch ohne die zuverlässige Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu verhindern
- Pflicht zur Überprüfung und ggf. Anpassung der Wertansätze von Vermögenswerten bei Anzeichen für eine Überbewertung bzw. der Wertansätze der Rückstellungen bei entsprechenden Anzeichen
(Impairment-Test)
Welche Bewertungsspielräume gibt es? (4 Antworten)
- Gesetz legt nur Höchstwerte für Vermögensgegenstände (Aktiven) fest.
- Bewertungsspielräume ergeben sich durch Zulässigkeit von «zusätzlichen Abschreibungen und Wertberichtigungen» auf Vermögenswerten.
- Fremdkapital: Ausdrückliche Zulässigkeit von «zusätzlichen Rückstellungen».
- Der Verzicht auf die Auflösung von nicht mehr notwendigen Wertberichtigungen und Rückstellungen ist gesetzlich ausdrücklich zulässig.
Welche Arten von stillen Reserven gibt es?
- Stille Zwangsreserven (durch Höchstbewertungsvorschrift verursacht)
Bsp. Liegenschaften - Absichtsreserven - bewusst stille reserven
Bsp. Warenvorrat
Gibt es eine Pflicht für die ordentliche Revision?
- Publikumsgesellschaften
- Gesellschaften, die zwei der nachstehenden Grössen in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren überschreiten:
- Bilanzsumme von 20 Millionen Franken,
- Umsatzerlös von 40 Millionen Franken,
- 250 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt;
- Gesellschaften, die zur Erstellung einer Konzernrechnung verpflichtet sind.
Merkmale der Bewertung gemäss Swiss GAAP FER (7 Antworten)
- True and fair view
- primär für Konzernabschlüsse
- Gesamtregelwerk - integral anwendbar
- Nur Kernfragen geregelt (Principle based) - nicht geregelte Fragestellungen sind im Sinne des Oberziels (true and fair view) zu lösen
- verschiedene Wahlmöglichkeiten - Offenlegung der gewählten Variante im Anhang (z.B. Bewertung aufgrund von historischen oder aktuellen Werte möglich)
- Einheitliche und stetige Bewertung verlangt
- Keine stillen Reserven
Merkmale der Bewertung gemäss IFRS (7 Antworten)
- True and fair view
- betriebswirtschaftlicher Ansatz
- primär für Konzernabschlüsse
- Gesamtregelwerk - integral anwendbar
- 3-stufig: Framework/Einzelstandards/Interpretationen
- Wahlmöglichkeiten werden immer mehr eingeschränkt zugunsten einer einheitlichen Interpretation
- hohe Regelungsdichte - total 4500 Seiten inkl. Auslegungsentscheiden - weitgehende Angleichung an US-Regelungen absehbar
Was ist ein Konzern?
Als Konzern (von lat. concernere „(ver-)mischen“) bezeichnet man den Zusammenschluss eines herrschenden und eines oder mehrerer abhängiger Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit unter der Leitung des herrschenden Unternehmens, wobei jedes Unternehmen einen eigenen Jahresabschluss erstellt. Dafür geben die einzelnen Unternehmen ihre wirtschaftliche und finanzielle Unabhängigkeit auf, rechtlich bleiben die Unternehmen selbständig. Die dabei verbundenen Unternehmen nennt man Konzernunternehmen. Der Konzern wird von der Kooperation abgegrenzt, der es regelmäßig an einer einheitlichen Leitung fehlt.