FOM Essen


Kimbo Koeh
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Einblick in Finanzierung und Investition, ideal für Einsteiger. Sie decken Themen wie Anleihen, Aktienarten, Zinssätze und Unternehmensfinanzierung ab, einschließlich der Unterschiede zwischen Staats-, Unternehmens- und Bankenanleihen sowie den Funktionen von Aktien wie Stamm- und Vorzugsaktien. Die Karteikarten erklären auch Prinzipal-Agent-Theorie, Corporate Governance und die Systematisierung von Aktien nach Ausgabezeitpunkt, Wertzeichnung und Rechten. Sie richten sich an Studierende und Berufseinsteiger, die die Grundlagen der Finanzwelt verstehen möchten, um fundierte Entscheidungen in der Finanzplanung und Investition zu treffen.
Flashcards
88
Students
12
Language
German
Category
Finance
Created / Updated
04.07.2013 / 24.12.2023

Flashcards

Aspekte der neuen Institutionenökonomie

Marktteilnehmer sind gekennzeichnet durch: Opportunismus, begrenzte Opportunität, unvollkommene bzw. asymmetrisch verteilte Informationen.

Grundlage aller neoinstitutionalistischen Ansätze

Austauschbeziehungen zwischen zwei oder mehreren Parteien

Zielsetzung der neuen Institutionenökonomie

Erklärung von Finanzintermediären, Ableitung von Maßnahmen zur Reduktion von Reibungsverlusten

Ableitbares Ziel von Investitionsentscheidungen

Möglichst günstige Aufnahme von Kapital

Finanzwirtschaftliches Oberziel + Nebenbedingungen

Maximierung des Marktwerts des EK (Shareholder Value)

NB:

  • Sicherstellung der Liquidität bei Optimierung der Kaptialkosten und Kapitalstruktur
  • Gewährleistung der Flexibilität

Klassische Theorie

Finanzierung als langfristige Kapitalbeschaffung nur unterstützende Funktion

Annahme: Zielfunktion des Managers ist mit der des Unternehmens identisch.

Finanzierungsregeln bzw. -grundsätze

  • Fristenkongruenz
  • Grundsatz der kostenoptimalen Mittelaufnahme
  • Grundsatz der Währungskongruenz
  • Grundsatz der Flexibilität

Private Equity

  • zeitl. begrenztes EK bei nicht börsennotierten UN
  • Risiko des Exits nach 7 Jahren
  • Zinsen + Gewinnbeteiligung
  • UN muss "Investment Grade" haben + gute Liquidität
  • ab 20/30 Mio Jahresumsatz
  • 3 gute Bilanzen vorweisen
  • PE-Geber: keine Sicherheiten, aber Mitbestimmung + Gewinnbeteiligung

Mögliche Form der Selbstbeteiligung bei einer

                       GMBH

  • Erhöhung des Stammkapitals
  • möglicher IPO
  • Haftung mit komplettem Geschäftsvermögen
  • KMU (kleine&mittlere UN) bis ca. 10-15. Mio. Umsatz

Mögliche Form der Selbstfinanzierung bei einer

                               KG

  • Anzahl der Vollhafter (Komplementäre) muss begrenzt bleiben
  • Ausweitung der Kapitalbasis durch weitere Kommanditisten

Mögliche Form der Beteiligungsfinanzierung bei einer

                                  OHG

  • durch Einbringung neuen Kapitals der bisherigen Gesellschafter
  • Aufnahme neuer Gesellschafter
  • Praxis: 2-4 Gesellschafter

Formen der Beteiligungsfinanzierung bei

Einzelunternehmen

  • stille Beteiligung
  • typische stille Gesellschaft
  • Atypische stille Gesellschaft

stille Beteiligung

  • tritt nicht nach außen
  • Gewinnbeteiligung
  • Verlust nur i.H.d. Einlage
  • Einlage geht in EK-Vermögen des Einzelunternehmers

typische stille Gesellschaft

Beim Ausscheiden gibt es eine Abfindung in Höhe der Einlage plus Gewinnbeteiligung

atypische stille Gesellschaft

Beteiligung am Vermögenszuwachs plus Gewinnbeteiligung bei Ausscheiden

Beteiligungsfinanzierung nicht emissionsfähiger UN

Außen-Eigenfinanzierung

Nachteile für Anleger

  • Fehlen eines organisierten Sekundärmarktes
  • Schwierige UN-Bewertung
  • ggf. eingeschänkte Verlässlichkeit des Jahresabschlusses (Informationsasymmetrien)
  • keine Sicherheiten
  • Verbundenheit Altgesellschafter mit dem UN
  • Erhöhtes Risiko wird durch deutliche Bewertungsabschläge kompensiert

Beteiligungsfinanzierung nicht emissionsfähiger UN

Außen-Eigenfinanzierung

Nachteile für bisherige Eigentümer

zusätzliches Mitspracherecht

Zwang zur Erzielung eines höheren Gewinns

Innenfinanzierung

  • Selbstfinanzierung aus Gewinnen
  • durch Kapitalfreisetzung (FK oder EK)
  • Finanzierung aus Rückstellungen

Indikator: positiver Cash-Flow

Arten von Sicherungsübereignungen

Einzelübereignung

Raumübereignung

Mantelübereignung

Einzelübereignung

bestimmte, konkrete Sache word übereignet

 

Bsp: Motornummer, Fabriknummer

Raumübereignung

Sachen, die sich in einem bestimmten Raum befinden, wobei für Sachen die unter Eigentumsvorbehalt stehen, das Anwartschaftsrecht auf Eigentum übertragen wird

Mantelübereignung

in Form eines Rahmenvertrages

Konkretisiert durch Liste der zu übereigneten Sachen, die der Kreditnehmer dem Kreditgeber zur Verfügung stellt

Sicherungsabtretung

auch ZESSION genannt

 

Kreditnehmer tritt als ZEDENT Forderungen über Abtretungsvertrag an Zessionär - Kreditgeber - ab.

Arten der Sicherungsabtretung

Offene Zession

Stille Zession

Mantelzession

Globalzession

Offene Zession

 

Abtretung wird dem Drittschuldner angezeigt

Zahlung des Drittschuldners darf nur an den Kreditgeber gezahlt gehen

Stille Zession

keine Anzeige des Drittschuldneres

Zahlung des Drittschuldners geht an den Kreditnehmer

Mantelzession

Bei meist einer Forderungsmehrheit:

Kreditnehmer verpflichtet sich laufende Forderungen in einer bestimmten Gesamthöhe abzutreten

Kreditgeber muss in vereinbarten Zeitabständen Rechnungskopien und Debitorenlisten dem Kreditnehmer zur Verfügung stellen

 

Globalzession

Bezug auf gegenwärtige und zukünftige Forderungen gegenüber eines bestimmten, genau umrissenden Kundenkreises

Bsp: Kunden einer Region

KEINE ständige Einreichung der Unterlagen erforderlich

Risiken bei der Sicherungsabtretung von Forderungen

bei stiller Zession:

Anreiz zur Abtretung von Forderungen, die nicht bestehen, mehrfache Abtretung, keine Abführung der eingehenden Beträge

 

Abtretung kann vertraglich zwischen Zedent und Drittschuldner ausgeschlossen sein

Bsp: Großhandel

 

Konkurrenz zwischen verlängertem Eigentumsvorbehalt und Zession:

Rechtswirksam ist was zuerst vereinbart wurde

Grundpfandrechte

Kreditsicherheiten, die durch Verpfändung von unbeweglichem Vermögen enstehen

 

Eintragung im Grundbuch

Hypothek oder Grundschuld

Formel

Cash Flow Rendite

 

Cash Flow x 100/Umsatz

 

>10% sehr gut

8-10% Gut

5-8 % Mittel

0-5 % Schlecht

Insolvenzgefährdet

Gesamtkapitalrentabilität

(JÜ + Zinsaufwand ) x 100 / Gesamtkapital

>15 % Sehr gut

12-15 % Gut

8-12 % Mittel

0-8 % Schlecht

negativ : Insolvenzgefährdet

Praktikerformel Cash Flow

 

JÜ

+ Aufwand - Afa/ Rückstellungen

- Ertrag - Auflösung der Rückstellungen/Zinszuschreibungen

- Auszahlung - Tilgung

+ Einzahlungen - Darlehen

dynamischer Verschuldungsgrad

FK - flüssige Mittel/Cash Flow

Wie viele Jahre braucht das UN um sich c.p. aus dem Cash Flow des betrachteten Jahres seine Verbindlichkeiten zu tilgen

je geringer desto größer die Unabhängigkeit von den Gläubigern

<3 Jahre - Sehr gut

3-5 Jahre: Gut

5-12 Jahre: Mittel

12-30 Jahre: Schlecht

>30 Jahre - Insolvenzgefährdet

Informationsquellen zur Analyse der wirtschafltichen Kreditwürdigkeit

  • Registerauszüge
  • letzte Jahresabschlüsse inkl. Erläuterungen
  • Zwischenbilanz
  • aktueller Kreditstatus
  • Zahlen zur Umsatzentwicklung, Auftragsbestand + Investitionstätigkeit
  • Finanzplanung über die Laufzeit des beantragten Kredites
  • Übersicht Sicherheiten

Qualitativ:

Managementqualität

Unternehmensstrategie

Controllingqualität

Secondary Purchase

Verkauf der Anteile an einen anderen Finanzinvestor (Von einem PE-Geber zum anderen )

Trade Sale

Verkauf des UN/der UN-Anteile an einen strategischen Investor

 

Bsp: Wenn Investor in dieser Branche schon aktiv ist/ähnliche Geschäftsfelder

Ratingarten

  • Produktrating
  • Kreditrating
  • Aktienrating
  • Country Risk

Ziele Basel II

Fortgeschrittene Techniken (Ratings) zur Erfassung von Risiken berücksichtigen

EK-Unterlegung nach Risiken staffeln

EK-Unterlegung am Risikoprofil der Kreditinstitute individuell ausrichten

>Stabilität des internationalen Finanzsystems erhöhen!

Risikogewicht wikt sich auf EK-Unterlegung aus:

Risikoaktivum (Kreditsumme) x Risikogewicht x 8% = EK- Unterlegung

Berechnung des Nominalzins

Europfandbriefrendite (Verzinsung für Pfandbriefe = Refinanzierungssatz für langfr. Kredite, z.Zt: 3,6%) + Bankenmarge (z.Zt. bei 0,4 - 0,5 bei guter Bonität und guten Sicherheiten) =Nominalzins

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