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7.5 Welche Anlagebedingungen können bei Hedgefonds hinterlegt sein?
- Leverage (kreditgekaufte Wertpapiere)
- Leerverkäufe (Verkäufe von Vermögensgegenständen die zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht zum Sondervermögen gehören)
--> mind. eine der Bedingungen trifft bei Hedgefonds zu
7.5 Welche Bestimmungen muss ein Dach-Hedgefonds entsprechen?
- Kein Leverage und keine Leerverkäufe
- max. 49% des Sondervermögens in Bankguthaben, Geldmarktinstrumente und Geldmarktfonds (=Liquidationsreserve)
- max. 20% des Sondervermögens in einem einzelnen Zielfonds
- max. 2 Zielfonds vom gleichen Emittenden oder Fondsmanager
- keine weiteren Dachfonds (Kaskadenverbot)
7.5 Welche Idee steckt hinter Hedgefonds?
Rendite unabhängig von der Entwicklung der Wertpapiermärkte
- jederzeit günstiger Ein-/Ausstiegszeitpunkt
- bessere Chancen-/Risikostreuung im Gesamtdepot
7.5 Wozu eignen sich Dach-Hedgefonds?
... Unabhängig von den klassischen Märkten eine Rendite erzielen
...weitere Streuung in einer Vermögensanlage
...langfristige Verbesserung des Rendite-Risiko-Profils
1.3 Wie funktioniert der erweiterte Wirtschaftskreislauf?
- Staat
- private Haushalte
- Unternehmen
- Kreditinstitute
...Staat erhebt Steuern und gewährt Transferleistungen und Subventionen
...Staat tritt ggü Banken als Anleger und Kreditnehmer auf
... Staat ist ebenfalls Nachfrager nach Gütern und kann ebenfalls als Anbieter von Gütern auftreten
...Banken haben wichtige Funktion als Kapitalsammelstelle und Vermittler zwischen Anlegern und Kreditnehmern
1.3 Was versteht man unter Sparen und welchen Sinn hat es?
...Sparen ist das Zurücklegen nicht benötigter Geldmittel zur späteren Verwendung
...es dient als Grundlage für Investition
1.3 Welche zwei Arten des Sparens kann man unterscheiden?
- Zwecksparen: Sparen um größere Anschaffungen zu ermöglichen
- Vorsorgesparen: Sparen um sich vor Notsituationen zu schützen
1.3 Wie wird die Höhe der Spar- bzw. Konsumausgaben gemessen?
- Sparquote - prozentualer Anteil vom verfügbaren Einkommen, den private Haushalte sparen
- Konsumquote - prozentualer Anteil vom verfügbaren Einkommen, der konsumiert wird
1.3 was beeinflusst das Konsum- und Sparverhalten privater Haushalte?
- Niedrige Lohnabschlüsse, steigende Sozialabgaben, Höhe Arbeitslosigkeit führen zu sinkendem Konsumanteil am Einkommen
- höhere, direkte und indirekte Steuern gehen zu Lasten der Konsum- und Sparquote
- bei relativ fixen übrigen Ausgaben wie Enährung, Bekleidung, Auto oder Urlaub sinkt auch die Sparmöglichkeit (-> Ausgaben für Zukunftssicherung können stagnieren)
1.5 Welche Aufgaben hat die EZB?
Hauptziel ist für Preisstabilität im Euroraum zu Sorgen. Soweit es ohne Beeinträchtigung des Hauptziels möglich ist, unterstützt die EZB die allgemeine Wirtschaftspolitik der EU (hohes Beschäftigungsniveau, beständiges nichtinflationäres Wachstum)
- Geldpolitik betreiben
- Devisengeschäfte ausführen
- Währungsreserven der Mitgliedsstaaten halten
- reibungsloses Funktionieren der Zahlungssysteme fördern
1.5 was ist das 2-Säulen-Konzept?
...von der EZB verfolgtes Konzept, um Hauptaufgabe Preisstabilität zu erreichen
- 1. Säule (wirtschaftliche Analyse) Inflationsentwicklung selbst und diese beeinflussende Faktoren (Löhne und Gehälter, Wchselkursentwicklung, BIP, ...) wird beobachtet
- 2. Säule (monetäre Analyse) Entwicklung der Geldmenge wird verfolgt
1.5 Welche Instrumente nutzt die EZB?
- Politik der ständigen Fazilitäten - Geschäftsbanken Haben unbeschränkte Möglichkeit, Liquiditätsengpässe oder Liquiditätsüberschüsse für die Laufzeit von einem Tag (über Nacht) "Übernachtliquidität bereitstellen oder absorbieren"
- Offenmarktpolitik - EZB macht An- und Verkauf von offen am Markt handelbaren Wertpapieren; Ankauf hat Ausweitung der Geldmenge zur Folge hat (Laufzeit eine Woche bis drei Monate)
- Mindestreservepolitik - Geschäftsbanken werden durch die EZB verpflichtet, einen Teil ihrer Sichteinlagen bei der EZB zu hinterlegen
1.5 Nach welchen Verfahren kann die EZB In ihrer Offenmarktpolitik die Mittel zuteilen?
- Mengentenderverfahren - EZB gibt Zinssatz vor, Banken fragen eine bestimmte Menge an, Institut mit höherer Nachfrage bekommt höhere Zuteilung
- Zinstenderverfahren - EZB legt zu vergebende Geldmenge und Mindestzins fest, nach amerikanischem Verfahren bekommen die höchsten Zinsgebote die Zuteilung, bis angebotene Geldmenge Web ist
1.6 was besagt das Stabilitätsgesetz?
...verankert die wirtschaftlichen Ziele in Deutschland. Diese sind
- Stabilität des Preisniveaus - Ziel ist Inflationsrate von nahe, aber unter 2%, stabile Preise sorgen für Planungssicherheit und reges Investitionsverhalten, Gemessen wird an der Veränderung des Verbraucherpreisindex
- Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum - Ziel ist jährliches Wachstum des realen BIP von 3%, stabiles Wirtschaftswachstum sorgt für reges Investitionsverhalten, Gemessen wird an der Veränderung des realen BIP, bessere Planbarkeit
- hoher Beschäftigungsgrad - Ziel ist Arbeitslosenquote von 3-5%, Höhe Beschäftigung sichert stabiles Konsumverhalten und stärkt damit Renditen, gemessen an Arbeitslosenquote (erfasst jedoch nicht alle Nichtbeschäftigten aber Arbeitsfähigen)
- Aussenwirtschaftliches Gleichgewicht - Ziel ist ausgeglichene Leistungsbilanz, wenn Importe und Exporte im Gleichgewicht sind, ist die Gefahr der importierten Inflation und des Exports von Arbeitsplätzen gering, Investoren wandern nicht ab, gemessen am Leistungsbilanzsaldo)
1.6 Wie wird der Geldwert in einem modernen Geldsorten bestimmt?
...durch das Verhältnis zwischen Geldumlauf und dem Angebot an Gütern und Dienstleistungen.
1.6 Was ist Inflation?
...unter Inflation versteht man den volkswirtschaftlichen Zustand einer allgemeinen Preissteigerung für Waren und Dienstleistungen. anders ausgedrückt bedeutet Inflation eine Schwächung der Kaufkraft einer Währung.
1.6 Welche Ursachen gibt es für Inflation?
- "Nachfrageinflation" - Nachfrage nach Gütern steigt schneller als Angebotsseite ihre Produktinskapazitäten erweitern kann, Preise werden wegen Produktknappheit teurer
- "Angebotsbedingte Inflation" (Kosteninflation) - steigende Produktionskosten (Energiepreise, Lohn- und Lohnnebenkosten, Steuern, ...) führen zum Anstieg des Preises
1.6 Wie stuft man die Höhe von Inflation ein?
- Leichte Inflation 0-5%
- schwere Inflation >5%
1.6 wie wird die Inflationsrate berechnet?
...die Inflationsrate (Preisindex der Lebenshaltungskosten) wird anhand des "Warenkorbs" berechnet
...dieser enthält Waren und Dienstleistungen, die nach statistischem Mittel von den Privathaushalten konsumiert werden
1.6 was ist Deflation?
...unter Deflation versteht man den Zustand eines allgemeinen Preisrückgangs für Waren und Dienstleistungen. Das Angebot übersteigt die Nachfrage. Die Kaufkraft der Währung nimmt dadurch zu.
1.6 Was sind Ursachen für Deflation?
...Nachfragerückgang, z.B. Durch
- Angst um Abeitsplat
- Anstieg Arbeitslosenquote
- sinkende Gewinne auf Unternehmensseite
- Kürzung der Staatsausgaben
1.6 was beinhaltet das magische Sechseck?
...das magische Viereck
- Stabilität des Preisniveaus
- hoher Beschäftigungsad
- stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
- aussenwirtschaftliches Gleichgewicht
...zusätzlich
- Gerechte Vermögensverteilung
- Erhalt einer lebenswerten Umwelt
2.1 was ist ein Markt?
... Der Ort, an dem Waren regelmäßig gehandelt werden
...hier treffen Angebot und Nachfrage aufeinander
2.1 Was ist ein Preis?
...Preis ist der in Geld ausgedrückte Tauschwert eines Gutes oder einer Dienstleistung
2.1 Wie funktioniert Preisbildung?
...wird maßgeblich durch den Preismechanismus von Angebot und Nachfrage bestimmt (Anbieter suchen Abnehmer für Waren und Dienstleistungen, Nachfrager suchen Waren und Dienstleister, Anbeiter und Nachfrager einigen sich auf einen Preis)
...Angebot größer Nchfrage --> Preeis sinkt
...Nachfage größer Angebot --> Preis steigt
2.2 Welche Marktformen lassen sich unterscheiden?
- Monopol - nur einen Anbieter oder einen Nachfrager
- Oligopol - wenige Anbieter oder wenige Nachfrager
- Polypol - vielfältige totale Konkurrenz mit vielen Anbietern und vielen Nachfragern
2.3 Wie lassen dich Märkte einteilen?
- Räumlich, in- und ausländische bzw. Nationale und internationale Märkte
- Nach Art des gehandelten Gutes z.B. Finanzmarkt, Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt, Konsumgütermarkt (Automobilmarkt), Investitionsgütermarkt (Baumaschinenmarkt) ...
2.4 Welche Teilbereiche hat der Finanzmarkt?
- Geldmarkt - Markt für kurzfristiges Geld rund 1 Jahr (bspw Festgelder, Geldmarktfonds) Wertpapiere auf 397 Tage im Investment
- Kapitalmarkt - Markt für langfristiges Kapital, unterteilt in organisierte Kapitalmarkt wie Aktienmarkt und Rentenmarkt, und nicht organisierter Kapitalmarkt wie Privatdarlehen
- Devisenmarkt - Markt für den Handel mit ausländischen Währungen
2.5 Was ist die Börse?
..."Börse" bezeichnet die Börsenorganisation, sowie das Börsengebäude und schließt den organisierten Markt für Wertpapiere, Devisen und andere handelbare Gegenstände (z.B. Rohstoffe)
2.5 In welche Bereiche gliedert sich die Börse?
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
- Börsenaufsichtsbehörden der Bundesländer
- Handelsüberwachungsstellen der jeweiligen Wertpapierbörsen
Aufgabe: Einhaltung der gesetzlichen Verbote von Kurs- und Marktmanipulationen überwachen (Börsengesetz)
2.5 in welche Bereiche können die deutschen Börsen grob unterteilt werden?
- Präsenzbörsen - Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg-Hannover, München, Stuttgart - Handel von Wertpapiere
- Xetra - Computerbörse - Handel von Wertpapiere
- EUREX - Terminbörse - Handel von abgeleiteten Instrumenten
2.5 Welche Börsentendenzen werden unterschieden?
- Hausse - Periode anhaltend steigender Kurse, "Bull-Market"
- Baisse - Periode anhaltend fallender Kurse, "Bear-Market"
3.1 Welches ist der Referenzzinssatz für den Geldmarkt in Europa?
EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate)
...Interbankensatz
...Durchschnittszinssatz aus den Geldmarktkonditionen von bis zu 57 Banken, z.Z. 40 Banken
...die höchsten 15% und die niedrigsten 15% bleiben unberücksichtigt
3.1 was sind Vorteile und Risiken am Geldmarkt?
Risiken:
- Schuldnerausfall
- Zinsänderungen
Vorteile:
- geringe Kosten
- Verfügbarkeit
3.1 Welche Marktteilnehmer hat der Geldmarkt?
- Zentralbank
- Kreditinstitute und institutionelle Anleger (Versicherungen)
- Investmentgesellschaften
- Industrie
- Öffentliche Haushalte
3.1 Welche Kennzeichen hat der Geldmarkt?
- Kurzfristige Geldleihen bis 1 Jahr
- verbriefte Ausleihungen (in Form eines Wertpapiers vebrieft) und unverbriefte Ausleihungen (direkter Handel mit Geld)
- Zins richtet sich nach Angebot/Nachfrage
3.2 was ist eine Rente?
...bei Renten handelt es sich um Wertpapiere, die eine Geldschuld des Herausgebers (Emittent) im Rahmen der Fremdfinanzierung (Kreditfinanzierung) verbriefen.
Die Rente lautet auf einen Kreditbetrag (Nominalbetrag) und verbrieft neben der Rückzahlung des Betrages auch die Verzinsung und weitere Ausstattungsmerkmale wie Laufzeit, Währung und Tilgungsart.
3.1 Wann wird der EURIBOR veröffentlicht?
Täglich um 11 Uhr
3.2 Was fällt unter den Begriff Rentenpapiere?
- Obligationen
- Bonds
- Festverzinsliche Wertpapiere
- Anleihen
- Schuldverschreibungen
3.2 Welche Rechtsverhältnisse gibt es bei einer Schuldverschreibung?
- Geldbeschaffungsfunktion - Aussteller (Emittent) = Schuldner, für den Herausgeber stellen Anleihen eine Verbindlichkeit (Kredit) gegenüber dem Anleger dar, verpflichtet sich zur vollständigen Tilgung und Zinszahlungen
- Anlagefunktion - Anleger = Gläubiger, ist für ihn Anlageinstrument (mit i.d.R. Höheren Zinsen)