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Cartes-fiches
1.1 Was ist eine Volkswirtschaft?
Versteht man die Gesamtheit aller mittelbar und unmittelbar auf die Wirtschaft einwirkenden Kräfte,
sämtliche Beziehungen und Verflechtungen der Einzelwirtschaften
innerhalb eines durch Grenzen deutlich von anderen Gebieten abgegrenzten Gebietes (meist durch Staatsgrenzen)
mit einheitlicher Währung
1.2 Was ist die Grundlage für Produktion?
Produktionsfaktoren - das sind:
- Arbeit (körperliche oder geistige Arbeit gegen Entgelt)
- Kapital (in der Produktion eingesetzte Sachmittel)
- Boden (von der Natur bereitgestellte Produktionsmittel)
--> dienen dem Produktionsprozess
weitere Faktoren:
- Wissen
- Ökologie
- Forschung und Entwicklung
1.3 Wie funktioniert der einfache Wirtschaftskreislauf?
- Private Haushalte
- Unternehmen
Geldstrom: Einkommen und Konsumausgaben der privaten Haushalte und Ausgaben der Unternehmer
Güterstrom: Waren und Dienstleistungen von den Unternehmen zu Konsumenten, Produktionsfaktoren von Haushalten zu Unternehmen
1.4 Was ist das BIP?
Das BIP stellt die Summe aller im Inland erstellten Güter und Dienstleistungen dar und zwar unabhängig davon, ob diese im Inland von In- oder Ausländern erstellt würden (Inlandsprinzip)
1.4 Was ist Konjunktur?
...Konjunktur ist die Wirtschaftslage oder wirtschaftliche Entwicklung(-Stundenzeiger); wirtschaftliche Gesamtlage
1.4 Welche Gefahren gibt es im Boom?
- Inflation
- Aufbau von Überkapazitäten, man spricht hier auch von einer "Überhitzung der Konjunktur"
1.4 Welche Konjunkturzyklen gibt es?
- Aufschwung - Expansion
- Hochkonjunktur - Boom
- Abschwung - Rezession
- Tiefstand - Depression
1.4 Welche Merkmale kennzeichnen den Boom?
- Extrem hoher Konsum
- Preissteigerung
- Lohnehöhungen
- Ausweitung der Produktion
- Zinssteigerung
- Abbau von Arbeitslosigkeit
1.4 Welche Merkmale kennzeichnen die Depression?
- Fehlende Konsumbereitschaft
- Abbau von Lagerbeständen
- sinkende Preise
- sinkende Gewinne
- Abbau von Produktionskapazitäten
- geringe Investitionstätigkeit
- sinkende Zinsen
- hohe Arbeitslosigkeit
1.4 Welche Merkmale kennzeichnen die Expansion?
- Ansteigender Geschäftsklimaindex
- erhöhter Konsum
- Preissteigerung
- Zinssteigerung
- Zunahme der Investitionen
- Rückgang der Arbeitslosigkeit
- erhöhtes Volkseinkommen
- verbesserte Auslastung der Produktionsfaktoren
1.4 Welche Merkmale kennzeichnen die Rezession?
- Fallender Geschäftsklimaindex
- Rückgang privaten Konsums
- stagnierende Preise, Zinsen, Löhne
- Rückgang der Investitionen
- Ansteigen der Lagerbestände
1.5 was ist das Hauptziel der EZB?
...ihr obliegt die Geld- und Währungspolitik eines Landes oder Währungsraumes (bei uns: Euro-Währungsgebiet der 17 Staaten, die seit 1999 den Euro eingeführt haben). damit ist ihr Hauptziel die
--> Geldwertstabilität des Euro
(Definition: Erhaltung der Kaufkraft des Euro gegenüber anderen Währungen unter Berücksichtigung des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der für das Euro-Währungsgebiet bei nahe, aber unter 2% gegenüber dem Vorjahr liegen soll.)
1.5 Welche Banken lassen sich unterscheiden?
- Universalbanken (Kreditinstitut mit Vollbanklizenz = alle Arten von Bankgeschäften)
- Spezialbanken (Kreditinstitut mit Teilbanklizenz = nur einige wenige Arten von Bankgeschäften, z.B. Bausparkassen, Wertpapierbanken)
- Zentralbank (Zuständig für Geld-/Währungspolitik)
1.5 Welche Funktionen werden von Banken übernommen?
- Vertrauensfunktion (Kunden vertrauen Banken, geben ihr Geld)
- Finanzierungsfunktion (Banken gewähren Kredite an private Haushalte, Unternehmen, Staaten)
- Informationsfunktion (Banken halten Infos zu Geldanlagemöglichkeiten und über Emittenten der Anlageprodukte)
- Zahlungsverkehrsfunktion (Durchführung des Zahlungsverkehrs)
- Transformationsfunktion (Gelder einzelner Anleger unterscheiden sich in Fristigkeit, Summen und Regionen von der Kreditnachfrage)
6.1 in welche verschiedenen Vermögenswerte kann ein Investmentfonds investieren?
- Wertpapiere
- Geldmarktinstrumente
- Bankguthaben
- derivate Instrumente
- Immobilien
6.1 Was bezeichnet Investmentfonds bzw. Investmentvermögen?
...die Gesamtheit der von den Anlegeren eingezahlten Geldern und der hierfür angeschafften Vermögenswerte.
6.1 Was ist in einem Investmentfonds gebündelt?
Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft bündelt die Gelder vieler Anleger, um sie nach dem Prinzip der Risikomischung in verschiedenen Vermögenswerten anzulegen und fachmännisch zu verwalten
6.1 was kennzeichnet offene Fonds und was passiert beim Kauf?
...bei offenen Fonds kann Anleger i.d.R. Jederzeit neue Anteile erwerben
...kauft Anleger neue Anteile, fließt Geld abzgl. Ausgabeaufschlag dem Fondsvermögen zu
...Anleger bekommt Anteile an ihn ausgegeben
...Anleger kann auch jederzeit seine Anteile wieder verkaufen
6.1 was passiert, wenn Person ein Anleger wird?
... Erwirbt Anteilscheine (Investmentanteile)
...Anteilscheine verbriefen Beteiligung am Fonds
...Person ist Mitberechtigter am Investmentvermögen ("Miteigentümer")
6.1 Welche Rechtsgrundlagen gibt es für Investmentfonds?
... Kreditwesengesetz KWG
... Kapitalanlagegesetzbuch KAGB
6.1 Wer bzw. was reguliert Investmentvermögen?
...die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)
Regelungen diesbezüglich im KAGB z.B.
- Anlagegrenzen
- Zulassung von KVGs
- Aufgaben der KVGs
- Aufgaben der Verwahrstelle
- Regelungen zur Verschmelzung von Investmentvermögen
6.1 Wer darf in Deutschland Investmentfonds auflegen?
...nur eine Kapitalverwaltungsgesellschaft KVG
6.1 Wer übernimmt welche Aufgaben der Fondsführung?
...Aufgaben sind grundsätzlich zwischen KVG und Verwahrstelle geteilt
KVG: Verwaltung des Sondervermögens
Vewahrstelle: Verwahrung sowie Kontrolle der KVG
6.7.1 Wann sind Jahrsbericht und Halbjahresbericht spätestens vorzulegen?
- Jahresbericht spätestens 4 Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres
- Halbjahresbericht spätestens 2 Monate nach Stichtag
- im Bundesanzeiger bekannt zu machen
6.7.1 Was ist das Ziel der WAI?
...sollen den Anleger in die Lage versetzen, Art und Risiken des angebotenen Anlageprodukts zu verstehen und auf dieser Grundlage eine fundierte Anlageentscheidung zu treffen.
6.7.1 Was ist das Ziel des Halbjahres-/Jahresberichtes?
...Investmentgesellschaft gibt den Anlegern ausführliche Informationen über die von ihr verwalteten Fonds.
6.7.1 Was ist Ziel des Verkaufsprospektes?
...damit Anleger über die ihnen angebotene Anlage und insbesondere damit verbundenen Risiken ein begründetes Urteil bilden können
6.7.1 Was muss das Verkaufsprospekt enthalten?
- Eindeutig und leicht verständliche Erläuterung des Risikoprofils des Sondervermögens
- Bezeichnung und Zeitpunkt der Auflegung des Sondervermögens sowie Angäbe der Laufzeit
- Kurzangaben über die für die Anleger bedeutsamen Steuervorschriften
- Ende des Geschäftsjahres des Sondervermögens und Häufigkeit der Ausschüttung von Erträgen
- Angaben darüber, ob das Sondervermögen verschiedene Teilfonds umfasst und unter welchen Voraussetzungen Anteile an verschiedenen Teilfonds ausgegeben werden
- Bedingungen für die Ausgabe und Rücknahme sowie gegebenenfalls den Umtausch von Anteilen und Voraussetzungen, unter denen die Rücknahme und gegebenenfalls auch der Umtausch von Anteilen ausgesetzt werden kann
- Beschreibung der Anlageziele und Anlagerichtlinien des Sondervermögens einschließlich der finanziellen Ziele, Kosten und Gebühren
- Angaben von Firma, Rechtsform und Sitz von KVG und Verwahrstelle
- Profil des typischen Anlegers, für den das Sondervermögen beziehungsweise der Teilfonds konzipiert ist
6.7.1 Welche Angaben muss der Jahresbericht/Halbjahresbericht enthalten?
- Vermögensaufstellung
- Übersicht über die während des Berichtszeitraums abgeschlossene Geschäfte
- Die Anzahl der am Berichtsstichtag umlaufenden Anteile und der Wert eines Anteils
- Ertrags- und Aufwandsrechnung
- Die von der KVG beschlossene Verwendung der Erträge des Sondervermögens
- Eine vergleichende Übersicht der letzten 3 Geschäftsjahre, wobei zum Ende jedes Geschäftsjahres der Wert des Sondervermögens und der Wert eines Anteils anzugeben sind
6.7.1 Welche Angaben müssen in der WAI enthalten sein?
- Kurze Beschreibung der Anlageziele und Anlagepolitik
- Risiko- und Ertragsprofil (SRRI Synthetic Risk and Reward Indicator) von 1-7
- Kosten - einmalige (Ausgabeaufschlag, Rücknahmeabschlag), laufende Kosten die im Laufe des Jahres abgezogen werden und Kosten, die unter bestimmten Umständen zu tragen sind (erfolgsabhängige Vergütungen...)
- bisherige Wertentwicklung oder gegebenenfalls Performance-Szenarien
- Praktische Informationen und Querverweise
6.7.1 Welche Informationen muss die KVG laut KAGB dem Anleger über seine Anlage zur Verfügung stellen?
- Verkaufsprospekt
- wesentliche Anlegerinformation (WAI) auch Key Investor Document (KID) genannt
- Jahresbericht/Halbjahresbericht
- Anteilspreisveröffentlichung in Tageszeitungen
6.7.2 was ist vor Vertragsabschluss zu berücksichtigen?
- Immer WAI in geltenden Fassung kostenlos zur Verfügung zu stellen
- Auf Verlangen Verkaufsprospekt (mit Anlagebedingungen oder Hinweis wo diese einsehbar sind - dauerhafter Datenträger oder Internet oder auf Verlangen Papierform)
- Auf Verlangen der letzte Jahresbericht/Halbjahresbericht
- Durchschrift des Antrags auf Vertragsabschluss oder Kaufabrechnung (mit Hinweis auf Höhe des Ausgabeaufschlags und Rücknahmeabschlags und Widerrufsbelehrung)
Achtung: Bei Dach-Hedgefonds sämtliche Verkaufsunterlagen stets aushändigen!
6.8 Vorteile von Investmentfonds?
- Risikostreuung
- professionelles management
- Kosten
- Transparenz
- Liquidität
- Anlegerschutz durch Sondervermögen im Insolvenzfall
- keine Nachschussverpflichtung
- Anlage in Investmentfonds ist bereits mit kleinen Beträgen möglich
6.8.3 Welche direkten Kosten entstehen bei einer Investmentanlage?
- Ausgabeaufschlag 0-6% (prozentualer Aufschlag auf den Wert des Anteils - Nettoinventarwert, soll Vertriebskosten decken)?
- ggf Rücknahmeabschlag (wenige Fonds, prozentualer Abschlag auf Wert des Anteils)
Differenz zwischen Preis und Wert eines Anteils, bei Kauf/Verkauf einmalig zu entrichten
6.8.3 Welche indirekten Kosten entstehen bei einer Investmentanlage?
- Vergütung des Verwahrstelle
- Verwaltungsgebühr (Managergebühr, steht im Verkaufsprospekt, wird Fondsvermögen belastet)
- sonstige laufende Kosten (z.B. Erstellung von verkaufsprospekten usw., direkt dem Fondsvermögen belastet)
--> sind zusammen Laufende Kosten/Gesamtkostenquote (OGC/TER Total Expense Ratio) (Kosten und Zahlungen im Verhältnis zum durchschnittlichen Nettoinventarwert des Investmentvermögens, in der WAI und im Jahresprospekt)
- Transaktionskosten (Kosten durch Transaktionen im Sondervermögen, z.B. Kauf von Wertpapieren)
- erfolgsabhängige Vergütung (wenn dann in Anlagebedingungen/Verkaufsprospekt vereinbart)
6.8.4 Transparenz?
Sowohl hinsichtlich Anlagerichtlinien als auch hinsichtlich Kostenstruktur sehr transparent
6.8.5 Liquidität?
...grundsätzlich bankarbeitstäglich Fonds an Investmentfondsgesellschaft zurückgebracht
- Ausnahmen streng geregelt, temporäre Aussetzung der Anteilsrücknahme
7.2 Regelungen zu Anlagegrenzen gem. KAGB?
- 5/10/40-Regel (bei einem Emittent nur 5% anlegen! kann auf 10% erhöht werden in Anlagebedingungen, maximal 40% auf die, die 10% haben! also max. 4 Emittenten mit 10%)
- max. 35% in Schuldnerverschreibungen u.ä. Anlagen von staatlichen Stellen der EU (erweiterbar in Anlagebedingungen, wenn mind. 6 verschiedene Emissionen zu weniger wie 30% geteilt)
- max 25% in Pfandbriefe und Schuldverschreibungen von Kreditinstituten mit Sitz der EU
- max. 20% bei einen Keditinstitut
- max. 20% in einem Investmentvermögens (Zielfonds) investiert (max 5 Zielfonds bei Vollinvestition)
- max. 30% in offene Investmentvermögens, die nicht OGAW Richtlinie entsprechen (z.B. immobilienfonds), aber vergleichbar
- max. 10% der im Umlauf befindlichen Schuldverschreibungen Nicht-EU-Staatsanleihen
- max. 10% Aktienstimmrechte
- max. 25% Anteil am Zielfonds
7.5 Was gilt bei Rücknahme eines Dach-Hedgefonds zu beachten?
Evtl. Nur zu bestimmten Rücknahmeterminen möglich
mindestens einmal in jedem Kalendervierteljahr
bis zu 100 Tage vor Rückgabetermin durch unwiderrufliche Rückgabeerklärung des Anlegers ggü der KVG
7.5 Was muss wo zur Auklärung über Dach-Hedgefonds vermerkt sein?
Auf dem Verkaufsprospekt zur Aufklärung über die besonderen Risiken der Anlage
"Der Bundesminister der Finanzen warnt: Dieser Investmentfonds investiert und Hedgefonds, die keinen gesetzlichen Leverage- oder Risikobeschränkung unterliegen"