Financial Analysis
Umfasst die Vorlesungs-Folien
Umfasst die Vorlesungs-Folien
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Cartes-fiches
V3: Risk and Return Optimization
Anleitung für Bestimmung optimales Gesamtportfolio
1. Schätzen der Parameter für Wertpapiere (erwartete Rendite, Varianz, Kovarianz)
2. Berechnen der Gewichte des optimalen risikobehafteten Portfolios (WD* und WE*) durch Maximierung des Sharpe-Ratios
3. Ermitteln von Rendite und Risiko des optimalen risikobehafteten Portfolios
4. Aufteilen Vermögen in risikobehaftete und risikolose Anlagen durch Berechnung des optimalen Punktes auf der CAL (y*) mittels Risikoaversion
5. Berechnen der Portfoliogewichte
-> siehe auch Folien und ÜBUNGSBEISPIEL
V3: Risk and Return Optimization
Markowitz-Portfolio-Modell
Erkläre das Markowitz-Modell
Was ist die Separation Property?
Markowitz-Modell
- Alle Portfolios auf Minimum-Varianz-Grenze oberhalb des Minimum-Varianz-Portfolios bieten das beste Risk-Return-Verhältnis (=Efficient Frontier)
- Nach Bestimmung der Efficient Frontier kann wiederum CAL mit höchster Steigung bestimmt werden (max. Sharpe Ratio)
- Jeder Portfoliomanager sollte gleiches risikobehaftetes Portfolio p halten
- Schliesslich wählt man optimalen Mix zwischen Portfolio p und risikolosem asset
Separation Property
- Aufteilung der Portfolioselektion in 2 Teile:
1. Suche das beste risikobehaftete Portfolio (für alle Investoren identisch)
2. Teile Vermögen auf p und auf risikolose Assets auf gemäss Präferenzen des Investors
V3: Risk and Return Optimization
Ein-Faktor-Modell
Was sind die Vor- und Nachteile des Ein-Faktor-Modells?
Vorteile
- Anzahl Inputparameter wird deutlich reduziert
- Industrie-Spezifische Aktienanalyse wird möglich (Spezialisierung)
- Trennung zwischen Gesamtmarktanalyse und aktienspezifischer Analyse
Nachteile
- Starke Vereinfachung (nur ein Marktfaktor)
- Keine Industrie-Effekte
V3: Risk and Return Optimization
Ein Vorteil von 1-Faktor-Modellen gegenüber dem Markowitz-Portfolio Selektionsmodell ist, dass
V3: Risk and Return Optimization
Ein-Faktor-Modell: Optimales risikobehaftets Portfolio
Welches sind die Formels für Portfoliorendite, -risiko und Sharpe Ratio im Ein-Faktor-Modell?
V3: Risk and Return Optimization
Ein-Faktor-Modell: Optimales risikobehaftets Portfolio
Welche zwei Teile bilden das optimale risikobehaftete Portfolio?
Wie wird Anteil eines WP am aktiven Portfolio berechnet?
Wie wird die Sharpe Ratio maximiert?
Aktiver Teil: alpha; besteht aus Wertpapieren, die eingehender Untersucht werden; gesucht sind positive alphas
Passiver Teil: Folgt dem Markt, d.h. dem zugrundeliegenden Aktienindex
Anteil eines Wertpapiers am aktiven Portfolio wird mittels Verhältnis Überrendite und zusätzlichem Risiko berechnet (s. Bild)
Für Maximierung der Sharpe Ratio s. Bild
V3: Risk and Return Optimization
Ein-Faktor-Modell: Optimales risikobehaftets Portfolio
Wie wird nach Alpha gesucht?
- Suche nach unterbewerteten Wertpapieren, um Überrendite im Vergleich zum Markt (Alpha) zu erzielen
- Modelle zur Aktienbewertung:
- Dividend Discount Model, Gordon Growth Model
- PE-Ratio oder andere Kennzahlen
- Cash-Flow basiere Konzepte wie DCF
- Ziel ist das Erzielen einer Überrendite
V3: Risk and Return Optimization
Ein-Faktor-Modell: Optimales risikobehaftets Portfolio
Vergleiche das Ein-Faktor-Modell mit dem Markowitz-Modell bezüglich Portfolio-Optimierung
Markowitz:
- Sämtliche Kovarianzen müssen geschätzt werden
- Sehr aufwändig und rechenintensiv
Ein-Faktor-Modell:
- Vereinfachung; es wird darauf verzichtet, die Kovarianzen zwischen allen Wertpapieren zu schätzen
- Nur Sensitivität eines Wertpapiers zum Markt is relevant
-> Es sind kaum Unterschiede im Risiko-Rendite Profil ersichtlich
-> Portfoliogewichte könne sich jedoch stark unterscheiden
V4: CAPM
Welches sind die Annahmen, die dem CAPM zugrunde liegen?
- Investoren sind Preisnehmer
- Anlagehorizont: 1 Periode
- Gesamtes Vermögen ist in handelbare WP investiert
- Geld kann zum risikolosen Zinssatz aufgenommen & angelegt werden
- Keine Steuern, keine Transaktionskosten
- Informationen für alle Investoren gleichzeitig & kostenlos verfügbar
- Alle Investoren sind my-sigma-Optimierer (gem. Markowitz)
- Homogene Erwartungen aller Investoren
V4: CAPM
Implikationen des CAPM
- Wovon ist die Risikoprämie für das Halten des Marktportfolios abhängig?
- Zu was ist die Risikoprämie der einzelnen Assets proportional und wie wird Beta definiert?
V4: CAPM
Security Market Line
Zeige die SML und ihre Bestandteile
V4: CAPM
Was sind die Unterschiede zwischen SML und CML?
CML: Zeigt Risikoprämie für EFFIZIENTE Portfolios als Funktion der STANDARDABWEICHUNG, die ein geeignetes Risikomass für diversifizierte Portfolios ist
SML: Zeigt Risikoprämie für EINZELNE AKTIEN als Funktion des RISIKOS (Beta). SML kann als Benchmark für Messung der Investmentperformance herbeigezogen werden.
V4: CAPM
Was sind mögliche Erweiterungen des CAPM?
- Mehrfaktormodelle
- Berücksichtigung von Arbeitseinkommen und nicht-handelbaren Assets (e.g. Ausbildung)
- Merton's Mehrperioden-CAPM
- Berücksichtigung zusätzlicher Risiken wie z.B. Inflation oder Währungsschwankungen
- Liquidität
V4: CAPM
Wozu wird der CAPM in der Praxis verwendet?
- Portfoliomanagement
- Performance-Messung
- Investitionsentscheidung und Projektevaluation (IRR; Abdiskontierungsrate)
- Unternehmensbewertung (WACC; EK-Einsatz mit CAPM hergeleitet)
- Regulierung in den USA und Europa
V4: CAPM
Was ist unter Alpha als Performance-Kennzahl zu verstehen?
- Gemäss CAPM sollte das erwartete Alpha 0 sein
- Abweichungen können in der kurzen Frist auftreten, sollten langfristig aber verschwinden
- Systematische positive Abweichungen können auf Überrendite eines Fonds hinweisen
- Netto-Alpha aller Anleger muss 0 betragen!
-> Studie zeigte, dass Aktienfonds durchschnittlich negative Alphas erwirtschaften! Markt-Index hat aber schon ein Alpha von 0, da erwartet man bei einem aktiv gemanageden Fonds schon positive Alphas
V4: CAPM
Welches sind Gründe FÜR und GEGEN die Suche nach Alpha?
Für die Suche nach Alpha:
- Alle Investoren sind "Absolute Return" Investoren (Alpha heisst mehr erwarteter Return oder jegliches Risiko)
- Alpha kann magere Renditen des Marktes (Beta) kompensieren
- Märkte sind nicht vollständig effizient
Gegen die Suche nach Alpha
- 50% aller Suchen muss negativ enden
- In effizienten Märkten kann Alpha nur mit Glück generiert werden
- Suche nach Alpha kostet Geld (durchschnittlich Kosten ohne Gewinne)
- Über 10'000 Hedge-Funds suchen Alpha (sobald eines gefunden und genutzt wird, verschwindet es)
- Insbesondere für Privatpersonen nicht möglich
V4: CAPM
Welche Probleme können beim Identifizieren von Alpha auftreten?
- Es wurden nicht alle Risikofaktoren berücksichtigt (z.T. gibt es auch grosse systematische Risiken, die nicht im Beta berücksichtigt werden)
- Oft ex-post, nicht ex-ante (im Nachhinein "entdeckt" man ein Muster in ganz zufälligen Grafiken/Zahlen, von denen man glaubt, sie hätten eine Aussagekraft für die Zukunft
- Sensitiv auf Wahl des Marktportfolios (Resultat fällt komplett anders aus, ob man S&P500 oder SMI nimmt)
V4: CAPM
Welche der folgenden Aussagen über das Marktportfolio im CAPM ist falsch?
V4: CAPM
Welche der folgenden Aussagen ist falsch?
V4: CAPM
Die Standardabweichung und das Beta messen beide das Risiko. Der Unterschied ist, dass
V5: APT
Was zeichnet ein Ein-Faktor-Modell und was ein Multi-Faktor-Modell aus?
Ein-Faktor-Modell
- Rendite durch zwei Quellen beeinflusst:
- Makroökonomischer Faktor (z.B. Zinsniveau, Wachstumsrate BIP)
- Firmenspezifische Faktoren
- z.B. Branchenunterschiede etc. können mit einfachem CAPM nicht berücksichtigt werden
Multi-Faktor Modell
- Zusätzliche makroökonomische Faktoren werden verwendet
- Basisgleichung berücksichtigt auch BIP und Zinsen
- SML im Multi-Faktor Modell berücksichtigt Risikoprämien für BIP- und Zins-Faktor
V5: APT
Definiere Arbitrage und zähle die Annahmen der APT auf
Arbitrage: Erzielen eines risikolosen Gewinns ohne den Einsatz von Kapital ("law of one price"). Sollte in effizienten Märkten nicht möglich sein
Annahmen APT:
- WP-Renditen können mit Ein-Faktor-Modell beschrieben werden
- Genügend WP, um das systematische Risiko wegdiversifizieren zu können
- Arbitragemöglichkeiten sind nicht persistent
V5: APT
Vergleiche APT und CAPM
- APT arbeitet mit gut diversifizierten Portfolios und nicht mit einzelnen Aktien wie das CAPM
- Daher müssen bei der ATP nicht alle einzelnen Aktien auf er SML liegen, bei dem CAPM langfristig schon
- In der APT muss kein Marktportfolio konstruiert werden; jedes gut divesifizierte Portfolio kann als Benchmark-Portfolio genutzt werden
- APT unterliegt keinen Annahmen über Nutzen- oder Verteilungsfunktionen
-> Beide Modelle:
- können für Bewertungen, Investitionsentscheidungen und Performancemessungen verwendet werden
- zeigen Unterscheidung in diversifizierbares und nicht diversifizierbares Risiko
V5: APT
Definiere Faktorportfolio und zeige, wie man aus mehreren Faktorportfolios eines replizieren kann
Faktorportfolio: Gut diversifiziertes Portfolio, welches zu einem Faktor ein Beta von 1 und zu allen andern Faktoren ein Beta von 0 aufweist. Dient als Benchmark zur Bestimmung der Multi-Faktor-SML
-> Kennt man die Faktorportfolios, kann erwarteter Return aller Wertschriften hergeleitet werden (s.Bild)
V5: APT
Multi-Faktor-Modell
Erkläre das Chen, Roll & Ross Modell, auf welchen fünf Faktoren es beruht und welche signifikant sind
V6: Efficient Markets
Definiere "Effiziente Märkte" und zeige die drei Formen auf
Ein Finanzmarkt ist effizient, wenn die Marktpreise der Wertpapiere alle verfügbaren preisrelevanten Informationen reflektieren -> d.h. die Transaktionen am Markt entsprechen Investitionen mit einem NPV von Null (fair)
Schwache Form: Vergangene Preise
Mittlere Form: Alle öffentlich verfügbaren Informationen (vergangene Preise, Nachrichten etc.)
Starke Form: Alle Informationen inkl. Insider-Wissen
V6: Efficient Markets
Schwache Form der Markteffizienz
Was sind die Charakteristika der schwachen Form der Markteffizienz?
- Vergangene Marktdaten haben keine Aussagekraft für Vorhersage des Aktienkurses
- Änderungen von Aktienkursen sollten zufällig sein, da preisrelevante Infos zufällig auftreten
- Aktienkurse sollten bei neuen Infos sehr schnell auf das korrekte Niveau springen
- Bei schwacher Effizienz kann technische Analyse keinen Mehrwert schaffen
-> die meisten Studien zeigen, dass zumindest schwache Form gegeben ist
V6: Efficient Markets
Schwache Form der Markteffizienz
Was sind Momentum-Strategien und welche zwei Arten gibt es? Was sagt die Empirie dazu?
Erfolgreiche Momentum-Strategien stehen im Widerspruch zu der Annahme, dass der Markt zumindest schwach effizient ist.
- Kurs-Momentum: Aktien mit hoher Rendite in der Vergangenheit schneiden auch in Zukunft besser ab
- Gewinn-Momentum: Aktienkurse folgen der Veränderungen der Gewinnschätzungen der Analysten
-> Viele empirische Studien können nachweisen, dass damit Überrenditen erzielt werden (aus der Behavioral Finance)
V6: Efficient Markets
Mittelstarke Form der Markteffizienz
Was sind die Charakteristika der mittelstarken Form der Markteffizienz?
- Alle frei Verfügbaren Informationen sowie alle Erwartungen über zukünftige Entwicklungen berücksichtigt
- Sehr schnelle Verarbeitung von neuen Informationen, es können damit keine Überrenditen erzielt werden
- Bei mittelstarker Markteffizienz kann auch die fundamentale Analyse keinen Mehrwert mehr schaffen
-> Viele Studien zeigen, dass mittelstarke Effizienz nur teilweise gegeben ist
V6: Efficient Markets
Mittelstarke Form der Markteffizienz
Was ist der Small-Firm Effect? Wie lässt er sich erklären?
Kleine Unternehmen (Marktwert) weisen langfristig eine höhere risikoadjustierte Rendite auf als große Unternehmen
und
Unternehmen mit kleiner Book-to-Market Ratio schneiden auch risikoadjustiert schlechter ab als Unternehmen mit hoher Book to Market Ratio
Ursachen:
- Kleine Unternehmen stehen meist weniger intensiv unter der Beobachtung der Analysten; Grosse bekannte Firmen werden von institutionellen Investoren permanent beobachtet (Noise-Trading)
- Informationsdefizit macht das Investieren in kleine Firmen risikoreicher
- Investoren verlangen eine höhere Risikoprämie für illiquide Aktien, aufgrund der höheren Transaktionskosten
- Neutralisierung der positiven Alphas durch die höheren Transaktionskosten (Differenz zwischen Bid- und Ask-Kurs)
- Grundkonzept der effizienten Märkte wird nicht verletzt