Financial Analysis

Umfasst die Vorlesungs-Folien

Umfasst die Vorlesungs-Folien


Jasmin Brander
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Finanzanalyse auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Optionen, Futures, Aktien und Risikomanagement. Sie decken Themen wie Preisbildung, Hedging-Strategien, Portfolio-Optimierung und die Bewertung von Derivaten ab. Besonders nützlich für Studierende und Finanzprofis, die ihr Verständnis von Finanzinstrumenten und -strategien vertiefen möchten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Karten
138
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
11.06.2014 / 21.06.2014

Lernkarten

V6: Efficient Markets

Was sind Gründe, die gegen eine Markteffizienz sprechen?

  • Informationen sind nicht vollständig in Aktienkursen verarbeitet:
    • Gewisse Marktteilnehmer (SNB...) sind nicht gewinnorientiert (betreiben keine Arbitrage)
    • Wahrnehmungsverzerrungen der Anleger:
      • Verlustaversion, Overconfidence, Framing (nur wenn ALLE irrational agieren hat dies einen Einfluss auf den Aktienpreis, sonst können "Rationale" mittels Arbitrage theoretisch unendlich Gewinn machen... aber:)
    • Informationen kosten und die Verarbeitung braucht Zeit
    • Transaktionskosten verhindern sofortige Reaktion der Investoren
    • Arbitrage ist limitiert
  • Wahrscheinlichkeitsverteilungen der Aktienrenditen verändern sich (z.B. wegen Konjunkturzyklen)
    • Man sollte während Boom kaufen und während Rezession verkaufen

V6: Efficient Markets

Starke Form der Markteffizienz

Was sind die Charakteristika der starken Form der Markteffizienz?

  • ALLE Informationen (öffentlich und privat) berücksichtigt
  • Auch mit Insider-Informationen können keine Überrenditen erwirtschaftet werden

-> Viele Studien zeigen, dass die starke Form der Markteffizienz nicht gegeben ist

V6: Efficient Markets

Was für Fragen lassen die Studienresultate offen?

  • Sind die Überrenditen aufgrund von Marktanomalien (z.B. Size-Effect) oder aufgrund zusätzlich eingegangener Risiken erwirtschaftet worden?
    • Problematik der Messung von Alphas
    • Evtl. keine Alphas sondern Risikoprämien
  • Sind die Anomalien reale Phänomene oder kommen sie aufgrund von Data-Mining vor?
  • Sind die Anomalien real und werden durch irrationales Verhalten verursacht? Behavioral Finance...
  • Es kann - weil Märkte nur teilweise mittelstark effizient sein - sinnvoll sein, nicht nur passiv anzulegen

V7: Fixed Income Securities

Was ist die Definition von "Bond"? Welche zwei Hauptarten und was für Ausgestaltungsmöglichkeiten gibt es?

  • Wertschriften mit versprochenen Zinszahlungen und Rückzahlungsbetrag zu festgelegten Zeitpunkten
  • Teasury Bonds und Corporate Bonds
  • Viele Ausgestaltungsmöglichkeiten: Callable Bonds, Convertible Bonds, Floating-Rate Bonds, Catastrophe Bonds etc.

V7: Fixed Income Securities

Wie werden Bonds bewertet? Woraus setzt sich die Discount Rate zusammen?

Was ist die wichtigste Risikoquelle für Fixed Income Securities?

Erwartete CFs werden mit entsprechender Discount Rate abdiskontiert (Formel s. Bild)

Bei vielen Jahren mit gleicher Discount Rate kann Alternativ-Formel benutzt werden! (s. Bild)

Die wichtigste Risikoquelle für Fixed Income Securitites sind Zinsschwankungen. Der Preis sinkt mit steigendem Zinssatz; die Beziehung zwischen Preis und Zins ist also konvex

V7: Fixed Income Securities

Ceteris Paribus stehen der Preis und die Yield eines normalen Bonds in

V7: Fixed Income Securities

Definiere die "Yield to Maturity" und gib ein Beispiel

  • Die YtM ist die Abdiskontierungsrate, welche den PV eines Bonds gleich setzt mit dessen Preis
  • Mass für den durchschnittlichen Return eines Investors, wenn er den Bond bis zum Verfall hält
  • Die YtM entspricht der Compound Rate of Return bis zum Verfall unter der Annahme, dass alle Zinszahlungen zu dieser Rate reinvestiert werden können

V7: Fixed Income Securities

Welche Aussagen sind bezüglich Preisbewegungen von Bonds zu machen?

  • Die Preise von Bonds mit gleichem Risiko (und Steuern) sollten sich anpassen bis alle denselben erwarteten Return aufweisen (wegen Verhinderung von Arbitrage)
  • Unerwartete Änderungen des Marktzinses führen dazu, dass der Holding Period Return besser oder schlechter ist als die ursprüngliche YtM
  • Discount Bonds (günstiger als Par Value): Coupon Rate < Current Yiel < YtM
  • Premium Bonds (teurer als Par Value): Coupon Rate > Current Yield > YtM

V7: Fixed Income Securities

Welche Aussagen sind bezüglich Kreditrisiko zu machen?

  • Bonds definieren "versprochene" Zahlungen
  • Tatsächliche Zahlung hängt vom Kreditrisiko ab
  • Dieses wird von Ratingagenturen gemessen (Ratings reagieren aber langsam)
    • Leverage Ratio
    • Asset Volatilität
    • Liquidität
    • Profitabilität, Coverage Ratios...

-> Investment-grade Bonds und Speculative-grade Bonds
(1% der Bonds mit AA-Rating und 40% mit B-Rating defaulten innerhalt von 15 Jahren)

V7: Fixed Income Securities

In welchem Zusammenhang stehen YtM und Ausfallrisiko?

  • Versprochene YtM wird nur realisiert, wenn Firma nicht konkurs geht (also maximal mögliche YtM)
  • Erwartete YtM berücksichtigt Möglichkeit des Konkurses (basiert auf erwarteten Zahlungen)
  • Mit dem Ausfallrisiko erhöht sich auch die Default Prämie (Spread zwischen YtM eines Bonds und der YtM eines risikolosen T-Bonds)
  • Wenn Firma nicht konkurs geht, ist realisierte YtM > YtM T-Bond, aber bei Konkurs kann sie viel tiefer sein

V7: Fixed Income Securities

Was ist ein Credit Default Swap (aufzeichnen) und wozu wird er verwenet?  Was ist der Spread? Was ist ein Vorteil der CDS-Preise?

  • Ein CDS entspricht im Prinzip einem Versicherungsvertrag auf das Default Risiko
  • CDS-Kontrakte sind heute oftmals liquider als die zugrundeliegenden Bonds
  • Für Absicherungen, Spekulationen, Portfolio-Mgmt usw. (z.B. als Protection-Verkäufer statt Bond-Käufer auftreten und so Prämien kassieren)

 

  • Der Spread ist die Ausfallprämie auf einem Bond, die approximativ dem Yield Spread zwischen Credit risky Bond und AAA-rated Bond entspricht

-> CDS-Preise reagieren viel schneller als Ratings von Agenturen (s. z.B. Lehman)

V7: Fixed Income Securities

Wie würdest du das Kreditrisiko eines Unternehmens evaluieren? Mittels:

a) Fundamentalanalyse
b) Rating
c) CDS

Was ist je mind. ein Vor- und ein Nachteil des jeweiligen Verfahrens?

a) Eigenes Modell aufstellen, Zahlen analysieren etc.
     - Komplex, dauert lange, hoher Aufwand
     + Unabhängige Beurteilung (Probability of Default und Recovery können getrennt werden)

b) Ratings von Agenturen anschauen
     - Reagieren träge, sind etwas undurchsichtig 
     + Einfach, schnell verfügbar

c) Preise der CDS beobachten
     - Nur Spread. Keine Trennung von Probability of Default und Recovery.
     - Es gibt nicht für alle Firmen CDS' (oder keine liquiden)
     + Sehr schnell verfügbar, ideal in liquiden Märkten

V7: Fixed Income Securities

Was ist die Yield Curve? Wie werden Bonds unter Berücksichtigung der Yield Curve bewertet?
(//PRÜFUNG//)

  • Bonds mit unterschiedlichen Laufzeiten haben unterschiedliche YtMs
  • Der Zusammenhang zwischen YtM und Maturity wird Yield Curve genannt

-> Bond bewerten: Jeden CF eines Bonds SEPARAT gemäss entsprechendem STRIP bewerten. Danach können die einzelnen Werte zum Gesamtwert des Bonds addiert werden.

V7: Fixed Income Securities

Was sind die Formeln für die Yiel Curve ohne Unsicherheit?

Wenn die Formeln keine Gültigkeit hätten, wäre Arbitrage möglich.

Mann kann sich die Future Short-Rate für jede Laufzeit zurückrechnen

V7: Fixed Income Securities

Wie ist die Berechnung der Future Short Rate bei Zinsunsicherheit? (//???//

  • Bei Zinsunsicherheit nennt man die Future Short Rate "Forward Interest Rate"

V7: Fixed Income Securities

Welches sind die beiden Theorien zur Erklärung der Term Structure?

Expectations Hypothesis

  • Foward Rate entspricht dem Erwartungswert der zukünftigen Short Interest Rate: f2=E(r2)
  • Eine steigende Yield Kurve impliziert, dass die Investoren eine Erhöhung der Zinsraten erwarten

Liquiditätspräferenz-Theorie

  • Annahme, dass Short-Term-Investoren den Markt dominieren
  • Liquiditätsprämie: f2 > E(r2) (um Anregung zu geben, auch längerfristige Bonds zu kaufen)

V7: Fixed Income Securities

Welches sind die Interpretationen der Term Structure?

  • Erwartete Erhöhung der künftigen Zinsen kann steigende Zinskurve zur Folge haben. Aber Liquiditätsprämien erschweren es, Erwartungen aus der Kurve zu lesen
  • Yield Curve wird oft für Business Cycle Indikatoren herangezogen (e.g. fallende Zinsen = schwierige Zeiten stehen bevor)
  • Erwartete Änderung der Zinsen kann durch Veränderung der erwarteten realen Zinsen ODER durch eine Veränderung der erwarteten Inflation hervorgerufen werden

V7: Fixed Income Securities

Was ist die Duration und wie wird sie berechnet?

Inwiefern kann Duration hilfreich sein bei der Ermittlung der proportionalen Änderung des Bondpreises?

  • Duration ist ein Mass für die durchschnittliche Laufzeit der versprochenen CFs eines Bonds
  • Duration ist der gewichtete Durchschnitt der Dauer bis zu jeder Zahlung
  • Sie ist ein essentielles Konzept  beim Hedging von Zinsrisiko

 

  • Proportionale Änderung ds Bondpreises s. Bild

V7: Fixed Income Securities

Was sind die Duration Regeln?

  1. Die Duration eines Zero-Coupon Bonds entspricht der Laufzeit
  2. Bei konstanter Laufzeit ist Duration tiefer je höher der Coupon (es kommen ja höhere Zahlungen)
  3. Bei konstantem Coupon steigt die Duration mit der Laufzeit (meistens!)
  4. Die Duration eines Bonds ist höher, wenn die YtM tiefer ist
  5. Die Duration einer Perpetuity ist (1+y)/y

V7: Fixed Income Securities

Du denkst, dass die Zinsen fallen. Welchen Bond kaufst du, um einen möglichst grossen Kapitalgewinn zu erwirtschaften, wenn Prognose auch tatsächlich eintrifft?

V7: Fixed Income Securities

Was ist mit Konvexität gemeint und wie kann man sie berechnen?

  • Duration Regel ist nur eine Approximation des Einflusses von Zinsen auf Bondpreise
  • Bei grösseren Zinsänderungen entspricht sie nicht mehr der Realität, da Konvexität nicht berücksichtigt wird (mittels derer die Bondpreise genauer erfasst werden können, s. Beispiel!)

V7: Fixed Income Securities

Welcher Bond hat einen höheren Preis, wenn zukünftige Zinsen unsicher sind?

V7: Fixed Income Securities

Wozu werden die Konzepte in der Praxis angewendet?

  • Immunization
    • Schutz vor Zinsschwankungen mit Duration-Matching
    • Banken, Pensionskassen, Versicherungen
    • Matching des Zinsexposures der Aktiven und Passiven (Gewinne Aktivseite sollten Verluste auf Passivseite aufheben)
    • Achtung: Rebalancing und ständiges Monitoring der Positionen ist wichtig wegen der Konvexität, Zinsänderungen, Laufzeitänderungen und der Yield Curve
  • Aktives Portfolio Management

Gastvortrag cb Risk Solutions

Für welche sinnvollne Anwendungen können Strukturierte Produkte eingesetzt werden? Was sind jeweils die Vorteile davon?

  • Zur Erweiterung des Anlageuniversums
    • Anlageklassen, die bisher unerreichbar waren, werden zugänglich (e.g. Rohstoffe, Volatilität, Zinsen)
    • Zugang zu geografisch neuen Ländern
      • VORTEILE: Höhere Diversifikation, neue Ertragschancen, Kostenvorteile
  • Zur Umsetzung eines Investment-Themas
    • Individuell zusammengestellte Aktienkörbe (e.g. Technologie-Körbe, Value-Aktienkörbe etc.)
      • VORTEILE: Einfache Umsetzung, kostengünstig
  • Zur Vermeidung von Währungsrisiken
    • Quanto-Produkt mit Titeln in verschiedenen Währungen
      • VORTEIL: Währungsabsicherung
  • Zur präzisen Risikosteuerung
    • Jedes Risiko-Rendite Profil kann umgesetzt werden dank flexiblen Auszahlungsformen
      • VORTEIL: Flexible Risikosteuerung
  • Zur effizienten Implementierung von dynamischen Strategien
    • Basierend auf quantitativen Berechnungen, stetiger Beobachtung, täglichen Rebalancing... (e.g. Rolling Discount Zertifikat, Risikosteuerung via Volatilität)
      • VORTEILE: Kostengünstig, effizient
  • Zur Steuer-Optimierung
    • Verschiedene Besteuerung von Strukis je nach Ausgestaltung
    • Invesititionen können steuerlich optimal ausgestaltet werden (e.g. unterjähriges Discount Zertifikat)
      • VORTEIL: Steueroptimierung
  • Zur Ertragsgenerierung in jedem Marktumfeld
    • Strukis erlauben es, auch von Seitwärtsmärkten oder fallenden Märkten zu profitieren (e.g. mit Reverse Convertibles in Seitwärtsmärkten)
      • VORTEIL: Ertrag in jedem beliebigen Marktumfeld
  • Zur Vermischung der Anlageklassen
    • Aktien, Zinsen, Währungen, Rohstoffe, Funds, Kredite, Insurance-linked etc.
      • VORTEIL: Grosse Auswal möglicher Anlageklassen
      • Ist aber sehr teuer

Gastvortrag cb Risk Solutions

Was sind die Möglichkeiten bei einem drohenden Zinsanstieg?

Grundsätzlich nur die Risiken absichern, die nötig sind (Versicherung kostet Geld!)

  • Strategie A: Reduziere Zins-Sensitivität des Portfolios
    • Verkürzung der Duration des Bond-Portfolios, also Bonds mit kurzer Laufzeit kaufen
      • Vorteil: Reduziert Preis-Volatilität des Portfolios
      • Nachteil: Transaktionskosten und tieferer YtM
    • Floating Bonds (der Coupon ist nicht fix, sondern dem Zinsniveau angepasst)
      • Vorteil: Reduziertes Zins-Risiko
      • Nachteil: Kann auch niedrigere Auszahlungen zur Folge haben, falls realisierter Zinsanstieg kleiner als prognostizierter
  • Strategie B: Sichere das Portfolio mit Absicherungsinstrumenten ab (dazu Zinssensitiviät Portfolio und Absicherungsinstrument sowie den Risikoappetit kennen)
    • Zinsswap (fixed coupon + swap = variabler Coupon)
      • Vorteil: elementare Transaktion ohne Austausch des Nominalbetrags
      • Nachteil: Zinsswaps sind nicht für jeden Account/Kunden-Typ zugelassen
        • Alternative: Floating Rate Note oder Swap Note
    • Short Zinsfutures (CONF Futures, EURO Bond Futures)
      • Vorteil: gelistete Instrumente
      • Nachteil: Der Futures Handel ist nicht für jeden Account / Kunden-Typ zugelassen
        • Alternative: Short Minifuture
    • Shorten eines langläufigen Bonds
      • Voreil: elementare Transaktion
      • Nachteil: Illiquidität von Bonds, Bond muss geliehen werden, kann eigentlich nur durch Trading Desk durchgeführt werden
        • Alternative: Short Zertifikat

V8: Options

Was sind Derivate, was sind Optionen und wie werden sie gehandelt?

  • Derivate sind Wertschriften, deren Werte vom Preis anderer Wertschriften abhängen
    • Aktien
    • Zinsen
    • Indizes
    • Commodities etc.
  • Eine Option gibt dem Halter das Recht, (nicht aber die Pflicht), etwas mit der zugrunde liegenden Wertschrift zu tun
  • Der Handel von Optionen wird OTC oder standardisiert über Handelsplattformen abgewickelt

V8: Options

Definiere folgende Begriffe

  • Optionsprämie
  • In the Money
  • At the Money
  • Out of the Money

  • Optionsprämie: Kaufpreis einer Option
  • In the Money: Ausübung würde momentan einen Profit für den Halter generieren
  • At the Money: Ausübungspreis entspricht genau dem momentanen Preis des zugrundeliegenden Assets
  • Out of the Money: Ausübung wäre momentan nicht profitabel

 

V8: Options

Wer muss ein Margin bereitstellen: der Käufer oder Verkäufer einer Option?

Verkäufer

V8: Options

Wie sehen die Payoffs aus:

  • Call Option Käufer
  • Call Option Verkäufer
  • Put Option Käufer
  • Put Option Verkäufer

.

V8: Options

Warum investiert man überhaupt in Optionen statt direkt in Aktien?

  • Optionen zum Spekulieren: ihre Werte reagieren überproportional zu Änderungen in den Preisen von Underlyings ("calls are a levered investment on the stock", s. Portfolio B)
  • Optionen zur Absicherung (Hedging): Downside-Potential wird limitiert (s. Portfolio C)

V8: Options

Was ist ein Protective Put (auch zeichnen) und wie schneidet er im Vergleich zur Aktie ab?

  • Aktie plus long Put
  • Garantierter Payoff mindestens in Höhe des Strike Preises X (abgesicherter Level des Payoffs) und sonst ST 

 

  • Im Vergleich mit der Aktie bietet Protective Put eine Versicherung
  • Die Kosten dieser Versicherung entsprechen der  Optionsprämie
  • Optionen können für Risikomanagement verwendet werden

V8: Options

Was ist ein Covered call (auch zeichnen)?

  • Aktie plus Short Call (covered, weil man die Aktie, die man verkaufen müsste, bereits besitzt - im gegensatz zum Naked Option Writing)
  • Maximaler Payoff ist der Strike Price
  • Prämie in Höhe der Optionsprämie reduziert Kaufkosten

 

  • Bei dieser Strategie ist man auf die Prämien aus. Man will die Aktie i.d.R. bei Preis X sowieso verkaufen und erhält so zusätzlich noch eine Prämie

V8: Options

Was ist ein Straddle (auch zeichnen)?

  • Long Call plus Long Put
  • Wette auf Volatilität
  • Man gewinnt entweder Payoff des Calls (ST-X) oder des Put (X-ST), je nach Preisentwicklung
  • Verlust, falls sich das Underlying nicht bewegt

V8: Options

Du erwartest, dass eine Aktie in Zukunft stärker schwanken wird als der Markt erwartet. Du weisst aber nicht in welche Richtung. Welche Optionsstrategie implementierst du, um von deiner Vorhersage zu profitieren?

V8: Options

Was ist die Put-Call-Parität und wie wird sie berechnet?

Long Call und T-Bill (riskless Bond) haben den gleichen Payoff wie  Long Put und Aktie und müssen daher auch den gleichen Preis haben, um Arbitrage zu verhindern

V8: Options

Was sind Beispiele für Finanzinstrumente mit impliziten Optionseigenschaften?

  • Callable Bond
    • Normaler Bond plus Short Call (man kauft einen Bond und gibt dem Issuer das Recht, bei einem bestimmtem Strike Price zurückzukaufen)
    • Höherer Coupon als Kompensation für den Investor
    • Unterschied zu normalem covered call: Komplexer, da call erst nach einer gewissen Periode ausgeübt werden darf und der Strike Price sich im Verlaufe der Zeit ändern kann (ganz von der Firma und den Terms abhängig)
  • Convertible Securities
    • Convertible Bond oder normaler Bond und (exotischer) long Call
    • Gibt dem Halter das Recht, Bonds in eine fixe Anzahl Aktien umzutauschen
    • Meistens werden diese Bonds tief out of the money ausgegeben, sodass kein Anreiz zum Tausch besteht, ausser der Aktienpreis stiege extrem oder der Bondpreis sinke extrem

V9: Option Valuation

Was ist der Innere Wert und was der Zeitwert einer Option?

  • Innerer Wert
    • Differenz S0-X bei einer "in the money" Call Option (Payoff einer sofortigen Ausübung)
    • Für "out of the money" oder "at the money" Optionen ist der Innere Wert 0
  • Zeitwert
    • Differenz zwischen Preis der Option und Innerem Wert
    • Der Zeitwert wird durch die Option der Ausübung generiert. Der Zeitwert steigt also mit höherer Volatilität (aufgrund der Möglichkeit, den Call nicht auszuführen, wenn er unprofitabel wäre)
    • Der Zeitwert ist im mittleren Bereich am höchsten (s. Bild), da Volatilität am höchsten ist
    • -> Der Wet (Net Value) der Option steigt jedoch weiter mit dem Aktienpreis

V9: Option Valuation

Was sind die Einflussfaktoren des Optionspreises, d.h. wann erhöht sich der Wert einer Call-Option?

Der Wert einer Call Option erhöht sich, wenn

  • Der Wert des Underlyings steigt
  • Der Strike Preis sinkt (Aktie darf zu tieferem Preis gekauft werden)
  • Die Volatilität steigt (nach oben profitiert man mehr und nach unten verliert man sowieso nichts)
  • Die Restlaufzeit länger ist
  • Die Zinsen sich erhöhen (tieferer Strike-Price, der bezahlt werden muss)
  • Die Dividenden sinken (tieferer Aktienpreis)

V9: Option Valuation

Was ist die Call-Put Ratio und was sagt sie aus?

Call/Put (Verhältnis von Calls zu Puts)

Also: Profit von zukünftigen Gewinnen / Profit von zukünftigen Verlusten

Je höher dieser Ratio, desto eher sind die Anleger auf der Käuferseite, d.h. sie sind zuversichtlich.

-> Auch eine sinkende Volatilität ist ein Zeichen für mehr Zuversichtlichkeit der Investoren

 

V9: Option Valuation

Was sind die Restriktionen für den Wert einer Call Option?

  • Der Wert einer Call Option kann nie negativ sein
    • C>=S0-PV(X)-PV(D)
  • Der Wert einer Call Option kann nie höher sein als das Underlying

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