Fachbegriffe Statistik

Fachbegriffe zu Statistik

Fachbegriffe zu Statistik


Nadja Rieke
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über statistische Fachbegriffe und Konzepte, die für die Berufslehre relevant sind. Sie decken Themen wie Merkmale, Ausprägungen, Häufigkeitsverteilungen, Kontingenztafeln und empirische Unabhängigkeit ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Berufstätige, die statistische Methoden und Analysen verstehen und anwenden müssen, um Daten zu interpretieren und Zusammenhänge zu erkennen.
Cartes-fiches
230
Utilisateurs
24
Langue
Allemand
Catégorie
Mathématiques
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
04.01.2014 / 20.09.2025

Cartes-fiches

statische Einheit/ Merkmalsträger

Objekte auf die sich eine statische Untersuchung bezieht

- an ihnen werden Daten erhoben

Grundgesamtheit/ Population

enge aller für eine Fragestellung ineteressierende Einheiten.

- ist klar abgegrenzt

Teilpopulation

Teilmenge einer Grundgesamtheit

Merkmal / Variable

Eigenschaften statischer Einheiten

- gekennzeichnet durch Großbuchstaben

Merkmalsausprägungen

Mögliche werte die ein Merkmal annehmen kann

- gekennzeichnet durch Kleinbuchstaben

Stichprobe

Teilmenge aus einer Grundgesamtheit

Urwerte

Ach Primärdaten oder Rohdaten genannt.

- Beobachtete Werte für ein Merkmal

Urliste

Zusammenfassung aller Urwerte

- Merkmalswerte können mehrfach auftreten

Zufallsvariablen

Ein Merkmal wird Zufallsvariable genannt, wenn man seine Ausprägung als Ergebnis eines Zufallsvorgangs interpretiert.

Realisierung

Ausprägung einer Zufallsvariable

Stichprobenvariable

Ausprägung aller Elemente einer Stichprobe

diskretes Merkmal

hat unendlich viele Ausprägungen oder abzählbar unendlich viele (lassen sich fortlaufend nummerieren)

stetiges Merkmal

Ausprägungen bilden ein Intervall

Für je zwei Merkmalsausprägungen gilt, dass auch alle Zwischenwerte angenommen werden können

Nominalskala

+ Beispiel

Die Ausprägungen stellen lediglich Namen oder Kategorien dar.

- keine natürliche Rangordnung

- Quotienten- und Differenzbildung ist nicht sinnvoll

Bsp.: Parteipräferenz", Konfessionsangehörigkeit, Geschlecht

 

Ordinalskala/ Rangskala

+ Beispiel

- natürliche Rangordnung

- keine Differenz- oder Quotientenbildung

- Operationen: auszählen, ordnen

Bsp.: Militärischer Rang, Höchster erreichter Bildungsabschluss

Metrische Skala/ Kardinalskala

- Abstände (Differenzen) zwischen den Merkmalsausprägungen sind sinnvoll interpretierbar

- zu ihr gehören: Verhältnisskala, Intervallskala, (Absolutskala)

Bsp.: Geburtsjahr (Intervallskala), Alter, oder O2-Emmission (Verhältnisskala)

Verhältnisskala/ Ratioskala

- hat einen natürlichen Nullpunkt

- Operationen: auszählen, ordnen, Differenz- und Quotientenbildung

- zu ihr rechnet man auch die Absolutskala

Intervallskala

- hat keinen natürlichen Nullpunkt

- keine Bildung von Quotienten

Operationen: auszählen, ordnen, Differenzbildung

Absolutskala

+ Beispiel

- Sonderfall

- natürlicher Nullpunkt UND natürliche Rangordnung

Bsp.: Anzahl an Fachsemestern

Likert-Skala

- erfasst hypothetische Konstrukte und latente Variablen

- Werte beruhen auf Einschätzungen

- ist ordinalskaliert

- Es gibt eine verschiedene Anzahl der Stufen: Gerade und Ungerade

-> bei ungeraden Stufen steht eine neutrale Bewertung in der Mitte

qualitatives Merkmal

+ Beispiel

- Typ der Merkmalsausprägung: Kategorie

- spiegelt Qualität wieder, keine Intensität oder Ausmaß

- nominal oder ordinalskaliert

Bsp.: Konfessionszugehörigkeit, Güteklassen von Lebensmitteln

quantitatives Merkmal

- Typ der Merkmalsausprägung: Zahl

- sind stets metrisch skaliert

manifeste Variable

- direkt beobachtbar

latente Variable

- nicht beobachtbar

Daten

- Beobachtete Werte eines Merkmals oder mehrerer Merkmale in einer Grundgesamtheit von Merkmalsträgern

Datenerhebung

- Gewinnung von Daten

Erhebungsdesigns

- Planung der Datengewinnung

CAPI

- computer assisted personal interviewing

- softwaregesteuerte Interviewführung

+ automatisierte Ergebnisverarbeitung

CATI

- computer assisted telephone interviewing

- fernmündlich geführtes Interview

- Interviewer sitzt vor dem Computer und gibt Antworten direkt ein

interviewer-administriertes Interview

- CAPI + CATI

- Antworteingabe am Computer wird vom Interviewer vorgenommen

nicht-reaktive Erhebungsverfahren

- Zielpersonen nehmen in der Regel nicht wahr, dass sie Teil einer Beobachtung sind

- Markt- und Konsumforschung

unabhängige Variable 

- auch genannt: Einflussfaktoren

- Die Ausprägung eines Merkmal, die im Rahmen eines Experimentes variiert werden kann

abhängige Variable

- auch genannt: Zielgröße

- Merkmal, dass sich in einem Experiment mit der Veränderung der unabhängigen variable verändert

Störvariable

- Einfluss von für die Untersuchung irrrelevanten Daten

Kontrollgruppe

- Ergänzung einer Gruppe von Versuchspersonen,  sie werden keinen variierenden Einflussfaktoren ausgesetzt.

Versuchsgruppe

Einflussfaktoren bei dieser Gruppe werden variiert

Quasi- Experiment

- Erhebungsdesign ohne randomisierte Zuordnung

- Personen entscheiden selbst ob sie der Versuchs- oder der Kontrollgruppe angehören

- keine Zufallsauswahl

Querschnittsstudie

- an verschiedenen Merkmalsträgern werden zu einem festen Zeitpunkt die Ausprägungen eines Merkmals erfasst.

- man erhält eine Querschnittsreihe

Längsschnittstudie

- Ein Merkmal wird an einem oder mehreren Merkmalsträgern im Zeitverlauf beobachtet

- man erhält eine Zeitreihe

Panel

- kombiniert Querschnitts- und Längsschnittstudie

- für dieselben Objekte werden wiederholte Merkmalsausprägungen ermittelt

Étudier