Fachbegriffe Statistik
Fachbegriffe zu Statistik
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Flashcards
1. Erklären Sie die Klassifikation nach Art der Datenquelle.
1. Bei der Klassifikation nach Art der datenquelle unterscheidet man die Primär, Sekundär- und Tertiärerhebung. Bei der Primärerhebung werden Daten eigens für das Untersuchungsziel gewonnen, man spricht von primär Daten, diese Art der Klassifikation wird häufig in der Psychologie oder der Arzneimittelforschung eingesetzt. Die Sekundärerhebung hingegen stützt sich auf Daten aus schon vorhandenen Datenquellen, man spricht von sekundär Daten, diese Art der Erhebung findet man bei statischen Analysen, die sich z.B. auf Daten des Statistischen Bundesamtes stützen. Bei Tertiärerhebungen werden statische Informationen ebenfalls aus schon vorhandenen Quellen geschöpft, allerdings nicht in Form von Originaldaten. Tertiärerhebungen findet man beispielsweise bei der Europäischen Gehalts- und Lohnstrukturerhebung. Es handelt sich dabei und vertrauliche Daten, die nur in der aggregierter Form weitervermittelt werden dürfen.
1. Welche Arten der Klassifikation nach Art der Datengewinnung unterscheidet man?
1. Man unterscheidet nach Art der Datengewinnung: Beobachtung, Befragung und Experiment.
Erkläre die Befragung als Art der Datengewinnung
1. Bei der Befragung gibt es verschiedene Möglichkeiten Daten zu gewinnen. Man unterscheidet die mündliche und die schriftliche Art der Befragung. Die mündliche Befragung läuft meist in Form eines Interviews ab, wobei man eine strukturierte, teilstrukturierte oder unstrukturierte Befragung unterscheiden kann. Strukturierte Befragungen haben einen geschlossenen Charakter mit festen Fragen in Fragebögen, wohingegen unstrukturierte Befragungen einen offenen Charakter haben, sie benötigen keinen Fragebogen. Mündliche Befragungen laufen oft per Telefon ab, da die moderne Kommunikationstechnologie immer mehr Einfluss gewinnt. Bei solchen Interviews handelt es sich um softwaregesteuerte Befragungen mit automatisierter Ergebnisverarbeitung.
Die schriftliche Befragung besteht meist aus dem Ausfüllen eines Fragebogens, das der Befragte selbst vornimmt. Fragebögen können per Post oder Mail zugeschickt werden, oder netzbasiert stattfinden. Bei solchen interaktiven Befragungsprogrammen handelt es sich um eine selbst-administrierte computergestützte Befragung.
1. Was versteht man unter CAPI und CATI?
1. CAPI bedeutet computer assisted personal interviewing, wie der Name schon sagt handelt es sich um eine softwaregesteuerte Interviewführung, bei der die Ergebnisse automatisch verarbeitet werden.
CATI bedeutet computer assisted telephone interviewing, der Unterschied ist, dass hier eine persönliche, fernmündliche Befragung stattfindet, bei der die Antworten vom Interviewer in den Computer eingegeben werden.
Bei beiden Arten handelt es sich um interviewer-administrierte Interviews.
1. Erkläre die Beobachtung als Art der Datengewinnung, in welchen Bereichen ist sie besonders wichtig?
1. Die Beobachtung als Art der Datengewinnung ist besonders wichtig in der Bereichen Sozialforschung und Psychologie, aber auch in anderen Bereichen kann sie zum Einsatz kommen. Es lassen sich viele Dinge beobachten, Umweltprozesse, technische Prozesse, Verhalten von Personen, die Volkswirtschaft um nur einige zu nennen.
1. Erkläre das Experiment als Art der Datengewinnung.
1. Bei einem Experiment werden die Ausprägungen eines oder mehrerer Merkmale systematisch unter Laborbedingungen verändert und der daraus resultierende Einfluss auf ein anderes Merkmal beobachtet.
1. Was versteht man unter Klassifikation nach zeitlichem Zusammenhang der Daten?
1. Daten können nach ihrem zeitlichen Zusammenhang klassifiziert werden, dabei unterscheidet man die Querschnittsstudie und die Längsschnittstudie. Die Querschnittstudie misst zu einem festen Zeitpunkt an mehreren Merkmalsträgern die Ausprägung eines Merkmals, man erhält dann eine Querschnittsreihe.
1. Was ist ein Panel und was versteht man unter Panelmortalität?
1. Ein Panel verbindet Querschnitts- und Längsschnittstudie miteinander, dabei werden für dieselben Objekte wiederholte Merkmalsausprägungen ermittelt. Die Panelmortalität entsteht dadurch, dass vor allem bei Langzeitstudien Teilnehmer aus der Studie ausscheiden können und so das Ergebnis Verzerren können.
1. Wie kann man nach Umfang der erhobenen Daten klassifizieren?
1. Die Klassifizierung nach dem Umfang der erhobenen Daten erfolgt nach Teil- bzw. Vollerhebung.
1. Was versteht man unter Teil- und Vollerhebung?
1. Bei einer Vollerhebung werden alle Elemente einer Grundgesamtheit untersucht. Bei einer Teilerhebung oder Stichprobenerhebung wird nur eine ausgewählte Teilmenge aus der Grundgesamtheit untersucht.
1. Welche Probleme können bei einer Stichprobenauswahl auftreten?
1. Die mit einer Stichprobenauswahl verbundenen Probleme sind Overcoverage und Undercoverage. Beim Undercoverage kann es passieren dass die Auswahlpopulation Elemente enthält, die nicht zur im Untersuchungsdesign definierten Grundgesamtheit gehören. So kann es zum Beispiel sein, dass als Grundgesamtheit die Einwohner einer Stadt festgelegt wurden, aus der nun eine Auswahlpopulation ermittelt werden soll. Undercoverage besteht dann darin, dass es sein kann, dass Einwohner einer Stadt mit zur Grundgesamtheit gerechnet werden, weil sie dort gemeldet sind, aber in Wirklichkeit nicht mehr in der Stadt wohnen. Andersherum gibt es dasselbe Problem, es können Elemente in die Grundgesamtheit gelangen, die nicht zur Grundgesamtheit gehören, so zum Beispiel Einwohner die in einer Stadt leben, aber nicht dort gemeldet sind.
1. Was versteht man unter Zufallsstichprobe?
1. Bei einer Zufallsstichprobe hat jedes Element der Grundgesamtheit eine von Null verschiedene Wahrscheinlichkeit in die Stichprobe zu gelangen.
1. Was ist ein Inferenzschluss?
1. Der Inferenzschluss ist der Rückschluss von Eigenschaften einer Stichprobe auf Eigenschaften einer Grundgesamtheit, dies geschieht mittels Schätz- und Testverfahren.
1. Was versteht man unter Stichprobenfehler?
1. Der Stichprobenfehler entsteht dadurch, dass nur Teilinformationen der Merkmalsträger der Stichprobe zur Verfügung stehen und nicht die volle Information der Grundgesamtheit, dadurch entsteht eine Unsicherheit. (bei Stichproben immer gegeben).
1. Was ist eine geschichtete Zufallsstichprobe?
1. Die Grundgesamtheit wird in sich nicht überlappende (disjunkte) Teilgesamtheiten zerlegt, diese bezeichnet man als Schichten. Im Anschluss wird aus jeder Schicht eine Zufallsstichprobe gezogen. Die Schichten sollten bezüglich des zu untersuchenden Merkmals möglichst homogen und untereinander möglichst heterogen sein. Die Schichten werden mit Hilfe einer Schichtungsvariable (das vorher bekannte Merkmal) zerlegt. Zerfällt eine Grundgesamtheit auf natürliche Weise in Schichten spricht man von Klumpen und einer Klumpenstichprobe.
Was versteht man unter Auswahlbias?
Der Auswahlbias bezeichnet eine systematische Verzerrung, die zum einen durch den unvermeidlichen Stichprobenfehler und zum anderen durch eine verzerrte Stichprobe (nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit) zustande kommt.
was versteht man unter einer Längsschittstudie?
Die Längsschnittstudie misst hingehen im Zeitverlauf die Ausprägung eines oder mehrerer Merkmale, man erhält eine Zeitreihe.
was sind abhängige, unabhängige und Störvariablen?
Die abhängige Variable ist das Merkmal, welches sich durch Veränderung der unabhängigenVariable ebenfalls Verändern soll, man spricht auch von Zielgröße. Die unabhängige Variable ist das Merkmal, dessen Ausprägung im Verlauf des Experiments verändert werden kann, man spricht auch von Einflussfaktoren. Unter Störvariablen versteht man den Einfluss von für die Untersuchung irrelevanten Daten.
Welche Arten der Beobachtung (zur datengewinnung) unterscheidet man?
Bei der Beobachtung in der Sozialforschung und Psychologie unterscheidet man das offene und verdeckte Erfahren. Beim offenen Verfahren wissen die Personen, dass sie Teil einer Beobachtung sind, beim verdeckten verfahren nicht, man spricht hier von einer nicht-reaktiven Datenerhebung.
Beschreibe Ordinalskala.
Die Ordinalskala oder auch Rangskala besitzt im Gegensatz zur Nominalskala eine natürlich Rangordnung, wodurch als Operationen sowohl auszählen, als auch ordnen sinnvoll sind. Doch auch bei der Ordinalskala ist weder die Quotienten- noch die Differenzbildung sinnvoll. Beispiele für Ordinalskalaen sind „Militärischer Rang“ oder „Höchster erreichter Bildungsabschluss“.
Beschreibe metrische Skala.
Bei Metrischen Skalen, oder Kardinalskalen sind die Abstände (Differenzen) zwischen den Merkmalsausprägungen sinnvoll interpretierbar. Zu den metrischen Skalen gehört zum einen die Verhältnisskala/Ratioskala, welche einen natürlichen Nullpunkt besitzt und somit auch die Quotientenbildung sinnvoll macht. Zum anderen gehört die Intervallskala zu den metrischen Skalen, welche keinen natürlichen Nullpunkt besitzt und somit die Bildung von Quotienten ausschließt. In einer Verhältnisskala wird zum Beispiel die CO2 Emission von PKWs dargestellt, in einer Intervallskala Geburtsjahr und Lebensalter. Als Sonderfall der Metrischen Skalen gilt die Absolutskala, sie besitzt sowohl einen natürlichen Nullpunkt als auch eine natürliche Einheit, sie betrifft Aussagen des Typs 100 km/h…
Was versteht man unter aktiver Methodenkompetenz
Aktive Methodenkompetenz ist im Gegensatz dazu eine Handlungskompetenz, sie bezieht sich auf die Fähigkeit im beruflichen Alltag Entscheidungen empirisch zu fundieren und nachvollziehbar zu kommunizieren.
Univariate Häufigkeitsverteilung
- dazu gehören die absolute und die relative Häufigkeitsverteilung
-> zur gewinnung der Übersicht beo großen Datenmengen
Was kann bei einer univariaten Urliste auftreten?
- Werte können mehrfach auftreten wenn n>k
-> Bei stetigen Merkmalen: das wiederholte Auftreten von Merkmalswerten ist um so seltener je genauer gemessen wird.
-> Bei stetigen Merkmalen: Geschieht zwangsläufig wenn n>k
Empirische Verteilsfunktion
zeigt wie oft eine Ausprägung in einem Datensatz vorkommt
Kumulierte Häufigkeitsverteilung
- Merkmalswerte müssen metrisch oder zumindest ordinalskaliert sein.
-> eine natürliche Rangordnung ist erklärt.
- zeigt wieviele Werte unterhalb oder oberhalb eines Schwellwertes X liegen.
- Beobachtungen n sind aufsteigend geordnet.
H(x) -> Summe der absoluten Häufigkeiten h(ai), die der Bedingung ai <= X genügen
Merke:
H(x) ist für x<ai = 0
H(x) ist für x=a1 = h(ai)
H(x) ist für x = a2 = h(a1) + h(a2)
=> monoton steigende Treppenfunktion -> springt jeweils in x = ai um hi nach oben
Kumulierte Häufigkeitsverteilung (Formal)
H(x) = 0 für x<ai
H(x) = h1 für a1<= X < a2
H(x) = h1+ h2+...+ hk-1 für alle ak-1<= x < ak
H(x) = n für alle x> = ak
Relativ kummulierte Häufigkeitsverteilung + anderer Name
F(x) -> resultiert wenn man H(x) durch den Umfang n des Datensatzes dividiert.
F(x) = H(x) / n
=> auch empirische Verteilsfuktion genannt
- monoton steigende Treppenfunktion -> springt in x = a1 (i = 1,2...,k) jeweils um fi
relativ kummulierte Häufigkeitsverteilung / empirische Verteilsfunktion
-> Formal
F(x) = 0 für alle x<a1
F(x) = f1 für a1 <= x < a2
F(x) = f1 + f2 + ... + fk-1 für ak-1 <= x < ak
F(x) = 1 für x >= ak
Was sind Kenngrößen empirischer Verteilung?
Lageparameter und Streuparameter
Welche Lageparameter gibt es?
Modalwert, Median uund Mittelwert
Welche Streuungsparameter gibt es?
empirische Varianz (nichtlineares Streuungsmaß)
empirische Standardabweichung
Spannweite (lineares Streuungsmaß)
Was ist ein nichtlineares Streuungsmaß?
empirische varianz
was ist ein lineares Streuungsmaß?
Spannweite
Lagemaße
- soll Befunde präzisieren und objektivieren
- Im datensatz enthaltene Information soll auf wenige Kenngrößen verdichtet werden.
-< Informationsverlust
- liefert zusätzliche Informationen, die sich nicht aus visuellen und grafischen darstellungen empirischer Verteilungen erschließen lassen.
Charakterisieren das Zentrum einer Verteilung!!
Modus
- > andere Namen
- Modalwert / Xmed
- lässt sich immer anwenden auch wenn Merkmale nur Kategorien sind
Def.: Merkmalsausprägung mit der größten Häufigkeit
Merke: Der Modus ist nur dann eindeutig erklärt, wenn die Häufigkeitsverteilung ein eindeutig bestimmtes Maximum aufweist.
Median
- > andere Bez.
- bei ordinalskallierten und metrischen
(x-Schlange) Xmed , Zentralwert
- nur bei mindestens ordinalskalierten Merkmalen anwendbar
- datensatz muss noch nicht zwangsläufig geordnet sein
-> muss dann aber geordnet werden
- median ist der mittlere Wert des geordneten Datensatzes
=> X(n+1 / 2)
Bei gerader anzahl von n:
- Median ist nicht eindeutig bestimmt sofern X(n/2) ungleich X (n/2 + 1)
bei ungerader Anzahl von n:
- Nur ein oder zwei zentrale Elemente aus einem Datensatz gehen ein
Bei metrisch skalierten Merkmalen:
- aus den beiden zentralen werten wird der Mittelwert gebildet:
Median = X(n+1 / 2) falls n ungerade
Median = 1/2 x ( X(n/2) + X(n/2 + 1) falls n gerade
- Der Median hat die Eigenschaft:
-> 50% der Elemente sind kleiner oder gleich dem Median, während 50% der Elemente größer oder gleich sind.
Mittelwert
+ andere Bez.
- arithmetisches Mittel, (x-quer)
- nur bei metrisch skalierten Merkmalen anwendbar
- berücksichtigt alle Werte eines Datensatzes mit gleichem Gewicht 1/n
- besitzt eine hohe Sensitivität / geringe Robustheit gegenüber Ausreißern
- Alternativ kann man zur Berechnung die relative Häufigkeit verwenden -> Mittelwert lässt sich als Summe der mit den relativen Häufigkeiten fi gewichteten Ausprägungen ai ermitteln (i = 1,2,...k)
- wenn man von jedem der Elemente x1, x2...,xn eines datensatzes den Mittelwert subtrahiert und aufsummiert resultiert 0
Wann werden welche Lageparameter verwendet?
Nominalskaliert: -> Modalwert
metrisch skaliert: -> Modalwert, Median, Mittelwert
- häufig werden Median und Mittelwert berechnet.
Streuungsmaße
- messen die Streuung innerhalb eines Datensatzes
- Charakterisieren von Merkmalen, für die Abstände zwischen Merkmalsausprägungen erklärt sind (quantitative Merkmale mit metrischer Merkmalsskalierung).