Fachbegriffe Statistik

Fachbegriffe zu Statistik

Fachbegriffe zu Statistik


Nadja Rieke
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über statistische Fachbegriffe und Konzepte, die für die Berufslehre relevant sind. Sie decken Themen wie Merkmale, Ausprägungen, Häufigkeitsverteilungen, Kontingenztafeln und empirische Unabhängigkeit ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Berufstätige, die statistische Methoden und Analysen verstehen und anwenden müssen, um Daten zu interpretieren und Zusammenhänge zu erkennen.
Flashcards
230
Students
24
Language
German
Category
Maths
Created / Updated
04.01.2014 / 20.09.2025

Flashcards

Was geschieht mit dem Gini-Koeffizient bei fehlender Konzentration?

- A = 0

- Gini-Koeffizient nimmt sein Minimum an Gmin = 0

Normierter Gini- Koeffizient

- Formel siehe Bild

- es gilt 0 ist kleiner gleich G*, und G* ist kleiner gleich 1

Wann spricht man beim normierten Gini-Koeffizienten von einer mäßigen Konzentration?

Wnn 0<G* und G* kleiner gleich 0,5

Wann spricht man beim normierten Gini-Koeffizienten von einer deutlichen Konzentration?

Wenn 0,5<G*<1

Was sind Anwendungsfelder für den Gini-Koeffizienten?

Besondere Bedeutung bei der Quantifizierung von Einkommensungleichheiten

  => Hier können alternativ auch Quantilsquotienten verwendet werden.

Welche Art Aussagen liefert der Gini-Koeffizient?

- Aussagen der Art: "X% der Merkmalsträger teilen sich Y% der Merkmalssumme"

Was misst der Gini- Koeffizient?

relative Konzentration

Herfindahl-Index

- Formel siehe Bild

- Maß für absolute Konzentration

Definiert durch die Summe der quadrierten Anteile xi / pn der einzelnen Elemente der Urliste

- Werte der Urliste müssen nicht geordnet vorliegen

für ihn gilt : 1/n ist kleiner gleich H, und H ist kleiner gleich 1

Welchen Wert nimmt der Herfindahl-Index bei voller Konzentration an?

H = 1

Was gilt für die untere Schranke des Herfindahl-Index?

Die positive untere Schranke wird mit abnehmender Länge n der Urliste größer

Was gilt für den Herfindahl-Index bei gleichmäßiger Merkmalsverteilung?

Alle Teile besitzen den Wert 1/n

-> H nimmt sein Minimum an:

Hmin = n x (1/n)2 = 1/n

Anwendungsfeld für den Herfindahl-Index

- Kartellbehörden: Messung unerwünschter Anbieterkonzentrationen

Wozu werden Index- und Verhältniszahlen benötigt?

+ Bsp.

Zum Abbilden komplexer gesellschaftsrelevanter Entwicklungszahlen, um Vergleiche zwischen Regionen zu ermöglichen.

Bsp.: EU-Staatsschuleden / Bruttoinlandsprodukt

Arten von Verhältniszahlen.

Maßzahlen

relative Häufigkeiten

Gliederungszahlen

Beziehungszahlen

Einfache Indexzahlen

Maßzahlen

Zahlen, die einen Sachverhalt quantifizieren

Verhältniszahlen

2 Maßzahlen werden durch Quotientenbildung miteinander verknüpft

-> ermöglcihen Vergleichbarkeit statischer Informationen für unterschiedliche Regionen oder Zeitpunkte.

Gliederungszahlen

- Eine Grundgesamtheit wird durch Anteilsbildung bezüglich eines Merkmals strukturiert

- sind dimensionslos

- Gliederungszahl p wird meist als Prozentwert ausgewiesen

Beziehungszahlen

Stellen durch Quotientenbildung eine Verbindung zwischen  z w e i unterschiedlichen Merkmalen her.

- die verknüpfung muss inhaltlich Sinn ergeben

-> Häufig wird auch der Quotient aus zwei Maßzahlen bestimmt, die sich auf dasselbe Merkmal aber auf Werte aus unterschiedlichen Beobachtungsperioden beziehen.

  => Zeitreihen

Einfache Indexzahlen

Verhältniszahlen, die die Werte für ein Merkmal für zwei Zeitpunkte verknüpfen

-> "einfach" beziehen sich nur auf ein e i n z i g e s Merkmal

Indikatoren

Geeignete Maß- und Verhältniszahlen, um komplexe Entwicklungen möglichst repräsentativ abzubilden und Vergleiche zwischen Regionen zu ermöglichen.

Beipsielbereiche für Indikatoren

Gesundheit

Wohlstand

Bildung

Umwelt

öffentliche Sicherheit

Innovationskraft

Wo findet man Informationen über Indikatoren?

statisches Bundesamt

- Indikatoren zur nachhaltigen Entwicklung

Eurostat

- Schlüsselindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung

Indexzahlen

Aggregieren meherer Indikatoren zu einer einzigen Maßzahl

- aggregierte Maß- und Verhältniszahlen können unterschiedlich gewichtet sein.

Zusammengesetze Indexzahlen

+ Bsp-

Zusammengesetzte Indikatoren

- aus mehreren Indikatoren gebildete Aggregate

Bsp.: Aktienindizies, DAX, Dow Jones Index, amitlicher Verbraucherpreisindex

Verbraucherpreisindex

Gewichteter Mittelwert

- erfasst auf eine Basisperiode bezogene Preise für die Güter eines repräsentativen Warenkorbs (umfasst 750 Güter)

Wo werden zusammengesetze Indexzahlen verwendet?

- OECD

- Europäische Kommision

- Vereinte Nationen

 

Für was werden zusammengesetzte Indexzahlen verwendet?

Messung von Wohlfahrt

Bewertung von Politiken

Bewertung von Fortschritten im Bereich der Entwicklungshilfe, des Umweltschutzes, Technologieförderung

Welche Indzizes Gibt es?

Human Development Index

Human Poverty Index

European Innovation Scoreboard (EIS)

Vorteile von zusammengesetzten Indexzahlen?

- Ermöglichen eine eindimensionale Betrachtung multidimensionaler Phänomene

- Gestatten einen direkten Ländervergleich und finden damit mehr Beachtung in den Medien als komplexe Systeme von Einzelwerten

Nachteile von zusammengesetzten Indexzahlen

- oft nur begrenzte Aussagekraft ( Strake Informationsaggregation)

- Eingehende Einzelindikatoren werden im Zeitverlauf nicht selten geändert

Kontingenztafel

- definiert eine bivariate Häufigkeitsverteilung / definiert die gemeinsme empirische Verteilung zweier Merkmale

- für zwei diskrete Merkmale X und Y mit k bzw. m Ausprägungen werden die absoluten und relativen Häufigkeitsverteilungen für die k x m Ausprägungskombination präsentiert

Vierfeldtafel

- Spezialfall der Kontingenztafel

- X und Y weisen jeweils nur zwei Ausprägungen auf

Randverteilungen

- univariate Häufigkeitsverteilungen in der Kontigenstafel

- Aufsummieren aller werte einer jeden Spalte bzw. einer jeden Zeile

Empirische Unabhängigkeit

Es besteht kein Zusammenhang zwischen X und Y

Wovon hängt die Aufbereitung von Datensätzen für zwei Merkmale und die Wahl des Zusammenhangsmaßes ab?

Von der Merkmalsskalierung

Durch welche Werte wird eine bivariate Urliste konstituiert?

Merkmal X, mit den Ausprägungen a1...ak

Merkmal Y, mit den Ausprägungen b1...bm

Bivariate Urliste: x1...xn , y1...yn    -> (xi / yi)  <- können mehrfach auftreten

Absolute Häufigkeit für zwei Merkmalsauprägungen

hij:= h(ai ; bj)   ; i = 1,2...k   ; j=1,2,...m

relative Häufigkeit für zwei Merkmalsausprägungen

fij:= f(ai ; bj)   ; i= 1,2...k   ; j= 1,2,...,m

Gemeinsame Verteilung zweier Merkmale

Die k x m Häufigkeiten hij und fij definieren die gemeinsame absolute Häufigkeitsverteilung bzw. relative Häufigkeitsverteilung der Merkmale X und Y

Dimension einer Kontingenztafel

- durch Anzahl k und m der Aufprägungen für X und Y bestimmt

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