Externes Rechnungswesen 1

Externes Rechnungswesen - 1. Semester

Externes Rechnungswesen - 1. Semester

Christoffer Suhl
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Christoffer Suhl
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen des externen Rechnungswesens auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Abschreibungen, Forderungen, Rückstellungen, und die Bewertung von Vermögensgegenständen. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich auf Prüfungen im Bereich Rechnungswesen vorbereiten und ein tiefes Verständnis der Bilanzierung und Bewertung von Vermögenswerten erlangen möchten.
Flashcards
64
Students
7
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
29.01.2014 / 04.05.2024

Flashcards

Nenne die Teile des Externen Rechnungswesens

Finanzbuchhaltung:

- Buchfuehrung

- Inventar

- Jahresabschluss

Nenne die Aufgaben des Externen Rechnungswesens

- Abbildung der finanziellen Beziehung des Unternehmens zu seiner Umwelt

- Rechnungslegung/Bilanzierung auf Grund gesetzlicher Vorschriften

- Erstellung des Jahresabschlusses

Wer sind die Adressaten des Jahresabschlusses?

- Eigentuemer

- Glaeubiger

- Belegschaft

- Geschaeftspartner (Lieferanten/Kunden)

- Fiskus

- Oeffentlichkeit

Was ist das Betriebsergebnis?

Saldo von Erloes und Kosten

Was ist die Gewinn- und Verlustrechnung?

Saldo von Ertrag und Aufwand

Was ist das primaere Ziel des HGB?

Schutz der Glaeubiger und Kleinaktionaere

Nenne die internen Bilanzadressaten

- Unternehmensleitung

- Grossaktionaere

- Mitarbeiter

Was ist die Aufgabe des (handelsrechtlichen) Jahresabschlusses?

Dokumentation des Unternehmensgeschehens und durch Abbildung der Wertzuwaechse und -verzehre (ERFOLGSERMITTLUNG) waehrend der Periode sowie Wertbestand (VERMOEGEN) am Periodenende

Was sind die Funktionen des Jahresabschlusses?

- Informationsfunktion (Darstellung der Vermoegens-, Finanz- und Ertragssituation)

- Dokumentationsfunktion (Aufzeichnung aller Geschaeftsvorfaelle, Nachweis ueber Kapitalverwendung)

- Zahlungsbemessungsfunktion (Dividende, Mitarbeiterbeteiligung, Steuerzahlungen)

Was sind die Pflichtbestandteile des Einzelabschlusses von Kapitalgesellschaften?

- Bilanz (stichtagsbezogen)

- GuV (zeitraumbezogen)

- Anhang

(- Lagebericht fuer grosse und mittelgrosse Kapitalgesellschaften)

Wie sind die Fristen fuer die Aufstellung des JA & Lageberichtes?

In den ersten 3 Monaten des Geschaeftsjahres

(Ausnahme: EU, OHG und KG die nicht dem PublG unterliegen)

(Verlaengerung fuer kleine KapGes bis zu 6 Monate moeglich)

Nenne die Arten von laufenden Bilanzen

- Monatsbilanz

- Quartalsbilanz

- Jahresbilanz

- Handelsbilanz (gesetzlich vorgeschrieben)

- Steuerbilanz (gesetzlich vorgeschrieben)

Nenne die beteiligten Parteien zur Erstellung des JA (+ Aufgaben)

1. Management (trifft Entscheidungen ueber Geschaeftsvorfaelle -> werden gebucht)

2. Abschlusspruefer (prueft & erstellt Pruefbericht)

3. Aufsichtsrat (nimmt Pruefbericht zur Kenntnis & billigt JA)

4. Management (veroeffentlicht festgesetzten JA)

5. Hauptversammlung (entscheidet ueber Gewinnverwendung)

Nenne die Prozessschritte/Stationen bei der Erstellung des JA

1. Eroeffnungsbilanz (in Uebereinstimmung mit Inventar)

2. Buchung der Geschaeftsvorfaelle

3. Vorlaeufiger Abschluss zum Abschlussstichtag (Ueberpruefung durch Inventur)

4. Berichtigung der Abweichungen

5. Schlussbilanz & GuV (Ubereinstimmung mit Inventar)

Nenne je ein Beispiel fuer einen Bestandsgroessenvergleich sowie Stroemungsgroessenvergleich

Bestandsgroessenvergleich:

EK (t1) - EK (t0) -> Distanzrechnung/Zeitpunktrechnung

 

Stroemungsgroessenvergleich:

Ertrag - Aufwand -> GuV/Zeitraumrechnung

Wer ist laut HGB verpflichtet Buch zu fuehren?

ALLE Kaufleute (HGB 238)

(Ausnahme: Kaufleute bei denen der Umsatz nicht 2 Jahre nacheinander 500.000 uebersteigt bzw. JUE 50.000)

Nenne die beiden grundlegenden Vorschriften der Inventur (HGB 240)

1. Bestandaufnahme JEDES VG und JEDER Schuldposition

2. Bestandsaufnahme zu einem STICHTAG

Nenne die Moeglichkeiten der Bestandsaufnahme

- Nach dem Zeitpunkt (Inventurtermin)

- Nach dem Umfang (Inventurintensitaet)

- Nach der Technick (Inventurverfahren)

Nenne die zeitlich vers. Moeglichkeiten zur Inventur

- stichtagsbezogen

- permanente Inventur (zeitpunktvariabel)

- zeitlich verlegte Inventur (bis 3 Monate vor oder 2 Monate nach Stichtag -> buchmaessige Fortschreibung/Rueckrechnung)

Wie kann der Umfang (die Intensitaet) der Inventur variiert werden?

- Vollerhebung

- Stichprobenerhebung

Welche vers. Inventurverfahren gibt es?

- Koerperliche Inventur

- Inventur mit Hilfe von Schaetzmethoden

- Buchmaessige Inventur

- Inventur an Hand von Urkunden

Nach welcher Rangfolge sind die Posten der Aktiv- bzw. Passivseite in der Bilanz geordnet? (von oben nach unten)

Aktivseite: Liquiditaet

Passivseite: Fristigkeitsprinzip

In welchem Paragraphen befinden sich die Grundsaetze fuer die Gliederung der Bilanz?

265 HGB

Welche Posten sind laut Vollstaendigskeitsgebot in der Bilanz anzusetzen?

Saemtliche:

- VG (Vermoegensgegenstaende)

- Schulden

- RAP

Wie sieht die Struktur einer Bilanzierungsentscheidung aus?

SIehe Bild

Welche Arten von handelsrechtlichen Ansatzverboten gibt es?

Aktivierungsverbot:

- Aufwendungen fuer Unternehmensgruendung, Eigenkapitalbeschaffung, Versicherungsabschluss

- Selbstegeschaffene immaterielle VG (Marken-, Patentrechte, Kundenlisten,...)

Passivierungsverbot:

- Beschraenkung der Rueckstellungen

Welche handelsrechtlichen Ansatzwahlrechte existieren?

Aktivierungswahlrechte:

- Selbst geschaffen immaterielle VG soweit produktspezifische Entwicklungskosten (255 HGB) - KEINE Forschungskosten

- Disagio (als RAP)

- Aktive latente Steuern

(Es gibt keine Passivierungswahlrechte)

Arten von RAP (Grafik)?

Siehe Bild

Nenne die Komponenten des Vorsichtsprinzips

  • Stichtagsprinzip (alle Risiken und Verluste bis zum Stichtag muessen erfasst werden)
  • Niederstwertprinzip (AV gemildertes, UV strenges)
  • Realisationsprinzip (Anrechnung von Gewinn/Verlust erst ab Realisationszeitpunkt - vorher Beschaffung-/Herstellungskosten)
  • Imparitaetsprinzip (unrealisierte Verluste muessen erfasst werden - Verbot fuer unrealisierte Gewinne)
  • Hoechstwertprinzip (Schulden sind immer maximal zu verbuchen - z.B. Wechselkursschwankungen)

Was besagt das gemilderte/strenge Niederstwertprinzip?

Gemildertes: bei voruebergehener Senkung des Wertes des VG KANN von den Anschaffungs- Herstellungskosten abgewichen werden (Senkung).

 

Strenges: bei voruebergehener Senkung des Wertes des VG MUSS von den Anschaffungs- Herstellungskosten abgewichen werden (Senkung).

Was sind die Komponenten des Stetigkeitsprinzips?

  • Ansatzstetigkeit (Beibehaltunge des Ansatzes aktiver und passiver Posten)
  • Gliederungsstetigkeit (Beibehaltung von Gliederung & Postenabgrenzung)
  • Bewertungsstetigkeit (Einheitliche Wahlrechts- und Ermessungsausuebung)

Nenne die moeglichen Bestandteile der Anschaffungsnebenkosten

  • Transportkosten
  • EInfuhrzoelle
  • Verkehrssteuern
  • Gebuehren fuer Notare und Gerichte
  • Kosten fuer Aufstellung und Montage

Welche Herstellungskosten MUESSEN laut Paragraph 255 Abs. 2 einbezogen werden?

  • Materialeinzelkosten
  • Materialgemeinkosten
  • Fertigungseinzelkosten
  • Sondereinzelkosten der Fertigung
  • Fertigungsgemeinkosten (inkl. Abschreibungen auf Fertigungsanlagen)

Wann ist die Bildung von Bewertungseinheiten moeglich?

Risiken sind vergleichbar, Sicherungsabsicht und Effektivitaet der Sicherungsbeziehung

Zugangsbewertung: Was sagt das Nominalwertprinzip aus?

  • Kaeufliche erworbene VG (UV & AV) sind hoechstens mit den Anschaffungskosten zu bewerten
  • Selbsterstellte VG sind mit ihren Herstellungskosten anzusetzen
  • --> Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind Wertobergrenze

In welche Kategorien gliedert sich das Anlagevermoegen?

  • Immaterielle VG (Schutzrechte, Lizensen, Anzahlungen,...)
  • Sachanlagen (Grundstuecke, techn. Anlagen & Maschinen, Geschaeftsaustattung,...)
  • Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere,...)

Was sind die vorschriften fuer eine planmaessige Abschreibung?

  • Es muss sich um Anlagegueter handeln
  • Es muss ein unternehmesspezifischer Abschreibungplan erstellt werden (Nutzungsdauer, periodisierte Kosten,...)
  • Abschreibungsplan wird ueber Nutzungsdauer nicht modifiziert (Ausnahme: ausserplanmaessige Verlaengerung der Nutzung)

Was sind die Abschreibungsursachen?

  • Substanzverringerung (v.a. Rohstoffvorkommen)
  • Verschleiss/Abnutzung (Nutzungsbedingter/Zeitbedingter/Stillstandsbedingter)
  • Technische Ueberholung (neue, effektivere Maschinen vorhanden)
  • Wirtschaftliche Ueberholung (Ruecklaeufige Umsatze, steigende Betriebskosten,...)
  • Fristablauf (Patente, Lizensen,...)

Wie heissen die Determinante planmaessiger Abschreibung?

  • Abschreibungssumme
  • Abschreibungszeitraum bzw. Totalkapazitaet
  • Abschreibungsverfahren (Leistungsabhaengig, Zeitabhaengig, gespalten)

Welche Arten der zeitabhaengigen Abschreibung gibt es?

  • Lineare Abschreibung
  • Degressive Abschreibung (arithmetisch & geometrisch)
  • (Progressive Abschreibung - steuerlich nicht zugelassen)

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