Evolutionsbiologie und spezielle Zoologie
Martin-Luther Universität Evolutionsbiologie für Lehramt
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Lernkarten
vom Differenzierungszustand der Zellen abhängige Transkription unterschiedlicher Gene
Gene, die vor allem die segmentspezifische Ausprägung einzelner Merkmale während der Entwicklung regulieren, als Transkription-Faktoren agieren und eine DNA-bindende Region, die Homöobox, besitzen.
Duplikation von KontrollgenenExaptationen
Eine dem ursprünglichen Zweck entfremdete Funktionsübernahme, die sich als vorteilhaft erweist oder nicht weiter stört. Oft synonym mit "Präadaption" verwendet, wobei Präadaption eine Eigenschaft beschreibt, die sich zufällig (ohne erkennbare Funktion) entwickelt hat und sich unter veränderten Umweltbedingungen als nützlich erweist.
Fehlen von Eigenschaften in bestimmten Abstammungsliniengerichtete Trendsparallele Evolution von MerkmalenReproduktion morphologischer MerkmaleMorphologische StasisÄhnlichkeiten in embryonalen Stadien
Entwicklung ist der Prozess der Bildung mehr- oder vielzelliger Organismen aus einer einzigen Zelle.Entwicklung umfasst den vollständigen Lebenszyklus eines Organismus von der Bildung der Keimzellen bis zu seinem Lebensende.Entwicklung erfordert die Koordination vieler Zelltypen: Zelt-Zell-Kommunikation, Positionsinformation, Schicksal einer Zelle verändert sich (Differenzierung, ursprünglich omnipotent)
Variation von Strukturen und Bauplänen, die der Selektion ausgesetzt sind
Ökologie und Verhalten reduziert die Zahl neugeborener Organismen auf diejenigen, die überleben und sich fortpflanzen und bestimmt damit die Variation im Reproduktionserfolg.Genetik transformiert die Genotypen der Eltern in die der Nachkommen und damit Information in die nächste Generation.Entwicklung konvertiert die Genftypen in Phonotypen und beschränkt die Variation, die der Selektion unterliegt.
Evolution von Entwicklung muss erfolgen, ohne die Funktion des Organismus zu beeinträchtigen.Entwicklung beschränkt und verlangsamt Evolution und erlaubt trotzdem Weiterentwicklung.Entwicklung wird heute als wichtiger Einflussfaktor für die Evolution von Organismen angesehen.
Sexuell HaploideAsexuell HaploideSexuell DiploideAsexuell Diploide
RotalgenGrünalgenPilze (die meisten)Moose
BakterienCyanobakterienFungi imperfectiSchleimpilze
Dinoflagellateneinige eukaryotische Einzellereinige einzellige Pilzeeinige Metazoa
Metazoa (fast alle)FarneKorniferenBlütenpflanzeneinige Algeneinige Protisteneinige Pilze
Generationswechsel zwischen haploid und diploidGenerationswechsel zwischen sexuell und asexuell
MikrosporidienApicomplexa (z.B. Malariaerreger Plasmodium)Basidiomyceten
Cnidaria (Nesseltiere)Annelida (Ringelwürmer)Arthropoda (Gliederfüßer): Blattläuse, Wasserflöhe
ursprüngliche Form = vermutlich asexuell haploidDiploidie und Meiose evolvierten späterTypus Bakterium war vermutlich ursprünglich
In einer großen Population bleibt das Allelverhältnis eines gegebenen Genortes konstant.
1. Keine Veränderung der Genfrequenzen in großen Populationen2. Replikation ist präzise und Meiose ist fair auf zellulärer Ebene3. Replikation ist auch präzise und fair auf der Ebene von Populationen4. Zufällige Paarung in großen Populationen erhält diejenigen genetischen Informationen, die in der Vergangenheit funktioniert haben
Verbreitung verläuft "langsam-schnell-langsam" in allen Systemenverlangsamt sich im rezessiven Fall bei sexuell diploiden Organismenist schnell bei Haploiden
Einfluss auf einzelne Allele auf den ReproduktionserfolgGesamtfitness (inklusive Fitness) = direkte Fitness + indirekte Fitness
persönlicher Reproduktionserfolg
Steigerung des Reproduktionserfolgs, der aus der Hilfe durch Verwandte erwächst
Verhalten eines Individuums, dass den Reproduktionserfolg anderer Individuen auf Kosten des eigenen Reproduktionserfolgs erhöht.
Verwandten-SelektionAb wann lohnt es sich, sein Leben für Brüder zu opfern, also altruistisch zu sein?verstärkt die indirekte Fitness
AlarmrufeHelfer am NestEusozialität (in haplodiploiden Organismen, in diploiden Organismen)
Merkmale, die von vielen Genen determiniert werden
Genetischer Varianz zwischen IndividuenVariation in der Umwelt
Heritabilität ist der Anteil der genetischen Varianz (im engeren Sinne der additiven Varianz) an der phänotypischen Varianz.
schnelle Veränderungen
nein
größere Varianz
Prozess, der den genetischen Unterschied zwischen Nachkommen und ihren Eltern verursacht und normalerweise auch den unter Geschwistern ausmacht.
= FortpflanzungProduktion von Nachkommen - sexuell oder asexuell, mit oder ohne Rebkombination (Meiose)
weiblich oder männlich wird durch die Größe der produzierten Gameten (Keimzellen) definiert und ist gleichzeitig die Folge der Produktion unterschiedlicher Gameten.
IsogamieAnisogamieSyngamieKaryogamieGamontogamie
Rekombination fördert eine Art, indem sie dessen Evolutionsrate steigert:- die Rate der Neukombination vorteilhafter Mutationen wird erhöht- die Rate der Eliminierung nachteiliger Mutationen wird ebenfalls erhöhtRekombination senkt die Wahrscheinlichkeit des AussterbensFisher-Muller-Theorie
Sexuelle Populationen evolvieren schneller, weil unabhängig voneinander entstehende Mutationen schneller in einem gemeinsamen Genotyp rebkombiniert werden können.Sexualität erlaubt die Bildung seltener genetischer Kombinationen von vorteilhaften Mutationen- in asexuellen Linien müssten günstige Mutationen nacheinander auftreten-in sexuellen Linien bringt Rebkombination günstige Mutationen zusammen auch wenn sie in verschiedenen Individuen auftreten
Genom-VerdünnungZelluläre Mechanismen (Zeitaufwand für Meiose, Syngamie und Karyogamie)Paarung (Risiko von Prädation, Geschlechtskrankheiten, Suchzeit für Partner)