Evolutionsbiologie und spezielle Zoologie
Martin-Luther Universität Evolutionsbiologie für Lehramt
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Flashcards
1. bilaterialsymmetrisch2. echtes Coelom3. U-förmiger Darm mit Anus4. Exoskelett-Box aus Kalk, Chitin oder gelartig5. Ganglien, kein Gehirn6. kein Kreislaufsystem7. keine Atmungsorgane8. kein Exkretionssystem9. Lophophor10. sexuelle Fortpflanzung; Knospung11. Suspensionsfresser12. alle aquatisch, vor allem marin
1. Metamerie: Segment mit Parapodien2. Coelom = paarige Coelomkammern3. Metanephridien4. Strickleiternervensystem5. Spiralfurchung: 2d-Zelle wird zu drei Tochterzellen --> Ektoderm
Aufbau des Körpers aus hintereinanderliegenden Abschnitten (=Segmente = Metamere), die in ihrer Organisation übereinstimmen.
Metanephridien:Bei Organismen mit Coelom: Ultrafiltration des Blutes in Coelom. Coelomflüssigkeit = Primärharn. Ausleitung über Nephridientrichter in Ausführgang. Dort Rückresorption notwendige Eigenschaften von Exkretionsorganen:- Ultrafiltration entlang eines Druckgradienten (Bildung von Primärharn)- Rückresorption- Ausleitung von Sekundärharn
RinggefäßDorsalgefäßEizelleDarmlumenMetanephridienLängsmuskulaturRingmuskulaturVentralgefäßGanglienpaarMesenteriumCuticulaCoelomCoelothelEpidermis
seitliche, segmental angeordnete Fortsetze aus einem dorsalen und ventralen Lappen, die Borsten tragen und als Extremitäten der Fortbewegung dienen. Sie können auch Kiemen besitzen.
Synapomorphien:1. metamere Körpergliederung (Hautmuskelschlauch als Körperwand)2. paarige Coelomkammern (sekundäre Leibeshöhle)3. Metanephridien als Exkretionsorgane (paarig je Segment)4. mit beta-Chitin besetzte Borsten an Parapodien (Ausnahme: Egel)5. Spiralfurchung: 2d-Zelle --> drei Tochterzellen --> Ektoderm weitere Charakteristika:6. Nervensystem zentralisiert mit paarigen Ganglien pro Segment und Oberschlundganglion im Kopflappen7. Verdauungssystem: Darmkanal mit Mund, Pharynx (Schlund), Oesophagus, Muskelmagen, Mittel- und Enddarm und After8. Atmung: Kiemen an Parapodien und Hautatmung.9. Blutgefäßsystem, geschlossen mit ventralem und dorsalem Hauptgefäß durch segmentale Ringgefäße verbunden, kontraktile Abschnitte10. Fortpflanzung: getrenntgeschlechtlich/Zwitter, unterschiedliche Segmente tragen männliche bzw. weibliche Geschlechtsorgane.
Stamm Annelida (Ringelwürmer) Unterstamm Errantia Klasse Myzostomida, Nereis Unterstamm Sedentaria Klasse Arenicolida Klasse Clitellata (Gürtelwürmer) Unterklasse Oligochaeta (Wenigborster Vertreter: Lumbricus terrestris ("Regenwurm, Tauwurm) Eisenia foetida (Mistwurm) Unterklasse Hirudinea (Blutegel) Vertreter: Hirudo medicinalis (medizinischer Blutegel) Pisciola spec. (Nasenegel)
Einer der wichtigsten Bodenverbesserer:- Streuzersetzung- Bodenstrukturverbesserung- Bodendurchmischung- Bodendurchlüftung- Bodendurchfeuchtung (Erhöhung der Wasserhaltekapazität)- Humusbildung (Ton-Humus-Komplex im Darm)- Verbesserung der Nährstoffverfügbarkeit für Pflanzen- Neutralisierung des pH-Wertes des Bodens- Nahrungsquelle für Amphibien, Echsen, Vögel und Säuger (Biomasse bis zu 1000 kg pro Hektar) d.h. Regenwürmer sind die Bio-Ingenieure des Bodens
- Körperform schlank bis blattförmig- viele Metamere, oft geringelt (innere 32 Segmente äußerlich mehrfach unterteilt, zwischen 2-14x)- Coelom durch Muskel- und Füllgewebe ersetzt- je ein Saugnapf am Vorder- und Hinterende
Muskulärer Fuß mit KopfregionEingeweidesack - mit Verdauungs- Kreislauf- (Apomorphie: gekammertes Herz mit Atrium und Ventrikel), Atmungs-, Exkretions- und FortpflanzungsorganenMantel - schützt den Eingeweidesack und enthält in der Mantelhöhle die Kiemen; sezerniert oft eine schützende Schale über den Eingeweidesack.Weitere Apomorphie: Radula (Raspelorgan zum Abkratzen von Nahrung)
raspelartiges, vorstreckbares Organ, das dem Abkratzen von Nahrungsstücken dient und bei den meisten Mollusken vorkommt (außer bei Muscheln) - bandförmige Membran mit Reihen kleiner Zähne
- viele Mollusken haben ein offenes Blutgefäßsystem mit einem pumpenden Herzen und Blutgefäßen (Aorta, Sinus)- Viele Cephalopoda (Tintenfische) haben ein geschlossenes Blutgefäßsystem mit Herz, Blutgefäßen und Kapillaren- Darmkanal mit Radula, Vorderdarm, Mitteldarm (=Magen) und Mitteldarmdrüse als Enzym- und Speichelproduzent, Enddarm- die meisten Mollusken haben getrennte Gnaden im Eingeweidesack
Wenn vorhanden, kalkhaltige Schale wird vom Mantel sezerniert und umgrenzt. sie hat drei Lagen:- Periostracum: äußere organische Schicht als Schutz der inneren Schichten- Prismenschicht: dicht gepackte Prismen aus Calciumcarbonat- Perlmuttschicht: schillernde Innenschicht aus quasihexagonalen Calciumcarbonat-Kristallen mit organischem Material Mantelhöhle:- Der Raum zwischen Mantel und Engeweidesack heißt Mantelhöhle - Atmungsorgane (Kiemen, Lunge) sind dort lokalisiert.
Die meisten Mollusken sind getrenntgeschlechtlich, wenige sind Hermaphroditen.Der Lebenszyklus vieler Mollusken beinhaltet eine freischwimmende Larve, die Trochophora-Larve. Sie ähnelt dem Larventyp der Annelida.Auf das Trochophora-Larvenstadium folgt bei den meisten Arten eine freischwimmende Veliger-Larve.
Vier Hauptklassen:Klasse Polyplacophora (Käferschnecken)Klasse Gastropoda (Schnecken)Klasse Bivalvia (Muscheln)Klasse Cephalopoda (Kopffüßer = Tintenfische)
Atmung meist mit Kiemen (Ctenidien) in der MantelhöhleAbgeleitete Prosobranchier haben eine Kieme verloren und die Hälfte der verbleibenden Kieme - diese ist an der Wand der Mantelhöhle fixiert und erlaubt bessere Atmungseffizienz.
Stamm Mollusca Klasse Gastropoda Unterklasse Prosobranchia (Vorderkiemer) Unterklasse Opisthobranchia (Hinterkiemer) Unterklasse Pulmonata (Lungenschnecken)
Muscheln sind seitlich abgeplattet, ihre beiden Schalen sind durch ein dorsales Gelenk verbunden.Der Wirbel (Umbo) ist der älteste Teil der Schale, an dem deren Wachstum in konzentrischen Kreisen ansetzt.Teile des Mantels sind modifiziert um ein- und ausführende Siphone (Trichter) zu bilden - Funktion: Wasserstrom für Atmung und FiltrationsfütterungMuscheln haben ein Coelom und ein offenes BlutgefäßsystemDie Mantelhöhle enthält KiemenPaar u-förmiger Nephridien ventral und posterior zum HerzenNervensystem mit drei Paar weit entfernten Ganglien, die miteinander in Verbindung stehen.Sinnesorgane schwach entwickelt: - Statocysten im Fuß - Chemorezeptive Osphradien in der Mantelhöhle- Pigmentzellen im MantelEinige Mantelaugen haben Hornhaut, Linse, Retina und Pigmentschicht Tentakel haben taktile und chemorezeptive Sinneszellen
getrenntgeschlechtlichEntwicklung:- Zygote- Trochophora- Veliger-Larve- Jungmuschel- Adult
Schalen von Nautilus und früheren nautiloiden und ammonitoiden Kopffüßern wurde durch eine Reihe von gasgefüllten Kammern schwimmfähig.Sie haben ein geschlossenes Kreislaufsystem.Ihr Nervensystem und ihre Sinnesorgane sind die höchstentwickelsten bei den Mollusken, ihr Gehirn ist das größte bei den Intervertebraten.Sie haben in der Regel Komplexaugen.
häufigster Vielzeller im Boden, die Schlüsselposition in der Nahrungskette des Bodens einnehmen. Sie dienen deshalb oft als Bioindikatoren. z.t. parasitische Lebensweise, d.h. wichtige Parasiten im Pflanzen- und Tierreich
ist eine Tier- oder Pflanzenart, deren Vorkommen oder Fehlen in einem Lebensraum innerhalb gewisser Grenzen bestimmte abiotische Faktoren wie Standort- und Umweltbedingungen, z.B. Feuchtigkeit, Licht, Wärme, ph_wert, Nährstoffverhältnisse des Bodens sowie Wasser- oder Luftverschmutzung oder auch Stress anzeigt.
1. bilateralsymmetrische, wurmförmige Tiere ohne Segmentierung2. flüssigkeitsgefüllte Körperhöhle ("Pseudocoel") ohne Mesenchym = bildet Hydroskelett3. syncitiale Zellverbände4. Zellkonstanz = Zahl und Anordnung (Eutelie)5. Regenerationsvermögen gering6. Funktion von Organen durch Epithelien ausgeführt7. kein Blutgefäßsystem, keine Atmungsorgane8. Furchung bilateralsymmetrisch, streng determiniert9. sexuelle Vermehrung, keine vegetative Fortpflanzung, getrenntgeschlechtlich, innere Besamung (nur wenige Ausnahmen)
Trichinella spiralis40 Mill.ArtDt. NameInfizierte Ascaris lumbricoidesSpulwurm1,47 Mrd. Trichine
Adelte Würmer leben im Dünndarm. Ein Weibchen produziert bis zu 240.000 Eier pro Tag, die mit dem Kot ausgeschieden werden. In befruchteten Eier entwickeln sich im Freien kleine Larven. Die infektiösen Eier werden vom Wirt aufgenommen, die Larven schlüpfen im Darm, durchdringen die Darmwand und werden mit dem Blut bis in die Lungen transportiert. Dort reifen die Larven, penetrieren die Lungenbläschen und gelangen über Bronchien und Speiseröhre in den Dünndarm, wo sie zu adelten Würmern heranwachsen. Zyklusdauer: 2-3 Monate. Adelte Weibchen leben 1-2 Jahre und legen bis zu 25 Millionen Eier.
ArtEndwirtKrankheit/ SymptomeVorkommen/ BedeutungDitylenchus dipsaci (Stengel-oder Stockälchen250 PflanzenartenStockkrankheit/ Verkümmerung der Pflanzenteileubiquitär/ einer der gefährlichsten PflanzenschädlingeHeterodera schacht (Rüben-cystenälchen)Rüben, SojabohnenHungerwurzeln, Bärtigkeit/ vermehrte Wurzelbildung, Zuckergehalt sinktMitteleuropa/ führt zur "Rübenmüdigkeit" des BodensHeterodera avenae (Getreidecysten-älchen)GetreideHungerwurzelnMitteleuropa/ wichtigster Getreideschädling in MEGlobodera pallida G. rostochiensis (Kartoffelälchen)KartoffelSyncytienbildungweltweit/ erhebliche ErtragseinbußenAnguina tritici (Weizenälchen)WeizenkörnerDunkle, harte Körnerweltweit/ bis zu 1000 Älchen pro Weizenkorn
traditionelle Systematik: vier rezente Klassen Klasse Chelicerata (Spinnen)Klasse Myriapoda (Tausendfüßer)Klasse Crustacea (Krebse)Klasse Hexapoda (Insekten) eine fossile Klasse:Trilobita Stamm Arthropoda Unterstamm Amandibulata Klasse Trilobitomorpha Klasse Chelicerata Unterklasse Arachnida (Spinnentiere) Ordnung Araneae (echte Spinnen) Ordnung Opiliones (Weberknechte) Ordnung Acari (Milben) Ordnung Scorpiones Unterklasse Xiphosura (Schwertschwänze) Unterstamm Mandibulata Klasse Crustacea, Diantennata (Krebse) Klasse Antennata, Tracheata Unterklasse Myriapoda (Tausendfüßer) Unterklasse Insecta = Hexapoda (Insekten)
1. Metamerie in funktionellen Einheiten (=Tagmata), Reduktion der äußerlich erkennbaren Segmentierung2. Organkonzentration auf bestimmte Körperabschnitte- Wandungen des embryonalen Coeloms bilden Muskulatur, Gnaden, Blutgefäße, Coelom wird reduziert.- dorsaler Herzschlauch mit segmentalen Ostien, offenes Blutgefäßsystem, Hämolymphe- Rückbildung der Metanephridien, Apomorphie: Malpighi'sche Gefäße als Exkretionsorgane3. gegliederte Extremitäten (Laufbein)4. Ausbildung eines Cuticularskeletts (Exoskelett)- Aufbau Epidermis und Cuticula- Folge: Wachstum mit Häutungen (inkl. Tracheen und ektodermale Darmabschnitte)5. Superfizielle Furchung6. Komplexaugen
Scherentragende Extremitäten = Cheliceren als erstes GliedermaßenpaarPedipalpen (=Kiefertaster als 2. Extremitätenpaar)vier Laufbeinpaare (8 Beine!)
Holzbock (Ixodes ricinus): Wirte: Rinder, Haustiere, Mensch; Krankheiten: FSME: TBE-Virus, Borreliose, Babesiose durch Babesia bovis
(Typ eines Generationswechsels) = Wechsel zwischen parthenogenetischer und bisexueller Fortpflanzung
nur noch ein Antennenpaar bei Adelten (2. Paar nur embryonal angelegt)einästige Laufbeine ("Uniramia")Tracheen als Atmungsorgane Malphigische Gefäße als Exkretionsorgane
1. Metamerie in funktionellen Einheiten (Tagmata): Körpergliederung in Kopf (Caput), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen)2. drei gegliederte Beinpaare mit Coxa (Hüfte), Trochanter (Schenkelring), Femur (Schenkel), Tibia (Schiene), Tarsus (Fuß) und Praetarsus (Klauenglied)3. ein Paar Fühler (Antennen), zwei Paar Flügel4. Mundwerkzeuge: 1 Paar Mandibeln (Oberkiefer), 2 Paar Maxillen (Unterkiefer), Maxillen II zu Unterlippe (Labium) verschmolzen. Ursprünglicher Typ: kauend-beißend5. Atmung via Tracheen, offenes Blutgefäßsystem6. Getrenntgeschlechtlich, Entwicklung hemi- oder holometabol
Hemimetabola:Ei --> Larve --> Adult Holometabola:Ei --> Larve --> Puppe --> Adult
1. relativ kleine Organismen verglichen mit Wirbeltieren2. Wasserdichtes, stabiles Exoskelett ("Rüstung")3. Gestaltwandel (Metamorphose)4. großes Reproduktionspotenzial5. Ko-Evolution mit Pflanzen6. Entwicklung von Flügeln (als Apomorphie)
Blattodea/Blattoptera (Schaben)Phthiraptera (Tierläuse)Coleoptera (Käfer)Lepidoptera (Schmetterlinge)Diptera (Zweiflügler)Hymenoptera (Hautflügler)
Stamm Echinodermata (Stachelhäuter)Stamm HemichordataStamm Chordata (Chordatiere) Unterstamm Urchordata Unterstamm Acrania = Cephalochordata (Schädellose) Unterstamm Vertebrata (Wirbeltiere)
- Urmund (Blastoporus) wird zum After- Mund entsteht neu (Neumünder)- dorsales Zentralnervensystem durch Abhaltung von der Rückenfläche (Neuralrohr)- Coelom immer vorhanden- Skelett, das vorwiegend mesodermalen Ursprungs ist.
1. Chorda dorsalis (Notochord)2. dorsales Neuralrohr, Vorderende oft vergrößert: Gehirn3. Kiemendarm - ein von Kiemenspalten durchbrochener Vorderdarm4. Muskulöser postanaler Schwanz, "Myomerie"5. Geschlossenes Blutgefäßsystem mit ventralen Antriebsorganen (meist Herz)