Evolutionsbiologie und spezielle Zoologie
Martin-Luther Universität Evolutionsbiologie für Lehramt
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Flashcards
Unterschiedliches Überleben und unterschiedlicher Fortpflanzungserfolg von Individuen, die sich in vererbbaren Merkmalen unterscheiden. Merkmale, die den Fortpflanzungserfolg verbessern, steigen in ihrer Frequenz innerhalb einer Population über die Zeit.
Ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang ist die sexuelle Selektion. Schon Charles Darwin hatte erkannt, dass die Männchen vieler Arten energieaufwendige morphologische Strukturen (Geweihe, Federn beim Pfau) oder Verhaltensmerkmale(Balz, Schaukämpfe) aufweisen, die für die Fitness oft eher nachteilig sein können. Diese Merkmale erleichtern jedoch den Weibchen, ein Männchen zu wählen, das die besten Gene für die Nachkommen liefert und/oder sich um die Ernährung des Weibchens und der Brut besonders gut kümmern wird. Die sexuelle Selektion ist zum Verständnis des Sexualdimorphismus, zur Erklärung des Geschlechterverhältnis in Populationen und für die Interpretation des Verhaltens und von Sozialsystemen wichtig.direkter NutzenSexy-Son-Hypothese„good genes“- oder „handicap“- Hypothese: Krankheitsresistenz via „ehrlichem Signal“
Der Vorteil etwas zu tun hängt davon ab, was schon präsent ist
IndividuumVerwandten (Kinselektion)Gruppe (Gefahr der Invasion von selfish-Mutationen)Art
Anpassungen bringen oft Kosten und Nutzen für die Fitness mit sich.Nutzen > Kosten als Kompromiss: Trade-offEine bessere Anpassung (Adaption) an einen Umweltfaktor führt oft zu Fitnessnachteilen in Bezug auf andere Umweltfaktoren. Der Vorteil in einem Bereich ist also durch einen nicht vermeidbaren Nachteil in einem anderen Bereich „erkauft“.
synonyme Substitutionen in DNA-SequenzenPseudogene und andere nicht-transkribierte DNANeutrale Aminosäure-VariationKanalisierung von Entwicklung
MutationMendelsche RegelnGründereffektGenetischer FlaschenhalsDrift
bei kleinen PopulationsgrößenWenige Individuen gründen eine neue Population: geringere genetische Variation als in der Ursprungspopulation
bei kleinen PopulationsgrößenEine Population bricht zusammen, nur wenige Individuen überleben und mit ihnen wenige Allele.
zufällige Veränderung in der Frequenz von (neutralen) Genen.Genetische Drift erfolgt durch Zufall in der Meiose kombiniert mit ReproduktionserfolgGenetische Drift tritt in allen Größen von Populationen auf
gesamte Entwicklung eines Individuums von der Keimzelle bis zum Tod
SymmetrieKeimblätterKörperachsenOrgansysteme/Skelett
zwei Keimblätter: Ekto- und EntodermNesseltiere (Cnidaria), Rippenquallen (Ctenophora) = Hohltiere (Coelenterata)
drei Keimblätter: Ekto-, Ento- und Mesodermalle anderen höheren Vielzeller ("Eumetazoa")
=BlasenkeimBlastomeren (mehrere als Ring geformt) und im Inneren das Blastocoel, primäre Leibeshöhle
einzelne Zelle der ersten mehrzelligen Entwicklungsstadien (nach Furchung)
Körperhohlraum, der aus dem Blastocoel hervorgeht.
embryonale Zeltschicht, aus der verschiedene Organsysteme entstehen.
Urdarm
UrmundOrt der Einwanderung von Elastomeren in den Keimling während der Gastrulation
zelluläre Umgestaltung der Blastula bis zur Bildung von drei Keimblättern, in der die Grundorganisation des Embryos aufgebaut wird.
durch die Gastrulation gebildeter Urdarm
Embryonalstadium während der Gastrulation
Urmundtiere, GastroneuraliaUrmund = MundöffnungAfter bricht sekundär durchventrales NervensystemBsp.: Platt-, Rund-, Ringelwürmer, Weichtiere, Gliedertiere
Neumondtiere, NotoneuraliaUrmund = AfteröffnungMund bricht sekundär durchdorsales NervensystemBsp.: Chordatiert, Wirbeltiere
EpidermisHautdrüsenExoskeletteZahnschmelzVorder- und EnddarmNervensystemSinnesorgane
BindegewebeMuskulaturEndoskeletteBlutgefäßeExkretionsorganeGonadenCoelomepithelChorda-Anlage
MitteldarmHarnblaseLeberPankreasLungeSchwimmblaseVerdauungstrakt mit Anhangsorganen
Gene der PAX-Familie
Maternale PolaritätsgeneGap-GenePaarregel-GeneSegmentpolaritäts-Genehomöotische Gene
bicoidnanos
Bildung der anteroposterioren Achse
hunchbackkrüppelknirpsgiant
Bildung von großen Bereichen mit je mehreren Parasegmentanlagen
even-skippedfushi tarazu
Bildung von Parasegmenten
engrailedwinglesshedgehog
Festlegung der Polarität innerhalb der Segmente
antennapediabithorax
Festlegung der Identität der Segmente