Europäische & Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Europäische & Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Europäische & Internationale Wirtschaftsbeziehungen


Christian Renner
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die europäischen und internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Sie behandeln zentrale Themen wie den Handel mit Waren und Dienstleistungen, die Rolle von Banken und Kreditinstituten, sowie Risikomanagement und Zahlungsabwicklung. Besonders relevant sind die Grundfreiheiten der EU, die Bedeutung von Exporteuren und Importeuren, sowie die Funktionsweise von Zolltarifen und Umsatzsteueridentifikationsnummern. Unternehmen, die im internationalen Handel tätig sind, sowie Studierende der Volkswirtschaftslehre profitieren von diesen Karteikarten, da sie wichtige Konzepte und Praktiken der globalen Wirtschaft vermitteln.
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Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Créé / Mis à jour
05.05.2013 / 29.02.2020

Flashcards

Weltwirtschaftliche Entwicklung

verlaeuft nach Nicolai Kondrajew in Innovationszyklen Innovationswellen z.B. Dampfmaschine, Eisenbahn, Elektrizitaet, Telefon ... durch verbesserte Software, neuen Medien, Biotechnologie werden die Innovationszyklen immer kuerzer

Die Stellung eines Landes in der Weltwirtschaft wird gemessen an

`- Bedingungen fuer Unternehmensgruendung - Arbeitsmarktflexibilitaet - Aufwand fuer Registrierung von Immobilien - Verfuegbarkeit von Krediten - Offenlegungspflichten von vertraglich festgelegten Rechten und Pflichten - Konkursrecht weitere Indikatoren... - Wirtschaftswachstum - BIP - Konjunkturlage - Staatsverschuldung - Telekommunikationssysteme - Qualifikation der Arbeitnehmer - Ausbau der Verkehrs- und Transportwege - Lebensqualitaet

Globalisierungsprozess erkennbar anhand...

`- technologische Entwicklungen - zunehmende Mobilitaet - schnelle weltweite Verbreitung von Informationen - Vereinheitlichung technischer Normen - verbesserte und guenstigere Transportmoeglichkeiten - wirtschaftliche und politische Zusammenschluesse

Globalisierung/Internationalisierung

`- groesere Distanzen koennen in kuerzerer Zeit zurueckgelegt werden - Kommunikation schneller und umfassender als frueher - Unternehmen produzieren und vertreiben Ware weltweit - internationale Finanztransaktionen sind moeglich

Groeste Akture der Globalisierung sind:

`- internationale Finanzinstitutionen (IFI) - Internationaler Waehrungsfonds (IWF) - Weltbank

Theorie nach David Ricardo

...beschreibt die Vorteilhaftigkeit von internationalem Handel und internationaler Arbeitsteilung, wenn die einzelnen Volkswirtschaften sich auf die Produzierung der Gueter spezialisieren, bei denen im Vergleich zum Ausland ein Kostenvorteil entsteht. (man soll dort produzieren, wo es guenstiger ist)

Wichtige Voraussetzungen fuer den internationalen Handel sind z.B.

`- Abbau von Wettbewerbsbeschroenkungen und Handelshemmnissen - Gruendung des Internationalen Woehrungsfonds - Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen - , wie z.B. EU, EWR (Europoeischer Wirtschaftsraum)

EWR

`= zum Europaeischen Wirtschaftsraum gehoeren die 27 Mitgliederstaaten der EU; im EWR wurden die Zoelle weitestgehend abgeschafft

EFTA

`= European Free Trade Association / Europaeische Freihandelszone umfasst alle EWR-Statten und die Schweiz, besteht aus politischer Unabhaengigkeit ihrer Mitgliederstaaten Zielsetzung: Wirtschaftswachstum, Vollbeschaeftigung, Seigerung der Produktivitaet und des Lebensstandards, Gewaehrung fairer Handels- und Wettbewerbsbedingungen und Ausweitung des Welthandels

NAFTA

`= North American Free Trade Agreement analog zur EFTA, nur fuer den nordamerikanischen Raum (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen zwischen Kanada, USA und Mexiko) Zielsetzung: Handel untereinander intensivieren, um eine staerkere Unabhaengigkeit von anderen Maerkten zu erlangen

ASEAN

`= Association of South-East and Asian Nations Verband ostasiatischer Staaten, sollte die Wirtschaft seiner Mitgliedsstaaten naeher an den Westen heranfuehren (Thailand, Indonesien, Malaysia, Philippinen und Singapur)

AFTA

`= ASEAN Free Trade Association Freihandelszone der ostasiatischen Staaten Zielsetzung: soll dem Handel in der Region neue Impulse geben, Handelshemmnisse abbauen, gemeinsame Sicherheits- und Ausenpolitik sowie Intensivierung der Investitions-taetigkeit im ASEAN

Mercosur

`= Mercado Comun del Sur / gemeinsamer Markt des Suedens wurde fuer den Suedamerikanischen Raum gegruendet Zielsetzung: Vergroeserung der nationalen Maerkte der Mitglieder-staaten, um wirtschaftliche Entwicklungsprozesse zu beschleunigen, Foerderung der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung der Mitgliederstaaten, hohes Streben nach sozialer Gerechtigkeit, Umweltschutz

AKP-Staaten

`= Afrika, Karibik und Pazifikraum (hierbei handelt es sich ueberwiegend um ehemalige Kolonien GBs und F Die EU hat den AKP-Staaten Zollpraeferenzen eingeraeumt, um ihnen den Zugang zum europaeischen Markt zu erleichtern.

GATT

`= General Agreement on Tariffs and Trade / Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen Zielsetzung: Handels- und Wirtschaftsbeziehungen der Mitgliedslaender foerdern unter Beachtung der drei Prinzipien - Meistbeguenstigtenprinzip (Alle Handelsvorteile, die einem Vertragspartner zugestanden werden, muessen auch fuer alle weiteren Vertragspartner gelten) - Prinzip der Inlaenderbehandlung (Beim Handel mit Waren, Dienstleistungen und geistigem Eigentum sind inlaendische und auslaendische Anbieter gleich zu behandeln) - Kontingentierungsverbot (Mengenmaesige Beschraenkungen sind in Handelsbeziehungen nicht zulaessig)

WTO

`= World Trade Organization / Welthandelsorganisation setzt die Verfolgung der GATT-Ziele fort, Thematisieren u.a. die Belange der Entwicklungslaender, Agrarzoelle und Agrarsubventionen Vertragswerke der WTO sind z.B: - Allgemeines Abkommen ueber den Handel mit Dienstleistungen (GATS = General Agreement on Trade in Services) - Êbereinkommen ueber handelsbezogene Aspekte der Rechte am geistigen Eigentum (TRIPS = Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) _ GATS verfolgt das Ziel der Liberalisierung des grenzueberschreitenden Handels mit Dienstleistungen und TRIPS legt Anforderungen fest, die es ermoeglichen sollen, die Rechte an geistigem Eigentum weltweit durchsetzen zu koennen.

IWF

`= Internationaler Waehrungsfonds Zielsetzung: Wiederaufbau der Weltwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg, heute: Internationale Zusammenarbeit foerdern, Ausweitung des Welthandels, Stabilitaet des Wechselkurse, Kredite vergeben, Geldpolitik der Mitgliedstaaten ueberwachen und technischen Hilfe anbieten Aktuell 184 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich nach dem Kapitalanteil richtet. Um seine Ziele zu erreichen, vergibt der IWF befristete Kredite, die an Auflagen geknuepft sind; unterstuetzt beispielsweise die Entwicklungslaender beim Wachstum.

Weltbankgruppe

`= World Bank Group Zielsetzung: Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg; heute: Kreditvergabe an Entwicklungs- und Schwellenlaender (finanzielle Hilfe, Beratung, technische Hilfe) Vorantreiben der Privatisierung, Umweltschutz Zusammensetzung: 1) Internationale Bank fuer Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) soll den devisenarmen und nicht ausreichend kreditwuerdigen Laendern Kapital zum Wiederaufbau und Entwicklung beschaffen; Ausgabe von Anleihen auf den Finanzmaerkten und Weitergabe in Form von Krediten 2) Internationale Entwicklungsorganisation (IDA) Zielsetzung gleich wie IBRD, gewaehrt ihre Kredite zu guenstigeren Konditionen 3) Internationale Finanz-Corporation (IFC) zur Foerderung der Privatwirtschaft in den Entwicklungslaendern uebernimmt die IFC Beteiligungen an Firmen und gewaehrt diesen Krediten 4) Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur (MIGA) sichert privatwirtschaftliche Direktinvestitionen in Entwicklungslaendern durch Garantien gegen nichtkommerzielle Risiken ab (Transferbeschraenkungen, Vertragsbruch, Krieg, Unruhen) 5) Internationales Zentrum fuer die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) schlichtet Investitionsstreitigkeiten zwischen Regierung und auslaendischen Investoren

Europ_ische Union

`Grundgedanken: Europa zu einem Staatenbund zu vereinen Friedensicherung Behauptung gegen Grosmaechte wie USA und Russland Kriterien zur Einfuehrung des Euro: (Erfuellung der EU-Konvergenzkriterien / Maastricht-Kriterien) - Preisstabilitaet (Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte ueber der Inflationsrate der drei preisstabilsten Laender liegen) - Stabilitaet der oeffentlichen Haushalte (der staatliche Schuldenstand darf nicht mehr als 60%, jaehrliche Neuverschuldung nicht mehr als 3% des BIP betragen) - Wechselkursstabilitaet (Staat muss mind. 2 Jahre ohne Abwertung am Wechselkursmechanismus II teilgenommen haben) - Kapitalmarktzinsniveau (fuer langfristige Staatsanleihen darf nicht mehr als 2 %-Punkte ueber dem Durchschnitt der drei Preisstabilsten Mitgliedstaaten sein)

EU-Reformvertrag

`bisher (Vertrag von Nizza) neu (Vertrag von Lissabon) - wichtige Entscheidungen muessen - nur noch in besonderen Faelle ist einstimmig getroffen werden Einstimmigkeit notwendig - bei den meisten Entscheidungen ist qualifizierte Mehrheit notwendig: _ Mehrheit der Mitgliedstaaten _ ab 2014: doppelte Mehrheit noetig _ muss mit mind. 255 von 345 Stimmen _ 55% der Mitgliedstaaten muessen zustimmen zustimmen _ Ein Staat kann pruefen lassen, ob mind. _ 65% der EU-Bevoelkerung muessen 62% der EU-Bevoelkerung dadurch re- dabei repraesentiert sein praesentiert werden - sieht frw. Austritt aus der EU vor

Das Europ_ische Parlament

`- Strasburg: Hauptsitz; dort finden Abstimmungen im Plenum - Bruessel: finden Ausschusssitzungen statt - Luxemburg: Sitz des Generalsekretaers (Administration des Parlaments) - Zusammensetzung: Praesidium mit 1 Praesident + 14 Vizepraesidenten 736 Sitze im Parlament

Rat der Europ_ischen Union (auch: Ministerrat / Üder Rat–)

`- tagt in Bruessel und Luxemburg - ihm gehoeren die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten an - zur Seite steht der Ministerrat: besteht aus (Fach-)Minister der EU-Laender und beschliest alle wichtigen Verordnungen und Richtlinien

Der Europ_ische Rat

`- besteht aus Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten und deren Ausenministern sowie dem Kommissionspraesidenten, die mind. 2x pro Jahr tagen - bestimmt Grundsatzbeschluesse , politische Leitlinien und Zielvorgaben der EU und koordiniert die Ausenpolitik der Gemeinschaft _ oberstes politisches Entscheidungsgremium der EU

Die Europ_ische Kommission

`- jedes Mitgliedstaat hat ein Kommissar (wird auf 5 Jahre gewaehlt) - hinzu kommt das Amt des Kommissionspraesidenten - Aufgabe: Initiativrecht im Hinblick auf die Rechtsetzung Initiativmonopol: Der Rat kann erst aufgrund eines Vorschlags der Kommission aktiv werden Exekutivrolle: Durchfuehren vom Rat erlassener Vorschriften und Kontrolle der Durchfuehrung

Der Europ_ische Gerichtshof (EuGH)

`- besteht aus 27 Richtern (einer je Mitgliedstaat), 8 Generalanwaelten - Sitz in Luxemburg - Aufgabe: Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung der Gemeinschaftsvertraege sowie der von Rat und Kommission erlassenen Rechtsakte - EuGH kann in folgenden Faellen angerufen werden: - im Rahmen eines Vertragsverletzungsverfahrens durch Kommission - durch jeden Mitgliedsstaat, wenn jdn der Meinung ist, dass andere Mitgliedsstaaten gegen eine Verpflichtung aus dem Vertrag verstosen hat - durch jede natuerliche und juristische Person, die vor dem EuGH Klage in Angelegenheiten erheben kann, die sie (un)mittelbar betreffen

Der Europ_ische Rechnungshof

`- ueberprueft die Recht- und Ordnungsmaesigkeit der Einnahmen und Ausgaben der Union und sorgt fuer ein effizientes Finanzmanagement auf europaeischer Basis - Bewirtschaftung der europaeischen Mittel und nicht nur auf europaeischer Ebene - ist befugt, seine Kontrollen auf die jeweiligen Empfaengerstaaten auszuweiten - Sitz in Luxemburg

Stellung Deutschlands in der Weltwirtschaft

`- Deutschland Exportweltmeister von 2003 _ 2008, dann China - 2010 ist Deutschland auf Platz 3 (1. China / 2. USA) - besonders enge Handelsbeziehungen in der Europaeischen Union; wichtigste ÜKunden– von Deutschlands: F, NL, GB - Deutsche Exportschlager: Maschinen, Fahrzeuge und Zubehoer

Ver_nderungen der Arbeitsm_rkte

`Globalisierung mit einer wachsenden internationalen Arbeitsteilung und steigenden Mobilitaet des Kapitals fuehrt zum Strukturwandel - Globalisierung fuehrt zu hohem Wettbewerbs- und Innovationsdruck _ gut qualifizierte Beschaeftigen finden im eigenen Land Arbeit - Direktinvestitionen im Ausland fuehrt zu Arbeitsplatzverlusten in Deutschland - Strukturwandel in Deutschland aeusert sich durch... ... Anstieg der Qualifikationsanforderungen ... Wandel der Erwerbsformen ... zunehmende Arbeitszeitflexibilisierung ... strukturelle Arbeitslosigkeit Ursachen dafuer sind v.a: ... Verschaerfung des Wettbewerbs ... Gewichtsverlagerung von Produktion zu Dienstleistung (hierfuer besteht Vertragswerk der WTO (GATS = General Agreement on Trade in Services); soll Liberalisierung von Dienstleistungen vorantreiben) ... Ausbreitung der Mikroelektronik ... Beschleunigung des Innovationstempos ... zunehmende Differenzierung der Beduerfnisse und Produkte ... ónderung der Arbeitsorganisation und Arbeitsqualitaet - Handel mit Dienstleistungen liegt etwa bei fast 25% des gesamten Welthandels (3/4 davon fallen auf Industrielaender) - Dienstleistungsrichtlinie (fuer EU): sollen Hindernisse fuer den grenzueber-schreitenden Dienstleistungsverkehr innerhalb der EU beseitigen; Der Mitgliedstaat, in dem eine Dienstleistung erbracht wird, muss die freie Ausuebung der Dienstleitung gewaehrleisten; die Bestimmungen der Richtlinie finden nur Anwendung auf Dienstleistungen, die bereits jetzt dem Wettbewerb offenstehen >> keine Verpflichtung, dem Gemeinwohl Energieversorgung, Verkehrsleistungen, Postdienste, Arbeits-/Gesund-heitsschutz etc. zu liberalisieren

Das internationale Banken- und Finanzsystem

`- Gewaehrleistung eines reibungslosen Zahlungsverkehrs - Koordination zwischen Mittelzufluss (Geldanlage) und Kapitalbedarf (Gewaehrung von Krediten) - Finanzmarktaufsicht und rechtliche Rahmenbedingungen

Globales Finanzsystem

`= Gesamtheit aller nationalen Finanzsysteme _ wichtige Akteure: internationales Finanzsystem: IWF und Weltbank nationales Finanzsystem: Bundesanstalt fuer Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie Grundlagen des Kreditwesengesetzes (KWG)

Europ_isches System der Zentralbanken (ESZB):

`ESZB ist bei Entscheidungsfindung autonom, d.h. Mitgliedstaaten koennen die Entscheidungen nicht beeinflussen Aufgaben: - Gewaehrleistung der Preisstabilitaet (Oberziel) - Entwicklung des Wirtschaftslebens - hohes Beschaeftigungsniveau - hohes Mas an sozialem Schutz - Gleichstellung von Maenner und Frauen- - bestaendiges Wachstum - Wettbewerbsfaehigkeit - Konvergenz der Wirtschaftsleistungen - hohes Mas an Umweltschutz / Verbesserung der Umweltqualitaet - Hebung der Lebenshaltung und _qualitaeten - wirtschaftlicher und sozialer Zusammenhalt - Solidaritaet zwischen Mitgliedstaaten >> ESZB besteht aus EZB in Frankfurt und den nationalen Zentralbanken (NZB) aller Mitgliederstaaten der EU; wird durch ein Direktorium gefuehrt (Praesident, Vize-Praesident und 4 weiteren Mitgliedern)

EZB-Rat:

`Festlegung der geld- und waehrungspolitischen Leitlinien Besteht aus Direktorium, Praesidenten der NZBs; die europaeischen Staaten, die den Euro nicht eingefuehrt haben, sind durch ihre Notenbank-praesidenten vertreten Ein wichtiger Ansatzpunkt der Geldpolitik der EZB ist die Steuerung der vorhandenen Geldmenge: >> Zinssenkung >> erhoehte Kreditnachfrage >> Erhoehung der Geldmenge

Steuerung der Geldmenge moeglich durch:

`1) Offenmarktgeschaefte Banken wird Liquiditaet zur Verfuegung gestellt, meist in Form von befristeten Transaktionen; EZB vergibt Kredite an Geschaeftsbanken, die durch Wertpapiere mit sehr hoher Bonitaet besichert sind (durch Tenderverfahren = Ausschreibung der EZB, Gebote der Geschaeftsbanken) 2) Staendige Fazilitaeten Auf Initiative der Geschaeftsbanken hin koennen kurzfristige liquide Mittel von der EZB beschafft werden; Êberschuesse koennen angelegt werden 3) Mindestreserve Kreditinstitute muessen einen bestimmten Prozentsatz ihrer Verbindlichkeiten als Guthaben bei der EZB unterhalten; je hoehe der Satz ist, umso weniger Geld steht den Banken fuer die Kreditvergabe zur Verfuegung

Ausenwirtschaft

`= gesamter Wirtschaftsverkehr eines Landes mit dem Ausland = unterteilt in drei Bereiche: Ausenhandel, Dienstleistungsverkehr, (>> in Leitungsbilanz erfasst) Kapitalverkehr (>> in Kapitalbilanz erfasst)

Formen des Ausenhandels

`1) Warenverkehr innerhalb der EU (Intrahandel) Versendung, Eingang 2) Warenverkehr zwischen der EU und Drittlaendern Ausfuhr/Export, Einfuhr/Import 3) Durchfuhr (Transit) (Ware von Gebietsfremden wird von einem Gebietsansaessigen an einen Gebietsfremden veraeusert) >> durchgehandeltes Geschaeft: Ware wird direkt an Gebietsfremden veraeusert >> gebrochenes Geschaeft: Veraeuserung erfolgt zunaechst an einen Gebietsansaessigen

Dienstleistungsverkehr

`= unsichtbare Ein- und Ausfuhren = Geschaefte zwischen In- und Auslaendern, wie z.B. Reiseverkehrsdienst-leistungen, Transport-, Finanz-, Handel mit Lizenzen und Patenten

Kapitalverkehr

`= alle Kapitalexporte, -importe = Kauf/Verkauf von Wertpapieren, Direktinvestitionen (Investitionen in auslaendischen Betriebsstaetten oder Tochterunternehmen), Kredite

Vorteile/Gruende von Direktinvestitionen

`+ Erschliesung neuer Absatzmaerkte fuer Verkauf/Einkauf + Verlagerung von Arbeitsplaetzen ins Ausland, Schaffung neuer Arbeitsplaetze + Potenziale zur Kostensenkung + Staerkung der Wettbewerbsposition eines Unternehmens + bessere arbeitsrechtlichen Bedingungen im Ausland + hoehere Produktivitaet im Ausland + niedrigere Zoelle + bessere Infrastruktur im Ausland

Zahlungsbilanz

`= Gueter-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr werden in der Zahlungsbilanz erfasst = Erfassung aller wirtschaftlichen Transaktionen (Kaeufe und Verkaeufe von Guetern und Dienstleistungen sowie Geld-, Kredit- und Kapitalbewegungen) eines Jahres zwischen In- und Ausland = Deutsche Bundesbank veroeffentlicht monatlich die aktuelle Zahlungsbilanz

Ausenhandel

`= gewerbsmaesiger Warenaustausch mit anderen Volkswirtschaften (Import, Export, Transithandel)

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