Lernkarten

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Lernende 2 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 29.08.2014 / 20.12.2014
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Aspekte der päd.Anthropologie    

1. Aspekt: „Der Mensch ist ein unspezialisiertes Mängelwesen!“

(Gehlen, 1904 - 1976)
a) organisch mittellos
b) keine Angriffs-, Schutz-, Fluchtorgane

c) Sinnesorgane sind nicht besonders leistungsfähig

Der Mensch ist also: a) unfertig
b) unausgereift
c) unspezialisiert.

=Voraussetzung für seine nahezu grenzenlose Lern-, Leistungs- und Anpassungsfähigkeit. 

 

2. Aspekt: Der Mensch ist ausgezeichnet durch eine unendliche Lernfähigkeit

(Heinrich Roth) 

 

3. Aspekt:  Sonderstellung des Menschen  (Nesthocker, physiologische Frühgeburt)

4. Aspekt: Der Mensch ist ein instinktreduziertes Wesen

(Arnold Gehlen)

a) Das typisch Menschliche sind nicht die Instinkte, sondern ist die Kultur (Sprache, Wissenschaft, Kunst, Technik, etc.) 

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Erziehungsnotwendigkeit   

Erziehungsnotwendigkeit

a) „Halt mich fest“

b) „Lass mich los“
•Stil der eigenen Individualität (Erikson) •Ich-Identität 

c) Selbstverantwortung
d) Das Kind soll selbst tätig werden

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Anlage und Umwelt    

Natismus betont die Wirkung angeborener Faktoren.

2. Milieutheorie betont die Wirkung der Umwelteinflüsse.

3. Die Interaktionstheorie versucht zwischen den beiden extremen Richtungen (1+2) zu vermitteln. 

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Nativismustheorie   

A) Ursachen menschlichen Handelns liegen in der Vererbung

B) Vertreter: O. Kroh und H. Remplein

C) Kroh: „führende Bedeutung der Anlage“

D) Tiefenpsychologie: Sexual- und Aggressionstrieb ist angeboren

E) Konrad Lorenz (1903-1989) „aggressives Verhalten ist angeboren!“ 

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Milieutheorie   

A) das Milieu beeinflusst das menschliche Verhalten - Erbanlagen treten in den Hintergrund

B) J.-B. Watson (1878 - 1950), Skinner

C) alles Verhalten kann erlernt werden

D) über die Gestaltung der Milieueinflüsse lassen sich Menschen formen

E) „Allmacht der Umwelt!“ 

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Interaktionstheorie   

A) wechselseitiges Ineinandergreifen der beteiligten Faktoren

B) Anlage = „Rohmaterial“
C) endogene und exogene Faktoren

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Erziehung

Erziehung ist die einflussnehmende Hilfe (!) eines verantwortlichen Menschen auf einen ihm anvertrauten jungen Menschen.

Die einflussnehmende Hilfe geschieht über bestimmte Maßnahmen. (Erziehungsmittel)

Die einflussnehmende Hilfe geschieht über ein bestimmtes Erzieherverhalten (Erziehungsstil)

Die einflussnehmende Hilfe geschieht mit bestimmten Vorstellungen. (Erziehungsziele)

Der Edukand soll zu einer eigenständigen, demokratiefähigen und vor allem verantwortungsbereiten Persönlichkeit heranwachsen. 

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Bildung

Altenbildung

•Erwachsenenbildung

•Schulbildung

•Jugendbildung 

Bildung ist im Gegensatz zum Begriff der Erziehung ein lebenslanger Prozess. 

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Funktionale Erziehung

hier liegt keine Einflussnahme von Seiten des Erziehers vor 

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intentionale Erziehung    

hier liegt eine Einflussnahme von Seiten des Erziehers (!) vor 

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Erziehungsziel

•Erziehungs- und Bildungsideal •Erziehungsaufgabe •Erziehungsabsicht
•Lernziel

•Leitbild •Menschenbild 

•kognitive, affektive und soziale Dimension dürfen nie isoliert für sich betrachtet werden

•diese müssen immer im Kontext zueinander verstanden werden 

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positiver Verstärker

freundlicher Zustimmung bis zur Verleihung von Orden und höchsten Anerkennungen in Form von Geld, Macht und Ansehen. 

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direkte Erziehungsmittel

Arten von Lob und Strafe    

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indirekte Erziehungsmittel

Formen von Spiel, Arbeit und Wetteifer 

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Verstärker

- Primär (Essen)

- Sozial (Anerkennung, Liebesentzug)

- Materiell (Spielzeug)

- symbolisch (Geld, Note)

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Was versteht man unter Selbstreflexion?

  • Nachdenken über sich selbst & Selbstkritik

  • kritisches Hinterfragen und Beurteilen des eigenen Denkens, der eigenen Standpunkte und Handlungen

 

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Warum ist die berufsbezogene Selbstreflexion insbesondere bei Lehramtsstudierenden

wichtig?

  • Persönliche Einflüsse erkennen, reflektieren, bearbeiten und antizipieren

  • Negative Aspekte (persönliche Schwächen, Ängste, Probleme) registrieren, geringhalten und kontrollieren

  • Positive Aspekte (persönliche Stärken, Kompetenzen, Ressourcen) erkennen und besser nutzen

  • Wahrscheinlichkeit soll erhöht werden, dass Ziele des Unterrichts diesen auch bestimmen und nicht prozessfremde Interessen (Wahrnehmungsverzerrungen, Lieblingsthemen, Vermeidungstendenzen)

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Welche Faktoren gehören laut einer Untersuchung an der TU Dresden zu den fünf meist genannten Motiven, Lehrer zu werden?

  • Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

  • Bestärkung durch praktische Erfahrung

  • Pädagogische Früherfahrung

  • Interesse an den gewählten Fächern

  • Eigener Lehrer als Vorbild

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In welchen beiden Berufswahlmotiven unterscheiden sich laut einer Untersuchung an

der TU Dresden Studierende des Lehramts Gymnasium/Mittelschule einerseits und

Grundschule andererseits am meisten?

  • Interesse an den gewählten Fächern (Grundschule sehr niedrig)

  • Eigener Lehrer als Vorbild (Grundschule sehr niedrig)

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Inwiefern gibt es einen Widerspruch zwischen den eigenen Ansprüchen von

Lehramtsstudierenden an die Ausbildung berufsspezifischer Fähigkeiten einerseits und

ihrem Studierverhalten andererseits?

Ansprüche an Erziehungswissenschaft liegen ganz oben (Unterrichtsgestaltung, Teamfähigkeit, Motivationsfähigkeit, jedoch konzentrieren sich Studenten mehr auf die Fachstudien (v.a. L3)

 

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Wie sollten sich Lehrer laut einer Untersuchung der sog. Nürnberger Projekt-gruppe

verhalten, während SuS in Gruppen arbeiten?

  1. Rolle des Wissensvermittlers phasenweise völlig ablegen, weitestgehend Hilfe verweigern zumindest dann, wenn SuS selbst Lösungswege finden können

  2. Rolle des Wissensvermittlers verlassen, jedoch für Beratung und Hilfe zur Verfügung stehen responsiv intervenierend

NICHT: invasiv intervenierend Lehrer ist autoritär, Steuerung und Kontrolle

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Welches Verhältnis besteht laut Brügelmann zwischen der eigenen alltäglichen Empirie

von Lehrern und Erkenntnissen ihrer Berufswissenschaft?

  • Persönliche Erfahrung ist vor allem in der Pädagogik unverzichtbar

  • Wissenschaftliche Kontrolle hilft, eigenen Vorurteilen/kulturellen Deutungsmustern nicht aufzusitzen

  • Eigene Erfahrungen sammeln und Wissenschaft als Hilfe nutzen

  • Lehrer sollen sich idealerweise auch als Forscher verstehen

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Welche Komponenten gehören zur Berufswissenschaft von Lehrern?

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Was bedeutet das Ergebnis „d = 0,21“ der sog. Hattie-Studie für die Reduzierung der

Klassenstärke?

d=Effektstärke wird am Leistungszuwachs gemessen

- ab 0,4 übergroße Lernleistung - ab 0,6 exzellente Lernleistung

  • Ergebnis d=0,21 bedeutet, dass die Reduzierung der Klassenstärke nur wenig in Bezug auf erfolgreiches Lernen hilft

  •  

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Welche Faktoren des Lehrers befördern laut der COACTIV-Studie den Lernerfolg von

Schülern?

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Was ist überhaupt Schule?

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Welche historischen Eckdaten in der Entstehung des Schulwesens gibt es?

  • erste Schulen schon vor 3000 Jahren (Griechen, Sumerer) aber nur für Eliten

  • ab 1000: Handel nimmt zu Schulen für Kaufmänner, Beamte und Handwerke

  • ab 1200: zwei Strömungen Kloster-/Domschulen & Universitäten für Intellektuelle

  • Renaissance (Beginn der Neuzeit) Lateinschulen und Universitäten etablieren sich

  • Reformation (1517): (Elite bleibt bestehen)

  • ab 1800: große Zäsur Staat will Bildung aller, Aufklärung

  • 1919: Weimarer Verfassung Unterricht mehr an pädagog. Gesichtspunkten orientiert

  • ab 1965: Hauptschule, Realschule, Gymnasium statt Volks-, Mittelschule, Gymnasium

  • seit 1970: Gesamtschulen

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Welche nennenswerten Entwicklungen im Schulwesen von Deutschland hat es seit dem PISA-Schock gegeben?

  • Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzentwicklung konnte verringert werden (nunmehr im Durchschnitt)

  • Anteil leistungsschwacher SuS hat sich verringert

Verbesserung der Förderung von leistungsschwachen SuS

  • Anteil von SuS auf den Kompetenzstufen V und VI leicht angestiegen 

  • Leistung für die Gymnasien nimmt tendenziell ab 
    Verbesserung der Förderung von leistungsstarken SuS als Ziel der nächsten Jahre

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Welche Kräfte haben in Preußen zur Durchsetzung der allgemeinen Schulpflicht

geführt?

  • Friedrich Wilhelm I.

  • Wirtschaftsinteressen (Merkantilismus ab 17. Jh.) tüchtige Arbeitskräfte

  • Machtansprüche (Nationalstaaten, v.a. im 19. Jh.) loyale Untertanen (Indoktrination)

  • Politisch-pädagogische Ideen (Aufklärung, Emanzipation) mündige Bürger

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Was ist der Unterschied zwischen einer Schul-, einer Unterrichts- und einer

Bildungspflicht?

  • Schulpflicht räumlich, findet in der Schule statt

  • Unterrichtspflicht Input gebunden, Was wird unterrichtet? Prüfung der Umstände

  • Bildungspflicht Output gebunden, Was wird erlernt? Leistungstests