Entzündung
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Leukotriene
Lipidmediatoren, die aus Arachidonsäure (AA) durch enzymatische Umwandlung entstehen.
• Zwei Typen von Leukotrienen (LT):
a) LTB4
b) Cysteinyl-LT C4, D4, E4.
5-Lipoxygenase
• Schlüsselenzym der Leukotriensynthese
• katalysiert Umwandlung von AA in LTA4
Cys-LT(Leukotrien)-Rezeptorantagonisten
• antagonisieren die Wirkung von Cys-LTs am Cys-LT-Rezeptor:
• Hemmung der Bronchokonstriktion, leicht entzündungshemmend.
• additive klinische Wirkung mit Glucocorticoiden
• Add-on-Therapie bei leichtem bis mittelschwerem Asthma
insbesondere bei Kindern, bis Pubertät bei jungen wirksamer, danach nicht mehr
Theophyllin
Bronchodilatator: Phosphodiesterasehemmer
• steigern cAMP Konzentration durch die durch Blockade von Adenosin-Rezeptoren
• in höheren Konz.: hemmen Phosphodiesterasen (Steigerung der cAMP-Konz.)
Effekte:
• Steigerung der mukoziliären Clearance
• Hemmung der Eosinophilen-Einwanderung in Lunge
• Hemmung der Freisetzung von Mediatoren und Zytokinen aus Leukozyten
• Verringerung der T-Helfer und T-Suppressorzellen in Bronchialschleimhaut
• Abschwächung der asthm. Sofort- und Spätreaktion
• vollst. Resorpt.
• Eliminationskinetik interindividuell unterschiedlich
• geringe therapeutische Breite! -> TDM
• Metabolismus: CYP1A2; 1-Methyl- und 1,3-Dimethylharnsäure, Methylxanthin als aktiver Metabolit
Hemmstoffe der Mediatorfreisetzung: Anwendung, WM
• prophylaktische Anwendung
• WS verhindern die Freisetzung von Histamin, Leukotrienen, Prostaglandinen, und Platelet-activating Factor (PAF).
Cromoglicinsäure
• hemmen Histamin-vermittelte Sofort- und LT-vermittelte Spätreaktion
• Wirkmechanismus unbekannt!
• polare Struktur! keine perorale Applikation → Aerosole (BV 8-10%), kein Metabol.
• Carboxylgruppen beider WS können in gleiche Räumliche Lage gebracht werden
NICHT bei akutem Asthmaanfall, Dauertherapie zur Prophylaxe!!!!!
Nedocromil
• hemmen Histamin-vermittelte Sofort- und LT-vermittelte Spätreaktion
• Wirkmechanismus unbekannt!
• polare Struktur! keine perorale Applikation → Aerosole (BV 8-10%), kein Metabol.
• Carboxylgruppen beider WS können in gleiche Räumliche Lage gebracht werden
NICHT bei akutem Asthmaanfall, Dauertherapie zur Prophylaxe!!!!!
Entzündung Definition
„Eine vom Bindegewebe und den Blutgefäßen auf äußere Reize hin ausgehende Reaktion mit dem Ziel die Noxe zu eliminieren, zu inaktivieren und Gewebeschädigung zu reparieren“
Komponenten und Bedeutung der Entzündung: Beteiligte Zellen, Funktion der Entzündung, entzündliche Erkrankungen
• vaskuläre und zelluläre Prozesse
• Antigen-spezifische und unspezifische Prozesse
• Fieber
Beteiligte Zellen:
• Epithelzellen
• immunkomptetente Zellen: B- und T-Lymphoyzten, Monozyten/Makrophagen, Granulozyten.
Bedeutung der Entzündung:
a) physiologisch wichtig um Noxen zu entfernen.
b) fehlgeleitete Entzündung → Erkrankungen!
Entzündliche Erkrankungen:
• Rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis
• Asthma
• Atherosklerose
• neurodegenerative Erkrankungen (M. Alzheimer, M. Parkinson)
Mechanismen der Freisetzung von Entzündungsmediatoren
1. Aktivierung von Enzymen, die Entzündungsmediatoren produzieren (5-Lipoxygenase, NADPH-Oxidase)
2. Aktivierung von Signaltransduktionsmolekülen (p38 MAPK, NFκB)
3. Induktion der Expression von Enzymen die Entzündungsmediatoren produzieren
(induzierbare NO-Synthase zur NO Produktion, Cyclooxygenase zur Produktion von Prostaglandinen)
4. Induktion der Cytokin-Expression und –Freisetzung (TNFalpha, IL-1, IL-2, IL-6, IL-8, IL-12, IL-23)
5. Freisetzung von Entzündungsmediatoren aus zellulären Speichern (Histamin, Proteasen)
Cortison: Wirkung, NW, therapeutischer Nutzen
potenter entzündungshemmender endogener Wirkstoff (1936) → ABER: Nebenwirkungen, insb. wegen mineralocorticoider Wirkung
Ziel: Strukturmodifikationen um Nebenwirkungen (insb. bei Langzeitanwendung) zu reduzieren!
Problem: gelingt nur für mineralocorticoide NW, Glucocorticoid-Rezeptorvermittelte sind (bis heute) nicht vermeidbar
Therapeutischer Nutzen: entzündungshemmende und immunsupprimierende Eigenschaften.
Tendenz: topisch und lokal-wirkende Glucocorticoide mit systemischer Instabilität (z.B. Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Trakt, Haut)
Genomische Wirkung der GC
a) Transrepression: Glucocorticoid verhindert die Bindung von NFκB an die DNA („Tethering“):
Glucocorticoid bindet an Glucocorticoid-Rezeptor im Cytosol → Ligandgebundener Glcucorticoid-Rezeptor bindet direkt an NFκB → keine Interaktion des NFκB mit der DNA.
b) Transaktivierung: Glucocorticoid induziert die Expression von IκB: Glucocorticoid bindet an Glucocorticoid-Rezeptor im Cytosol → Ligand-gebundener Glucocorticoid-Rezeptor transloziert in den Zellkern → Ligand-gebundener Glucocorticoid-Rezeptors bindet an DNA und induziert die Expression des IκB.
Zielsetzung: „Dissoziierende Glucocorticoide“ = Wirkstoffe mit stark transrepressiver Wirkung und wenig transaktivierender Wirkung. → Geringere NW, da weniger Effekte über Genexpression entfaltet werden.
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