Entzündung
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Cartes-fiches
Wie werden Anthranilsäurederivate genannt?
Fenamate = Aza-Analoge der Salicylsäure
Diclofenac: BV, WM, Indikation
NSAR: Phenylessigsäurederivat
• hemmt COX-1 und -2; leichte Präferenz für COX-2
• BV = 50%; ausgeprägter First-Pass-Effekt
• Metabolite: hydroxylierte Produkte (3´-, 4´-, 5´-, 5-OH), vorwiegend am Dichlophenylrest, CYP2C9 und CYP3A4; Metabolite weitgehend inaktiv.
• Konjugation mit Glucuronsäure: teilweise Spaltung im Dünndarm Rückresorption (enterohepatischer Kreislauf).
Anwendung: insb. bei Sportverletzungen, RA
Indometacin: NW, Metabolisierung, HWZ
Wie nennt man Arylpropionsäure-Derivate noch? Eigenschaften
Profene
• α-Methyl-substituierte Arylessigsäurederivate
• chiral! Eudysmisches Verhältnis (COX) teilweise > 100.
• Ibuprofen und Tiaprofensäure als Racemate.
Coxibe
• Selektive/präferentielle COX-2 Inhibitoren
• nicht (kaum) sauer!
• fünfgliedriger Heteroxyclus mit vicinalen Phenylresten („Micky-Maus“): Pyrrol, Thiazol, Oxazol, Isoxazol, Pyrazol.
• Hohe COX-2 Selektivität: p-Subst. eines Phenylrests mit Methylsulfonyl- oder Sulfonamid-gruppe. erst COX2 selektiv wenn an Sulfon noch CH3 o. Amid ist
• weniger ulcerogen als andere NSAR
• Verschiebung des Thromboxan/Prostaglandin-GGW zu Thromboxan: erhöhtes Risiko kardiovaskulärer NW.
Nichtsteroidale Analgetika
• gute analgetische und antipyretische Wirkung wie NSAR
• ABER: geringe entzündungshemmende Aktivität
• analgetische Effekte eventuell durch COX-Hemmung(?) Wirkmechanismus unklar
• COX-Hemmung via Reduktion des Eisen im aktiven Zentrum der COX (bei hohen Peroxidspiegeln (= Entzündung): keine Aktivität!) nur bei niedrigen Peroxidspiegeln!
Anilin-Derivat: Paracetamol
Pyrazolinone: Phenazon, Propyphenazon, Metamizol
Paracetamol: Wirkung, BV, HWZ, Ausscheidung
nichtsteroidales Analgetikum
gut antipyretisch, schlecht analgetisch, KEINE entzündungshemmende Eigenschaften
- kann Babys ab 4 Wochen gemacht werden
• Wirkungsmechanismus: unklar!
1. COX-Hemmung: stark umstritten! Hypothese: Paracetamol hemmt die COX bei niedrigen Peroxidspiegeln (z.B. im ZNS = Fiebersenkung) nicht aber im entzündeten Gewebe, wo Peroxidtonus hoch ist).
2. Desacetylierung und Umwandlung zu 4-Hydroxyphenyl-arachidonylamid:
• COX-Inhibitor
• Aktivator von Vanilloid-Rezeptorsubtyp 1 (TRPV1),
• Anandamidaufnahme-Hemmung (Anandamid aktiviert CB1-Rezeptoren)
• BV = 70-90% (First-Pass-Metabolismus)
• kurze HWZ: 2 Std.
• Ausscheidung: 80% über die Leber: Konjugation mit Glucuronsäure und Schwefelsäure, oder Cystein und Glycin.
• N-Hydroxylierung in der Leber: Umwandlung zu hepatotoxischem N-Acetyl-pbenzochinonimin: reagiert als Elektrophil mit Nukleophilen (z.B. mit SH-Gruppen)
→ bei ausreichender Aktivität der Glutathion-S-Transferase (GST) erfolgt Entgiftung durch Konjugation mit Glutathion. → bei unzureichender GST-Aktivität kann reaktives Intermediärprodukt mit Proteinen interagieren und zu Lebernekrosen führen.
Metamizol-Na: Löslichkeit, Metabolit, Applikation
Gründe für erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut
1. erhöhte Bildung im Intermediärstoffwechsel
2. verminderte Ausscheidung (meistens)
3. NW von Zytostatika
Gicht Therapiekonzept
- Behandlung des akuten Gichtanfalls und
- Basisbehandlung: Senkung der Harnsäurekonzentration