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N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie von Entzündungshemmern und deren Anwendung bei verschiedenen Erkrankungen auf Universitätsniveau. Sie behandeln Wirkstoffe wie Glucocorticoide, β2-Rezeptor-Agonisten und Leukotrien-Rezeptorantagonisten, deren Mechanismen, Halbwertszeiten und Metabolismus. Besonders relevant sind die Therapien bei Asthma und COPD, einschließlich der Hemmung von Mediatorfreisetzung und der Wirkung auf Rezeptoren. Medizinstudenten und Fachkräfte profitieren von den detaillierten Informationen zu Wirkstoffen, deren Anwendung und den zugrunde liegenden biologischen Prozessen.
Karten
161
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
01.08.2016 / 26.07.2020

Lernkarten

Entzündung Definition

„Eine vom Bindegewebe und den Blutgefäßen auf äußere Reize hin ausgehende Reaktion mit dem Ziel die Noxe zu eliminieren, zu inaktivieren und Gewebeschädigung zu reparieren“

Entzündungskaskade und beteiligte Mediatoren

Komponenten und Bedeutung der Entzündung: Beteiligte Zellen, Funktion der Entzündung, entzündliche Erkrankungen

• vaskuläre und zelluläre Prozesse

• Antigen-spezifische und unspezifische Prozesse

• Fieber


Beteiligte Zellen:

• Epithelzellen

• immunkomptetente Zellen: B- und T-Lymphoyzten, Monozyten/Makrophagen, Granulozyten.


Bedeutung der Entzündung:

a) physiologisch wichtig um Noxen zu entfernen.

b) fehlgeleitete Entzündung → Erkrankungen!


Entzündliche Erkrankungen:

• Rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis

• Asthma

• Atherosklerose

• neurodegenerative Erkrankungen (M. Alzheimer, M. Parkinson)

Bildung und Freisetzung von Entzündungsmediatoren (Schaubild)

Mechanismen der Freisetzung von Entzündungsmediatoren

1. Aktivierung von Enzymen, die Entzündungsmediatoren produzieren (5-Lipoxygenase, NADPH-Oxidase)
2. Aktivierung von Signaltransduktionsmolekülen (p38 MAPK, NFκB)
3. Induktion der Expression von Enzymen die Entzündungsmediatoren produzieren
(induzierbare NO-Synthase zur NO Produktion, Cyclooxygenase zur Produktion von Prostaglandinen)
4. Induktion der Cytokin-Expression und –Freisetzung (TNFalpha, IL-1, IL-2, IL-6, IL-8, IL-12, IL-23)
5. Freisetzung von Entzündungsmediatoren aus zellulären Speichern (Histamin, Proteasen)

Akute und chronische Entzündung

Entzündung: Chronische Entzündung oder Auflösung (Schaubild)

Lipidmediatoren der Entzündung und der Auflösung

Enzyme der Lipidmediatorbildung

Therapeutische Strategien der Entzündungshemmung Übersicht

Cortison: Wirkung, NW, therapeutischer Nutzen

potenter entzündungshemmender endogener Wirkstoff (1936) → ABER: Nebenwirkungen, insb. wegen mineralocorticoider Wirkung

Ziel: Strukturmodifikationen um Nebenwirkungen (insb. bei Langzeitanwendung) zu reduzieren!
Problem: gelingt nur für mineralocorticoide NW, Glucocorticoid-Rezeptorvermittelte sind (bis heute) nicht vermeidbar


Therapeutischer Nutzen: entzündungshemmende und immunsupprimierende Eigenschaften.
Tendenz: topisch und lokal-wirkende Glucocorticoide mit systemischer Instabilität (z.B. Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Trakt, Haut)

Molekulare Grundlagen der Glucocorticoid-Wirkung

Expression entzündungsfördernder Gene wird supprimiert

Expression entzündungshemmender Gene wird gefördert

Aktivierung von NFκB

Mechanismus der entzündungshemmenden Wirkung der Glucocorticoide

Genomische Wirkung der GC

a) Transrepression: Glucocorticoid verhindert die Bindung von NFκB an die DNA („Tethering“):

Glucocorticoid bindet an Glucocorticoid-Rezeptor im Cytosol → Ligandgebundener Glcucorticoid-Rezeptor bindet direkt an NFκB → keine Interaktion des NFκB mit der DNA.

b) Transaktivierung: Glucocorticoid induziert die Expression von IκB: Glucocorticoid bindet an Glucocorticoid-Rezeptor im Cytosol → Ligand-gebundener Glucocorticoid-Rezeptor transloziert in den Zellkern → Ligand-gebundener Glucocorticoid-Rezeptors bindet an DNA und induziert die Expression des IκB.


Zielsetzung: „Dissoziierende Glucocorticoide“ = Wirkstoffe mit stark transrepressiver Wirkung und wenig transaktivierender Wirkung. → Geringere NW, da weniger Effekte über Genexpression entfaltet werden.

Hemmung der NFκB-Aktivierung durch Glucocorticoide

Biosynthese der Steroidhormone

Strukturmerkmale und Effekte von Cortison

Bindung eines Glucocorticoids (Dexamethason) an den GC-Rezeptor

orange: OH Brücke nicht nötig, sehr lang

dunkelgrün: nicht essentiell

zahlreiche H-Brücken der Carbonyl-O und OH-Gruppen-Atomen und hydrophobe Wechselwirkungen des Steroidgrundgerüst mit Rezeptor

SAR GC

Glucocorticoide für die systemische Anwendung

wichtigste: Prednisolon, Dexamethason, Betamethason

Alle Wirkstoffe besitzen vergleichbare Pharmakodynamik

→ dosisabhängige Wirkung und Nebenwirkungen sind gleich!

Unterschiede:

• Affinität zum GC-Rezeptor

• Pharmakokinetik

Dexamethason

(hohe Affinität, lange HWZ)

Prednisolon STEX

Standard für Langzeitgabe

Cortison

Prednison

Was sind Prednisolon-Äquivalente?

Bezug der Wirkstärke: Prednisolon, d.h. als Prednisolon-Äquivalente

Dosierung: hohe Initialdosis (250 mg/Tag), reduz. Erhaltungsdosis (1,5 – 5 mg/Tag)

Pharmakokinetik und Metabolismus systemisch applizierter Glucocorticoide

Glucocorticoide für die topische Anwendung

topisch: Haut, Lunge

Grundgedanke: Vermeidung der Nebenwirkungen, die bei systemischer Langzeitapplikation auftreten!
Geeignet sind Wirkstoffe die:

a) hohe Affinität zum GC-Rezeptor haben

b) hohe Gewebeaffinität und Anreicherung im Gewebe aufweisen

=> Konz. an Stelle nämlich gering bei topischer Appl.

c) geringe BV und hohen first-pass Raten besitzen


Messung/Bestimmung der systemischen Verfügbarkeit: wird selten gemacht

endogene Cortisolbiosynthese (GC hemmen die Freisetzung von CorticotropinReleasing-Hormon = negativer Feedback)

Glucocorticoide für die Anwendung an der Haut

Welches Glucocorticoid für die Anwendung an der Haut stellt den Goldstandard dar?

 

Prednicarbat

Prednicarbat

Glucocorticoide für die Anwendung an der Haut

Goldstandard

Halogenfreie GC

Hydrocortisonbuteprat

Glucocorticoide für die Anwendung an der Haut 


Softsteroide

Mometasonfuroat

Glucocorticoide für die Anwendung an der Haut und pulmonale Applikation

Softsteroid

 

Hydrocortisonaceponat

Glucocorticoide für die Anwendung an der Haut 

Softsteroid

Glucocorticoide für die pulmonale Applikation: Indikation, Struktur, Beispiele, HWZ

  • Zur Asthma und COPD-Therapie (chronisch obstruktive pulmonary disease, durch Rauch, Feuerschlucker etc)

Grundgedanke: starke lokale Wirkung bei möglichst geringer systemischer Wirkung!
Geeignet sind Wirkstoffe die:

a) geringe BV und hohen first-pass Raten besitzen

b) hohe Rezeptoraffinität

c) hohe Gewebebindung und langsame Umverteilung in Plasma


Moderne Wirkstoffe mit hoher Rezeptoraffinität und geringer systemischer BV:

• Budesonid (HWZ = 2,8 h)

• Fluticasonpropionat

• Fluticason-17-furoat (HWZ = 10,6 h)

• Mometasonfuroat

Fluticasonpropionat

Glucocorticoide für die pulmonale Applikation

Budesonid STEX

Glucocorticoide für die pulmonale Applikation

Beclometasondipropionat

Glucocorticoide für die pulmonale Applikation

Flunisolid

Glucocorticoide für die pulmonale Applikation

Triamcinolonacetonid

Glucocorticoide für die pulmonale Applikation

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