Energiewirtschaft

RUB - Maschinenbau - Prof. Wagner

RUB - Maschinenbau - Prof. Wagner


T. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Energiewirtschaft auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie die Förderung und Aufbereitung von Erdgas, die Berechnung von Energieinhalten, die Emissionsfaktoren verschiedener Brennstoffe und die globale Energieverteilung ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Energiewirtschaft beschäftigen, da sie detaillierte Informationen zu Energieerzeugung, -verteilung und -verbrauch liefern.
Flashcards
50
Students
4
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
18.08.2016 / 11.05.2018

Flashcards

Energieträger

physikalische Erscheinungsformen und Stoffe, aus denen direkt oder nach Umwandlung Energie gewonnen werden kann.

Primär-, Sekundär-, Endenergieträger

Primärenergieträger

von der Natur in ihrer ursprüngl. noch nicht vom Menschen behandelten Form angebotenen Energieträger.

regenerative und nicht regenerative

Sekundärenergieträger

Alle Produkte nach ein- oder mehrmaliger Umwandlung

z.B.: Briketts, Gas aus Kohle, Kraftstoffe, Strom, Fernwärme

Endenergieträger

Energieträger, die vom Endverbraucher zur Deckung des Energiebedarfs einegsetzt werden

Energiebedarf

zukünftig erwartete Energiemenge

Energiedienstleistung

aus Einsatz von Nutzenergie befriedigte Bedürfnisse oder erzeugtes Gut

z.B.: temperierter Raum, Licht, Schmelzen von Aluminium, Fortbewegung

Gesamtressourcen

Ressourcen + Reserven = Vorräte

Unterschied zw. Ressourcen und Reserven

Reserve: wurde erfasst und kann wirtschaftlich gewonnen werden

Ressource: wurde nachgewiesen und kann noch nicht wirtschaftlich gewonnen werden (inkl. nicht identifizierter Vorräte - hypothetisch/spekulativ)

verschiedene Brenngase

- Stadtgas oder Leuchtgas (bis Mitte 20. Jh. für Wohnungen und Beleuchtung von Straßen)

- Kokereigas

- Gichtgas (Hochofen-Gas)

- Grubengas (Steinkohlebergwerke)

- Klärgas (Biogas)

- Schiefergas (Fracking)

Weltreserven (Kohle, Erdöl, Erdgas)

Kohle: 562 Mrd. t SKE

Erdöl: 354 Mrd. t SKE

Erdgas: 222 Mrd. t SKE

Globalstrahlung

-> Definition

-> Werte: Kalifornien und Deutschland

Globalstrahlung: direkte und diffuse Strahlung auf waagerechte Erdoberfläche

Kalifornien: 2.200 kWh/(m2*a)

Deutschland: 1.000 kWh/(m2*a)

- Solarkonstante

- max. Wert der Globalstrahlung

- Solarkonstante 1,36 kW/m2 = Solarleistung außerhalb der Erdatmosphäre

- Barstow (Kalifornien): 2700 kWh/(m2*a)

Anteil Weltprimärenergieverbrauchs (USA, EU, GER, China)

USA: 17,8%

EU: 21,9%

GER: 2,4%

China: 23%

Wovon hängt die Reichweite der Primärenergieträger ab? (8)

- Entwicklung der Bevölkerung der Erde

- Entwicklung der Wirtschaft

- technische Entwicklung der Energienutzung

- politische Verfügbarkeit der einzelnen Energieträger

- Preisentwicklung bei den Energieträgern

- Ausmaß der Realisierung einer rationellen Energieanwendung

- technische Erschließung neuer Energiequellen

- Fortschritt in Exploration und Fördertechnik

Dichte (Heizöl L, Heizöl S, Erdgas)

Heizöl L: 0,84 kg/L

Heizöl S: 1 kg/L

Erdgas: 0,76 kg/m3

Heizwert (SK, BK, Erdgas, Heizöl)

SK: 29,3 MJ/kg

BK: 21,6-21,9 MJ/kg

Erdgas: 45,3 MJ/kg

Heizöl: 40,7-42,6 MJ/kg

Globale CO2-Emissionen

- absolut (Welt, GER)

- prozentual

Welt: 35,5 Mrd. t

GER: 800 Mio t (2%)

Maßnahmen für Versorgung im Störfall (Kraftwerkseinspeisung)

5-Stufen-Plan:

Einsatz von noch nicht mobilisierter Kraftwerksleistung -> Lastabwurf -> Abtrennen der Kraftwerke vom Netz

 

Frequenz ist die Regelgröße für die erforderliche Kraftwerkseinspeisung

-> Verhältnis f - fsoll

f= fsoll     Ins Netz eingespeiste Elektrizitätsmenge = vom Verbraucher benötigte Elektrizität plus den Leistungsverlusten

f>fsoll      Es wird zu viel elektrische Energie ins Netz eingespeist

f<fsoll      Es wid zu wenig elektrische Energie ins Netz eingespeist

Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ)

Vorteile und Nachteile

Vorteile:

- keine Blindleistungsverluse

- keine Frequenzgleichheit erforderlich

- hohe Übertragungsspannungen möglich

- weniger Leitungsmaterial erforderlich

Nachteile:

- hohe Kosten für Stromrichter

- wenig Erfahrung mit Lebensdauer

- bei Erdkabeln ist die Oberfläche von tiefwurzelndem Bewuchs freizuhalten

Arten der Förderung von Öl

1) Primäre Förderung (natürlicher Druck) - Entölungsgrad: 10-40% (GER: 18%)

2) Sekundäre Förderung (Wasser-, Dampf-, CO2-Einleitung) - Entölungsgrad: 32%

3) Tertiäre Förderung (Dampf - Chemikalieneinleitung) - Entölungsgrad: 45%

Endenergie in Deutschland

Primärenergie in Deutschland

Stromerzeugungsstruktur in Deutschland

650 TWh

Importländer von Rohöl und Erdgas (inkl. eigene Förderung):

Weg der Braunkohle vom Abbau bis zum Kesselbunker

Schema der Erdgasaufbereitung (7)

1) Bohrloch

2) Abscheiden von flüssigen höheren CxHy

3) Abtrennung von Schwefel

4) CO2-Entfernung, N2-Abscheidung

5) Trocknung

6) Konditionierung

7) Abgabe ins Netz

Technische Kette des Urans

Struktur des Erdgaspreises eines Haushaltes

Berechnung der gelieferten Energiemenge (Gasabrechnung)

Zustandszahl z (Abhängigkeit von Gasdruck, Luftdruck und Temperatur)

Def.: Verhältnis zwischen Norm- und Betriebsvolumen

Gasdruck+ -> z+

Luftdruck+ -> z+

Temperatur+ -> z-

Konzessionsabgabe

Finanzielle Gegenleistung der Versorgungsunternehmen an die Gemeinden für Überlassung der Wegerechte (Konzessionsabgabenverordnung)

Tarifart (4+1) mit Prinzip

1) Eintarifzähler: ein Zähler für elektr. Arbeit (Wirkarbeit)

2) Zweizonentarif: zwei Zähler, die Hoch- und Schwachlastzeit messen

3) Leistungsmessung: elektr. Arbeit + Leistung

4) Blindarbeitszähler: zusätzl.: Blindarbeit (bei größeren Abnehmern)

Smart Metering: Mehrzonentarifzähler auf elektron. Basis mit Kommunikationskanälen

Struktur des Strompreises

Marktformen: OTC-Handel und Börse

Was is EEX und EPEX?

EEX: Terminmarkt   3Tage-6Jahre in die Zukunft  (European Energy Exchange - Leipzig)

EPEX: Spotmarkt    Intraday/Day-Ahead  (Paris + Leipzig)

Stromvertriebswege

Strompreisbildung an der Börse

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