Energierohstoffe und -technik

Energierohstoffe und -technik RWTH

Energierohstoffe und -technik RWTH


A. S.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen der Energierohstoffe und -technik, mit Fokus auf Prozesse wie Destillation, Cracken und Verkokung. Sie decken Themen wie die Zusammensetzung von Erdöl, Braunkohle und Koks, sowie deren Verarbeitung und Anwendungen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Technik, die sich mit der Erzeugung und Nutzung von Energierohstoffen auseinandersetzen.
Flashcards
140
Students
2
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
09.07.2016 / 19.04.2018

Lernkarten

Zusammensetzung Braunkohle

Organische Bestandteile Bitumen) Huminsäuren   Restkohle: 10 – 40 % (wf) bei Weichbraunkohlen, bis zu 99 % (wf) bei Glanzbraunkohlen (Humine, Polymerbitumina, Lignin etc.)

Anorganische Bestandteile Mineralstoffe   Wasser

Braunkohle : Nassdienst

Abtrennen von Steinen, Holzfasern

Selektive Zerkleinerung (Hammermühle: <6,3mm)

Klassieren (Siebüberlauf: Kesselkohle

) Fördern (zum Trockendienst)

Trockendienst - BK

Röhrentrockner 

Restfeuchte: 12 bis 20 Gew.-%

Verweilzeit: 25 – 30 min 

Schwelung und Verkokung von Braunkohle 

Massenverlust von Braunkohle in Abhängigkeit der Entgasungstemperatur während des Verkokungsprozesses

Ausgangsmaterial: Braunkohlenbrikett mit 15% Feuchte Aufheizgeschwindigkeit 2 °C/min

Typische Produktzusammensetzung Koks: ca. 45 Gew.-% Gas: ca. 36 Gew.-% Schwelwasser: ca. 10 Gew.-% Teer: ca. 9 Gew.-% 

 

Anwendung Braunkohlekoks

Metallurgische Prozesse 

Abwasserreinigung

Rauchgasreinigung

Molekulare Koksstruktur in Abhängigkeit der Temperatur 

Aromatencluster verbinden sich bei Pyrolyse durch Polymerisations- und Kondensationsreaktionen zu größeren lamellenartigen Strukturen (BSU = „Basic Structural Units“) Größe und Ordnungsgrad der BSU nehmen mit Temperatur zu 

Vorbereitung für die Verkorkung

Zerkleinern (Hammermühlen) Mischen

welche 2 Arten unterschiedet mn bei der Verkorkung?

Schüttbetrieb Stampfbetrieb

Verkorkung - Temperaturverlauf und vorgänge

Verkokungsvorgang beginnt sofort nach dem Einfüllen der feuchten Kohle in die beheizte Ofenkammer (Wandtemperatur 900 –1400°C)

Zonenweise Umwandlung der Kohle (Trocknungs-, Erweichungs- und Halbkoksstufe, Hochofenkoks):

Bis 100 °C: Verdampfung der Feuchtigkeit

Ab 100 °C: Austreiben adsorbierter Gase (O2 , N2 , CH4 , CO)

250 – 350 °C: Bildung von leichtflüchtigen gesättigten und ungesättigten Kohlenwasserstoffen (Vorentgasung); ab 350 °C Erweichung der Kohle 350 – 480 °C: plastischer Bereich (15 – 30 mm); wesentliche Vorgänge der Koksbildung und Entgasung

480 – 600 °C: (wiederverfestigter) Halbkoks (12 – 15 % Flüchtige); beginnende Wasserstoffabspaltung

Bis 1100 °C: Hochtemperaturkoks

Temperaturfortschritt von Kammerwand zur Kammermitte mit ca. 10 –15 mm/h

Dicke plastische Zone: 15-25 mm

Nach halber Garungszeit treffen plastische Zonen aufeinander

Teernaht

Koksbehandlung 

Nasslöschen: Löschzeit 60 – 100 s Wasserbedarf ca. 1 – 2,5 m³/Mg Koks; ca. die Hälfte verdampft

Kokstrockenkühlung: Abgeschlossene Kühlung Einsatz von Inertgas statt Wasser Aufgeheiztes Inertgas kann zur Dampferzeugung genutzt werden 

 

Qualitätsmerkmale von Koks 

Korngröße

kornverteilung

Trommelfestigkeit

Abrieb

Verfahrensschritte Ko1rkerei

1 Kohlevorbereitung

2. Befüllen des Koksofens

3. Verkorkung

4. Temperaturvortschritt von Kamerwand zur Mitte

5. Koksbehandlung

 

Erzeugung von flüssigen Kohlenwasserstoffen 

Direkte Hydrierung oder Fischer-Tropsch-Synthese

Erdöl: Zusammensetzung

Alkane (Paraffine)  Allgemeine Formel: CnH2n+2 Anteil im Rohöl ca. 25 – 70 Vol.-% 

Cycloalkane (Naphthene)  Allgemeine Formel: CnH2n Anteil im Rohöl ca. 18 – 59 Vol.-%

Aromaten  Benzol sowie Derivate dieser Verbindung Anteil im Rohöl ca. 7 – 16 Vol.-%

Schwefelverbindungen Stickstoffverbindungen Sauerstoffverbindungen  Salze und Metalle 

 

Welche Schadstoffe gibt es im Rohöl und zu welchen Problemen können diese Schadstoffe führen? 

----> korrision , deaktivieren der katalysatoren

Schwefel, Salz , Metalle , Stickstoff , Sauerstoff

Erdöl : entstehung

Ausgangsmaterial pflanzliche & tierische maritime Kleinlebewesen Meeresplankton

Entstehung geringe Sauerstoffkonzentrationen (sonst Totaloxidation)

Absinken des Planktons und Überdeckung mit Sediment Anaerobe Zersetzung des Faulschlamms (Sapropel)

Anstieg von Druck und Temperatur durch weitere Sedimentüberlagerungen

Destillation: Fraktionen und weitere Verarbeitungsschritte 

Kopfprodukt der atmosphärischen Destillation: Flüssiggas (bis 20°C) ➙ Gasaufbereitung Leichtbenzin (leichtes Naphtha; ca. 20 – 75°C) ➙ Hydrotreating, Isomerisierung (Schwerbenzin (schweres Naphtha; ca. 75 – 150°C))

Seitenströme der atmosphärischen Destillation: Schwerbenzin (schweres Naphtha ca. 75 – 150°C) ➙ Hydrotreating, Reformieren Naphtha (schweres Naphtha; ca. 150 – 180°C) Petroleum (Kerosin; ca. 180 – 225°C) ➙ Hydrotreating Gasöle (ca. 225 – 350°C) ➙ Hydrotreating

Atmosphärischer Rückstand (über 350°C) ➙ Vakuumdestillation

Vakuumdestillation  - wozu?

Weitere Auftrennung des Rückstands der atmosphärischen Destillation Bei Temperaturen über 350 – 370 °C würde es zu Crackreaktionen mit Bildung von Gas und Koks kommen weitere Auftrennung unter Vakuum (ca. 40 bis 70 mbar)

Vakumdestilation - Produkte + weiter verarbeitungsschritte

Produkte und weitere Verarbeitungsschritte:

Vakuumgasöl Beimischung zu den Gasölkomponenten der atmosphärischen Destillation Einsatzmaterial für katalytische Crackprozesse

Vakuum-/ Wachsdestillate: Einsatzmaterial für katalytische Crackprozesse z.B. Hydrocracker oder FCC Weiterverarbeitung zu Wachsen und Schmierölen

Vakuumrückstand Einsatzmaterial für Visbreaker und Coker Bitumen- und Koksproduktion

Thermisches Cracken: Visbreaking 

Thermisches Cracken: Visbreaking

 Allgemein: Thermisches Cracken (Viscosity breaking)

Überführen schwerer Destillationsrückstände (aus atmosphärischer oder Vakuum-Destillation) durch mildes Cracken in niedriger siedende Komponenten und wenig Koks (flüssiges Produkt)

Umbau einer (stillgelegten) Rohöldestillation zum Visbreaker möglich

 

Nachteile gegenüber kat. Konversionsverfahren keine hohe Benzinausbeute geringe Benzinqualität zu hohe Anteile an Gas und Gasölkomponenten 

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