Energierohstoffe und -technik
Energierohstoffe und -technik RWTH
Energierohstoffe und -technik RWTH
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Cartes-fiches
Kolonnen mit Packungen
vorteil
sehr geringer Druckverlust sehr kleiner Flüssigkeitsinhalt auch für korrosive Medien Einsatz von Keramik
nachteil
hohe Kosten Packungsherstellung schmaler Belastungsbereich
Absorption: Prinzip
Absorption (Wäsche): Lösen gasförmiger Stoffe (Absorptive) in einer Flüssigkeit (Absorbens, Waschmittel) Umkehrung: Desorption (Strippung) Meist mit Waschmittelregeneration gekoppelt (Kreislaufführung), z.B. durch Drosseln Strippen mit Inertgas Rektifikation Gebräuchlichste Apparate: Packungs- und Bodenkolonnen auch Sprühturm, Fallfilmabsorber, Venturiwäscher, Strahlwäscher oder Blasensäule möglich
Absorptionsenthalpie:
Physikalische Wäsche: 10 – 20 kJ/mol Chemische Wäsche: 30 – 80 kJ/mol
Wichtige Routen der Synthesegaserzeugung
Erdgas CH4 + H20 --> CO + 3 H2 Steam
Benzin -CH2- + H20 -->CO + 2H2 Steam
Schweröl 2-CH2 - + H2O + ½ O2 ---->2 CO + 3 H2 partielle Oxidation
Kohle 2-C- + H2O + ½ O2 -----> 2 CO + H2
Hexan
Rectisolverfahren
H2S-Entfernung & Einstellung des H2 : CO Verhältnisses Lösungsmittel Methanol (Absorption bei 30 – 60 bar)
Claus-prozess
1. Stufe: 1/3 des H2S wird verbrannt: 2. Stufe: Rest des H2S reagiert mit SO2 zu Schwefel Bauxit-Katalysator für 2. Stufe, 250 ° C
--> schwefelaufbereitung
Shell Claus Off-Gas Treating (SCOT) Prozess Verbliebenes SO2 wird im Anschluss an den Claus-Prozess hydriert: Das H2S wird wieder in den Claus-Prozess rückgeführt
Fischer-Tropsch-Synthese
grundreaktion
katalysatoren
prozessvariablen
Grundreaktion: 2n H2 + n CO (ᅳCH2ᅳ)n + n H2O
Katalysatoren: Fe, Co, Ni, Ru Aktives System bildet sich erst unter Chemisorption der Reaktanden
Wesentliche Prozessvariablen: Temperatur Druck H2 : CO Verhältnis Raumgeschwindigkeit [m³/kgKat·s] Umsatz pro Durchgang, Kreislaufverhältnis
Fischer-Tropsch-Synthese: grundverfahren
1. Gaserzeugung mit Rohstoff luft wasser ---> nebenprodukte
2. Gasreinigung und Aufbereitung -----> Schwefel + Benzin
3 Synthese -----> mittels Katalysator ,reaktionswärme inform Dampf
4.Produktabscheidung
5Produkttrennung
Methanolsynthese
was ist reaktionsfördernd?
hoher Druck, niedrige Temperatur (Le Chatelier!) niedriger Inertgasanteil hohes CO/CO2 -Verhältnis niedriger CH3OH-Part.-Druck geringe Umsätze mit Kreislaufführung
DME
Herstellungsreaktion
farbloses, leicht narkotisierend wirkendes, ungiftiges, hochentzündliches Gas, schwerer als Luft
Reaktion: 2 CH3OH CH3OCH3 + H2O
indiereckt über methan und diereckt förderbar
Produktbehandlung: Kühlung & Destillation Methanol-Wasser-Trennung Methanolrückführung
Methanisierung
Reaktionen: CO + 3 H2 CH4 + H2O ΔH = -217 kJ/mol CO + H2O CO2 + H2 ΔH = -40,9 kJ/mol Prinzipieller Prozessablauf: Rohstoffvergasung Abreinigung von Partikeln, Schwefel- und Chlorverbindungen Kohlendioxidabtrennung Methanisierung Abtrennung von H2 und CO2 (Anteil bis zu 50 %) aus Produktgas Bedingungen: 300 – 450 °C 1 – 5 bar Ni-Katalysator
Forumileren Sie mithilfe von chemischen Reaktionsgleichungen die unterschiedlichen Routen der Synthesegaserzeugung.
Erdgas : CH4 + H20 ---> CO + 3 H2
KW (Benzin) : -CH2- + H20 ----> CO + 2H2
Schweröl :2-CH2 - + H2O + ½ O2 ---> 2 CO + 3 H2
Kohle 2-C- + H2O + ½ O2 ----> 2 CO + H2
Beschreiben sie kurz in Stichworten anhand des Verfahrensschaltbildes das Prinzip des RectisolVerfahrens.
Beim Rectisolverfahren handelt es sich um ein physikalisches Gasreinigungsverfahren, um aus erzeugtem Rohgas unerwünschte (insbesondere für nachfolgenden Anlagen) Gaskomponenten wie Kohlenstoffdioxid, Schwefelwasserstoff, aber auch HCN, COS oder Ammoniak mit Hilfe des Waschmediums Methanol zu entfernen.
1.: H2S-Entfernung
2 Einstellung des H2 : CO Verhältnisses
3 Abschneidung von Staub und ähnlichem
Beschreiben sie mithilfe von chemischen Formeln den Clausprozess
Claus-Prozess
1. Stufe: 1/3 des H2S wird verbrannt: 2H2S + 3O2 ----> 2SO2 + 2 H20
2. Stufe: Rest des H2S reagiert mit SO2 zu Schwefel 2H2S + SO2 ----> 3S + 2 H20
Bauxit-Katalysator für 2. Stufe, 250 ° C
Beschreiben Sie allgemein die Fischer-Tropsch-Synthese. Gehen Sie dabei auf die Grundreaktion und die Prozessvariablen ein. Wie beeinflussen die Prozessvariablen das Produktspektrum?
großtechnisches Verfahren zur Kohleverflüssigung
Grundreaktion: 2n H2 + n CO ---> (ᅳCH2ᅳ)n + n H2O
Wesentliche Prozessvariablen:
Temperatur
Druck hoch - langkettig niedrig : kurzkettig
H2 : CO Verhältnis hoch: kurzkettig niedrieg :langkettig
Raumgeschwindigkeit [m³/kgKat·s]
Umsatz pro Durchgang, Kreislaufverhältnis
Formulieren Sie die Hauptreaktionen der Methanol-Synthese.
CO + 2H2 ---> CH3OH
CO2 + 3H2 -----> CH3OH + H2O
Durch welche Prozessvariablen wird das Produkt beeinflusst? (Methanol Synthese)
hoher Druck, niedrige Temperatur (Le Chatelier!) niedriger Inertgasanteil hohes CO/CO2 -Verhältnis niedriger CH3OH-Part.-Druck geringe Umsätze mit Kreislaufführun
Nennen Sie bedeutende Nutzungsmöglichkeiten des Methanols
FOlgeprodukte : Formaldehyd
MTBE
Essigsäure
Formulieren Sie den indirekten und direkten Prozess der Dimethyletherherstellung
indierekt : übermethanol
Rohstoff--> Syngas ( CO + H2) ---> Methanol (CH3OH) ---> CH3OCH3 + H2O (Abscheidung Wasser) ---> DME
dierekt
Rohstoff---> Syngas (CO + H2) ----> CH3OCH3 + H2O ( CO2 zurück zu Syngas) -----> DME
Welche Vorteile bringt Dimethylether bei der Nutzung als Brenn-/ Kraftstoff mit sich?
Kraftstoff als Ersatz für Diesel ---> ähnliche Verbrennungseigenschaften, hohe Cetanzahl, günstige Emissionen
Beschreiben Sie die Methanisierung anhand von Reaktionsgleichungen.
Reaktionen:
CO + 3 H2 CH4 + H2O ΔH = -217 kJ/mo
CO + H2O CO2 + H2 ΔH = -40,9 kJ/mol
Warum kann es sinnvoll sein, Wasserstoff in Methan als Brenngas zu konvertieren?
Gesamtwirkungsgrad Holz zu Methan: >60%
viel geringerer wärmeverlust m gegensatz zu konventionellen methoden
Aus welchen Stoffgruppen setzen sich Pflanzen allgemein zusammen?
Kohlenhydrate (bedeutendste Stoffgruppe der Biomasse)
Einfachzucker (Monosacharide) Zweifachzucker (Disacharide) Mehrfachzucker (Oligosacharide) Vielfachzucker
Lignin (Holzstoff) Polymer aus Phenyl-Propan-Derivaten
Fette und Fette Öle Ester von Glycerin mit höheren Monocarbonsäuren (> C8 )
Eiweiße (Proteine) Hochmolekulare Substanzen aus Aminosäuren
Welche Funktionen haben Cellulose und Lignin innerhalb des Pflanzengefüges?
lignin ---> Stets Begleiter der Cellulose, bildet mit dieser Komplex Lignocellulose Für Druckfestigkeit verantwortlich (Cellulose für Zugfestigkeit)
Beschreiben Sie stichpunktartig den Prozess der Methangärung. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?
Biomasse + H2O + Bakterien + Wärme ---> CH4 + CO2 + Gärrest
Vorraussetzung :
Methanogene Bakterien brauchen einen Wassergehalt von min. 50%
Methanogene Bakterien sind obligat anaerob
Lichtabschluss nötig, sonst Hemmung des Prozesses
Teilen Sie die technische Umsetzung der Methangärung nach Verfahrensarten, Biozönosen und Prozessmanagement ein.
Verfahrensarten
Nassfermentation (ca. 10% Trockensubstanz) - Hohe spezifische Biogasausbeute - Automatisierbare Störstoffabtrennung - Gute Pump- und Mischbarkeit - Co-Vergärung möglich
Trockenfermentation (>> 10% Trockensubstanz) - Geringes spezifisches Faulvolumen - Geringer spezifischer Wärmebedarf
Biozönosen
Psychrophil (kaum angewendet): < 20 °C
Mesophil: 30 – 48°C (opt. 35°C) - Geringe Abwasserbelastung - Hoher Umsatz komplexer Substrate - Gute Entwässerbarkeit
Thermophil: 48 – 65°C (opt. 50 – 55 °C) - Gute Hydrolyseleistungen - Hygienisierung
Prozessmanagement
Einstufige Vergärung - Einfache Handhabung - Geringe Investmentkosten
Zweistufige Vergärung - Hohe Raum-Zeit-Ausbeuten - Sicherer Betrieb
Zweiphasige Vergärung - Sehr hohe Raum-Zeit-Ausbeuten
Beschreiben Sie stichpunktartig den Prozess der Bioethanolproduktion.
Hefen sind fakultativ anaerobe Pilzstämme, d. h. sie können sowohl im aeroben als auch im anaeroben Medium existieren
Anaerobes Milieu: Ethanolproduktion C6H12O6 2 C2H5OH + 2 CO2
Aerobes Milieu: Wachstum C6H12O6 + 6 O2 6 CO2 + 6 H2O + Biomasse
Hefen können nur 4 – 5 Generationen vollständig anaerob wachsen
absatzweise Fermentation oder gezielte O2 -Zufuhr für kontinuierliche Fermentation erforderlich
! Temperatur: 20 - 40°C
pH-Wert: 3,5 – 6
Produktlimitierung: ab 20 g/l Ethanol: beginnende Hemmung
ab 110 g/l Ethanol: Einstellung der Ethanolproduktion
Verbrennung in Kleinfeuerungsanlagen g) Skizzieren Sie das Verbrennungsverhalten von Biomasse bei automatischer sowie manueller Beschickung anhand des Parameters CO.
wie entsteht torf?
Torfmor --> abnahme wasser , zunahme kohle, torf ---> Antrazit
Grenzen Sie die (Brennstoff-)eigenschaften des Torfs von Holz ab
Vergleich : Heizwert steigt mit inkohlung , weniger flüchtige bestandteile, erhöhter Asche gehalt
Welche Hauptnutzungspfade für Torf bestehen in Deutschland?
Gartenbau und Landwirtschaft
Energetische Verwertung (Kraft- und Heizkraftwerke)
Chemische Industrie (ca. 1 % der globalen Produktion):
Aus welchem Grund ist die energetische Nutzung von Torf in Deutschland kaum verbreitet?
Wäre konkurenz zu Braunkohle ,
....> aber aufwendige Trocknung und Abbau
----> nicht als EE gezählt
wIe wird Torf eingeteilt?
zersetzungsgrad, herkunft , Nährstoffstatus , feuchte...
Kohle . Weltweite nutzung?
- 3/4 der Kohle wird Strom gewonnen ---> 40 % der strombedarfs werden so gedeckt
- weiter produkte wie Koks ,..
- für Industrielle Feuerungen , Kohlevergasung...
breites Spektrum an Nutzbarkeit
Biochemische Inkohlung (Diagenese)
Biochemische Inkohlung (Diagenese)
Umwandlung von Torf zu Mattbraunkohle
Abgrenzung Torf – Braunkohle: Wassergehalt < 75 % und keine freie Cellulose!
aerober Zersetzungsprozess (Pilze)
anaerober Zersetzungsprozess (Bakterien)
Grenze bei ca. 10 m Tiefe (darunter keine mikrobielles Leben)
Geochemische Inkohlung (Metamorphose)
Geochemische Inkohlung (Metamorphose)
eigentliche Kohlebildung
Übergang Weichbraunkohle zur Hartbraunkohle
Druck- und Temperaturzunahme (auflagernde Schichten)
hauptsächlich durch Temperatur verursacht
Abspaltung gasförmiger Produkte (H2O, CO2 , N2 , CH4 ...)
Anreicherung von org. Kohlenstoff
Abnahme flüchtiger Bestandteile
an Grenze Hartbraunkohle – Steinkohle ist auch Lignin abgebaut
Einflussgrößen bei geochemischer Inkohlung
Temperatur Dauer der Erhitzung (Druck weniger bedeutend)
Kohlezusammensetzung ( Charackterisierung)
Charakterisierung der Kohlen nach Maceraltypen
----> Macerale: Mikroskopisch erkennbare Grundbestandteile der Kohle Vergleichbar mit den Mineralien im Gestein
Reflexionsgrad (auch -vermögen) Rm ist Verhältnis von Intensität des reflektierten Lichts zur Intensität des senkrecht auf den Prüfkörper einfallenden Lichts
Wofür wird Braunkohle verwendet?
Fast ausschließlich der Stromerzeugung < 90 %
Was sind die Kriterien Für BK?
Kriterien Braunkohle: Wassergehalt < 75 % keine freie Cellulose mehr vorhanden