Energierohstoffe und -technik

Energierohstoffe und -technik RWTH

Energierohstoffe und -technik RWTH


A. S.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen der Energierohstoffe und -technik, mit Fokus auf Prozesse wie Destillation, Cracken und Verkokung. Sie decken Themen wie die Zusammensetzung von Erdöl, Braunkohle und Koks, sowie deren Verarbeitung und Anwendungen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Technik, die sich mit der Erzeugung und Nutzung von Energierohstoffen auseinandersetzen.
Flashcards
140
Students
2
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
09.07.2016 / 19.04.2018

Lernkarten

Kolonnen mit Packungen 

vorteil

sehr geringer Druckverlust sehr kleiner Flüssigkeitsinhalt auch für korrosive Medien Einsatz von Keramik

nachteil

hohe Kosten Packungsherstellung schmaler Belastungsbereich 

Absorption: Prinzip

Absorption (Wäsche): Lösen gasförmiger Stoffe (Absorptive) in einer Flüssigkeit (Absorbens, Waschmittel) Umkehrung: Desorption (Strippung) Meist mit Waschmittelregeneration gekoppelt (Kreislaufführung), z.B. durch Drosseln Strippen mit Inertgas Rektifikation Gebräuchlichste Apparate: Packungs- und Bodenkolonnen auch Sprühturm, Fallfilmabsorber, Venturiwäscher, Strahlwäscher oder Blasensäule möglich 

Absorptionsenthalpie: 

Physikalische Wäsche: 10 – 20 kJ/mol Chemische Wäsche: 30 – 80 kJ/mol 

Wichtige Routen der Synthesegaserzeugung

Erdgas CH4 + H20 --> CO + 3 H2    Steam

Benzin -CH2- + H20 -->CO + 2H2     Steam

Schweröl 2-CH2 - + H2O + ½ O2 ---->2 CO + 3 H2  partielle Oxidation

Kohle       2-C- + H2O + ½ O2 -----> 2 CO + H2 

 

Hexan

 

Rectisolverfahren

 H2S-Entfernung & Einstellung des H2 : CO Verhältnisses Lösungsmittel Methanol (Absorption bei 30 – 60 bar) 

Claus-prozess

 1. Stufe: 1/3 des H2S wird verbrannt: 2. Stufe: Rest des H2S reagiert mit SO2 zu Schwefel Bauxit-Katalysator für 2. Stufe, 250 ° C

 

--> schwefelaufbereitung

Shell Claus Off-Gas Treating (SCOT) Prozess Verbliebenes SO2 wird im Anschluss an den Claus-Prozess hydriert: Das H2S wird wieder in den Claus-Prozess rückgeführt

Fischer-Tropsch-Synthese

grundreaktion 

katalysatoren 

prozessvariablen

Grundreaktion: 2n H2 + n CO (ᅳCH2ᅳ)n + n H2O 

Katalysatoren: Fe, Co, Ni, Ru Aktives System bildet sich erst unter Chemisorption der Reaktanden 

Wesentliche Prozessvariablen: Temperatur Druck H2 : CO Verhältnis Raumgeschwindigkeit [m³/kgKat·s] Umsatz pro Durchgang, Kreislaufverhältnis

Fischer-Tropsch-Synthese: grundverfahren

 

1. Gaserzeugung mit Rohstoff luft wasser ---> nebenprodukte

2. Gasreinigung und Aufbereitung -----> Schwefel + Benzin

3 Synthese -----> mittels Katalysator ,reaktionswärme inform Dampf

4.Produktabscheidung

5Produkttrennung

Methanolsynthese

was ist reaktionsfördernd?

 hoher Druck, niedrige Temperatur (Le Chatelier!) niedriger Inertgasanteil hohes CO/CO2 -Verhältnis niedriger CH3OH-Part.-Druck geringe Umsätze mit Kreislaufführung

DME

Herstellungsreaktion

farbloses, leicht narkotisierend wirkendes, ungiftiges, hochentzündliches Gas, schwerer als Luft

Reaktion: 2 CH3OH CH3OCH3 + H2O

indiereckt über methan und diereckt förderbar

Produktbehandlung: Kühlung & Destillation Methanol-Wasser-Trennung Methanolrückführung

Methanisierung 

Reaktionen: CO + 3 H2 CH4 + H2O ΔH = -217 kJ/mol CO + H2O CO2 + H2 ΔH = -40,9 kJ/mol Prinzipieller Prozessablauf: Rohstoffvergasung Abreinigung von Partikeln, Schwefel- und Chlorverbindungen Kohlendioxidabtrennung Methanisierung Abtrennung von H2 und CO2 (Anteil bis zu 50 %) aus Produktgas Bedingungen: 300 – 450 °C 1 – 5 bar Ni-Katalysator

Forumileren Sie mithilfe von chemischen Reaktionsgleichungen die unterschiedlichen Routen der Synthesegaserzeugung.

 Erdgas : CH4 + H20 ---> CO +  3 H2

 KW (Benzin) : -CH2- + H20 ----> CO + 2H2

Schweröl :2-CH2 - + H2O + ½ O2 ---> 2 CO + 3 H2 

Kohle 2-C- + H2O + ½ O2 ----> 2 CO + H2 

Beschreiben sie kurz in Stichworten anhand des Verfahrensschaltbildes das Prinzip des RectisolVerfahrens.

Beim Rectisolverfahren handelt es sich um ein physikalisches Gasreinigungsverfahren, um aus erzeugtem Rohgas unerwünschte (insbesondere für nachfolgenden Anlagen) Gaskomponenten wie Kohlenstoffdioxid, Schwefelwasserstoff, aber auch HCN, COS oder Ammoniak mit Hilfe des Waschmediums Methanol zu entfernen. 

1.: H2S-Entfernung

2 Einstellung des H2 : CO Verhältnisses  

3 Abschneidung von Staub und ähnlichem

Beschreiben sie mithilfe von chemischen Formeln den Clausprozess

Claus-Prozess

1. Stufe: 1/3 des H2S wird verbrannt:  2H2S + 3O2 ----> 2SO2 + 2 H20

 2. Stufe: Rest des H2S reagiert mit SO2 zu Schwefel   2H2S + SO2 ----> 3S + 2 H20

 Bauxit-Katalysator für 2. Stufe, 250 ° C 

Beschreiben Sie allgemein die Fischer-Tropsch-Synthese. Gehen Sie dabei auf die Grundreaktion und die Prozessvariablen ein. Wie beeinflussen die Prozessvariablen das Produktspektrum? 

 großtechnisches Verfahren zur Kohleverflüssigung

Grundreaktion: 2n H2 + n CO ---> (ᅳCH2ᅳ)n + n H2O 

Wesentliche Prozessvariablen:

 Temperatur

 Druck  hoch - langkettig    niedrig : kurzkettig

 H2 : CO Verhältnis hoch: kurzkettig niedrieg :langkettig

 Raumgeschwindigkeit [m³/kgKat·s]

Umsatz pro Durchgang, Kreislaufverhältnis 

 Formulieren Sie die Hauptreaktionen der Methanol-Synthese. 

CO + 2H2 ---> CH3OH

CO2 + 3H2 -----> CH3OH + H2O

Durch welche Prozessvariablen wird das Produkt beeinflusst?  (Methanol Synthese)

hoher Druck, niedrige Temperatur (Le Chatelier!) niedriger Inertgasanteil hohes CO/CO2 -Verhältnis niedriger CH3OH-Part.-Druck geringe Umsätze mit Kreislaufführun

Nennen Sie bedeutende Nutzungsmöglichkeiten des Methanols

FOlgeprodukte :  Formaldehyd

                            MTBE

                           Essigsäure

Formulieren Sie den indirekten und direkten Prozess der Dimethyletherherstellung

indierekt : übermethanol

Rohstoff--> Syngas ( CO + H2) ---> Methanol (CH3OH) ---> CH3OCH3 + H2O    (Abscheidung Wasser) ---> DME

dierekt 

Rohstoff---> Syngas (CO + H2) ----> CH3OCH3 + H2O  ( CO2 zurück zu Syngas) -----> DME

Welche Vorteile bringt Dimethylether bei der Nutzung als Brenn-/ Kraftstoff mit sich?

Kraftstoff als Ersatz für Diesel --->  ähnliche Verbrennungseigenschaften, hohe Cetanzahl, günstige Emissionen

Beschreiben Sie die Methanisierung anhand von Reaktionsgleichungen. 

Reaktionen:

CO + 3 H2 CH4 + H2O              ΔH = -217 kJ/mo

 CO + H2O CO2 + H2                            ΔH = -40,9 kJ/mol

Warum kann es sinnvoll sein, Wasserstoff in Methan als Brenngas zu konvertieren?

Gesamtwirkungsgrad Holz zu Methan: >60% 

viel geringerer wärmeverlust m gegensatz zu konventionellen methoden

Aus welchen Stoffgruppen setzen sich Pflanzen allgemein zusammen?

Kohlenhydrate (bedeutendste Stoffgruppe der Biomasse)

 Einfachzucker (Monosacharide) Zweifachzucker (Disacharide)   Mehrfachzucker (Oligosacharide) Vielfachzucker

  Lignin (Holzstoff) Polymer aus Phenyl-Propan-Derivaten

Fette und Fette Öle Ester von Glycerin mit höheren Monocarbonsäuren (> C8 )

Eiweiße (Proteine) Hochmolekulare Substanzen aus Aminosäuren

 Welche Funktionen haben Cellulose und Lignin innerhalb des Pflanzengefüges? 

lignin ---> Stets Begleiter der Cellulose, bildet mit dieser Komplex Lignocellulose Für Druckfestigkeit verantwortlich (Cellulose für Zugfestigkeit) 

Beschreiben Sie stichpunktartig den Prozess der Methangärung. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Biomasse + H2O + Bakterien + Wärme  ---> CH4 + CO2 + Gärrest

 

Vorraussetzung :

Methanogene Bakterien brauchen einen Wassergehalt von min. 50%

Methanogene Bakterien sind obligat anaerob

Lichtabschluss nötig, sonst Hemmung des Prozesses

Teilen Sie die technische Umsetzung der Methangärung nach Verfahrensarten, Biozönosen und Prozessmanagement ein. 

Verfahrensarten

Nassfermentation (ca. 10% Trockensubstanz) - Hohe spezifische Biogasausbeute - Automatisierbare Störstoffabtrennung - Gute Pump- und Mischbarkeit - Co-Vergärung möglich

Trockenfermentation (>> 10% Trockensubstanz) - Geringes spezifisches Faulvolumen - Geringer spezifischer Wärmebedarf

 

Biozönosen

Psychrophil (kaum angewendet): < 20 °C

Mesophil: 30 – 48°C (opt. 35°C) - Geringe Abwasserbelastung - Hoher Umsatz komplexer Substrate - Gute Entwässerbarkeit

Thermophil: 48 – 65°C (opt. 50 – 55 °C) - Gute Hydrolyseleistungen - Hygienisierung 

Prozessmanagement

Einstufige Vergärung - Einfache Handhabung - Geringe Investmentkosten

Zweistufige Vergärung - Hohe Raum-Zeit-Ausbeuten - Sicherer Betrieb

Zweiphasige Vergärung - Sehr hohe Raum-Zeit-Ausbeuten

 

Beschreiben Sie stichpunktartig den Prozess der Bioethanolproduktion. 

Hefen sind fakultativ anaerobe Pilzstämme, d. h. sie können sowohl im aeroben als auch im anaeroben Medium existieren

Anaerobes Milieu: Ethanolproduktion C6H12O6 2 C2H5OH + 2 CO2

Aerobes Milieu: Wachstum C6H12O6 + 6 O2 6 CO2 + 6 H2O + Biomasse

Hefen können nur 4 – 5 Generationen vollständig anaerob wachsen

absatzweise Fermentation oder gezielte O2 -Zufuhr für kontinuierliche Fermentation erforderlich

! Temperatur: 20 - 40°C

pH-Wert: 3,5 – 6

Produktlimitierung: ab 20 g/l Ethanol: beginnende Hemmung

ab 110 g/l Ethanol: Einstellung der Ethanolproduktion

Verbrennung in Kleinfeuerungsanlagen g) Skizzieren Sie das Verbrennungsverhalten von Biomasse bei automatischer sowie manueller Beschickung anhand des Parameters CO. 

---> niedrige lokale temperatur //sauerstoffmangel

weil öffnung von feuerraum, zugabe von brennstoff , abkühlung bei unregelmäßiger beschickung

wie entsteht torf?

Torfmor --> abnahme wasser , zunahme kohle,  torf ---> Antrazit

Grenzen Sie die (Brennstoff-)eigenschaften des Torfs von Holz ab

Vergleich :  Heizwert steigt mit inkohlung , weniger flüchtige bestandteile,  erhöhter Asche gehalt

Welche Hauptnutzungspfade für Torf bestehen in Deutschland?

Gartenbau und Landwirtschaft

Energetische Verwertung (Kraft- und Heizkraftwerke)

Chemische Industrie (ca. 1 % der globalen Produktion):

Aus welchem Grund ist die energetische Nutzung von Torf in Deutschland kaum verbreitet? 

Wäre konkurenz zu Braunkohle , 

....> aber aufwendige Trocknung und Abbau 

----> nicht als EE gezählt

 

wIe wird Torf eingeteilt?

zersetzungsgrad, herkunft , Nährstoffstatus , feuchte...

Kohle . Weltweite nutzung?

 

- 3/4 der Kohle wird Strom gewonnen ---> 40 % der strombedarfs werden so gedeckt

- weiter produkte wie Koks ,..

- für Industrielle Feuerungen , Kohlevergasung...

breites Spektrum an Nutzbarkeit

Biochemische Inkohlung (Diagenese)

Biochemische Inkohlung (Diagenese)

Umwandlung von Torf zu Mattbraunkohle

Abgrenzung Torf – Braunkohle: Wassergehalt < 75 % und keine freie Cellulose!

aerober Zersetzungsprozess (Pilze)

anaerober Zersetzungsprozess (Bakterien)

Grenze bei ca. 10 m Tiefe (darunter keine mikrobielles Leben)

Geochemische Inkohlung (Metamorphose) 

Geochemische Inkohlung (Metamorphose)

eigentliche Kohlebildung

Übergang Weichbraunkohle zur Hartbraunkohle

Druck- und Temperaturzunahme (auflagernde Schichten)

hauptsächlich durch Temperatur verursacht

Abspaltung gasförmiger Produkte (H2O, CO2 , N2 , CH4 ...)

Anreicherung von org. Kohlenstoff

Abnahme flüchtiger Bestandteile

an Grenze Hartbraunkohle – Steinkohle ist auch Lignin abgebaut

Einflussgrößen bei geochemischer Inkohlung 

Temperatur Dauer der Erhitzung (Druck weniger bedeutend)

Kohlezusammensetzung ( Charackterisierung)

Charakterisierung der Kohlen nach Maceraltypen

---->  Macerale: Mikroskopisch erkennbare Grundbestandteile der Kohle Vergleichbar mit den Mineralien im Gestein

Reflexionsgrad (auch -vermögen) Rm ist Verhältnis von Intensität des reflektierten Lichts zur Intensität des senkrecht auf den Prüfkörper einfallenden Lichts

Wofür wird Braunkohle verwendet?

Fast ausschließlich der Stromerzeugung < 90 %

Was sind die Kriterien Für BK?

Kriterien Braunkohle: Wassergehalt < 75 % keine freie Cellulose mehr vorhanden

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