Energiemanagement
Fragenkatalog Energiemanagement
Fragenkatalog Energiemanagement
-
- 1 / 94
-
Flashcards
Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung (η)
KWK (BHKW): 80-85%
GuD-Kraftwerke: 60%
Kohlekraftwerke (alt): 15%
Kohlekraftwerke (neu): 30%
Kernkraftwerk: 30–40 %
Biomassekraftwerk: 30-37%
Photovoltaik : 5 -15%
Wieso ist ein Strom „mix“ besser für die Landesweitedeckung des
Energiebedarfs?
Braunkohlekraftwerk > relativ Träge > Grundlastbereich
Steinkohlekraftwerk> etwas Flexibler (Brennstoff besser Dosierbar) > Mittellast
Ölkraftwerk > flexibel > Mittellast
Gaskraftwerk > flexibel > Spitzenlastbereich
Pumpspeicher > flexibel > Spitzenlast
Kernkraftwerk > nicht regelbar > Grundlastbereich
Sonne/Wind > flexibel > Eigener Lastbereich
Aus welchen Elementen setzt sich der Strompreis zusammen?
-Strom
o erzeugung
o transport
o Vertrieb und Messung
- Konzessionsabgabe ( bei Monopolstellung >Abgabe von Energieerzeuger
an Stadtwerke)
-Stromsteuer (Verteuerung vom Staat)
- Umlage KWK
-Umlage EE
-Umsatzsteuer (MWSt)
Wie lange reicht Öl, Erdgas und Kohle noch?
Öl = 40 Jahre; Erdgas = 60 Jahre; Kohle = 200 Jahre
Wie kann Strom in Haushalten und in Betrieben effizient genutzt
werden?
a) Verlagerung von Lastspitzen in Lastsenken → Einsatz von Schaltzeituhren
→ Kostensenkung
b) Einsatz von Maximumwächtern → Erfassung des Strombedarfs →
Messeinrichtung so einstellen, dass aktueller Strombedarf mit einem
Maximalwert verglichen wird → bei Überschreitung des Maximalwertes
automatisches Abschalten von Anlagen, welche auch in Zeit der
Lastsenken laufen können
Nennen sie eine Möglichkeit der effizienten Wärmenutzung
-„Wärmerückgewinnung“, „Wärmerecycling“
-D.h.: Wärme nicht an die Umgebung abgeben, sondern Rückgewinnen und
nutzen
→ Energie wird effizienter genutzt, es wird insgesamt weniger Wärmeenergie
benötigt, Energiekosten für Wärmeenergie werden reduziert
Welche Problematik besteht bei der Wärmerückgewinnung?
-Wärme muss da genutzt werden, wo sie entsteht
-Wärmeenergie ist schlecht zu speichern
Nennen sie die ihnen bekannten Formen des Wärmetransportes
-Konvektion, Strahlung und Leitung
Beschreiben sie die Begriffe „direkte“ und „indirekte Wärmeübertragung
und nenn sie Beispiele
a) Zwischen den Stoffen mit den Temperaturen T1 und T2 besteht keine feste
Trennwand
z.B.: Flamme, Kühlturm
b) Zwischen den Stoffen mit den Temperaturen T1 und T2 besteht eine
Trennwand, der s.g. Rekuperator
z.B.: Kühler des Autos, Raumheizung
Nennen sie Anwendungsbereiche der Wärmerückgewinnung
-Heizen von Gebäuden mittels
a) Kontrollierter Wohnungslüftung
b) Kontrollierte Wohnungslüftung mit Endwärmetauscher
Bestehend aus Abluftventilen (in Bad und Küche), Zuluftventilen
(Wohn-, Schlafräume), Ventilator, Wärmetauscher
-Luftvorwärmer (im Kraftwerk)
-Wasservorwärmer = Economizer (im Kraftwerk)
Wie ist die Rückwärmezahl definiert?
Rückwärmezahl= tats.Temperaturerhöhung / theoret.Temperaturerhöhung
Rückwärmezahl= tats.Temperaturerhöhung theoret.Temperaturerhöhung
50-80%
Welche Form des Energieträgers stellt Druckluft dar?
Sekundärenergieträger
Nennen sie Gründe, warum Druckluft effizient genutzt werden muss?
-Universell einsetzbar → häufiger Einsatz
→ teuer
→ Verluste = unnötige Kosten und ungenutzte Energie
Nennen sie Gründe, warum Druckluft effizient genutzt werden muss?
-Universell einsetzbar → häufiger Einsatz
→ teuer
→ Verluste = unnötige Kosten und ungenutzte Energie
Beschreiben Sie eine Möglichkeit des energieeffizienten Betriebs einer
Kompressoranlage
-Kombination von Wärmerückgewinnung an der Anlage
Bei 100% Leistungsaufnahme 9% Abwärme Motor
72% Ölkühlung
13% Kühlung der Druckluft
→ Nutzung der Abwärme am Antriebsmotor
→ Nutzung der Abwärme des Wärmetauschers hinter dem Verdichter
-Energiearme Reglungskonzepte
→ Reglung des Kompressors z.B. über die Drehzahl, nicht mittels Drossel,
da ein künstlicher Widerstand erzeugt wird
→ P-V-Diagramm verschiedener Reglungskonzepte
Nenne sie Möglichkeiten der Optimierung eines Druckluftsystems
-Verminderung der Leckageverluste (betragen im Allgemeinen 20%)
-Gesamtanlagenauslegung (z.B.: Nutzung 3er Kompressoren für Grund-,
Mittel-, Spitzenlast)
-Wärmerückgewinnung
Nennen sie die Treibhausgase
-Wasserdampf H2O
-Kohlendioxid CO2
-Methan CH4
-Distickstoffmonoxid (Lachgas) N2O
-SF6
-Fluorchlorkohlenwasserstoffe FCKW
Durch welche Prozesse wird die Energiebilanz der Erde ins
Ungleichgewicht geführt?
𝐶+𝑂2-->𝐶𝑂2+𝐸𝑛𝑒𝑟𝑔𝑖𝑒
2𝐻2+𝑂2-->2𝐻2𝑂+𝐸𝑛𝑒𝑟𝑔𝑖𝑒
𝐶𝐻4+2𝑂2-->𝐶𝑂2+2𝐻2𝑂+𝐸𝑛𝑒𝑟𝑔𝑖𝑒
Kohlenstoff wird in Form fossiler Energieträger aus der Erde geholt und durch
Verbrennung mit Sauerstoff in Verbindung gebracht. Bei dem Prozess entsteht
nutzbare Energie und CO2. CO2 wird in die Atmosphäre gegeben und bringt
die Atmosphärenzusammensetzung aus dem Gleichgewicht.
Welche Auswirkung hat der erhöhte CO2-Gehalt in der Atmosphäre?
CO2-Gehalt und Temperatur stehen proportional im Zusammenhang
→ erhöhter CO2-Gehalt führt verzögert zu Erderwärmung
Wie groß ist der aktuelle CO2-Austausch pro Kopf? Wie groß dürfte er
sein, ohne die Atmosphäre nachhaltig zu beeinflussen?
Aktuell: 6t
Erträglich: 2t
Ist der Umstieg von Energiegewinnung aus Kohle auf Energiegewinnung
aus Erdgas sinnvoll?
-Erscheint sinnvoll, da Wasserstoff-Kohlenstoffverhältnis besser ist und
somit der Verbrennungsprozess von 𝐶𝐻4 sauberer verläuft
𝐶𝐻4 → H/C=4/1
𝐶𝑂2 → H/C=0,5/1
-Umsteigen ist nicht sinnvoll, da
a) Erdgas sehr begrenzt und weniger verfügbar ist als Kohle
b) CH4 klimaschädlicher ist und beim Transport in reiner Form in die
Atmosphäre treten kann
Treibhauspotential CO2=1, Treibhauspotential CH4=35
Wie groß sind die Anteile der Treibhausgase am zusätzlichen
Treibhauseffekt?
CO2: 50%
CH4: 13%
N2O: 5%
FCKW: 24%
Beschreiben sie die Begriffe Energie, Exergie, Anergie
Energie = Exergie + Anergie
Exergie= nutzbarer Anteil der Energie
Anergie= nicht nutzbarer Anteil der Energie
Nennen Sie Gründe für den geringeren Energieverbrauch im Jahr 2009 in
Deutschland
-Wirtschaftskrise
→ weniger Produktion
→ weniger Energie genutzt
Nennen sie Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie
- Isolierung
- Energie nur nutzen wo sie benötigt wird (z.B.: kein Licht in Fluren)
-Abwärme nutzen, Fernwärme nutzen
-Leistungssenken nutzen (Kraftwerke für die Grundlast laufen auch Nachts)
-Automatische Beleuchtung (Bewegungsmelder)
- Latentwärme nutzen
-Standby-Geräte Nachts ausschalten (In Deutschland entspricht die
benötigte Energie der Standy-Geräte die bereitgestellte Energie eines
Atomkraftwerks)
-Druckluftsteuerung (Abwärmenutzen)
Wie kann Energie effizient bereitgestellt werden?
-KWK, Nutzung von BHKW’S (η=80%)
-Nutzung regenerativer Energien, CO2-arme oder –neutrale Energieträger
(Wind, Wasser, Solar, Erdwärme, Biomasse)
-Nutzung fossiler Energieträger reduziere
Nennen Sie Grundsätze, welche im Energiewirtschaftsgesetz von 1998
festgelegt wurden
-Rückzug des Staates
-Abschaffung von Monopolen (Liberalisierung des Energiemarktes)
-Trennung von Erzeugung und Lieferung (Unbunding, Entkopplung)
-Rechtsanspruch auf Durchleitung (Netznutzung)
-Umweltfreundliche Bereitstellung
Wie berechnet sich die Verlustleistung im Netz? Wie müssen die
Parameter sein, damit die Verluste möglichst gering sind?
𝑃=𝑈·𝐼=𝐼²·𝑅
Strom möglichst gering halten, Spannung hoch
Nennen sie Vorteile der Brennstoffzelle
-Der eingesetzte Brennstoff wird direkt in thermische und elektrische Energie
umgewandelt (keine zusätzlichen Umwandlungen in Form von
mechanischer Arbeit)
-Hoher Wirkungsgrad
-Keine mechanischen Anlagenteile
-Keine offene Flamme
-Geringe Schadstoff- und Geräuschemissionen
-Geringer Wartungsaufwand und geringe Wartungskosten
-Gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme
Nenne sie Nachteile der Brennstoffzelle
- Sehr teuer
- Brennstoff/ Wasserstoff ist in reiner, nutzbarer Form nicht verfügbar
- Bereitstellung des Wasserstoffs mittels Elektrolyse bewirkt einen sehr
geringen Wirkungsgrad in der Folge Elektrolyse → Brennstoffzelle
- Einsatz ist nur sinnvoll, wenn der Wasserstoff CO2-frei hergestellt wird
Nennen sie ein alltägliches Beispiel zur KWK
- Automobil
- Kraft zur Mobilität
- Wärme zur Raumheizung
Welche Betriebsarten der KWK kennen sie?
a) Wärmegeführt Auslegung so, dass der Wärmebedarf immer
gedeckt ist. Bei
Überschuss Verkauf der Wärmeenergie. Bei
Strombedarf Zukauf von Strom
b) Stromgeführt Auslegung so, dass Strombedarf immer gedeckt ist.
Bei
zusätzlichem Wärmebedarf Zukauf von Wärme