Endokrinologie II

Basics - Kalziumstoffwechsel, Stoffwechsel, Ernährung

Basics - Kalziumstoffwechsel, Stoffwechsel, Ernährung


R. S.
Diese Lernkartei behandelt fortgeschrittene Themen der Endokrinologie und richtet sich an Studierende der Medizin. Sie konzentriert sich auf Erkrankungen wie Osteoporose, Fettstoffwechselstörungen, Hyperparathyreoidismus und Diabetes mellitus, einschließlich ihrer Diagnose, Klinik und Therapie. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudierende, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie präzise Informationen zu Krankheitsbildern und Behandlungsoptionen bieten.
Karten
52
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
07.11.2013 / 17.11.2016

Lernkarten

M. Paget: 1)Ät; 2)Klinik

1) unbekannter Auslöser --> lokalisierter übersteigerter Knochenabbau mit gleichzeitig chaotischem Knochenumbau; 2) Knochenschmerz mit Überwärmung der Haut über den betroffenen Stellen; Deformierung langer Röhrenknochen, Schwerhörigkeit

M. Paget - Labor

erhöhte alkalische Phosphatase (Zeichen der vermehrten Osteoblasten-Aktivität), vermehrte Hydroxyprolin-Ausscheidung, normaler Kalzium-Spiegel

Osteopetrosis Albers-Schönberg

angeborene Störung der Osteoklasten; Knochenschmerzen, Spontanfrakturen und Osteomyelitiden; schwere autsomal rezessive Form vs milde autosomal dominante Form

Selektive Estrogenrezeptor-Modulatoren (SERMs)

1) Antagonisten

2)Agonist (beta-Rezeptor); Antagonist (alpha)

1) Clomifen/Tamoxifen: Ovulationsstörungen/Therapie des Mamma-Cas; 2) Raloxifen: günstige Wirkung auf Knochen (beta-R.), ant Wirkung auf Brust (alpha), bei Osteoporose

Bisphosphonate

z.B. Alendronat, Risedronat; verbinden sich mit Hydroxyapatit des Knochens und hemmen die osteoklastäre Aktivität

Osteoporose: Einteilung

1)Primär: Postmenopausale Osteoporose (Östrogenmangel) und Senile Osteoporose durch Kaluium- und Vit-D-Mangel; 2)Sekundäre Osteoporose durch Krankheiten, Medikamente oder Inaktivität

Nebenwirkungen Bisphosphonaten

beruhen auf einer Komplexbildung mit Kalzium (Cave: Milchprodukte!): Hypokalzämie, Osteomalazie, Niereninsuffizienz und Ösopahgitis. Daher mit viel Flüssigkeit, nüchtern, ca. 30-60 min. vor Nahrungsaufnahme einnehmen

Knochendichtemessung

Osteoporose bei T< -2,5: Knochendichte liegt mehr als 21/2 Standardabweichungen unterhalb der von jungen Erwachsenen; Osteopenie: T<-1-2,5

Osteoporose und Glucocorticoide

Glucocorticoide bewirken eine Hemmung der Osteoblastenaktivität und eine Verminderung der enteralen sowie renalen Ca2+- und Phosphatresorption

Renale Osteopathie: Pathogenese

Niereninsuffizienz --> Abfall des Serum-Ca durch eingeschränkte Vit-D-Synthese oder verminderte renale Phosphatausscheidung --> Mehrsekretion von Parathormon

Renale Osteopathie: Klinik

Kombination aus Osteoporose (Folge der PTH-Wirkung) und Osteomalazie (Folge des Vit-D-Mangels)

primäre Hyperparathyreoidismus: Ursachen

1)Adenom der Nebenschilddrüse (80%); 2) Hyperplasie der Nebenschilddrüse (15-20%); 3) Nebenschilddrüsen-Ca (<1%)

primäre Hyperparathyreoidismus: Therapie

Entfernung der Epithelkörperchen (Adenomexstirpation, subtotale Parathyreoidektomie, ggf. totale Parathyreoidektomie mit Autotransplantation von Nebenschilddrüsengewebe in den Unterarm)

primäre Hyperparathyreoidismus: Klinik

"Stein-, Bein-, Magenpein"-->Hyperkalzurie (Nierensteine), PTH-bedingte erhöhte Knochenresorption (Osteoporose, Frakturen), Symptome durch Hyperkalzämie (z.B. Ulcera, Polydipsie, Polyurie, Muskelschwäche, Gicht, Hypertonus)

sekundärer Hyperparathyreoidismus: Ursachen

durch Hypokalzämie und/oder Vit-D-Mangel: z.B. durch Niereninsuffizienz, verminderte enterale Calciumresorption (z.B. beim Malabsorptionssyndrom oder bei der streng vegetarischen Kost)

Osteocalcin ("bone gamma carboxylglutamic acid-containing protein" (BGP)

Protein der Knochenmatrix, das in den Osteoblasten gebildet wird und Calcium bzw. Hydroxylapatit bindet; pezifischer Marker für osteoblastische Aktivität und Ossifikationsstörungen

Teriparatid

Parathormon-Analogon; Mittel der zweiten Wahl bei schwerer Osteoporose

Insulinom

häufigster endokriner Pankreas-Tumor; benigne, Diagnose: Nachweis einer Hypoglykämie und Hyperinsulinämie während eines Fastenversuches (fehlende Insulinsuppression bei BZ-Abfall)

Hypoglykämie - Symptome

1)parasympathikoton: Heißhunger, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen; 2)Sympathoton: Unruhe, Schwitzen, Tachykardie, Tremor, Kältegefühl, Mydriasis; 3)zentralnervös: Kopfschmerzen, Sehstörungen, Somnolenz

Ketoazidose -Klinik

absoluter Insulinmangel --> Hyperglykämie (Polyurie, Polydipsie) --> Ketoazidose (Übelkeit, Erbrechen, Kussmaul-Atmung, Azetongeruch) --> Dehydration (Bewegungsdrang, Unruhe ,Tachykardie, verminderter Hauttugor) --> Tod (Somnolenz, Koma, hypovol. Schock)

Insuline:

1) kurz wirksam

2) intermediär wirksam

3) Lang wirksame

1) Normalinsulin; Insulin/lispo/aspart/glulisin; 2)NPH-Insulin; 3)Insulin detemir/glargin

Orale Antidiabetika

1)alpha-Glucosidase-Hemmer

2)Biguanide

3) Sulfonylharnstoffe

4)Glitazone

5) GLP1-Analoga

1) Acarbose: 2) Metformin 3) Tolbutamin, Glibenclamid, Glimepirid,4) Pioglitazon; 5) Exenatid, Liraglutid

Nierenschwelle für Serumglukose

150 bis 180 mg/dL

autonomen diabetischen Neuropathie.

schmerzlose Myokardischämie; Ruhetachykardie (Vagus-Beteiligung); orthostatische Hypotonie (Sympathikus-Beteiligung); Diarrhö, Obstipation, Blasenentleerungsstörung, erektile Dysfunktion, verminderte Schweißproduktionn

Blutzuckersenkung pro Einheit Altinsulin (Normalinsulin)

ca. 30mg/dl

Diabetisches Fußsyndrom - Einteilung

1) Neruopathisches Fußsyndrom: Mal perforans, 2) Ischämisches Fußsyndrom:

diabetische Nephropathie

Hyperglykämie --> Aktivierung von Wachstumsfaktoren in der Niere mit Hypertrophie der Glomeruli und Verdickung der Basalmembran --> noduläre Glomerosklerose (M. Kimmelstiel-Wilson); kann durch ACE-Hemmer/AT1-Antagonisten rausgezögert werden

intensivierte Insulintherapie

Basis-/Boluskonzept: 1-2 mal täglich Verzögerungsinsulin (Abdeckung basale Insulinsekretion) + Schnellwirksames Insulin vor den Mahlzeiten (abhängig von gemessenem BZ); im Vergleich erhöhte Hypoglykämie-gefahr

Diagnosekriterien des Diabetes mellitus (Plasma-Glc)

Nüchern BZ: >126mg/dl; oGTT-2-h-Wert: >200 mg/dl; Gelegenheitss-BZ: >200mg/dl + Symptomatik

Somogyi-Phänomen

Nächtliche Hypoglykämien führen morgens zu erhöhten BZ-Werten --> Grund: hormonelle Gegenregulation

Dawn-Phänomen

Hyperglykämien v.a. in den Morgenstunden --> hormonelle Insulingegenspieler überwiegen --> relative Insulinresistenz

?

Gichttophus

Akuter Gichtanfall - Therapie

NSAR, z.B. Diclofenac, Kolchizin (wegen GI-Nebenwirkungen nur noch als Reservemittel bei schweren Anfällen); Glucokortikoide als Reservemittel

Hyperurikämie - Definition

Harnsäurespiegel >6,4 mg/dl

Lesch-Nyhan-Syndrom

Störung des Enzyms Hypoxanthin-Guanin-Phosphoribosyl-Transferase --> primäre Gicht

Blutfette: 1)Hypercholesterinämie; 2) Hypertriglyzeridämie, 3) HDL, 4)LDL

1)>200mg/dl; 2)>180mg/dl; 3)<35mg/dl, 4)>150mg/dl

Lipidsenker - Stoffgruppen (5)

1)Ionenaustauscher; 2)Statine; 3)Cholesterin-Resorptionshemmer; 4) Fibrate; 5)Nikotinsäure-Derivate

Lipidsenker - Wirkstoffe

1)Ionenaustauscher; 2)Statine; 3)Cholesterin-Resorptionshemmer; 4) Fibrate; 5)Nikotinsäure-Derivate

1)Colestyramin/Colestipol; 2)Lovatstatin/Simvastatin; 3)Ezetimib/Ezetimil; 4)Bezafibrat/Phenofibrat/Gemfibrozil; 5)Niacin, Acipimox

Metabolisches Syndrom

Stammbetonte Adipositas + arterielle Hypertonie + Dyslipoproteinämie + Insulinresistenz

Hämochromatose - Einteilung

Primär: genetischer Defekt des HFE-Gens, steuert die Eisenaufnahme in Dünndarm; sekundär: durch Eisenüberladung, Bluttransfusionen oder chronische Lebererkrankungen

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