EMT

Elektrische Messtechnik

Elektrische Messtechnik


Sascha Gaubatz
Diese Karteikarten behandeln fortgeschrittene Themen der Elektrotechnik auf Universitätsniveau, mit Fokus auf digitale und analoge Signalverarbeitung. Sie decken Bereiche wie Filterdesign, Analog-Digital-Umsetzung, Rauschen und Verstärkung ab, wobei Begriffe wie Oversampling, Quantisierung und verschiedene Filtertypen wie Butterworth und Tschebyscheff behandelt werden. Praktiker und Studierende profitieren von den detaillierten Erklärungen zu Schaltungen und Effekten, die für die Analyse und Optimierung elektronischer Systeme essenziell sind.
Karten
41
Lernende
46
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
19.01.2013 / 02.03.2025

Lernkarten

Flush - Umsetzer

Steigende Spannungen an den Widerständen der "Referenzkette". OPVs schalten logisch 1 durch bis Uref > Ueinam OPV

++Extrem schnelle Umsetzung (Nanosekunden → Bildverarbeitung)

++ Logarythmische Kennlinie einfach realisierbar

-- Hoher bauteileaufwand (2nWiderstände, 2nKomperatoren)

-- Geringe Auflösung (max. 10-11 Bit)

A/D - Umsetzer

  1. Laden des Kondensators mit unbekannter spannung Uein
  2. Zähler auf 0 setzen und entladen des Kondensators
  3. Die Endladezeit mit der bekannten Spannung Uref kann direkt einer Eingangspannung zugeordnet werden

++ geringer Schaltungsaufwand

++ hohe Auflösung und Genauigkeit (16-22 Bit)

--langsame Umsetzung (Millisekunden)

A/D-Umwandler

Es wird sich Schrittweise an die Ue angenähert. Wenn die "getestete" Spannung kleiner als ue, wird das Bit gesetzt, ist sie größer, nicht.

++schnelle Umsetzung (Microsekunden → allgemeine Messdaternerfassung)

++ geringer Schaltungsaufwand

++ hohe Auflösung (12-16 Bit)

-- benötigt unbedingt ein vorgeschaltetes S&H

 

A/D-Umsetzer

  • Liefert binäre Pulskette am Ausgang deren gemitteltes Tastverhältnis proportional zu Ue ist.

Bsp:

Ue= 0 → Ua = 10101010

Ue -- → Ua 000001000001

Ue ++ → Ua =1111110111110

++Umsetzzeit und Auflösung gegeneinander tauschbar

++schnelle Umsetzung (Microsekunden → allgemeine Messdatenverarbeitung)

++ hohe Auflösung (16-24Bit)

++sehr geringer Schaltungsaufwand, leicht intergrierbar

-- digitale Filter(TP,Dezimation) müssen nachgeschaltet werden

Oversampling

  • Erhöhung der Abtastfrequenz zur Steigerung der Genauigkeit
  • Bei AD- und DA-Umsetzern möglich
  • Erhöhung fa alleine reicht nichht, erhöht nur Datenvolumen

Oversampling bei DA-Umsetzung

Bsp. Motordrehzahl bei DC-Motor

Drehzahl über PWM

0000      0%      Solldrehzahl        37,5%

1000      25% 

1100      50%    (50% + 25%)/2 =37,5%

1110      75%

1111     100%     10001100 Abwechseln Taktmuster 2*4 bit → 8 Takte

Soll: 32%

5*25% + 2*50% → 32% → 7*4bit → 28 Takte

Oversampling mit Interpolation

Durch einfügen künstlicher Zwischenwerte wird der Umsetzertakt erhöht, was die Frequenz des Störspektrums nach oben verschiebt.

Bsp.:

Ohne OS: oberste Nutzfrequenz: 20kHz,Störspektrum (44100-20000)Hz = 24,1kHz

Mit OS: oberste Nutzfrequenz: 20kHz, Störspektrum (88200 - 20000)Hz = 68,2 kHz

 

Mit Oversampling benötigt der Restaurations-TPF eine geringere Flankensteilheit zugunsten der Realisierbarkeit und des Einschwingverhaltens.

 

Digitale FIlter

  • Impulsantwort besteht aus zeitlicher Folge der Filterkoeffizienten
    • n+1 Takte nach dem Impuls ist der Ausgang = 0
  • Arithmetische Summe der Filterkoeffizienten ergibt die "gleichspannungs"-Verstärkung
  • Vorzeichenmäßig alternierende Summe der Filterkoeffizienten
  • Verstärkung bei höchster er laubter Frequenz (f ≤ fa*2)
  • Multiplikation aller Filterkoeffizienten mit einem Faktor änder die gesamtverstärkung des Filters
  • Gruppenlaufzeit ist Frequenzunabhängig: Tgr=½*n*Ta

IIR-Filter

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