Empirische Methoden I PuK
Empirische Methoden I PuK Universität Zürich, VL Engesser
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Lernkarten
Definiton Variable
Die Merkmalsausprägung die man erfassen möchte. (z.B. Geschlecht oder Alter)
Dichotome Variable
besitzt genau 2 Ausprägungen
(Bsp. männlich/weiblich, Ja/Nein)
polytome Variable
mehrere verschiedne Ausprägungen
diskrete Variable
konktete Werte, keine fliessenden übergänge (natüriche Zahlen)
(Bsp. Anzahl Kinder)
kontinuierliche Variable
annahme jedes beliebigen Wertes, fliessende übergänge (rationale Zahlen)
(Bsp. Länge 1,16 m)
Variablenausprägungen
Alle Werte die eine Variable annehmen kann
(Bsp. Variable=Farben der Ample, Variabelausprägung= rot, gelb, grün)
disjunkte Variablenausprägungen
Die Kategorienen der Ausprägungen dürfen sich nicht überscheiden
(Bsp. 1000- 2000, 2001-3000 und nicht 1000-2000, 2000-3000 dann kann 2000 nicht klar einer Kategorie zugeteilt werden)
erschöpfende Variablenausprägungen
Alle Ausprägungen müssen irgendwo zugeteilt werden können
(Bsp. Ausprägung: 1000, Kategorien: 100-300, 301-600, die Zahl 1000 könnte nicht eingeordnet werden)
nummerisches Relativ
Bei der Messung werden empirische Relative (=Merkmale) in numerische Relative übertragen. Diese numerischen Relative werden auch Codeziffern genannt.
(Bsp. männlich erhält die Codeziffer 1 und weiblich die Codeziffer 2)
Definiton von Skala
Eine Skala ist ein System, mit dem Variablenausprägungen geordnet und zueinander in Beziehung gesetzt werden können.
Nominalskala
Es kann keine Reinfolge gebildet werden. Eine Nominalskala ist also quasi einfach eine Auflistung.
(Bsp. Konfession, Geschlecht, Beruf)
Ordinalskala
Es kann eine Ragordnung gebildet werden
(Bsp. Schulabschluss)
Ratioskala (Verhältnisskala)
Die Abstände zwischen den Ausprägungen können sinnvoll interpretiert werden und die Skala verfügt über einen natürlichen Nullpunkt. Es können Verhältnisaussagen getroffen werden, we diese Person ist doppelt so alt wie jene.
(Bsp. Einkommen, Alter, Grad in Kelvin)
Intervallskala
Die Abstände zwischen den Ausprägungen können sinnvoll interpretiert werden. Verhöltnisausagen dürfen hier nicht getroffen werden, da die Skala keinen natürlichen Nullpunkt hat, es gibt also auch eine unendliche Zahl an Minuswerten.
(Bsp. Temperatur in Celsius)
Likertskala
Eine mehrstufige Antwortskala auf welcher Befragte eine Aussage mer oder weniger stark zustimmen können.
(trifft zu trifft eher zu weder noch trifft eher nicht zu trifft nicht zu)
Tendenz zur Mitte
Eine Skala mit einem Mittelpunkt verleitet Befragte dazu die Mitte zu wählen, da sie sich dann nicht entscheiden müssen und nicht aus dem Rahmen fallen.
Definiton Messanweisung
Messanweisungen dienen dazu, dass die messenden Personen (z. B. Interviewer, Codierer oder Beobachter) die Variablen, Variablenausprägungen und numerischen Relative im Sinne der Fragestellung zuverlässig verstehen und anwenden.
Definiton Messinstrument
Ein Instrument setzt sich aus Variablen, Variablenausprägungen, numerischen Relativen (=Codeziffern) und Messanweisungen zusammen. Je nach Datenerhebungsmethode wird es z. B. als Fragebogen, Codebuch oder Beobachtungsschema bezeichnet.
Definiton Index
Ein Index stellt die rechnerische Zusammenfassung von mehreren Variablen zu einer neuen Variablen dar. Sie möchte in der Regel einen Sachverhalt beschreiben, der sich nicht nur durch eine Variable ausdrücken lässt.
(Bsp. Big-Mac Index: Kaufkraft, Lohn...)
Validität
Gütekriterium der Messeung die Auskunft darüber gibt ob das Messinstrument auch wirklich das Misst, was es messen soll.
Reliabilität
Gütekriterium der Messung, die Auskunft darüber gibt wie Zuverlässig das Messinstrument ist. Also ob es unter gleichen Bedingungen nochmal die gleichen Ergebnisse hervorbringen wird.
Definition von Untersuchungsanlage (Forschungsdesign)
Die Gesamtheit der Entscheidungen darüber, wann, wo, wie, und wie oft Daten erhoben werden sollen, wird als Untersuchungsanlage, Untersuchungsanordnung oder Forschungsdesign bezeichnet.
4 Bestandteile der Untersuchungsanlage
• Zeit der Messung
• Ort der Messung
• Art und Zusammenhang der Datenerhebungsmethoden
• Anzahl der Messzeitpunkte
Definiton von Experimentellem Design
Wenn eine empirische Untersuchung versucht, einen Zusammenhang zwischen zwei Variablen zu erklären (z. B. durch Überprüfung einer Wenn‐ Dann‐Hypothese), dann ist das Ziel der Untersuchungsanlage, alternative Erklärungen (Störfaktoren) auszuschliessen. Man spricht in diesem Fall von experimentellem Design.
Gütekriterien des experimentellen Designs
- interne Validität (kontrolle von Störfaktoren, ausschluss von Drittvariablen (Inverenzvariablen))
- externe Validität (Verallgemeinerungsfähigkeit)
interne Validität
Vollständige erliminierung von Störfaktoren
Interne Validität ist gewährleistet, wenn die Veränderung der unabhängigen Variable (=Stimulus) tatsächlich für eine Veränderung der abhängigen Variablen verantwortlich ist und diese nicht auf Störfaktoren zurückgeführt werden kann.
externe Validität
Generalisierbarkeit
Externe Validität ist gewährleistet, wenn der beobachtete Zusammenhang zwischen unabhängiger und abhängiger Variable auch auf Personen, Gegenstände und Rahmenbedingungen ausserhalb des experimentellen Designs übertragen werden kann.
3 Störfaktoren bei der internen Validität in einem experimentellen Design
- Unterschiede zwischen Experimental‐ und Kontrollgruppe
- Veränderungen vor der Messung oder zwischen den Messungen
- Ungenaue Messinstrumente
4 Störfaktoren der externen Validität in einem experimentellen Design
- Unrealistischer Stimulus
- Unrepräsentative Versuchspersonen
- Einflüsse der Umgebung
- Einflüsse der Versuchsleiter
Matching
Bildung von möglichs gleichen Paaren, welche aufgeteilt werden, eine Person kommt in die Versuchsgruppe, die andere in die Kontrollgruppe. So sollten die Individuellen Störfaktoren in beiden Gruppen gleich sein.
Randomisierung
Eine zufällige Bildung von Versuchs- und Kontrolgruppe, so sollten systematische Verzerrungen verhindert werden
Differenzmethode
Bei der Differnzmethode sind die Rahemnbedingungen der unabhänigen Variable sehr unterschiedlich, die Wirkung auf die abhängige Variable aber sehr verschiednen. Man versucht also die eine Varibale zu finden, die den entscheidnenden unterschied bringt.
ABC D -> X
ABC E -> Y
Konkordanzmethode
Die Rahmenbedingungen der Variablen sind sehr verschiednen, die Wirkung auf die abhängige Variable jedoch identisch. Man versucht also die eine Varible zu finden, die für den gleichen Outcome verantwortlich ist.
ABC D -> X
EFG D -> X
Definition echtes Experiment
Künstliche Veränderung der unabhängigen Variable (Stimulus) und randomisierte Experimental‐ und Kontrollgruppen
Definiton natürliches Experiment
Natürliche Veränderung der unabhängigen Variable ohne Kontrollgruppe. Der Stimulus wird nicht vom Forscher gesetzt, sondern tritt natürlich auf.
Bsp. Beobachtung der Sananda-Sekte (Ufo) durch Festiger
Definition Quasi-Experiment
Es gibt keine randomisierte versuchs und kontrollgruppe, sondern die Gruppen werden anhand von Eigenschaften gebildet (Bsp. Raucher und nicht-Raucher), Der Stimulus wird vom Forscher gesetzt
Definiton Ex‐Post‐Facto‐Anordnung
Zuordnung zu Gruppen nach der Erhebung der Daten anhand von gewissen Kriterien
3 Typen von Querschnittuntersuchungen
• Vergleich zwischen Personen und Gruppen(z.B. zwischen Experimental‐ und Kontrollgruppe)
• Vergleich zwischen Organisationen (z.B. privatwirtschaftlicher und öffentlicher Rundfunksender)
• Vergleich zwischen Kulturen und Ländern (z.b. zwischen Deutschland und der Schweiz)
2 Typen von Längschnittuntersuchungen
- Panelstudie
- Trendstudie
Definiton Trendstudie
Mehrere Messungen an unterschiedlichen Einheiten
• Problem: Es sind keine Veränderungen auf individueller Ebene, sondern nur auf aggregierter Ebene feststellbar