Block 9


M. L.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Embryologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Entwicklung von Zellen, die Funktion von Genen und Chromosomen, sowie die Entstehung von Syndromen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten und ein tiefes Verständnis der embryonalen Prozesse erlangen möchten.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
14.06.2016 / 28.05.2022

Cartes-fiches

Was sind besonders bei Embryos ab der 8en Woche?

Gliedmasseanlage

wenig Muskulaturanlangen

Was ist ein Histon?

Ein basisches Protein des Zellkerns, welches die DNA umwickelt und eine Spiralisierung zu Heterochromatin ermöglicht.

Wie sieht der Vorgang von der Meiose aus?

Verteilung der mütterlichen und väterlichen Chromosomen zufällig

Rekombination der homologen Chromosomen durch Crossing-Over

Schwesterchromatiden der Chromosomen werden am Centromer gespalten

 

Detailiert:

  1. Interphase: DNA-Replikation von Chromatiden zu Chromosomen
  2. Prophase I: Chromosomen bilden homologe Paare (Vater-Chromosom an Mutter-Chromosom)
    1. Leptotän: Chromosomen kondensieren
    2. Zygotän: Paarung
    3. Pachytän: Crossing-Over durch Überkreuzen der verschiedenen Chromatiden. Danach trennen sich die Chromatide (nicht die Chromosomen!)
    4. Diplotän: Die homologen Chromosomenpaare trennen sich, bleiben an den Kreuzungsstellen allerdings verbunden.
    5. Diakinese: Kernmembran löst sich auf und es entsteht ein Spinderlapparat
  3. Metaphase I: Die homologen Chromosomenpaare werden in der Äquatorialebene ausgerichtet.
  4. Anaphase I: Die homologen Chromosomenpaare wandern zu den entgegengesetzten Zellpolen und werden dadurch getrennt (Also die Chromosomenpaare trennen sich und teilen sich in je eine Zelle ein)
  5. Die Chromosomen teilen sich wieder in Chromatide, welche sich wieder in zwei neue, diesmal haploide Tochterzellen teilen.
  6. Interphase
  7. Prophase II: Chromosomen kondensieren sich erneut. Nach Auflösung der Kernhülle entsteht eine Teilspindel
  8. Metaphase II: Ordnen nach Äquatorial-Ebene
  9. Anaphase II: Schwesterchromatiden am Zentromer getrennt. Gehen zum jeweiligen Zellpol.
  10. Telophase II: Die Chromatiden befinden sich an den Zellpolen und die Kerne bilden sich. Durch die Teilung der diploiden Mutterzelle entstehen 4 Zellen mit jeweils einem haploiden Chromosomensatz.

Was ist der Unterschied bei der weiblichen und männlichen Keimzellteilung?

Beide machen zwar Meiose, aber die weibliche Keimzellteilung verläuft asymmetrisch. Die weibliche Keimzelle (Oocyte) teilt sich in eine sekundäre Oocyte und dann in ein Polarkörperchen auf. Die sekundäre Oocyte in eine reife Oocyte und in ein Polarkörperchern und das Polarkörperchen von der 1. Reifeteilung in zwei Polarkörperchen. 

Der Grund dafür liegt darin, dass es nicht genug Cytoplasma gibt bei den weiblichen Keimzellen und deshalb keine zweite Tochterzelle gebildet werden (dafür eben nur ein kleines Polarkörperchen). Die Polkörperchen sind nicht überlebensfähig und gehen zugrunde!

Beim Mann (Spermatocyte) verläuft alles symmetrisch wie es "sein sollte" und es entstehen vier gleiche Spermatiden ("Tochterzellen" der sekundären Spermatocyten, nach 2. Reifeteilung)

  1. Was ist die Oogenese?
  2. Was ist die Spermatogenese?

  1. Die Entstehung der Eizelle
  2. Die Entstehung der Spermien

Wie entstehen die Urkeimzellen?

In der dritten Woche beginnt es:

  1. Dritte Woche: Urkeimzellen wandern vom Ektoderm in die Dottersackwand
  2. Sechste Woche: Urkeimzellen wandern zurück in den Embryo und gelangen in die Gonadenanlagen (durch den Dottergang in die Genitalleiste)
  3. Sollte ein Y-Chromosom vorhanden sein, so schickt dieses ein Signal durch das SRY-Gen (Sex determining region of the Y-Chromosom, Transkriptionsfaktor), welches die männliche Entwicklung zum Zeitpunkt der Geschlechtsdeterminierung induziert. Ist kein Y-Chromosom und somit kein SRY-Gen vorhanden, so geht es mit der weiblichen Entwicklung weiter.  (Nebenbemerkung: Sollten die Keimzellen männlich sein, so bildet sich das Urnierenkanälchen Wolff-Gang)
  4. Geschlechtsdeterminierung in der siebten Woche (Bildung Testis/Spermatogonien oder Ovar/Oocyten)

Wie verläuft die Oogenese der Urkeimzellen?

  1. Die Urkeimzellen wandern auf die Rinde der Keimstränge
  2. Mitotische Teilung und somit Bildung von Oogonien (unreife Oocyten)
  3. Eintritt Prophase I und Bildung des Primordialfollikels (--> Oocyte)

Zusatzinfos: Ruhephase bis Pubertät bei der Frau:

  • Zelltod: 7. Monat: 1-2 x 10^6  Oogonien
  • Zelltod: Pubertät: 4 x 10^4 Oogonien
  • Erwachsene Frau: 40'000 Oocyten
  • Eisprung: 400 reife Oocyten

Wie verläuft die Oogenese am dem Primordialfollikel ab?

 

  1. Primordialfollikel (Prophase I): Bildung von Follikelepithelzellen und Basalmembran um die Oocyte
  2. Primärfollikel: 
    1. Follikelepithel kubisch
    2. Zona pellucida (Schutzhülle um Oocyt, bestehend aus den kubischen Follikelepithelzellen/Granulosazellen)
    3. Oocyte Wachstum
    4. Reifung von ca. 5-15 Primordialfollikel pro Zyklus (Pubertät)
  3. Sekundärfollikel: 
    1. Follikelepithel mehrschichtig
    2. Bildung von Thecazellen (weiter von der Oocyte entfernt
    3. Oocyte Wachstum
  4. Teritärfollikel:
    1. Thecazellen (Oe Produktion)
    2. Follikelepithel --> Granulosazellen
    3. Oe Produktion:
      1. Antrum (Zwischenraum)
      2. Cumulus ooophorus
    4. Oocyte Wachstum
  5. Graafscher Follikel:
    1. Ca. 24h vor Ovulation: Beenden der Meiose I
    2. Ausstossen des ersten Polkörpers
    3. Eintreten in Meiose II bis Metaphase
  6. ODER statt 5.) kann auch Zelltod eintreten!
  7. Ovulation, bzw. Austreten vom Graafschen Follikel und Freisetzung der freien Oocyte mit
    1. Corona radiata (aus Granulosazellen)
    2. Zona pellucia
    3. Dem Polkörper
    4. Oocyte in der Metaphase von Meiose II
    5. Beim Austreten bleibt aber das Corpus Luteum zurück (der Gelbkörper, welcher aus den zurückgebliebenen Theca- und Granulosazellen gebildet wird unter Einfluss von LH). Sind dann für die Progesteron-Synthese zuständig. Ein hoher Progesteronspiegel verhindert die weitere Reifung von Follikel.
      1. Bei Befruchtung der Eizelle wird die Degeneration des Gelbkörpers vom HCG (human chorionic gonadotropin) verhindert. Es kommt zur Prolieferation und somit bildet es sich zum Corpus graviditatis, welches die schwangerschaftserhaltenden Hormone (Östrogene und Progesteron) bildet. Später wird die Hormonproduktion von der Planzenta bzw. der fetoplazentaren Einheit übernommen.

 

Wie verläuft die Spermatogenese nach der Urkeimzellbildung?

  1. Ins Mark statt in die Rinde der Keimzellstränge
  2. 12.-20. Woche:
    1. Testosteronproduktion (Leydigzellen: Wichtigste interstitielle Zellen der Hoden. Vom Mark "geliefert")
    2. Differenzierung zum männlichen Phänotypen
    3. Samenkanäle in der Markregion
    4. Spermatogonien in der Ruhephase: bis Pubertät
  3. Ab 5. Monat: Leydigzellen bilden sich zurück: Ruhephase bis Pubertät
  4. Kurz vor Pubertät:
    1. FSH, LH --> Reaktivierung Leydigzellen --> Testosteron
    2. Mitotische Teilung der Spermatogonien
    3. Differenzierung zu Sertolizellen (Schutz/Ernährung der Basalmembran)

Wie verläuft die Bildung von Spermatogonien zu Spermien (Spermiogenese)?

  1. Spermatogonien Typ A (Stammzellpopulation): Mitose, 16 Tage
  2. Spermatogonien Typ B: Mitose + Differenzierung. Prophase
  3. Primäre Spermatozyten (1): Meiose I, 24 Tage
  4. Sekundäre Spermatozyten (2): Meiose II, einige Stunden
  5. Spermatiden (4): Spermiogenese zu 6.)
  6. Spermien (4)
  7. Pubertät: Einsetzen der Spermatogenese

 

Spermiogenese:

  1. Akrosomenbildung
  2. Kondensierung des Zellkerns
  3. Bildung des Schwanzfadens
  4. Anordnung der Mitochondrien am Mittelstück
  5. Abstossen des Cytoplasmas, Residualkörper phagozytiert durch Sartolizellen

Wie läuft die Befruchtung der Eizelle ab?

  1. Kapazitation (Abbau der Schutzhülle zum erreichen der vollen Beweglichkeit)
  2. Spermium dringt in Corona Radiata und Zona Pellucida ein
  3. Interaktion mit spermienspezifischen Rezeptoren der zona pellucida löst Akrosomenreaktion aus: Freisetzen der lytischen Enyzme aus dem Akrosom (Spermiumspitze) ermöglicht das Durchdringen der zona pellucida.
  4. Kontakt und Fusion mit der Zellmembran der Oocyte. Fertilin-Proteine auf der Zellmembran des Spermiums bindet an spezielle Intergrine auf der Oocyten-Membran.
  5. Loslösen des Kerns vom Spermienschwanz (Schwanz und Mitochondrien degenerieren)
  6. Aufschwellen des Kerns

Später:

  • Nach Eintritt vom Spermium in die Zona pellucida gibt es Veränderungen. Kein Durchdringen anderer Spermien möglich, da die Akrosomenreaktion verunmöglicht wird. Verdickung der Zona pellucida
  • Nach der Befruchtung kommt die zweite Reifeteilung bzw. die das Beenden der zweiten meiotischen Teilung mit Ausstossen des 2. Polkörpers
  • Reduplizieren der m + w Chromosomen, die sich in der Äquatorialebene anordnen für die erste Furchungsteilung (1h nach Befruchtung)

Wie läuft die Entwicklung der befruchteten Eizelle ab?

  1. Mitotische Zellteilung: Duplikation der DNA in beiden Kernen, gemeinsame mitotische Spindel
  2. 2-Zell-Stadium mit je einem diploiden Kern
  3. 4-Zell-Stadium
  4. 8- und 16-Zell-Stadium (Kompaktion des Embryos fängt im 8-Zell-Stadium an)
  5. Morula
  6. Polarisierung der äusseren Zellschicht: Trophoblast / Keine Polarisierung der inneren Zellschicht: Embryoblast
  7. Bildung der Blastozystenhöhle nach Sekretion einer Flüssigkeit und Abdichtung der äusseren Zellschicht (und nachdem der Embyroblast am Trophoblast klebt). Entstehung Blastozyst.
  8. Festlegung Dorsal/Ventral-Achse
    1. Kontakt Embryoblast - Trophoblast: Ektoderm, Dorsal
    2. Kontakt Embryoblast - Blastocoel: Entoderm, Ventral
  9. Weiter mit Zellteilung ohne Wachstum. Blastozyst tritt aus der Zona Pellucida aus (Hatching) und nistet sich in die Uterusschleimhaut (Endometrium) ein. Animaler Pol (der Teil der Blastozyste, der sich zuerst einnistet) ist voraus. Ankunft an Uterusschleimhaut nach dem 4.-5. Tag

Ab der 2. Woche (2-Blättrige Keimscheibe):

  1. Unterteilung des Embyroblast in zwei Keimblätter: Epiblast und Hypoblast
    1. Epiblast bildet die Amnionhöhle mit Amnion
    2. Hypoblast bildet den primären Dottersack
    3. Trophoblast unterteilt in Zytotrophoblast und Synzytiotrophoblast

 

Wie läuft die Gastrulation ab?

Ab der dritten Woche: Gastrulation

  1. Bildung eines Primitivstreifens beim Epiblast, welcher Richtung cranial weiter zieht (Beginn caudal). Bestimmung der cranial/caudal-Achse aufgrund AVE (Anterior Visceral Entoderm. Ein Zellgrüppchen am vorderen Ende des extra-embryonalen Entoderms zeigt Kopfseite an)
  2. Während der Weiterbildung des Streifens, gelangen spezialisierte Epiblasten (Jetzt neu das Mesoderm) zwischen Epiblast und Hypoblast und bildet das Mesoderm
  3. Sekretion von BMP4 und Chordin/Nogin/Follistatin zur Bestimmtung der Ventral/Dorsal-Achse.
    1. BMP4 -> Ventral (ventralisiert Mesoderm)
    2. Chordin/Nogin/Follistatin -> Dorsal (Hemmen aber auch BMP4-Aktivität zur Entstehung des dorsalen Mesoderms)
    3. Organisator: Primitivknoten (Vorderseite des Primitivstreifens)
  4. Bestimmung von links/rechts-Achse
    1. Nodal-Protein als Marker für die Linke Seite (geht an die linke Seite) durch einen Cilienschlag (wichtig für die asymmetrische Verteilung von Nodal)
    2. FGF-8 als "Organisator/Leiter" für Development
    3. Nebenbemerkung: Ciliopathien können zu Organfehlstellungen/Infertilität usw. führen. Nodal wird dann nicht richtig  / in die richtige Richtung verteil. Dynein-Genmutation: Nodal nach rechts. Fehlen von Dynein-Gen: Zufallsverteilung
  5. Jetzt: Drei Keimblätter

Was sind die Aufgaben der drei Keimblätter?

  1. Ektoderm: Nervensystem und Haare
  2. Mesoderm: Stützskelett und Muskeln, Herz und Gefässe, Haut usw.
  3. Entoderm: Organogenese

Wie läuft die Chrodabildung ab?

Ein Teil der Mesodermzellen wird kurzfristig ins Entoderm eingebaut (Chordaplatte) und als zusammengeballter Ballen wieder entlassen. (Bildung der Chroda: Vorläufer der Wirbelsäule. Umwandlung des primitiven zum definitiven Entoderm)

Beschreibe die Entwicklung des Mesoderms

  1. Einteilung des Mesoderms in ein Paraxiales und ein intermediäres Mesoderm
  2. Bildung einer Neuralrinne, während das intermediäre Mesoderm das Ekto- und Entoderm einhüllt.
    1. Kontakt Mesoderm - Ektoderm: Parietales Mesoderm
    2. Kontakt Mesoderm - Entoderm: Viszerales Mesoderm
  3. Bildung des Neuralrohrs fertig.
    1. Paraxiale Mesoderm wurde zu Somiten
    2. Bildung einer Zölomhöhle an den Seiten

Beschreibe die Entwicklung der Neurulation

  1. Bildung des Neuralrohrs aus dem Ektoderm (Vorbeugen des unvollständigen Verschlusses des Neuralrohrs: Folsäure-Administration während Schwangerschaft)
  2. Beim Verschluss des Neuralrohrs bildet sich dann auch ein sogenannter Neuroporus Anterior (bildet später das Gehirn, der ganze Rest dann das Rückenmark)
    1. Gibt dann eine Verdickung auf cranialer Seite (beim Kopf) des Neuralrohrs für das Gross-, Mittel- und Kleinhirn.
  3. Beim Verschluss schiesst auch das Spinalganglion raus und zerteilt sich in das Ganglion des Sympathikus, welches sich wiederum in der Anlage der Nebenniere und am Peripheren Plexus anlagert. Die Teilchen werden als Präaortales Ganglion bezeichnet

Wie läuft die Somitogenese ab?

  1. Somiten teilen sich in kleinere Einheiten ein
    1. Sklerotom --> Wirbel
    2. Myotom --> Muskulatur
    3. Dermatom --> Bindegewebsschicht der Haut
  2. Somitenverteilung von Kranial nach Kaudal

Wie verläuft die Abfaltung nach der Somitogenese?

  1. Laterale Abfaltung:
    1. Das parietale Mesoderm schliesst das viscerale Mesoderm ein und stösst einen Grossteil des Dottersacks aus (Entstehung des Darms/Darmrohrs und der Zölomhöhle, welches den Darm einschliesst)
    2. Alles eingeschlossen in der Amnionhöhle (Rand ist das parietale Mesoderm)
    3. Kurz: Amnionhöhle schliesst unteren Teil ein mit Abschnürung Dottersack.
  2. Cranial-Caudale Abfaltung:
    1. Amnionhöhle schliesst alles ein, bei dem Herzanlage und Allantois (embryonale Harnblase) mit rein genommen werden.
    2. Dottersack wird auch wieder abgeschnürt
    3. Abschluss des Embryso gegen den extraembryonalen Raum

Welche ist die richtige Reihenfolge

Welche ist die richtige Reihenfolge

Was passiert in der 4. - 8. Woche der Schwangerschaft?

Die Organogenese

  • Differenzierung der angelegten Bereiche zu funktionellen Organen
  • Bildung der Körperform
  • Abhängig von Induktion: Auslösen des Entwicklungsvorgangs in einer Zelle oder Zellgruppe  durch einen benachbarten unterschiedlichen Zellverband
  • (Beginn mit Herz in der 3. Woche, folgend der Niere 4. Woche)

Mit der 8. Woche ist die Embryonalperiode abgeschlossen!

Was sind die Aufgaben der Humangenetik?

  • Analyse der genetischen Information (DNA, Chromosomen, Genprodukte usw.)
  • Diagnosen und Prognosen
  • Prävention
  • Neue Therapieansätze und genetische Beratung

Was ist zu beachten vor den genetischen Untersuchungen?

  • NIcht-direktive ausführliche Aufklärung über die Untersuchung (Prä-/Postnatal), mehrere Beratungsgespräche
  • Schriftliches Einverständnis
  • Menschenwürde und Persönlichkeit schützen
  • Missbrauch verhindern
  • Qualität sichern

Welche Aussagen treffen auf die Bedeutung der genetischen Beratung zu?

Nenne fünf Indikationen für postnatale genetische Analysen

  • multiple Fehlbildungen
  • gehäufte Aborte (starker Hinweis auf Trägerin einer Chromosomenstörung)
  • Zwerg-/Riesenwuchs
  • Ausbleibende Pubertät (z.B. Klinefelter-Syndrom mit XXY oder Turner-Syndrom mit XO)
  • positive Familienanamnese

Was untersucht die Zytogenetik hauptsächlich?

Chromosomen!

  • Numerische (Trisomie, Monosomie) Mutationsformen
  • Strukturelle (Deletionen, Duplikationen, Inversionen, Translokationen) Mutationen

Im Grunde: Zu viele, zu wenige, fehlgebildete/- geordnete Chromosomen

Nenne drei Choromosomen-Typen und deren Unterschiede

  • Akrozentrisch: Chromosom mit einer Seite über/unter Centromer mit kurzen Armen (genannt Satelliten)
  • Submetazentrisch: Eine Seite hat etwas kürzere Arme (aber nicht so kurz wie bei Akrozentrisch. Kürzere Seite genannt Telomere)
  • Metazentrisch: Centromer genau in der Mitte. Gleich grosse Arme

Es bezieht sich vor allem auf die Stellung des Centromers, welche dann die Länge der Arme bestimmt!

Gibt es einen Unterschied zwischen Chromosomen-Satelliten und Satelliten-DNA?

Ja.

  1. Chromosomen-Satelliten sind an der Organisation des Nukleolus beteiligt und kommen auf den akrozentrischen Chromosomen vor
  2. Satelliten-DNA besitzt hochrepetitive DNA-Sequenzen und besitzt Mikrosatelliten (repetierte Di-, Tri-, Tetranukleotide alle 30 Kilobasen im Genom) und Minisatelliten (längere repetierte Sequenzmotive > 10 Basenpaare)

Was hilft bei der Färbung vom

  1. A- und T- Bereich
  2. G- und C- Bereich
  3. Zentromer

  1. Trypsin-induzierte Giemsa-Färbung > G
  2. 5-Bromdeoxyuridin (BrdU)/ Giemsa > R
  3. Denaturierung / Giemsa > C

Nach was wird ein Karyogramm geordnet?

Nach Grösse und Lage des Zentromers

Was ist die FISH-Analytik?

Wie funktioniert sie?

Die FISH-Analytik (Fluoreszenz-In-Situ-Hybridisierung) ist eine Kombination von Zytogenetik und Molekulargenetik, welche dazu da ist, strukturelle Chromosomenmutationen nachzuweisen, die man mit Bändertechnik (wie Giesma-Färbung usw.) nicht oder ungenügend darstellen kann.

Einzelne Gendefekte können damit jedoch nicht erfasst werden.

Prinzip: Eine Fluoreszenz-markierte DNA-Sonde bindet an eine spezifische DNA-Stelle des Chromosomen. Diese Stelle kann man dann mittels Mikroskop sehen. Somit kann man die Lokalisation und die Anzahl der Kopien auswerten.

Beispiel:

Pränataldiagnostik bei Verdacht auf ein Down-Syndrom: hier verwendet man DNA-Sonden, die an Chromosom 21 binden können und es sichtbar machen (wenn es 3-fach - nicht wie normal 2-fach - vorliegt, handelt es sich um das Down-Syndrom).

Was ist die CGH?

Comparative Genomic Hybridization

Hierbei werden Patienten-DNA und eine Referenz zu einem Mix gemacht und anschliessend in einem Diagramm verglichen. Somit kann man erkennen ob der Patient mehr oder weniger DNA hat als die Referenz.

Was können Gründe für eine Chromosomenaberration sein?

  • Numerisch (Aneuploidie):
    • Non-Disjunction (Schlechte/Gar keine Trennung der Schwesterchromatiden/Chromosomen bie der Mitose/Meiose). Dies führt zu einer unbalancierten Anzahl von Chromosomen in den Tochterzellen (eine hat dann mehr/weniger als die andere usw.)
    • Trisomien, Monosomien
    • Menschliche Polyploide (mit mehr als zwei vollständigen Chromosomensätzen) sind nicht lebensfähig
  • Strukturell:
    • Häufigste Ursache sind Chromosomenbrüche während der Meiose
    • Deletion, Insertion, Duplikation, Inversion, Translokation

Was sind Gonosomen?

Die Geschlechtschromosomen

Was ist Dysmorphie? Was sind Erkennungszeichen?

Was sind die wichtigsten Dysmorphiezeichen?

Dysmorphie ist eine, von der Norm abweichende, Fehl-/Missbildung des Körpers (sei es Organe oder sonst was). Dies ist durch eine Wachstumsstörung in der Embryonal-/Fetalperiode verursacht.

Nicht ein einzelnes, sondern die Kombination bestimmter Dysmorphiezeichen zusammen mit körperlichen/geistigen Entwicklungsstörungen können charakteristisch für oder hinweisend auf eine bestimmte Chromosomenaberration oder ein bestimmtes Syndrom sein.

 

Die wichtigsten wären:

  • Syn- und Hexadaktylie
  • Vierfingerfurche (die Furche an der Hand zieht vollständig von einem bis zum anderen Ende)
  • Klinodaktylie (seitliche Abknickung eines oder mehrerer Finger/Zehen)
  • Sandalenfüsse (oft so gross dass Kerbe entstehen)
  • rocker bottom feet (Schaukelstuhlfüsse)

Spielt das Alter eine Rolle bei Trisomie 21?

Ja.

Mit zunehmendem Alter der Mutter steigt auch die Chance auf Trisomie 21 (und auch sonstige Genetische Krankheiten) an.

Was sind die häufigsten lebendgeborene autosomale Trisomien? Was haben sie alle gemeinsam für Merkmale?

Trisomie 13, 18 und 21

Gemeinsam:

  • Untergewicht des Kindes
  • Äussere Symptome: Deformierte Ohren
  • Innere Missbildungen: Herzfehler! (Bei Trisomie 21 sind es ca. 45%)
  • Funktionelle Symptome: Schwerste geistige Retardierung (bei Trisomie 21 ist der IQ bei 20-50)

Nenne zwei Beispiele für numerische Chromosomenaberration der Geschlechtschromosomen und ein paar Merkmale

  • Klinefelter-Syndrom
    • Chromosomenüberschuss XXY
    • Gynäkomastie (Brustbildung), kleine feste Hoden
    • Hypogonadismus (Keimdrüsenunterfunktion): Spärliche Körperbehaarung, Erektionsstörung, Osteoporose, Infertilität (Azoospermie > 90%). (In den Keimdrüsen werden die Keimzellen für Sexualhormone und Fortpflanzung produziert)
    • IQ liegt generell 10-15 Punkte tiefer als derjenige gesunder Geschwister (Lern-Aufmerksamkeitsdefizite)
    • Hochwuchs (ca. 10 cm grösser als Durchschnitt)
  • Turner-Syndrom:
    • Chromosomenmangel XO
    • Minderwuchs, Gonadendysgenesie (Fehlentwicklung der Keimdrüsen, auch Ovarien): Infertilität
    • Flügelförmige Halsfalten, Tiefer Haaransatz, Lymphödeme der Hand-/Fussrücken
    • Geistige Entwicklung normal bis leicht reduziert

Was ist ein Mikrodeletionssyndrom?

Verlust meherer bis vieler benachbarter Gene = contiguous gene syndromes

Étudier