Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Einführung in die Wirtschaftsinformatik


D. C.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die Wirtschaftsinformatik und deren Rolle im Unternehmen. Sie decken Themen wie IT-Strategien, Management, Cloud-Services, Software und Kommunikation ab. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Berufstätige, die sich mit der Integration von IT in betriebliche Prozesse und die Herausforderungen der IT-Abteilung auseinandersetzen möchten.
Karten
60
Lernende
17
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
31.01.2016 / 26.01.2026

Lernkarten

Was ist Wirtschaftsinformatik?

- Ziel -> Verbindung von Fragestellung der Praxis(Wirtschaft) mit der Theorie der Informatik

- Gegenstand der WI sind Informatons- und Kommunikationssysteme in Wirtschaft u. Verwaltung

- Hat eine Beschreibungsaufgabe -> Systematische Dokumentation der Realität

- Eine Erklärungsaufgabe -> Erklärung von beobachten Sachverhalten

- Eine Gestaltungsaufgabe -> Veränderung der Realität in Richtung auf einen Sollzustand

Wirtschaftsinformatik als interdisziplinäre Wissenschaft?

- Wirtschaftswissenschaften -> mit allen Teildisziplinen

- Informatik -> z.B. Datenbanken, Künstliche Intelligenz, Software-Entwicklung

- Recht -> z.B. Datenschutz, Arbeitsrecht, Urheberrecht

- Psychologie -> z.B. Software-Ergonomie, Systemeinführungen, Aktzeptanzanalysen

- MAthematik -> Kryptographie

- Operations Research -> z.B. Werkstattsteuerung, Versandlogistik

- Statistik -> z.B. Qualitätskontrolle, Marktforschung, Data Mining

Typische Branchen von IT-Prozessen in Unternehmen?

Anwendungen:

- Branchen -> Industrie, Handel, Dienstleistungen

- Electronic Commerce -> Elektronische Marktplätze, Supply Chain Management

- Funktionen -> Entscheidungsunterstützung, Customer Relationship Management, Produktionsplanung

Daten:

- Modellierung -> Geschäftsprozessmodellierung, Datenmodellierung, Wissen, Informationen, Schnittstellen

Informationstechnik:

-Automation -> Computer Integrated Manufacturing, Roboter

- Speicherung -> Datenbanken, Data Mining, XML

- Kommunikation -> Netzwerk, Internet

- Transformation -> Prozedurale Sprachen, Expertensysteme,, Künstliche Intelligenz

Prozess:

- Prozessunterstützung -> Projektmanagement, Anforderungsanalyse, Systementwrf, Implementierung

Typische Fragestellungen zur Rolle der IT in Unternehmen

  • Wie kann eine optimale Unterstützung betrieblicher Funktionsbereiche (Einkauf, Produktion, Vertrieb, etc.) mit Informationen u. Wissen realisiert werden?
  • Wie kann eine optimale Bereitstellung von Informationen für Mitarbeiter u. Manager erfolgen?
  • Womit kann das realisiert werden?Soll die IM u. KM im Unternehmen selber betrieben werden od. von außen als Service bezogen werden

Ziele der IT im Unternehmen?

  • IT ist fortwährend auf Unternehmensziele u. –prozesse auszurichten (Strategic Alignment)
  • IT soll dem Unternehmen zum optimalen Nutzen der IS verhelfen (Kundenorientierung)
  • IT-Ressourcen sollen verantwortungsvoll u. nachhaltig eingesetzt werden (Effizient/Effektivität)
  • IT-Risiken sind zu minimieren u. optimal zu meistern (Qualität u. Reaktionsfähigkeit)
  • Definierte Führungs- u. Kontrollprozesse für den IT-Bereich (Transparenz)
  • Gestaltung der Informationsinfrastruktur eines Unternehmens derart, dass sie einen möglichst hohen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet
    • Erhöhung der Produktivität
    • Verbesserung der Qualität von Leistungen des Unternehmens
    • Verringerung von Durchlaufzeiten von Vorgängen

Wie kann die IT die Wertschöpfunkskette unterstützen?

Unterstützende Aktivitäte:

- Infrastruktur -> Elektronische Planungs- und Datenverarbeitung

- Personalmanagement -> Personalplanungssysteme

- Technologie -> Computergestützte Designsysteme

- Beschaffung -> Elektronische Bestellsysteme

Primäre Aktivitäten:

- Eingangslogistik -> Automatische Lagersysteme

- Operation/Produktion -> Computergesteuerte Maschinensysteme

- Ausgangslogistik -> Automatisierte Versandplanungssystem

- Vetrieb/Marketing -> Elektronische Bestellsysteme

- Kundendienst -> Wartungssysteme

Herausforderungen für Unternehmen?

1. Veränderung der Wettbewerbssituation

  • Internationalisierung der Märkte
  • Innovationsdynamik bei Produkten und Prozessen
  • Demographische Entwicklung

2. Innovationspotentiale der Informations- und Kommunikationstechnik

  • Neue Produkte
  • Prozessinovation
  • Neue Unternehmensformen

3. Wertewandel in Arbeitswelt und Gesellschaft

  • Einstellung zur Umwelt
  • Altersstrukturen der Arbeitnehmer
  • Käuferverhalten

Was ist ein Geschäftsprozess?

  • Ein Geschäftsprozess besteht aus einer zusammenhängenden abgeschlossenen Folge von Tätigkeiten, die zur Erfüllung einer betrieblichen Aufgabe notwendig sind
  • Die Tätigkeiten werden von Aufgabenträgern in organisatorischen Einheiten unter Nutzung der benötigten Produktionsmittel geleistet

Was ist ein Service-Prozess?

  • Gestaltung der Beziehung zwischen Auftraggeber u. Auftragnehmer, Definition von SLA's (Service Level Agreements)
  • ITIL (IT Infrastructure Library) Sammlung von Best Practices, Reihe von Publikationen, die eine mögliche Umsetzung eines IT-Service-Managements (ITSM) beschreiben u. Eine Standard darstellen

Was sind Service Prozesse?

IT-Service:

  • IT bezogene Dienstleistungen einer IT-Abteilung od. IT-Dienstleisters

IT-Servicemanagement:

  • Planung, Entwicklung u. Lieferung von IT-Services mit einer bestimmten Qualität zu bestimmten Kostenanalysen

IT - Informationstechnoligie

  • Übergeordnet u. umfasst die Gesamtheit der zur Speicherung, Verarbeitung u. Kommunikation zur Verfügung stehenden Ressourcen
  • Kann auch als organisatorische Einheit (Abteilung) im Unternehmen benutzt werden

IS - Informationssystem

  • Sozio-technisches System (Mensch-Maschine) das in die Strukturen eines Unternehmen integriert ist
  • Ausprägung als Standard- od. Individual-Software
  • Zweck ist die optimale Bereitstellung/Bedarfsabdeckung von Informationen u. die Wissensgenerierung
  • Unterstützung konkreter Anwendungsbereiche (Einkauf, Vertrieb, etc.)

Was bedeutet IM?

Informationsmanagement

Was bedeutet KM?

Knowledge Management

Welche Bedeutung haben Informationen in Unternehmen?

  • Einsatz der Ressource Information wird zunehmend zum erfolgskritischen Faktor
  • Der Umgang mit Informationen hat strategische Bedeutung
  • Der Informationsbedarf des Management steigt
  • Information ist ein Kostenfaktor
  • Information = Daten und Bedeutung/Kontext

Welche strategische Bedeutung haben Informationen?

  • Informationssysteme können zusätzliche Kundennutzen generieren
  • Produktlebenszyklen werden verkürzt -> Geschwindigkeit des Absatzes wird erhöht
  • Es eröffnen sich neue Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Lieferanten und Kunden

Was sind Daten?

  • Daten beinhalten keine unmittelbare Aussage über deren Zweck bzw. Kontext
  • Daten = Zeichen + Syntax

Was sind Informationen?

  • Informationen = Daten (Zeichen + Syntax) + Zweckbezug
  • Informationen sind nur dann wertvoll, wenn sie auch entsprechend genutzt werden -> In Wissen umgewandelt werden

Was ist Wissen?

  • Entsteht aus vernetzten Informationen, z.B. durch Situationsvergleiche, Betrachtung von Konsequenzen, Relationenbildung u. Konversation
  • Enthält für eine zielgerichtete Analyse, Wertung bzw. Interpretation des Wissensnutzers eine verfügbare Information
  • Wissen ist Grundlage für Entscheidungen
  • Wissen = Information (Zweckbezug + Daten (Zeichen + Syntax)) + Fähigkeit, diese zu ntzen u. anzuwenden

Was sind gobale Trends im IT-Umfeld von Unternehmen?

  • Steigende Zahl von IT-Projekten wegen IT-Durchdringung
  • Zunahme der Wettbewerbsintensität
  • Globalisierung, Erschließung neuer Märkte
  • Veränderung der Konsumentenpräferenzen - Steigendes Anspruchsniveau der Anwender

Was ist das Cloud Computing?

  • IT-Nutzung in der Wolke/Web
  • Daten und Anwendungen werden in unternehmensexternen Rechenzentren von IT-Dienstleistern gespeichert und von Anwendern genutzt
  • Software/Daten werden nicht mehr auf den unternehmenseigenen Computern ausgeführt
  • Zugriff auf Daten und Anwendungen ist ortsunabhängig (Büro, von zu Hause, Smartphone)

Nutzungsarten des Cloud Computing?

Private Cloud: Unternehmensinterner Einsatz, Steht nur Mitarbeitern/Partnern zur Verfügung

Public Cloud: Nutzung externer Dienstleistungen

Hybrid Cloud: Hybride Rechenwolke, Mischung aus Private und Public Cloud

Community Cloud: Gemeinschaftliche Rechnerwolke, Unternehmen der gleichen Branche bilden aus Privates Cloud eine Community Cloud

Nutzungsmodelle des Cloud Computing?

IaaS ( Infrastructure as a Service)

  • Service Provider bietet virtualisierten Zugang zu externen Hardware-Ressoucen (Rechner, Speicherplatz)

SaaS (Software as a Service)

  • Service Provider bietet virtualisierten Zugang zu externen Software-Ressoucen

PaaS (Platform as a Service)

  • Softwareumgebung wird vom Service Provider bereitgestelt und unterhalten
  • Nutzer entwickeln darauf eigene Software-Anwendungen od lassen extern ausführen

Was ist Big Data?

  • Aktuelles Schlagwort zur Bezeichnung Erfassung, Analyse u. Auswertung von Massendaten
    • Bewegungsdaten von Usern -> Einkäufe, Kommunikation, Interessen, Freunde..)
  • Anwendungen vor allem im Bereich Marketing/Vertrieb (Marktforschung) , Überwachung/Ausspähung

Anwendungsmöglichkeiten von Big Data?

  • Marktforschung (Erfassung von Interessen. Einkäufen)
  • Auswertung von Webstatistiken (WebMining) -> Ausrichtung von Online Werbemaßnahmen
  • Echtzeit Reaktion von Preisangebiten in Abhängigkeit des Einkaufsverhalten (Bier zu Fußballzeit)
  • Erkennen von Zusammenhängen in der medizinischen Diagnostik
  • Geheimdienstliches Erstellen von Bewegungsprofilen

BYOD - Bring your Own Device?

  • Mitarbeiter bring eigenes Endgerät mit, Unternemen gestattet dienstliche Nutzung
  • Mitarbeiter konfiguriert und wartet das Gerät

CYOD - Choose Your Own Device

  • Mitarbeiter darf sich das Endgerät aussuchen, Unternehmen gestattet auch die private Nutzung
  • Unternehmen bleibt Eigentümer, Unternehmen konfiguriert und wartet das Gerät

COPE - Corporate Owned Personally Enabled

  • Unternehmenstellt Endgerät zur Verfügung und gestattet auch die private Nutzung
  • Mitarbeiter ist für die Konfiguration und Wartung des Geräts verantwortlich

COBO - Corporate Owned Business Only

  • Unternehmen stellt Endgerät zur Verfügung und gestattet nur dienstliche Nutzung
  • Unternehmen ist für die Konfiguration und Wartung zuständig

Maßnahmen zur umweltschonenden sowie nachhaltigen Einsatz von IT?

  • Einsatz energiesparender Geräte
  • Virtualisierung
  • Konsolidierung - Verringerung der Anzahl von Endgeräten durch Zusammenfassen von Funktionen
  • Einsatz von LED Monitoren (Backlight Technologie)
  • Verbesserung der Energieeffizienz von Rechenzentren

Vorteile der Smartphone Nutzung auf Anbieterseite

  • Zuverlässige Ortsbestimmung der Kunden
  • Ständige Erreichbarkeit der Kunden
  • Vereinheitlichung durch wenige Standards
  • Erhöhte Sicherheit im Zahlungsverkehr

Vorteile der Smartphoen Nutzung auf Kundenseite

  • Ortsunabhängigkeit udn Routing
  • Ständige Verfügbarkeit der Dienste
  • Interaktivität und Individualität
  • Multimediaität - Text, Audio, Video
  • Geschwindigkeit und Komfort

Ursachen der Globalisierung?

Änderung der politischen Rahmenbedingungen

  • Politishe Liberalisierung
  • Internationale Verinbarungen
  • Ausweitung der Märkte

Änderung der technisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingung

  • Zunahme der weltweiten Transportkapazitäten
  • Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnoogie
  • Erleichterte Möglichkeiten der Produktionsverlagerung
  • Zunehmender Wettbewerbsmarkt

Änderung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

  • Lockerung sozialer Bindungen an Familie und Abstammungsreligion
  • Zunehmender Bedeutungsverlust religiöser und traditioneller Bräuche und Normen
  • Zunehmende Bedeutung von Bildung und Ausbildun

Welche Wertewandel gibt es in der Arbeitswelt?

  • Teamarbeit, ganzheitliche Vorgangsbearbeitung -> Folge: Zunehmende Ablehnung von Unterordnung
  • Eigenverantwortung, Selbständigkeit und Selbstverwirklichung gewinnen an Bedeutung
  • Wissen als Herrschaftsinstrument
  • Freelancer -> Keine feste Bindung an das Unternehmen
  • Delokalisierung -> Wo und Wann der Arbeit wird zweitrangig

Was sind Social Media Systeme?

  • Systemen bei denen Nutzer u. Anbieter durch kooperative Partizipation gemeinsam die Inhalte gestalten und damit auch den Aufbau der Netzwerke bestimmen
  • Informationsbereitstellung und verteilung, Kommunikation, Interaktion, User Generated Content
  • Ziele:
    • Vernetzung der User und Verteilung der Inhalte
    • Öffentliche und Interaktive Kommunikation mit Kunden und anderen Anspruchsgruppen
    • Erfassung der Stimmungslage von Users durch aktives Webmonitoring
    • Beteiligung von Kunden an der Produktentwicklung

Warum nutzen Unternehmen Social Media?

  • Bekanntheit steigern
  • Neue Kunden gewinnen
  • Beziehungspflege zu Kunden
  • Image verbessern

Regelungen zur Erreichbarkeit?

  • Reaktionszeit -> Arbeitgeber können Richtlinien definieren in welcher Zeit auf Anfragen reagiert werden müssen
  • Rufbereitschaft -> Außerhalb der Arbeitszeiten müssen Arbeitnehmer nicht erreichbar sein --> Außer Rufbereitschaft ist schriftlich fixiert
  • Arbeitszeit -> Wenn Mitarbeiter nach Büroschluss dienstlich kommunizieren --> Arbeitszeit, ausser schriftlich fixiert

IT Worst-Case Szenarien?

  • Aushöhlung der Bildung
    • Nutzer bilden sich über Wissensplattformen weiter, Bildungseinrichtungen verlieren den Anschluss
  • Virtuelle Realitäten schaffen Realitätsverlust und gesundheitliche Probleme
    • Virtuelle Spielewelten führen zu Fettleibigkeit, Realitätsverlsut, Identitätskrisen, soziale Verarmung
  • Das Geldsystem wird unterhöhlt
    • Bitcoin bringen das traditionelle Banken- und Geldsystem aus dem Gleichgewicht
  • Es droht eine digitale Wirtschaftskrise
    • Verkaufspreise von Start-Ups
  • Der Mensch wird gläsern
    • Fitnesstracker, Schlafprofile, Smartphones erstellen Bewegungsprofile
  • Super Daten Gau durch Cloud Ausfall
  • Überwachungsstaat

Veränderungen in der Arbeitswelt durch IT?

  • Horizontale und vertikale Aufgabenintegration
  • Hierarchien verlieren an Bedeutungsverlust
  • Multifunktionale Ausstatung der Arbeitsplätze und Vernetzung
  • Schaffung neuer Berufsbilder
  • Delokalisierung -> Wo und Wann der Arbeit wird zweitrangig
  • Online gestütze Aus und Weiterbildungen

Verschiedene Strategien der IT im Unternehmen?

Nachfrage PULL - Business strategy as the driver

  • Neuentwicklung notwendiger Technologie u. Anpassung der IT Strategie nachdem eine Geschäftsidee geboren ist
  • IT bekommt "Impulse" aus der geschäftichen Welt

Technoligie PUSH - IT strategy as the enabler

  • Reaktion des Management auf neue Technologien
  • Zuerst entwicklet sich die Technologie, daraus entsteht ein neues Geschäftsfeld
  • IT gibt "Impact" auf die geschäftliche Welt

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