Einf. in die Religionsgeschichte des Judentums
Einführung in die Religionsgeschichte des Judentums
Einführung in die Religionsgeschichte des Judentums
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Flashcards
Vorgeschichte der jüdischen Aufklärung (Haskalah)
1259: erste Juden in Bern bezeugt; Juden angefragt für Kreditgeschätfte; diverse Einschränkungen; kein Ghetto in Bern; 1286, 1287 Stadtbrände; Verfolgung der Juden in der Schweiz; Ende 13. Jh. nur noch wenige Juden in Bern; 1375 erneutes Auftauchen der Juden; erneuter Brand 1402; 1427 Dekret: Vertreibung der Juden aus der Stadt, 1489 Vertreibung aus der Eidgenossenschaft; in Grafschaft Baden Handel erlaubt von 17. - 19. Jh.; 1879: Gleichberechtigung, Ende des Surbtaler Judentums
Haskalah vom Nomen "Verstand", jüdische Aufklärung ist Teil der europäischen
M. Mendelsson
deutscher Philosoph, sagt, das Judentum solle sich selber aus den Fesseln befreien; setzt sich für Trennung von Kirche und Staat ein; übersetzte 1779 Bibel auf Deutsch mit hebr. Buchstaben; er versuchte, die Leute zum Deutschsprechen zu bringen
Zionismus
Tempelberg in Jerusalem, "Ort der Heimat" in Jesaja -> Friedensvorstellungen
Zionismus als Reaktion auf missglückte Aufklärung
treibende Kraft des Zionismus, sein Wirken
Theodor Herzl, dieser wollte jedoch keine Utopie schaffen; beruft 1897 Zionistenkongress in Basel (-> Perspektive der Industrialisierung); Motivation durch Schickanierung der Juden, Schlüsselerlebnis: Dreyfussaffäre: Herzl ist von Unschuld überzeugt; direkte Folge der Affäre: Trennung von Kirche und Staat in Frankreich, Säkularisierung,
Führung Judenstaat
Rabbiner von Herzl als Führer vorgesehen, Judenstaat soll aber keine Theokratie werden -> säkulare Tendenzen
Nebenwirkungen des Zionismus
Revolution des Körpers; "Muskeljude": Begriff geprägt von Nordau: Gründung von Sportvereinen; Öffnung der Frauenrolle trotz Masulinität des Zionismus
1. Zionisten-Kongress
in Basel, Resultat: Basler Programm: 4 Punkte
Fortschreiten des Zionismus
versch. Einwanderungswellen von Juden in Palästina; Hilfe von UK aber unter Schutz von NIchtjuden; 1920: UK offiz. Mandatsmacht; ab 1939 nimmt Einwanderung stark ab: Zustimmung der Palästinenser für Einwanderung erforderlich; 1947: Teilungsplan der UNO; 14.5.48 Staatsgründung; Anfang der Kriege, "die Katastrophe": Angriff von Ägypten, Syrien, Libanon
Ursprung der Geschichte des Judentums, äusseres Zeichen davon
Gottes Bund mit Abraham
äusseres Zeichen des Bundes: Beschneidung
Beginn der Geschichte des Judentums
Zeit des babylonischen Exils: 6. Jh. v. Chr. (jedoch umstritten)
-> Ausbildung Sabbat, Beschneidung, jüdischer Kalender, monotheistisches Denken
Reformjudentum
Strömungen im 19. Jh,, in denen das orthodoxe Judentum angepasst wird, Beginn in Deutschland; Gründung von jüdischen Hochschulen
Abraham Geiger
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Organisierte Reformsynoden, an denen er Erneuerungen propagierte & oftmals durchführte.
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Trat für stärkere Einbindung von Frauen & Mädchen in den Gottesdienst ein.
=> Einführung der Bad Mizwa als vollständiges Pendant zur Bar Mizwa. Und Frauen wurden als Rabinen zugelassen.
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Reformjuden fühlten sich weniger durch kl. Jüd. Religionsgesetz, die Halcha, gebunden (z.B. kein Halten an Speisevorschriften, keine strikte Einhaltung des Sabats mehr, Beschnediung hingegen wird nicht angetastet.)
Vordenker Herzls
Moses Montefiore, Moses Hess, Leo Pinsker
Leo Pinsker
Ursprünglich ein Verfechter der Assimilation, der jüdischen Aufklärung. Doch der Antisemitismus nahm Pinsker die Hoffnung auf Integration der Juden und er folgerte daraus die Notwendigkeit eines eigenen jüdischen Staates.
Moses Hess
Sozialist, Vordenker der späteren Kibbuz-Bewegung (Kibbuz = Kollek-tivsiedlung in Israel mit gemeinsamem Eigentum & basisdemokratischen Strukturen)
Moses Montefiore
ein brit.-jüd. Unternehmer in 2. Hälfte des 19.Jh. Bau einer Windmühle in Jerusalem als Symbol des „Bewegens“ dieser neuen Bewegung
Beschlüsse des ersten Zionistenkongresses
Ziel: Öffentlich gesicherte Heimstätte in Palästina durch :
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Zweckdienliche Förderung der Besiedlung Palästinas mit Ackerbau,... und Gewerbetreibung
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Gliederung und Zusammenfassung der Liegenschaft
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Stärkung des jüdischen Volksbewusstseins
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Vorbereitende Schritte zur Überzeugung der anderen Regierungen
Beschlüsse des ersten Zionistenkongresses
Ziel: Öffentlich gesicherte Heimstätte in Palästina durch :
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Zweckdienliche Förderung der Besiedlung Palästinas mit Ackerbau,... und Gewerbetreibung
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Gliederung und Zusammenfassung der Liegenschaft
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Stärkung des jüdischen Volksbewusstseins
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Vorbereitende Schritte zur Überzeugung der anderen Regierungen
Einwanderungswellen nach Palästina
1. Alija (= Einwanderung, von hebr. alah = hinaufgehen) 1882-1903
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v.a. jüd. Studenten aus Russland
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Verdoppelung der jüdischen Bevölkerung in Palästina
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Eine der ersten Immigrationsbewegungen: Die Bilu -> Abkürzung für "Beit Ja'akov Lekhu Ve-nelkha", "Haus Jakob, geht, lasst uns aufbrechen!"
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Gründung von Ortschaften mit sprechenden Namen: Bettachtiqwa (Pforte der Hoffnung) Telaviv (= Frühlingshügel) -> alles Bezeichnungen für Neuanfang...
2. Alija 1904-1914
v.a. aus Russland, aber auch aus Polen (35-40000 Juden wanderten in Palästina ein)
3. Alija 1919-21
4. Alija
5. Alija = grösste Einwanderungswelle von Juden v.a. aus Polen & Deutschland
-> 1933 National-sozialismus, 1935 Nürnberger Rassengesetzte
-> Während des 2.WK gelang nochmals vielen Juden die Flucht nach Palästina
Zionismus: politische Unterstützung von England
1917: Balfour Declaration
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Britischer Aussenminister Balfour gibt Deklaration des britischen Kabinetts & begrüsst Errichtung eines jüdischen Staates in Palästina.
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Die Deklaration versucht:
1. Juden eine Heimstätte zu geben
2. Die nichtjüdische (arabische) Bevölkerung in Palästina zu schützen
3. Das Diasporajudentum nicht in Frage zu stellen.
Ende der osmanischen Herrschaft
1918 Eroberung Palästinas durch England: Ende der osmanischen Herrschaft.
-> Balfour Declaration ermöglicht Einwanderung von Juden in Palästina.
White Book
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1939 will GB im Zusammenhang mit dem 2.WK die Araber auf seine Seite ziehen & veröffentlichte das sog. White Book (Weissbuch), das die Zahl der Juden, die nach Palästina einwandern dürfen, beschränkt & schlussendlich sogar nur noch auf Zustimmung der arabischen Länder bewilligt.
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Damit geht 1939 die Britische Unterstützung zu Ende.
Politische Unterstützung durch die UNO
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UNO-Teilungsplan: 1947 beschliesst die UNO, das bisherige britische Mandatsgebiet in einen jüdischen & einen arabischen Staat aufzuteilen. GB zieht sich zurück.
-> Die Juden, die noch kein Land haben, sind mit der Teilung des Landes einverstanden, -> Die Araber lehnen den UNO-Teilungsplan ab.
Bewilligung der Gründung des Judenstaates
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Am 14. Mai 1948 verkündet David Ben Hurion die Gründung des Staates Israel & verliest die Unabhängigkeitserklärung. Wenige Minuten nach dieser Deklaration anerkennen die USA Israel als Land, dann Anerkennung durch weitere Länder...
-> Anstatt beabsichtigter Friede bricht damit eine Periode des Krieges an... Am selben Tag noch wird Israel von 4 arabischen Staaten angegriffen. Dies ist der Anfang des Arabisch-Israelischen Krieges. Von Israelischer Seite her wird er als Unabhängigkeitskrieg bezeichnet, die Araber sehen ihn als Katastrophe...
Geschichte von König Salomo bis zur Weihe des II. Tempels
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Unter König Salomo: Renovation und Zuweisung des Tempels an JHWH
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Reichstrennung unter Salomos Sohn & Nachfolger Rehabeam
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Gründung des Nordreichs Israel unter Jerobeam I; Einrichtung eigener Staatsheiligtümer in Dan im Norden und in Bet-El im Süden.
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Eroberung und Annexion des Nordreichs 722 v.Chr. durch die Assyrer
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In letzter Phase der Königszeit: Auflösung regionaler & lokaler Heiligtümer und Kultzentralisation in Jerusalem.
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587/6: Eroberung des Königreichs Juda durch babylonischen König Nebukadnezar, Transformation Judas in babylonische Provinz & Zerstörung des I. Tempels in Jerusalem.
-> Infragestellung der Macht des Gottes Israels...
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Deportation der Oberschicht & der städtischen Eliten nach Mesopotamien
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538 v.Chr. (nach ca.50J): erobert Perserkönig Kyros Babylon
und erlaubt den Exilierten die Heimkehr & den Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem. -> 517/6: Ca. 70J nach Zerstörung des I. Tempels: Weihe des II. Tempels (der 70 n.Chr. zerstört wird).
Babylonisches Exil
- Exil identitätsstiftend. Judentum in Babylonien löste sich mitten im politheistischen Göttersystem, weit weg vom jerusalemer Zentrum, nicht auf.
- Babylonier hätten, wenn sie wie die Soldaten in Elephantine (Ägypten) einen neuen Tempel errichtet hätten, auch neues Zentrum in Babylon gehabt & nicht in Jerusalem. Doch anstelle eines neuen Tempels wählten sie die Erinnerung an den alten.
- Ezechiel ruft dazu auf, sich weiterhin am Jerusalemer Tempel zu orientieren, auch wenn es ihn nicht mehr gibt.
- Beeinflussung der Jerusalemer und Judäer im Exil durch babylonische Kultur. Spuren von Akkulturation zeigen sich nicht selten auch in Namen.
Mesusa (Mesusot)
bedeutet Türpfosten und bezeichnet eine Schriftkapsel am Türpfosten
Noachidische Gebote
7 noachidische Gebote: Verbot von Mord, Diebstahl, Götzenanbetung, Inzest, Brutalität gegen Tieren, Gotteslästerung & Einführung von Gerichten.
-> Wenn der Messias, der Erlöser kommt, werden die Menschen, die Gebote einhalten, Teil der Erlösung sein.
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7 Gebote, die für die ganze Menschheit gelten, in Gen 9.1-7: „Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde. Furcht und Schrecken vor euch komme über alle Tiere der Erde und über alle Vögel des Himmels. Mit allem, was auf dem Erdboden kriecht, und mit allen Fischen des Meeres sind sie in eure Hand gegeben...“
-> Die spätere jüdische Tradition, der Talmud, das grosse rabbinische Werk, hat daraus die noachidischen Gebote weitergesponnen. -
Mythos der Sintflut als Verwurzelung des menschlichen Bedürfnisses nach Gott.
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Das erste was Noah nach der Sintflut tut, ist, Gott zu Opfern.
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Zu Beginn des Genesisbuches befinden wir uns in der Weltgeschichte, die Thora beginnt nicht mit der Geschichte des Volkes Israel, sondern mit der Schöpfungsgeschichte (= Geschichte der ganzen Menschheit).
Glückel von Hameln
Glückel von Hameln war eine deutsche Kauffrau, die als erste Frau Deutschlands eine erhalten gebliebene bedeutende Autobiografie (Memoiren) schrieb.
Sabbat
wichtigster jüdischer Feiertag, Gedenktag der Schöpfung, Erinnerung auch an Exodus und Auserwählung, Symbol der Verbindung von Gott zum Volk
Aufbau des Sabbats
dreiteilig: Schöpfung, Offenbarung, Erlösung
Ablauf des Sabbats
Samstagmorgen: die Offenbarung steht im Zentrum
- Thoralesung in Synagoge
- Lesung eines Stücks aus den Propheten
- Hawdalah: Ende des Sabbats, symbolisch für das Ende der Zeiten, die Rettung und Erlösung
Wirkung des Sabbats auf Nichtjuden in Antike
Manche Römer übernahmen diesen Ruhetag, andere hatten nur Spott dafür übrig.
Gedanke der Ruhezeit verbreitet, doch Zentralität dieses des Sabbats v.a. im Judentum.
Gottesfürchtige = Nichtjüdische, die sich für Judentum interessierten.
V.a. Frauen konvertierten zum Judentum (hängt wahrscheinlich auch mit Beschneidungsritus zusammen, der Männer häufig abgeschreckt hat.)
Eruw
bed. Mischung, bezeichnet drei Verfahren, die in der Halacha bestimmte Aktivitäten erlauben, die nach den jüdischen Gesetzen ansonsten verboten sind (Tragen, Kochen, Reisen).
Im gewöhnlichen Sprachgebrauch meint ein Eruv einen Zaun – real oder symbolisch – der ein jüdisches Wohngebiet umgibt. Innerhalb des Eruvs findet die Sabbatregel, nichts zu tragen, keine Anwendung.Jahreszyklus
richtet sich nach Mondphasen; Einschieben eines Schaltmonats alle sieben Jahre; Jahresbeginn im Herbst
Rosh-Ha-Schana
- Neujahrstag Sept/Okt
- Bedeutung: Neuanfang in der Beziehung zu Gott. Glaube, dass Gott vor sich ein Buch aufschlägt & festlegt, wem es im nächsten Jahr gut gehen wird / wem nicht / wer sterben wird... Besiegelung dieses Vorhabens zehn Tage später, am Jom Kippur.
- Nach jüdischer Überzeugung vergibt Gott am Rush-Ha-Schana, spätestens am Jom Kippur die Sünden.
- Ritus: weisse Bekleidung am Jom Kippur als Symbol für den Neuanfang für alle.
- Brotkrümel in ein Gewässer werfen – Symbolisches Wegwerfen der Sünden.
Jom Kippur
- Versöhnungstag (Höchster Jüdischer Feiertag) Sept/Okt
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Vorabend des Jom Kippur: Kol nidre - wörtl. „alle Gelübde“ (sollen nicht mehr gelten)
-> ist im Laufe der Zeit zum Symbol für Gottes Vergebung geworden.
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24h Fasten vom Vorabend bis am Abend. -> einziger Fastentag im jüdischen Kalender
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Der ganze Tag wird in Synagoge mit Lesen eines Gebetsbuches verbracht.
Sukkot
- Laubhüttenfest Sept/Okt
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Ursprünglich ein Landwirtschaftsfest- & Fruchtbarkeits-/, Erntedankfest -> sieht man heute noch an Sukkot-Blumenstrauss, ein Feststrauss (Lulaw), der getragen wird und in der Synangoge geschüttelt wird. -> Symbolik: Man erhofft sich Regen -> Im Herbst kann man auf Regen hoffen... Im Judentum betet man nie um Regen, wenn es sowieso nie regnet...
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Umdeutung: Erinnerung an den Auszug aus Ägypten
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Eine Woche lang leben die Juden in Hütten mit Strohdach. -> Symbolik: Auch bei schlechtem Wetter Vertrauen auf Gott.
Pessach
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Wortherkunft: passach = er ist vorübergegangen. Gemeint ist „Gott ist vorübergegangen“ – Hinweis auf 10. Plage: Gott tötete alle Erstgeborenen der Ägypter, was dann Auslöser für das Nachgeben des Pharaos war.
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Im Frühjahr, meist im April
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Auch Pessach war urspr. ein Landwirtschaftsfest, urspr. der Anfang des jüdischen Jahres, dann wurde der Jahresanfang auf Rush-Ha-Schana festgelegt.
Pessach: Sederabende (erste Abende)
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Nacherzählung der Geschichte des Auszugs aus Ägypten an den beiden ersten Abenden des Pessachfestes, das eine Woche dauert.
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Seder = hebr. Wort für Ordnung (-> Siddur = Wort für jüdisches Gebetsbuch): Sederabende sind genau geordnet, nicht nur, was man liest, auch was man isst.
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Essen ist ein wichtiger Aspekt jüdischer Feiertage
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Wein: Am Pessachfest macht man es sich ungewöhnlich bequem (das Judentum hat ein distanziertes Verhältnis zum Alkohol)
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Frage eines Kindes: „An allen Nächten können wir ungesäuertes und gesäuertes essen, nur heute ausschliesslich ungesäuertes...“
-> Sätze aufsagen ist ein Druck, aber auch ein Höhepunkt für ein jüdisches Kind.
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Nur ungesäuertes Flachbrot, Mazzot, wird in Erinnerung an den Exodus gegessen.
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4 Becher Wein + ein weiterer Becher Wein, der auf Tisch steht, aber nicht angerührt wird, für den Prophet Elja. (Elja = Verkünder des Messias) An einem Moment am Abend öffnet man die Tür für den Prophet Elja. -> Wenn er kommt, beginnt die messianische Zeit.
-> Stark von MA geprägter Brauch, viele Rituale sind MA-Rituale, wahrscheinlich auch Ritual des Türöffnens. (ev. da Vorwurf, man töte Kinder um Blut zu brauchen; Türöffnung, um zu zeigen, dass dies nicht der Fall sei...)